Ich verrate dir etwas, das Power Law ist Strunz dumm.
Ein Power Law ist bloss eine mathematische Beziehung. Sie weiss nichts über Bitcoin, ETFs oder Märkte. Weiss nicht was Mining, Satoshi oder Michael Saylor ist. Trotzdem beschreibt sie erstaunlich gut die langfristige Entwicklung des Bitcoinpreises über rund 17 Jahre.
Für Bitcoin wurde ein solches Skalierungsmuster erstmals um 2016 systematisch beschrieben (G Satosatasi, später S. Perrenod). Es liefert keinen Punktwert, sondern einen breiten Wachstumskorridor. Kurzfristige Schwankungen, Blasen und Crashs liegen oft weit auseinander, langfristig bleibt jedoch die grobe Struktur erhalten.
Das ist kein Bitcoin-spezifisches Phänomen. Power Laws tauchen in vielen komplexen Systemen auf, etwa beim Wachstum von Städten, in der Biologie, bei Netzwerken des Internets, in der Erdbebenforschung und auch in der Astronomie. Die Systeme sind völlig verschieden, aber das zugrunde liegende mathematische Modell ist das gleiche.
Ein hilfreicher Vergleich ist die Parabel. Die Flugbahn eines geworfenen Steins lässt sich gut durch eine Parabel beschreiben. Weder kennt der Stein die Formel, noch kennt die Formel den Stein. Sie beschreibt ein Muster, das aus grundlegenden physikalischen Bedingungen entsteht. Der geworfene Stein fliegt parabelförmig, auch ohne dass er je eine Minute Matheunterricht hatte.
Power Laws funktionieren ähnlich. Sie beschreiben keine Ursachen, sondern statistische Regelmässigkeiten. Solche Regelmässigkeiten entstehen oft in Netzwerken mit vielen Akteuren, Rückkopplungen und ohne zentrale Steuerung. Extrem spannende Sache. Hier der Thread dazu Erkenntnisse und Vorhersagen aus dem Bitcoin Power Law
Bitcoin ist ein solches Netzwerk. Wenn sich Nutzung, Kapital und Aufmerksamkeit über lange Zeit akkumulieren, kann ein Power Law als grobe Beschreibung des Wachstums entstehen. Nicht als Naturgesetz, sondern als emergentes Muster.