Moin HODLer, danke für die deutliche Kritik. Ein Punkt kommt hier mehrfach zurück, und den nehme ich ernst: Die Website erklärt offenbar noch nicht früh und konkret genug, was Bitcoon tatsächlich umsetzen möchte.
Eine Sache möchte ich aber richtigstellen: Ich habe nirgendwo gesagt, dass niemand zum Geldausgeben motiviert werden soll. Mein Vorstellungspost war eine Bitte um ehrliches Feedback, kein Verkaufsbeitrag. Dass zu Bitcoon auch ein Shop gehört, steht offen auf der Website und in der Roadmap. Im Beitrag erwähne ich ausdrücklich Sticker und Kleidung.
Der Shop ist also weder ein Geheimnis noch etwas, von dem ich mich distanzieren möchte. Er ist nur nicht der alleinige Zweck des Projekts.
Da ich Bitcoon nicht auf maximale Gewinne optimieren muss, kann ich einen Teil der Produkte bewusst nah an den tatsächlichen Kosten anbieten. In der Core-Linie wären beispielsweise ein Becher für ungefähr 7 € oder ein hochwertiges Organic-/Fair-Shirt für ungefähr 21 € möglich – jeweils zuzüglich der tatsächlichen Versandkosten.
Andere Produkte können eine Marge enthalten, mit der Inhalte, Materialien und größere Aktionen finanziert werden. Das wird offen kommuniziert. Website, Muster, Drucke, Plakate und Kampagnen bezahlen sich schließlich nicht von selbst. Der Verkauf ist damit ein Werkzeug für die Mission – nicht die Mission selbst.
Konkret arbeitet Bitcoon an:
– frei nutzbaren Bitcoin-Memes, Desktop-Hintergründen und Social-Media-Motiven
– druckbaren Vorlagen für Poster, Karten und weitere Sichtbarkeitsmaterialien
– friedlichen und legalen Aktionen, die Einzelne selbst umsetzen können
– größeren gemeinschaftlichen Kampagnen und deren transparenter Dokumentation
– Kleidung und Alltagsgegenständen als sichtbare oder dezente Bitcoin-Signale
Mein Eindruck ist: Der Bitcoin-Community fehlt es nicht an Foren, Podcasts, Konferenzen oder Merch-Shops. Was mir fehlt, sind organisierte, kreative und friedliche Orange-Pill-Aktionen, die Bitcoin außerhalb der bestehenden Bubble im Alltag sichtbar machen.
Viele Bitcoiner würden grundsätzlich gern etwas beitragen, haben aber weder eine konkrete Idee noch fertige Motive, Vorlagen oder eine gemeinsame Struktur. Genau dort soll Bitcoon ansetzen.
Der USP soll deshalb weder „noch ein Forum“ noch einfach „noch ein Merch-Shop“ sein, sondern ein gebündeltes System aus Motiven, Materialien, Aktionsideen und Kampagnen. Dass vieles davon noch in Vorbereitung ist und dieser Unterschied auf der Website bisher nicht klar genug wird, ist mein Problem – nicht das der Besucher. Das werde ich früher, konkreter und verständlicher erklären.
Zum OpSec-Punkt: Genau den Gedanken, dass sichtbare Bitcoin-Symbole automatisch auf große Bestände schließen lassen, möchte Bitcoon langfristig überwinden.
In der Fiat-Welt kann schließlich auch jemand einen Ferrari fahren oder eine teure Uhr tragen, ohne dass daraus automatisch folgt, dass bei ihm zu Hause ein Vermögen liegt. Solange nur sehr wenige Menschen offen Bitcoin-Signale tragen, fällt jeder Einzelne stärker auf. Je selbstverständlicher Bitcoin und Bitcoon im Alltag sichtbar werden, desto weniger lässt sich aus einem Shirt, Sticker oder Symbol über den tatsächlichen Besitz ableiten.
Gleichzeitig entstehen zwei Vorteile:
– Bitcoiner erkennen sich im Alltag leichter und finden unkomplizierter zueinander.
– Sie tragen Bitcoin aus der Bubble heraus, wecken Neugier und führen mehr Menschen ins Rabbit Hole.
Natürlich bleibt Sichtbarkeit eine persönliche Entscheidung. Niemand soll etwas tragen, womit er sich unwohl fühlt. Das Ziel ist aber nicht, Bitcoin aus Angst unsichtbar zu halten, sondern seine Sichtbarkeit so weit zu normalisieren, dass ein Bitcoin-Symbol irgendwann nichts Außergewöhnliches mehr ist. Bitcoon ist deshalb von Anfang an international angelegt – mit einem geplanten Start in der EU und den USA.
Kanuto kannte ich vor diesem Hinweis nicht. Bitcoon ist unabhängig davon entstanden und wurde über mehrere Jahre entwickelt. Der verlinkte Shop scheint inzwischen leer zu sein; ich habe jedoch den neuen Shop gefunden. Auch dort konnte ich keine Waschbärfigur entdecken, auf die sich der Vergleich für mich nachvollziehbar beziehen würde. Falls eine konkrete Darstellung oder ein bestimmtes Motiv gemeint ist, kann es gern verlinkt werden.
Danke jedenfalls für die offenen Fragen. Auch wenn einige Formulierungen etwas spitz waren, helfen mir die konkreten Kritikpunkte dabei, Bitcoon verständlicher zu erklären.