Bitcoin hat sein Top erreicht (Meinung)

Und wieder ein Tag, an dem ich was neues gelernt habe. Hat sich also gelohnt sich heute aus dem Bett zu quälen (neben dem 13% BTC gain) :slight_smile:

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Klingt an sich gut, nur dass AP und Market Maker zwei verschiedene Rollen sind. Diese beiden Rollen können von den gleichen Entitäten eingenommen werden, müssen aber nicht.

Der Market Maker verdient am Spread (also dem Preisunterschied zwischen bid und ask am Sekundärmarkt), und der AP verdient an der Arbitrage (also dem Preisunterschied zwischen Primär- und Sekundärmarkt).

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Worauf warten wir denn? Dass eine Zeitmaschine erfunden wird und wir an den Punkt zurückgehen können, wo dein vorhergesagter Höchstwert noch nicht durchbrochen wurde?

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Wie funktioniert das in der Praxis genau? Die Fondsgesellschaft erstellt ETF-Anteile und teilt diese den/die Market Maker Diese liefern dann Bitcoin an BlackRock. Diese BTC werden dann bei Coinbase gelagert. Aber die Market Maker müssen dann doch sicherstellen, dass sie genügend BTC besitzen. Heißt das nicht, dass die Market Maker jetzt BTC kaufen, um die evtl. Nachfrage von BlackRock befriedigen zu können?

es waren viele Short Liquidierungen…mal sehen ob der Kurs nochmal fällt😇
ich würde es hoffen, denn je niedriger der Kurs, desto besser für uns alle zum billigeren Stacken

Wie gesagt geht es hier nicht um Market Makers, sondern um APs.

Ich verstehe nicht, was „Nachfrage von BlackRock“ genau heißen soll. BlackRock hat als Herausgeber überhaupt keine Nachfrage an irgendwas. APs haben Nachfrage an frischen ETF-Anteilen, wenn der Preis am Sekundärmarkt steigt und sich deshalb eine Arbitragemöglichkeit ergibt, aber Arbitragehandel ist eine marktneutrale Strategie – die Rolle des AP ist also nicht, vorher schon BTC zu bunkern, in der Hoffnung, dass die Nachfrage am Sekundärmarkt steigt, sondern erst in dem Moment, wo sich tatsächlich eine Abweichung ergibt, BTC mit USD zu kaufen, BTC primär gegen ETF zu tauschen, und ETF sekundär gegen USD zu verkaufen. Das alles bestenfalls gleichzeitig, um zu keinem Zeitpunkt einem Kursrisiko ausgesetzt zu sein.

Das ist die Rolle des AP. Die Entität, die diese Rolle einnimmt, kann natürlich schon per Glaskugel die Sekundärmarkt-Nachfrage nach dem ETF vorhersagen und frontrunnen, aber das kannst du und jeder andere Marktteilnehmer, der bereit ist, ein Kursrisiko einzugehen, genauso (und es ist leicht möglich, dass die kürzlichen Kursschwankungen von Marktteilnehmern ausgelöst wurden, die eigentlich nichts mit dem Creation/Redemption-Prozess zu tun haben).

Damit für den ersten Handelstag schon mal eine gewisse Anfangsliquidität da ist und man nicht erst auf die APs warten muss, gibt es neben den APs eben auch noch den Seed Capital Investor – darauf haben sich diverse Nachrichten der letzten Tage bezogen, und das trifft vielleicht noch am ehesten das, was du beschreibst.

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Danke für die Antwort. Ich habe mich vielleicht etwas ungenau ausgedrückt. Ich meine die Nachfrage der Investoren. Wenn z. B. 1000 Investoren jeweils 1 ETF-Anteil kaufen wollen. 1 ETF-Anteil = 1 Bitcoin. Dann müssten diese 1000 Bitcoin ja von den AP gekauft werden. Die Frage ist ja jetzt, stehen diese 1000 Bitcoin auf dem Markt auch zur Verfügung stehen?

Wenn die Käufe von BTC immer zeitgleich mit der Nachfrage erfolgen, dann besteht doch das Risiko, dass die Anzahl der BTC nicht auf dem Markt zur Verfügung stehen oder?

Daher dachte ich, dass BlackRock dafür sorgt, sich möglichst viele BTC zu beschaffen oder den AP’s oder Market Maker mit den sie zusammenarbeiten, die Anweisung gibt BTC einzusammeln, damit die Nachfrage auch gedeckt werden kann.

Es stehen immer BTC auf dem Markt zur Verfügung der Preis geht dann halt dementsprechend hoch

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Noch keine 30 :wink:

Hab für meinen Account bei Mt. Gox damals eine „Underage Form“ ausfüllen müssen. :laughing:

Okay, dann hast no a Chance… :wink:

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Warum ist der ETF-Preis nicht 1:1 vom. Bitcoinpreis abhängig? Ist nicht der Wert 1 ETF-Anteils = der Wert 1 BTC? Oder wie teuer ist ein ETF-Anteil?

Das hat @mowtan doch weiter oben schon erklärt:

ja, danke. Nachdem ich alles nochmal gelesen habe und darüber nachgedacht habe, ist mir klar geworden, dass meine Frage nicht so klug war. :slight_smile:

aber eine Frage beschäftigt mich doch noch irgendwie. Der Bitcoin-ETF ist ja ein Produkt, an dem BlackRock verdienen will. Wenn der ETF jetzt im Bärenmarkt 80% an Wert verliert, denken dann nicht viele Investoren, dass es ein schlechtes Produkt ist? Oder kann man davon ausgehen, dass die Investoren sich der hohen Schwankungen bewusst sind? Oder wird BlackRock im Zusammenspiel mit den AP’s dafür sorgen, dass es nicht mehr so hohe Schwankungen gibt?

Grundsätzlich ist wichtig, dass dieses allgemeine Konzept „Nachfrage“ eigentlich gar keinen Sinn ergibt – es gibt immer nur Nachfrage zu einem bestimmten Preis.

APs sind erst mal überhaupt nicht verpflichtet, irgendwelche Nachfrage zu decken. Aber wenn es Nachfrage am Sekundärmarkt gibt, den ETF zu einem Preis zu handeln, der über dem Spot-BTC-Preis liegt (und irgendeinen Spot-Preis gibt es immer, wie @eucare richtig schreibt), dann decken sie diese und profitieren davon.

Was du nun schreibst, dass „die Anzahl der BTC nicht auf dem Markt zur Verfügung stehen“, heißt ja eigentlich nur, dass es Nachfrage gibt, den ETF unter dem Spot-Preis zu handeln. In dem Fall verkaufen APs BTC, also alles in Ordnung, niemand muss BTC kaufen, die es nicht gibt.

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Vielen Dank für die ausführlichen Antworten. Ich habe sehr viel gelernt. Jetzt ist mir einiges klarer geworden.

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Es besteht ein gewisser Bedarf für börsengehandelte BTC-Vehikel, und BR verdient anteilsmäßig an diesem Bedarf. Je höher die Assets Under Management, umso höher ist der absolute Wert dieses Anteils, also ja, höhere Kurse bedeuten höhere AUM und damit mehr Gewinn für BR.

Aber die Sache mit dem schlechten Produkt finde ich einigermaßen absurd. Jeder Investor, der auch nur halbwegs versteht, was er tut, trifft zuerst die Entscheidung, dass er gerne den BTC-Kurs im Portfolio hätte, und dann entscheidet er sich erst für das konkrete Vehikel. Ob dieses Vehikel als solches gut oder schlecht ist, hat dann nichts mit dem Kurs des underlying asset zu tun, sondern mit der Liquidität, den Gebühren, etc.

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Weil wir jetzt schon so tief ins Detail gegangen sind, sollte ich vielleicht noch eine kleine Vereinfachung von vorher korrigieren:

Ich hab geschrieben, am Primärmarkt wird das Paar ETF / BTC immer zum gleichen Preis gehandelt, aber das stimmt nicht ganz – im Laufe der Jahre geht der Preis (sprich: die BTC-Deckung pro ETF-Anteil) runter, weil der Fond BTC verkauft, um Kosten zu decken.

Wollen wir hoffen, dass nicht so viele unwissende Privatanleger in den ETF investieren.

Aber wenn der Preis am Primärmarkt runtergeht, dann ist der ETF ja nicht mehr 1:1 gedeckt. Oder verstehe ich da etwas falsch? Er muss doch 1:1 gedeckt sein.