Bitcoin fällt auf 42.000 US-Dollar - Droht der Bärenmarkt?

Ich finde es gerade ziemlich schwer einzuschätzen wo es als nächstes vom Preis her hingeht. Was denkt ihr sehen wir als erstes wieder, 35k oder 65k (USD)?

  • 65k
  • 35k

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Du kannst doch nicht erwarten, dass wenn du in wenigen Stunden von „es ist zu früh den Dip zu kaufen“ auf „habe den Dip gekauft“ wechselst, das ernst genommen wird :relieved:

Calm down, stack sats. Forever.

Ja das war wohl etwas ungünstig ausgedrückt :sweat_smile:

Jedenfalls scheint sich der Kurs kurzfristig zu erholen. Die lang Prophezeiten 100k Ende Dezember 2021 können wir aber ganz sicher knicken.

*knacken … :crazy_face:

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Moinmoin

Mir ist die Idee gekommen, dass das Hodln zu erhöhter Volatilität/ Manipulierbarkeit des Preises kommt, da dem Markt durch das Hodln ja sehr viel Liquidität entzogen wird.

Sprich, je mehr hodln, desto leichter kann der Preis manipuliert werden.

Kann das jemand bestätigen oder entkräften? Was könnte man ggf. dagegen tun?

Mir ist die Preisbildung noch immer nicht so 100%ig klar. Kann das jemand mal einfach und vor allem richtig erläutern? Habe schon mehrere Videos gesehen, die meiner Ansicht nach Fehler enthielten.

Das Verrückte ist ja, dass der „aktuelle“ Preis ein historischer Wert ist - also der Wert, bei dem der letzte Verkauf abgewickelt wurde. Dieser hat ja im Grunde gar nichts mit dem Kurs zu tun, den ich bei einem Kauf/ Verkauf erziele, auch wenn die Transaktion direkt danach geschieht.

Hier ein stark vereinfachtes extremes Beispiel (Korrigiert mich, wenn ich falsch liege!)

Weil fast alle hodln, gibt es nur noch 2 Person, die BTC verkaufen (manipulieren?) wollen.

Verkäufer 1 will 5 BTC für $50.000 verkaufen. Verkäufer 2 will 5 BTC für $100.000 verkaufen. Verkäufer 1 und 2 kann im Prinzip auch eine Person sein, mit mehreren/ zwei Orders.

Ein potenzieller Käufer (oder mehrere) kann nun 5 BTC zu $50.000 erhalten/ kaufen. Ist der Kauf mindestens einer Teilmenge der $50.000 Bitcoins abgeschlossen, steht der Bitcoinkurs dadurch auf $50.000.

Nun denken alle, aha - der Bitcoin kostet derzeit $50.000. Sobald die 5 BTC für $50.000 jedoch verkauft sind, springt der Kurs direkt auf $100.000, sobald ein weiterer Deal stattfindet.

Fast genauso könnte es auch in der anderen Richtung ablaufen. Bei sehr geringer Liquidität werden einfach sehr geringe Verkaufspreise/ Orders eingestellt, die man dann selbst oder ein Kollege durch Käufe auslöst.

Also das Orderbuch ist quasi leer und man fügt selbst bspw. eine Verkaufsorder für BTC von 1 $ ein. Jetzt muss man nur noch die gesamte Liquidität mit einer großen Kauforder abgreifen (Wal) und schon ist der Bitcoinkurs auf $1, oder wahlweise auf 1 Cent.

Das wird in erster Linie durch hodln verursacht, oder?

Wo kann man das gesamte Ordervolumen in Echtzeit einsehen? In den Börsen sieht man ja nur ein paar Zeilen und die springen dann so schnell hin und her, dass man das gar nicht richtig bewerten kann.

Liebe Grüße
Stefan

PS: Irgendwie hat das Tool hier Probleme mit dem Dollarzeichen, wenn es hinter einem Leerzeichen gesetzt wird.

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35k sehen wir hoffentlich nie wieder!

Und trotzdem wäre es nicht so unrealistisch.

Die Inflation ist da, Evergrande ist nur noch ein paar Tage vor dem Totalausfall, Weihnachten steht vor der Tür, die Leute ziehen Geld ab um Geschenke zu kaufen, bei welchen die Produzenten mit der Herstellung nicht nachkommen…. Omikron wütet… so schlecht standen wir schon etliche Jahre nicht mehr da.

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Was kaufst du denn für Geschenke? Solche Verwandte/Freunde hätte ich gerne, die ihre ETFs auflösen und ihren Goldschmuck verkaufen, um mir ein Geschenk zu kaufen. :thinking:

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Du hast eine viel zu hohe Zeitpräferenz. Lass dich von tagesaktuellen Nachrichten nicht blenden. Das ist doch viel zu viel Stress und am Ende bringt es dir überhaupt keinen Vorteil beim Investieren.

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Ich habe ein paar Coins auf ner Exchange aaufgelöst um meiner Frau ein neues iPhone zu schenken :man_shrugging:t2:

Geht doch mit den heutigen Apps völlig unkompliziert, ich kenne auch 2-3 Leute die dies die letzten Tage (auch am Black Friday) so gemacht haben.

Leute schenken sich echt Smartphones :upside_down_face: Da bin ich raus. #stacksats

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Deine Gedanken sind vollkommen richtig.

Je mehr gehodlt wird, desto weniger Liquidität ist im Markt, desto stärker wirken sich größere Käufe oder Verkäufe aus.

Man könnte sich vorstellen, dass parallel zur verfügbaren BTC Menge auch die Häufigkeit des Handels mit diesen Coins schwankt („Umlaufgeschwindigkeit“), so dass sich das manchmal ausgleicht oder verstärkt.

In der Praxis sieht es aber im Mittel wohl so aus, dass sich die verfügbare Menge an BTC auf den Exchanges stark auswirkt. Das ist beispielsweise einer der relevanten Faktoren, auf den sich on-chain Analysten wie Willy Woo oder Will Clemente stützen. Du kannst mal nach „Liquiditätsengpass“ oder „Liquidity Supply Shock“ suchen.

Im Normalfall stimmt das die Leute eher bullisch. Ende 2020 bis Januar 2021 wurde z.B. überall berichtet (auch hier), dass die Liquidität stark gesunken war, weil viele ihre Coins von den Börsen geholt hatten.

Es gab Meldungen seitens der Anbieter, man könne die hohe Nachfrage evtl. kurzzeitig nicht mehr bedienen. Dabei geht es auch um Broker, die selbst kaufen müssen, oder um Market Maker, die normalerweise die Liquidität unterstützen.

Jeder hat also darauf gewartet, dass der Kurs mangels Verkäufern nach oben schießen muss. Was dann ja auch so kam…

Interessanterweise gibt es aber eben auch den gegenteiligen Effekt.

In den letzten Wochen war das Open Interest der Bitcoin Futures wieder stark gestiegen. Relativ viele Trader waren also gehebelt im Markt und man weiß in diesem Fall, dass kleine Kursrückgänge schon starke Liquidierungskaskaden auslösen können.

Gleichzeitig dazu war die Liquidität stark zurückgegangen, und der Aktienmarkt hatte sich kurzfristig nach unten bewegt.

Also ein Paradies für Wale, die den Markt durch Verkäufe nur noch kurz anstupsen müssen. Parallel kann man z.B. noch gehebelt short gehen und anschließend für ein paar k$ weniger wieder Bitcoin kaufen.

Falls dich das interessiert, habe ich gerade zufällig ein passendes Video von heute gesehen:
https://m.youtube.com/watch?v=zLkkODY-Dzc

Nach dem starken Einbruch von letzter Woche, sind wir beim Futures Open Interest relativ zur Bitcoin Market Cap (Open Interest Dominance) aktuell wieder auf dem Stand von vor einem halben Jahr. Es hat also diesmal richtig viele Trader erwischt.

Wir haben seit kurzem ein Forums-Plugin für mathematische Ausdrücke aktiviert, wobei die Formeln zwischen Dollar-Zeichen gesetzt werden müssen. Das Zeichen hat also auch eine Formatierungs-Funktion.

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Dass das Hodln zu steigender volatilität und erhöhter Manipulationsgefahr führt, stimmt nur bedingt.

Nur weil jemand - der kein Interesse an Trading hat - Bitcoin kauft, um diese zu hodln, trägt er nicht gleich zu den genannten Eigenschaften bei. Was stimmt, ist dass ein Hodler die Liquidität reduziert. Dies führt - bei gleichbleibender Nachfrage - zur nachhaltigen Erhöhung des Kurses. Also aus Sicht des Hodlers etwas gutes.

Nur wenn aktive Trader - also Käufer, die auf kurzfristige Gewinne aus sind - plötzlich mit dem Trading aufhören, führt dies zu einem tatsächlichen Einbruch des Tradingvolumens und damit zu erhöhter Volatilität und Manipulierbarkeit.

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Das gilt aber nicht nur für Trader. Wenn Hodler, wie es auch hier einige gibt, in manchen Phasen hin und wieder nachkaufen, in unsicheren Phasen aber nicht, dann entzieht das dem Markt auch Nachfrage-Liquidität.

Du hast aber recht, dass dabei nicht das Hodln entscheidend ist, sondern die Zurückhaltung in bestimmten Phasen. Das habe ich oben nicht richtig formuliert. Hodln heißt in meinem Beitrag „nicht mehr am Markt teilnehmen“, d.h. auch keine Limit Orders in der Umgebung des aktuellen Kurses zu platzieren, weil man nicht weiß ob es doch wieder viel weiter runter geht.

Der DCA Hodler, der nie verkauft, aber über einen Sparplan kontinuierlich kauft, hat einen rein positiven Einfluss auf den Markt. Schließlich wird da über Market Orders gekauft, also dem Markt nur Liquidität auf der Oberseite entzogen.

Kann mir vorstellen, dass Altcoins bei t-> :infinity: verschwinden, aber es wird immer ein Ökosystem neuer Ideen geben. Daher wird man eines Tages nicht mehr in Dollar oder Euro umrechnen, aber es gibt viele Werte die als Währung genutzt werden können.

Mit einem Kollegen bin ich aber auch zum Schluss gekommen, dass man sich in Zukunft im besten Fall immer weniger um Geld kümmert und nicht immer mehr.
:thinking:

Ja, das stimmt natürlich. Insgesamt werden auch die Hodler Einfluss auf das Tradingvolumen haben. Aber man muss kein schlechtes Gewissen haben, nur weil man hodlt. Schließlich erzeugt dies Tradingvolumen, welches sich ansonsten dem Markt fern halten würde.

Das stimmt. Wenn Bitcoin die Weltwährung wäre, wäre die Nachfrage so hoch, dass das Tradingvolumen groß genug wäre, um die Volatilität sehr klein zu halten. Damit hätte sich dann das Argument, dass sich Bitcoin nicht als Zahlungsmittel eigne, weil die Volatilität zu hoch sei, von selbst erledigt.

Alles sinkend am Abstürzen.
Was ist denn jetzt wieder los?

Der ganz normale Bitcoin-Wahnsinn
Sorry möchte nicht anzüglich sein; wie lange bist du schon „dabei“?

Du hast doch selbst gesagt, dass es noch auf 30k fallen wird!? Und jetzt wundert es dich, wenn es fällt? :upside_down_face:

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