Die Antwort ob 120K jetzt oder 180K in näherer Zukunft „zu wenig“ sind ist doch relativ klar: einfach mehr stacken!
Wenn man davon überzeugt ist, dass 120K unrealistisch niedrig ist, kann man ja gerne die Ansicht vertreten „0.1 Bitcoin is enough!“ und „0.5 Bitcoin is generational wealth“. Halte ich persönlich für wildly optimistic aber jeder wie er mag.
Also mit angezogener Inflation von 3% im Schnitt über die nächsten 20 Jahre und sagen wir dass generational wealth derzeit 5 Mio € sind (in den Raum geworfen), wären die gleiche Kaufkraft in 20 Jahren ca. 9 Mio €. Das heißt mit einem Besitz von 0.5 BTC müsste BTC dann einen Wert von 18 Mio € haben und damit ab heute die nächsten 20 Jahre jedes Jahr ca. 30% im Schnitt anwachsen.
Kann jeder selbst entscheiden, wie wahrscheinlich das ist.
Also für mich ist das keine entscheidende Metrik und ein absoluter Betrag auch sicher schwer zu bestimmen. Die Formulierung taucht halt gerne im Zusammenhang mit extrem optimistischen Preisprognosen auf.
Üblicherweise wird ein solches Familienvermögen auch nicht aus einem Bankkonto bestehen, sondern aus Firmen(beteiligungen), Immobilienbesitz und sonstigen Assets.
Da sehe ich 10 Mio am absolut untersten Ende und eher 30 Mio als erforderliches Reinvermögen.
Ist ja auch extrem von dem eigenen Lebensstandard abhängig. Wenn ich in Nigeria 0,1 btc habe, habe ich unter Umständen vielleicht sogar ausgesorgt. Lebe ich in Deutschland mit sehr wenig und bin damit zufrieden sichern 0,1 btc langfristig eventuell wirklich meinen Seelenfrieden. Du musst dann zwar arbeiten aber weißt „Ich hab ja noch 0,1 btc“, das gibt eine gewisse Sicherheit.
Hier mal auf 4-Jahre-Zyklen und verschiedene Rendite-Raten. Die Prozentzahl gibt aus, zu wie viel Prozent 1 BTC ausreichen würde für eine aktuelle Kaufkraft von 5 Mio € und 3% Inlation.
Bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 53.63 Jahren schlägt man immerhin das sog. „Langlebigkeitsrisiko“.
Persönlich würde ich eher versuchen meine Vermögensverhältnisse meiner Umgebung anzupassen als die Umgebung meinem Vermögen.
Also 15% BTC Rendite und du hättest 2060 mit EINEM BTC eine Kaufkraft von heute 5 Mio€… Also 36 Jahre ab jetzt. Da wäre zumindest die Rente und Kinder gesichert :)
Ich habe mir jetzt drei Straßenumfragen zu Bitcoin angesehen, die maximal ein paar Wochen alt sind. Ich kann keinen Unterschied zu den Umfragen erkennen die vor einem Jahr durchgeführt wurden. Weiterhin dominiert Desinteresse im speziellen an Bitcoin und im allgemeinen an Finanzen. Gefolgt von teilweise oder komplett falschen Informationen über Bitcoin.
Und ich bezweifle dass sich dieses Bild bei 500k oder 1 Mio. pro Bitcoin ändert. Wie die meisten anderen bin ich einfach über die Ignoranz, Desinteresse und Falschinformation erschrocken. Selbst wenn ich aus der Bitcoin Bubble 20 Stufen runter komme, fühlt es sich immer noch so an als ob ich von einem anderen Stern komme. Erschreckend, wenn ich bedenke dass über mir noch so viele andere Leute sind mit viel mehr Wissen.
Stellt sich die Frage. Ist dieses Niveau normal in Industrienationen die mit Deutschland vergleichbar sind oder haben wir hier ein gesellschaftliches Problem von erschreckendem Ausmaß im Bezug auf grundlegende finanzielle Bildung und unabhängig von Bitcoin?
Unsere währung ist stabil, relativ betrachtet. Alle haben Konten. Es wird gerne unterm kopfkissen gespart. Sehe keine notwendigkeit in der bevölkerung. In anderen staaten dürfte es deutlich anders aussehen.
Und denkst du die Leute werden erst dann finanziell gebildeter wenn es wirklich notwendig wird? Ich befürchte dass dann nur die Rufe nach Vermögensumverteilung lauter werden.
Was für eine Ironie, dass viele Bitcoin als riskant betrachten, dabei aber nicht erkennen, mit welch riskanten Wissenslücken sie der Zukunft entgegensehen.
Moralisch ist das ganze auch schwer zu beurteilen. Sind all diese Leute jetzt benachteiligte die nichts dafür können und deswegen ist es gerecht später von den reichen etwas wegzunehmen? Oder ist diese Ignoranz und Desinteresse selbstverschuldet und sie haben kein Anspruch darauf ihre eigenen Versäumnisse dadurch zu kompensieren dass man denen was weg nimmt die vorrausschauender gehandelt haben? Oder es ist von beidem etwas?