Auch der Bitcoin Optech Newsletter behandelt die möglichen Folgen vom BIP-110-Fork im August.
Also ihr glaubt ernsthaft so ein Fork steht demnächst schon an?
Keiner hier, der das für Quatsch hält?
Ich gehe fest davon aus, dass es zu einem Fork kommen wird. Knots und einige andere BIP-110-befürwortende Nodes haben BIP-110 implementiert und werden ab Blockhöhe 961632 nur noch Blöcke akzeptieren, die den Regeln von BIP-110 entsprechen. Man kann nur hoffen, dass Core-Nutzer die Mehrheit der Hashrate dann behalten.
Was passiert den mit LN-Kanälen, wenn es zu einem Split kommt und der Gegenüber an einer Knots Node hängt? Da ist doch Chaos vorprogrammiert!
Soll das denn nun auch in einer Core-Version implementiert werden oder nur in Knots?
Ich glaube, es wäre gut, wenn Blocktrainer auf der Webseite oder Roman in einem Stream oder Video das Thema etwas genauer angeht und auf die Folgen eines Forks eingeht, hier ist ja jetzt die ein oder andere Unsicherheit offensichtlich geworden, z. B. was mit Lightning ist, oder wie man seine “doppelten Coins” managt usw.
Wenn das Otto-NormalHodler und DCA-nneliese mitbekommen, dass man von dem BitcoinZeugs scheinbar beliebig viele Varianten erschaffen kann, dann ist das Restvertrauen sowieso dahin.
@Blocktrainer Was sagst du? Machst du ein Video oder Stream dazu, um die Unsicherheiten aufzuklären? Und weiter oben ist der BIP-110 Fork Simulator, bei dem man eine prozentuale Hashrate einstellen kann, um zu sehen, wie sich Core vs Knots dann entwickeln könnte.
Roman hatte sich mehrmals in seinen Streams dazu geäußert, dass er dem kritisch gegenüber steht. Es gab ja dazu auch einen Artikel BIP-444: Neuer Bitcoin-Vorschlag gegen „Spam“ entfacht hitzige Debatte unter Entwicklern
Das befürchte ich ebenfalls. Sobald es noch doller aufflammt und Main-Medien darüber berichten, dass die Blockchain dupliziert wurde, können schnell Durcheinander und Panik entstehen: sowohl in den Medien wie in den Köpfen der Menschen. Das würde den Bärenmarkt nicht unbedingt beenden.
Man stelle sich mal vor: Urgesteine unter den Core-Entwicklern sprechen sich für den “alten” Bitcoin aus. Und Blackrock, Coinbase & Co. für “den anderen”.
Im Gegensatz zu der Sache mit den Blocksize Wars ist Bitcoin heute in vielen Portfolios beigemischt, jeder Neobroker bietet Bitcoin im Sparplan an. Das Chaos wäre perfekt und viele, die einfach eine Portfoliobeimischung suchen, würden sich abwenden und allen Orange-Pillern sagen: “Hab ich es doch gewusst, dass das ein Mist ist. Bei Gold wäre so was unmöglich. Von wegen “Wertspeicher”.”
Ich glaube aktuell interessiert Bitcoin im mainstream keine Sau - die Musik spielt schlicht woanders. Ab und an wird halt das im Bärenmarkt übliche “lol, wieder um 10% gesunken!” in den feed gespült, aber an irgendwelchen technischen Sonderlichkeiten wird sich da keiner groß abarbeiteten.
Ist ja auch kalter Kaffe und “been there, done that” oder wie glaubt ihr sind in der Vergangenheit Bitcoin Cash, Bitcoin SV, Bitcoin Gold und Bitcoin keineAhnungwas entstanden.
Nichts. Die Kanäle, die vor dem Fork eröffnet wurden, gibt es dann einfach in beiden Netzwerken, egal ob beide Nodes an die gleiche Chain glauben, oder an unterschiedliche.
eigentlich sind die Daten der Blockchain auf der Platte bereits von Natur aus durch Core verschlüsselt. Ist zwar keine sichere Verschlüsselung, aber die Daten liegen trotzdem nicht komplett offen auf der Platte. Aber ja, das wäre auch ne Möglichkeit.
*Edit: von Natur aus verschleiert. Man kann die Daten noch auslesen.
ich frage mich eigentlich, was die BIP110er eigentlich noch planen, denn deren Hashrate ist definitv viel zu niedrig, als dass sie irgendwas bewirken könnten. Aber vieleicht planen sie irgendwelche Angriffe auf große Bitcoin-Miner, die ganz normal weitermachen wollen, nur um anfänglich doch eine höhere Hashrate zu erhalten und so das Netzwerk zu verunsichern? Bin mal gespannt was da noch kommt. Bei mir läuft jedenfalls v30 und ich beteiligen mich an keiner Zensur. Bitcoin ist frei und wird es immer sein.
Würde es sinn machen, sich noch 2-3 weitere Nodes zu holen und Core drauf laufen lassen?
Die Knots-Leute sind doch jetzt schon deutlich in der Minderheit, warum sollte sich das eigentlich auf einmal ändern, wenn BIP110 kommt?
Meiner Meinung ist die Node-Anzahl nicht wirklich entscheidend. Am wichtigsten ist, welches Netzwerk die meisten Nutzer hat:
Mehr Nutzer → mehr Nachfrage → höherer Preis → profitableres Mining → höhere Hashrate → höhere Sicherheit → mehr Vertrauen
Ich muss mich hier jetzt mal einklinken, weil ich das Thema schon länger verfolge & der Meinung bin, dass Roman, was Knots angeht, einfach Quatsch erzählt & viele hier ihm einfach blind vertrauen, statt mal selber ein bisschen zu recherchieren.
Der Titel dieses Threads ist schonmal komplett verkehrt. Nicht BIP-110 wird durchgedrückt, Core v30 wurde durchgedrückt. BIP-110 ist lediglich eine reaktionäre, verzweifelte Gegenbewegung, weil monatelanges Argumentieren auf X & Reddit mit Core Devs zu nichts geführt hat außer Ignoranz, Arroganz und Zensur seitens der Core-Seite.
Core hat mit der Veröffentlichung von v30 die Standardeinstellung zum Weiterleiten von Transaktionen mit Daten im OP_RETURN-Feld von den (seit über einem Jahrzehnt unveränderten) 80 B auf 100.000 B bzw. 100 kB erhöht, obwohl ein Großteil der Community das nicht wollte. Auch wenn technisch versierte Nutzer ihre Node konfigurieren können, wie sie möchten, wird der Großteil einfach v30 installieren & die Voreinstellung beibehalten. Da Core die dominante, man könnte sagen einzig relevante, Software ist, hat das durchaus einen Impact gehabt. Nodes, die vorher nie Transaktionen mit > 80 B weitergeleitet haben, tun es jetzt.
Das Argument von Core war, dass die Filter im Endeffekt ja eh nichts bringen würden & dass man node policy und consensus vereinheitlichen müsste. Und Filter wären ja ohnehin gegen den freiheitlichen Gedanken von Bitcoin & haben im Protokoll nichts zu suchen. Und dann gibt es noch ganz wirre Takes wie: “Wir müssen Bitcoin mal belasten, es ist ja schließlich der Honeybadger, der alles überleben muss” und so weiter.
Das Resultat: einzelne Transaktionen können jetzt Blöcke mit nicht-monetären, oder sogar illegalen, Daten füllen. Das Geldnetzwerk Bitcoin wird also zu einer Art Datenbank, bei der Plebs, die einfach Geld verschicken wollen, um knappen Blockspace mit irgendwelchen Spammern & Shitcoinern konkurrieren müssen.
Und so sind relativ schnell zwei Lager entstanden: Das “Bitcoin ist Geld”-Lager & “Bitcoin ist was auch immer es sein möchte”-Lager.
Core hat trotz dem ganzen Shitstorm & dem offensichtlichen Mangel an Konsens aber an der Änderung festgehalten, v30 veröffentlicht & betitelt seither besorgte Bitcoiner als dummes, unwissendes Fußvolk, welches das ganze technische Gebabbel ja nicht verstehen würde.
Frage: Was verstehen wir denn hier nicht? Filter sind eine legitime & wirkungsvolle Maßnahme um nicht-monetäre Transaktionen zu verhindern. Filter sind keine autoritäre Fußfessel, dann wäre eine Limitierung der Blockgröße das auch, das ist nämlich auch ein Filter, halt auf Konsens-Ebene.
Adam „Inselbesucher“ Back, Zionist Peter Todd, Suitcoiner Michael Saylor, die großen, sehr vertrauenswürdigen Miner, die beim Blocksize-War allesamt für eine Erhöhung der Blockgröße waren & Shitcoiner wie Jameson Lopp, die in Firmen wie Citrea investiert sind, die diese Änderung brauchen, sind allesamt pro-Core.
Wenn ich mir die Gegenseite anschaue, die nur möchte, dass Bitcoin Geld bleibt & nicht zu einer verdammten Datenbank verkommt, sehe ich Leute wie Matthew Kratter, Bitcoin Mechanic, Nick Szabo, Hodlonaut & viele weitere, die mit wirklich überzeugenden Argumenten die Argumente von Core widerlegen & aufzeigen, wie korrupt & marode dieses Konstrukt mittlerweile ist. Peter Todd, übrigens Tail-Emissions-Befürworter, wurde dafür bezahlt, diese PR zu veröffentlichen, was offensichtlich einen Interessenskonflikt darstellt.
Selbst wenn es gut wäre, was sagt uns diese Entwicklung denn jetzt? Dass Noderunner offensichtlich keine Macht mehr besitzen? Dass Devs & Miningpools zusammen über das Netzwerk herrschen können, weil genug Kohle im Spiel ist? Vielleicht kann man Bitcoin dann doch als gescheitertes Projekt ansehen, denn das ist genau DAS, was es nicht sein sollte.
Und da viele Plebs ihre Enttäuschung gegenüber Core zum Ausdruck bringen wollen, rüsten sie auf Knots um.
Und Hashrate bedeutet erstmal nichts. Die Miner wollten 2017 auch keine kleinen Blöcke & Segwit, es kam trotzdem, weil am Ende immernoch die User entscheiden. Wenn aber BlackRock, Saylor, MARA & Blockstream entscheiden, ja dann sieht’s nicht mehr so gut aus.
Ich würde euch raten die Videos von Matthew Kratter & Bitcoin Mechanic zu schauen, vorausgesetzt ihr habt die Zeit dafür.
Und zum Abschluss: es geht nicht mal so sehr um die Änderung an sich. Es geht darum, dass Core, eine Gruppe von ca. 100 Entwicklern (von denen übrigens auch viele gegen die Änderung gestimmt haben!), von den Usern in Schach gehalten werden sollte & diese Reaktion auf eine Änderung, die nichtmal Konsensregeln bricht, ist meiner Meinung nach eine gesunde Reaktion. Ohne Gegenwehr geht’s irgendwann PoW oder der Limitierung der Geldmenge an den Kragen, was natürlich verheerend wäre.
Dein Beitrag ist für mich ebenso verwirrend wie gleichzeitig erleuchtend.
Verwirrend, weil ich keine Ahnung von dem habe was Du schreibst. Ob es stimmt, ob es einseitig betrachtet oder die reine Wahrheit ist.
Erleuchtend, weil ich jetzt verstehe, warum die Entwicklung von Bitcoin an der Börse mit Software-Aktien korreliert. Ganz einfach weil Bitcoin von den (echten) Profis nicht wie Gold bzw. als Wertspeicher sondern wie ein Stück Softwaretechnologie betrachtet wird.
Dein Beitrag bestätigt diese Annahme - gewollt oder nicht - ganz hervorragend.
Ich kann mich @premiumgeld hier nur voll und ganz anschließen. Die BIP-110 Befürworter tun dies uneigennützig und handeln im Interesse der Bitcoin Philosophie, dass Bitcoin nunmal ein monetäres Netzwerk ist. Die Änderung seit v30 Junk Daten (Bilder, Videos, Ordinals, etc.) auf der Bitcoin Blockchain speichern zu können hat - wie schon erwähnt wurde - keinen Konsens in der Community und wurde von einigen wenigen Core-Entwicklern durchgedrückt. Kritische Kommentare wurden entfernt und die entsprechenden Kritischen Personen vom Projekt blockiert. Viele BIP-110 Befürworter gehen deswegen davon aus, dass einige der Bitcoin-Core Entwickler compromised sind.
Wenn man sich die Videos von Matthew Kratter und Bitcoin Mechanic anschaut, zwei sehr starke BIP-110 Befürworter, dann werden zum Teil stundenlang gute Argumente für BIP-110 vorgebracht, die sich zum allergrößten Teil sehr vernünftig anhören. Von den Core-Befürwortern habe ich noch nicht viele Argumente gehört, warum man so viel Junk auf der Blockchain speichern können soll, aber falls jemand hier gute Quellen kennt gerne Bescheid geben.