Wäre schon mal wichtig zu wissen, ob du wirklich kontinuierlich BTC verkaufen willst oder von Dividenden oder Zinserträgen o. ä. leben möchtest. Das wird nicht nur in Deutschland steuerlich unterschiedlich behandelt.
Schweiz ist natürlich naheliegend. Biedert sich aber zwangsweise der sie umgebenden EU immer weiter an. Und Deutsche sind dort eher nicht die beliebteste Bevölkerungsgruppe. Das wird dir aber in jedem Land der Welt so gehen.
Wichtig ist ja, dass du dich dort auch wohlfühlst, auch wenn du für immer ein Fremder in dem Land bleiben wirst. Das liegt einfach in der Natur der Sache.
Jemanden vor Ort zu haben, dem man vertraut, der einen mit allem vertraut macht, die Sprache spricht, etc. ist schon mal unabdinglich.
Ansonsten kann sich in jedem Land der Welt der Wind drehen. Die Privatstädte in Honduras werden seit der Machtübernahme der Sozialisten dort bekämpft und es gibt sie wohl nur noch, weil die es sonst massiven Ärger mit den USA gäbe.
Die Türkei oder Georgien haben keine Steuern auf BTC Verkäufe, sind aber in Asien (wobei ein Teil von Istanbul). Aber wie gesagt, man muss sich dort wohlfühlen, sich auskennen und mehr als einen Anwalt vor Ort kennen.
In Europa gäbe es sonst noch Serbien oder Albanien. Muss man aber halt auch mögen.
Ich selbst habe während der Coronazeit in Portugal gelebt. Ist EU, klang damals aber relativ verlockend. Mein Portugiesisch hat für die dortige Bürokratie aber nicht gereicht. Dabei waren gar nicht mal staatliche Stellen die schlimmsten Schimmelreiter. Die Privatwirtschaft überbietet diese dort locker. Es gibt halt auch in jedem Land unzählige kleine Regelungen, ungeschriebene Gesetze die man als Ausländer beachten sollte, wenn man vorankommen möchte.
Also erstmal selbst durch Europa fahren, Erfahrungen sammeln und dann schauen, ob Steuern wirklich das entscheidende Kriterium sind. BTC ist in Deutschland nach einem Jahr immer noch steuerfrei. Zwinkersmiley.