Je länger ich über diesen Thread hier nachdenke, desto ferner scheint mir Bitcoin als Hoffnung! Klar: Sich frühzeitig zur Ruhe setzen und den Wohlstand mit BTC finanzieren - klingt, wie ein paradiesisches Szenario - aber nur aus individueller Sicht!
Ich bin schon fast bei H.G. Wells - und seiner Vision von den Eloi (Bitcoin-Besitzer) und Morlocks (arbeitende Untermenschen)!
Wie soll eine Welt aussehen, in der Bitcoin ein Pensionistenleben ab 40 finanziert? Wer arbeitet denn dann noch in Industrie, Handel oder Dienstleistung? Wer pflegt die Alten und Kranken? Wer unterrichtet die Kinder?
Nene, aus gesamtgesellschaftlicher bzw. makro-ökonomischer Sicht ist der Bitcoin-Standard ein Fiasko! Heute schon - weit entfernt von einem Bitcoin-Standard - ist der BTC so ungerecht verteilt, dass es für mich völlig undenkbar ist, dass er als Geld für eine bessere Welt taugt. Ich bin da im Blick auf meine Gedanken von vor einem Jahr kein bißchen weiter gekommen…
Wir können damit vielleicht in naher Zukunft Gewinne einfahren oder die Inflation kompensieren. Aber an eine Welt, in der (max.) 21 Millionen Coins die Rädchen des Lebens antreiben, glaube ich nicht. Dazu müsste man ja fast alle heutigen BTC-besitzer enteignen…
Deshalb schaffen es einige von uns vielleicht, dank Glück beim Investment, mit 40 in Rente zu gehen - aber niemals gerecht verteilt und niemals alle. Und dazu müssen die Luxus-Frührentner noch froh sein, wenn sie Menschen finden, die so arm oder dumm sind, als Arbeiter, Angestellte, Pflegekräfte, MFAs, Müllmänner, Bauarbeiter, Dachdecker… zu schuften!