Amerikanischer Bitcoin ETF rückt näher

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Der ETF-Anbieter Global X hat einen Antrag für einen Bitcoin ETF bei der SEC eingereicht. Es ist schon der sechste Antrag eines Unternehmens diesen Jahres. Der Druck auf die SEC steigt.

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Einen.

Wir brauchen nur einen einzigen Antrag, der von der SEC akzeptiert wird.

Danach kopieren die anderen den Antrag und plötzlich haben wir 10 ETFs. :smiley:

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Wie schauts denn da mit Einlagensicherung aus? Sprich wenn ich für 32k Fiat den ETF kaufe müssen die im Gegensatz auf dem Markt 1 BTC erwerben, denke nicht oder?

„Einlagensicherung“ ist wohl nicht ganz das richtige Wort, aber ja, die BTC müssen da sein.

Wenn du den ETF kaufst, muss natürlich niemand im Gegenzug BTC kaufen, du kaufst ihn ja an der Börse. Aber damit er überhaupt an die Börse kommt, muss ein Authorized Participant dem Emittenten einen Sack voll BTC geben und bekommt dafür einen Sack voll ETF, den er dir dann an der Börse vercheckt.

Also ähnlich wie im Thread über Grayscale, aber eine wichtige Sache, die anders ist, ist dass hier jetzt die üblichen Creation- und Redemption-Mechanismen von ETFs anwendbar sind. D.h. wenn jetzt viele Leute so wie du den ETF kaufen wollen, steigt an der Börse erst mal der Preis des ETF über den von BTC. Dann kauft aber ein AP wieder so lange Säcke voll BTC und tauscht sie beim Emittenten gegen Säcke voll frischer ETF-Anteile, bis er so viele davon auf den Markt geworfen hat, dass der Preis wieder angeglichen ist. Und natürlich auch umgekehrt, wenn der Preis des ETF unter den von BTC fällt.

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Wo ist denn geregelt, das der BTC-ETF immer mit BTC gedeckt sein muss. Bei anderen ETF (z.B. Aktien) besteht doch auch die Möglichkeit syntethische ETF zu kaufen, die dann nicht, wie physische ETF tatsächlich in den Aktien investiert sind? Vielleicht liege ich hier aber auch falsch :thinking:

Das ist ja das was nicht in mein Kopf will, wenn jemand 5 Milliarden Dollar in ein synthetischen aktien etf steckt ändert sich am kurs der aktien in dem etf eigentlich nichts, oder doch?

Ich glaube(!), dass es dafür keine Regel gibt, aber die Firmen, die so einen ETF machen, halt „physische“ Bitcoin halten wollen.

Erstens weil man die Wertsteigerung gar nicht decken könnte, wenn man nur „Papier-Bitcoin“ hätte und zweitens gerade weil sich so ein ETF von den üblichen „Papier-ETF“ unterscheiden soll.

Aber: Reine Spekulation.

Klar gibt’s auf dieser Welt auch synthetische ETFs, aber ich rede hier halt über echte physisch replizierende Bitcoin-ETFs, und ein solcher ist verpflichtet, das underlying asset zu halten. Ob ein ETF physisch oder synthetisch repliziert, ist öffentliche Information, und es kann natürlich jeder das kaufen, was er will.

Also schauen wir uns die Situation mal an: Angenommen es gäbe einen physischen und einen synthetischen Bitcoin-ETF gibt, welchen kauf ich?

Allgemein ist ein Nachteil von synthetischen ETFs ein höheres Kontrahentenrisiko, dafür ist ein Vorteil, dass ich besseren Zugang zu Märkten bekomm, in denen es wegen niedriger Liquidität oder Handelsbeschränkungen oder hohen Transaktionskosten oder oder oder schwierig/teuer ist, den Index physisch nachzubilden.

Wie ist das bei BTC? Der Nachteil des synthetischen ETF bleibt, der Vorteil ist nicht existent, weil BTC ein liquider globaler 24/7-Markt mit niedrigen Transaktionskosten ist. Ich kauf also den physischen.

Abgesehen davon hasst die SEC synthetische ETFs, sowas gibt es eher in Europa, und die bisherigen filings beinhalten auch alle so Sätze wie „in seeking to achieve its investment objective, the Trust will hold bitcoin“.


Auch irgendwie interessant, wie US-zentrisch diese ganze ETF-Berichterstattung ist. Liegt wohl daran, dass die Krypto-Medien so stark US-dominiert sind. In Europa gibt es Bitcoin-ETFs schon seit 2015, das liest man irgendwie nie wo. Auch in dem Artikel, um den es in diesem Thread geht, der Satz „Es wäre schade, wenn hier andere Länder den USA den Rang ablaufen.“ – warum denn das bitte? Leben denn nicht die meisten, die diesen Artikel lesen, in Europa und hätten nichts dagegen, wenn Europa den USA in der einen oder anderen Sache den Rang ablaufen würde?

Ich sehe das btc-etf Thema bezüglich „to the moon“ noch nicht als gesichert , ich hoffe jedoch das es dadurch für diverse Instanzen schwieriger wird btc zu regulieren bzw zu verbieten.

Naja mowotan ich sehe halt, wie du beschrieben hast, das es in Deutschland zb. eben doch sehr sehr viele gibt die (neu) in synthetischen aktien etf investiert sind.

Bin mir nicht sicher, worauf du hinaus willst, ich dachte wir reden hier über US-Amerikanische Bitcoin-ETFs.

Ja.

Jedoch interessieren sich solche Firmen nur für Geld.

Nicht mehr und nicht weniger. :frowning:

Ich bin ganz bei dir!
Nur warum sollten 90% der möglichen US etfs nicht auch so handeln (ich weiß hätte hätte fahrradkette).

Ich empfand es in den „Medien“ nur oft so dargestellt wieviel finanzielle power da reinkommen könnte, was ja auch geil und richtig ist aber sowas wie synthetische überhaupt nicht angesprochen wird, nicht mehr nicht weniger.

Bin auch hodler aber das es mir egal wäre kann ich jetzt auch nicht unterschreiben;)

Also ich weiß immer noch nicht, ob ich dich verstehe, das hab ich doch schon beantwortet: weil die bisherigen Ansuchen alle für physische ETFs waren; weil die SEC keine synthetischen ETFs bewilligt; weil ein synthetischer BTC ETF Anlegern keinen Vorteil dafür einen Nachteil bringt und deshalb nicht gekauft werden wird, wenn es auch einen physischen gibt.

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Ja habe es nicht verstanden gehabt (bewilligt nur pysische)! Danke dir!

Für mich ist es aber schon etwas anderes, ob ich als Retailer langfristig mein Geld gegen Inflation oder fremden Zugriff schützen will oder ob ich als bereits relativ reiche Firma/Person ein Produkt entwickle, um noch mehr Geld nach Hause zu bringen.

:thinking:

Ein Bitcoin-ETF würde Bitcoin noch mehr in den Fokus der Massen bringen. Je mehr Leute sich für Bitcoin interessieren, desto unwahrscheinlicher wird es, dass Bitcoin gegen $0 geht, verboten wird etc.

Wobei ich die Wahrscheinlichkeit mittlerweile sowieso bei weniger als < 0.000001% sehe. :slight_smile:

Ja, aber was erwartest Du denn sonst von Bitcoin?

Selbst wenn sich jemand „nur wegen der Technik“ für Bitcoin interessiert, wird (s)ein Investment ja höchstwahrscheinlich einen Gewinn abwerfen. Dagegen kann man sich ja fast nicht wehren. :wink:

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Verstehe dein Problem auch nur bedingt.

  1. Erstens wird es satoshi zu 1000% klar gewesen sein (bezüglich der institutionellen und Profitgier)

  2. Natürlich sind wir Shrimps an Wertsteigerung und Profit interessiert

  3. Wenn 1 und 2 nicht dabei wären verlangsamt sich das zu erhoffte Ergebnis um xxx Jahre…

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Gefährlich fände ich es dann, wenn es irgendwann viel mehr Papier-Bitcoin als Bitcoin gäbe. Damit würde die Begrenzung ausgehebelt, und es könnte ähnlich wie bei anderen Rohstoffen der Preis nach unten manipuliert werden.

Die Deckung ist also ein wichtiger Punkt.

Aktuell denke ich wie @GermanCryptoGuy, dass alleine wegen des starken „Preisrisikos“ nach oben fast 100% gedeckt ist. Wenn die Volatilität aber irgendwann kleiner wird wird das spannend.

Kein Problem wären denke ich ETFs, bei denen man das Recht hätte zurückzutauschen, oder auch Termingeschäfte.
Aber ungedeckte Zertifikate, wo das Insolvenzrisiko des Emittenten beim Kunden liegt, sehe ich als potentielles Problem. Das wäre das Papiergeld 2.0.

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Ich bin nicht in diesen Kreisen aktiv, aber ich vermute, dass die Leute, für die diese ETFs in erster Linie gemacht werden, keine Probleme mit Zentralisierung usw. haben. :thinking:

Okay, aber trotzdem gehst Du davon aus (und erhoffst Dir), dass der Preis von BTC steigen wird. Und deshalb hälst auch Du BTC, oder?

Was ich damit sagen wollte: Es ist praktisch unvermeidlich, finanziell NICHT von Bitcoin zu profitieren, wenn man an den Erfolg von BTC glaubt.

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Ich muss meine Aussage von oben etwas relativieren. Eine wirkliche Gefahr sehe ich eigentlich nicht, da es einen sehr wichtigen Unterschied zum aktuellen oder zu alten Systemen gibt.

Bei der Ausgabe von Zertifikaten auf Gold, Silber etc. muss man dem Emittenten vertrauen. Bei der Ausgabe von goldgedeckten Banknoten musste man den Banken vertrauen.

Bei Bitcoin muss man das nicht mehr. Durch die transparente Blockchain ist es sehr einfach zu verifizieren, ob ein Unternehmen Bitcoin hält oder nicht. Durch diese Transparenz werden sich im Wettbewerb der Anbieter die vertrauenswürdigen durchsetzen.

Die Begrenzung der Bitcoin wird also keinesfalls ausgehebelt!

Vor ein paar Monaten hatten wir genau das schon einmal diskutiert, aber ich hatte es wieder vergessen:

Trilemma - Sicherheit über Skaliebarkeit und Kosten

Bezüglich ETF bin ich auch skeptisch, aber was mit dem Bitcoin im 22. Jahrhundert passiert ist mir persönlich sowas von egal, bis dahin bin schon 40 Jahre unter der Erde und Nachfahren gibt es auch nicht und außerdem möchte ich es spätestens im Rentenalter verprassen, ist so auch wenn es den 22. Jahrhundert maximaxis nicht einleuchten wird :wink:

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