immerhin hast relativiert. Vermögenseinziehung ist nicht so leicht zu bewerkstelligen → siehe Berliner Clans, kommt aber real vor, aber (sicher) nur via Urteil.
Arrest, ja, so kann man es nennen, was in Folge der Geldwäscheregelungen passiert. Was die Banken treiben - meist aus Bequemlichkeit - wirkt wie Arrest, scheint mir in vielen Fällen jedoch Missbrauch zu sein: „Ich mach mir keinen Kopf, spar mir Nachdenken, Nachforschung und unterstelle einfach … - sollen andere Stellen sich damit beschäftigen“.
@LeoS Ich verstehe schon das du dich hier nicht unbezahlt auf das Glatteis begeben willst.
Spätestens wenn du im gehoben Dienst bist hast du aber doch die Verwaltungsfachhochschule besucht und bist damit doch Diplom Finanzwirt. Als solcher dürftest du doch auch Steuerberatungsdienste anbieten oder ist so etwas mittlerweile anders?
Ich habe ja in meiner Beamtenlaufbahn irgendwann festgestellt das ich für den Feind arbeite denn der Staat hat nicht das wohl seiner Bürger im Sinn. Kleinen Firmen wurden absichtlich in den Ruin getrieben. Details darf ich wohl leider nicht nennen da ich zur Verschwiegenheit verpflichtet bin.
Es werden tatsächlich immer mehr Erklärungen automatisch bearbeitet, aber der weit größere Teil nicht.
Ja zum Beispiel.
Wenn man jedes Jahr 500€ für den Gärtner ausgibt oder soviel spendet, muss man das nicht unbedingt jedes Jahr sofort mitschicken.
Wenn aber dann in einem Jahr plötzlich 20.000€ gespendet hat, dann wäre es schon gut, wenn man dazu direkt alles mitschickt, auch die Bescheinigungen, nicht nur eine Excel-Aufstellung, so vermeidet man Nachfragen und Verzögerungen, muss man aber natürlich nicht.
Natürlich müssen wir dem jedes mal nachgehen, in manchen Fällen fährt dort dann auch mal dee Außendienst vorbei.
Aber oft sind das dann nur wage Anschuldigungen “Herr XY macht glaube ich schwarz Autoreparaturen in seiner Garage” und wenn sich dann keine Beweise oder Anhaltspunkte finden lassen, kommt oft nichts dabei raus.
Auf Weisung von oben. Ich habe keine Ahnung ab welchem Dienstgrad man da Möglichkeiten bekommt Veränderungen herbeizuführen. Mir wurde nur gesagt die Beteiligten können sich ja einen Anwalt nehmen. Das habe ich dann großzügig so weiter gegeben.
Soweit ich weiß darf ich nicht, ist aber auch egal hier.
Wenn ich den Job wechseln würde, wäre das ein rießen Stress für mich. Dafür würde dann vielleicht irgendjemand meinen Job bekommen, der 4 Stunden nur Kaffee trinkt, an kein Telefon rangeht und der sich keine Mühe gibt irgendetwas fair zu erledigen.
Warum sollte ich mich also schlecht fühlen in meinem Job, wenn ich ihn so bürgerfreundlich wie mir möglich ausübe?
auch dein „Oberer“ hat einen Oberen, im Zweifel Ermittlungsbehörden und Parlamente!
Zum Schluss gibts immer noch die Presse.
[quote=„Lichtrebell, post:43, topic:72386“]
Ich habe ja in meiner Beamtenlaufbahn irgendwann festgestellt das ich für den Feind arbeite denn der Staat hat nicht das wohl seiner Bürger im Sinn. [/quote]
Die Einleitung deines Posts lässt aber den Schluss zu, das du bewußt Teil des von dir als Schweinesystem kritisierten Systems wurdest , bist.
Ich habe bislang niemals Bitcoin in der Steuererklärung angeben müssen. Macht es Sinn, ab 2026 KYC Börsen zu meiden. Automatisiert bekommt das Finanzamt doch weiterhin keine Information, dass ich Bitcoin besitze. Es sei denn es gibt ein Sammelauskunftersuchen wie bei bitcoin.de, wo alle Nutzer, die jährlich mehr als 50.000 € Umsatz in den Jahren 2015-2017 gemacht haben, die Hosen runter lassen mussten.
vermutlich bekamen die einen die Hosen zu recht ausgezogen, bei anderen den Finger gezeigt (nicht. den gewissen einen), die anderen, ja, die hatten vllt etwas arbeit und wurden in ihrem Handeln bestätigt
Würdest du einen Unterschied machen zwischen selbst geführten Transaktionsnachweisen (Excellisten) und Auswertungen etablierter Anbieter wie CoinTracking oder Blockpit? Spielen diese letztendlich überhaupt eine Rolle oder musst du theoretisch die originalen .CSV Dateien jeder Börse haben, um diese selbst auszuwerten?
Vor einigen Jahren musste ich meinem Finanzamt eine Transaktionshistorie zusenden, da ich Gewinne oberhalb der Freigrenze in der Steuererklärung angegeben habe. Dort wurde meine selbst erstellte Excel Liste ohne Rückfragen akzeptiert.
Ich habe nun nochmal meine gesamte Vergangenheit in Blockpit aufgearbeitet, da ich davon ausgehe, dass in Fortbildungen und Schulungen innerhalb des Finanzamts die großen Anbieter thematisiert werden und somit die Sachbearbeiter von diesen schonmal gehört haben.
Ich erwarte also, dass ich durch diese Mehrkosten im Vergleich zur Excelliste in Zukunft weniger Stress erkaufen kann.
Und als zweite Frage:
Wie kann ich sicherstellen, dass ich alle Nachweise für die Zukunft gesichert habe? Was würdest du von mir erwarten, wie ich mich jetzt am besten für die Steuererklärung 2050 absichern kann, wenn ich dann einen Teil meiner Gewinne realisieren möchte.
Unterlagen in diesem Bereich aufheben, du musst ja nicht 20 Jahre alte Unterlagen proaktiv vorlegen, aber es erleichtert dir das Leben ungemein, wenn du auf Rückfragen dieses Zeugs im Zugriff hast.
Was wissen wir, was in 25 Jahren wirtschaftlich, rechtlich, steuerrechtlich in diesem Bereich abgeht? Möglicherweise ganz easy, möglicherweise macht sich da keiner mehr einen Kopf. Hast du Unterlagen greifbar, bist du für alle Fälle gewappnet.
Excel, Tracker, Steuersoftware.
Machs deinem Sachbearbeiter und damit dir selbst einfacher und lege Nachweise aus geprüften Tools vor. Bei selbstgebasteltem stellt sich immer die Frage, ob sachlich und fachlich korrekt.
Inhaltlich kann so SW natürlich auch nur prüfen, was du bereit stellst.
Mittelherkunftsnachweis.
Fürs FA doch eher weniger relevant, sondern eher an der Schnittstelle zu FIAT und/oder Wirtschaft. Banken, Börsen, Handel, Behörden soweit rechtliche Fragen im Raum stehen.
Da bist du mit eingeführter und akzeptierter Software sicher besser aufgestellt.
Nicht ist schwarz oder weiß. Ich verstehe woher das kommt, aber ich bin weder für noch gegen den Staat, es gibt ihn eben und ich mache für mich das beste daraus.
Stichwort Stoizismus:
Wenn ich mal eine Chance habe, intern etwas zu verbessern, ergreife ich sie.
Wenn ich nichts ändern kann, rege ich mich nicht (zu lange) darüber auf und versuche etwas positives darin zu sehen.
Ich habe nicht das verlangen den Staat von innen zu zerstören oder so. Wenn ich den Staat behindere, ändert das nicht und verursacht nur noch mehr Kosten, die am Ende der Steuerzahler trägt.
Auch wenn ich vieles schlecht finde, bin ich trotzdem dankbar für einen sicheren Job und anderes und versuche ihn so auszuüben, dass der Staat, die Steuerpflichtigen und ich am Ende alle einen Vorteil dadurch haben. Vielleicht ist das zu naiv, aber solang es sich für mich gut anfühlt, ist mir egal was andere darüber sagen.
Stehst du wirklich an der Seitenlinie? Hört sich in dem ein oder anderem Thema so an als hättest auch du schon mal ein blaues oder grünes Buch in der Hand gehabt.
Ich kann leider wirklich nicht abschätzen, was das BZSt oder andere Ämter schon für Daten erhalten oder abgefragt haben oder was sie für Daten in Zukunft abfragen werden, mal abgesehen von den automatischen DAC8.
Möglich, dass es doch schon irgendwo Daten zu dir gibt, wenn auch eher unwahrscheinlich.
Macht es Sinn? Das kommt auf dein konkretes Ziel an.
Hast du bisher alles versteuert, was versteuert werden musste und hast du die Unterlagen um auf mögliche Nachfragen zu reagieren? Dann brauchst du eigentlich vor nichts angst haben.
Möchtest du wegen Datenschutz oder welchem Grund auch immer, das es weniger Daten zu dir gibt, wäre KYC wohl eine schlechte Idee.
Aber wenn man sich für das Szenario vorbereiten möchte, dass der Staat frei dreht und jeden Bitcoiner enteignet: in so einem Szenario würde der Staat sicher irgendwie rausbekommen dass du mal 2015 Geld an eine Kryptobörse überwiesen hast. Der Zug ist also ohnehin abgefahren.