Aktueller Paperwallet-Generator

Hallo Zusammen! Kennt jemand ein zur Offline-Verwendung fähiges Programm um eine Paperwallet mit ### Natives SegWit (P2WPKH), also Adressen, die mit bc1q ### zu erstellen?
(Ergebnis optisch vergleichbar zu WalletGenerator.net)

Meine erste Frage wäre, warum möchtest du überhaupt eine Paperwallet verwenden? Paperwallets bergen für unerfahrene User einige Gefahren.
Eine seriöse fertige Lösung für Native Segwit habe ich auch noch nicht gesehen.

Ich würde mir mit der Offline-Version des Iancoleman-Skripts bip39-standalone.html behelfen. Das kann auch Native Segwit und zeigt für Private Keys und Public Addresses passende QR-Codes an.

Man könnte anstelle des Iancoleman-Skripts auch Electrum verwenden, was auch QR-Codes anzeigen und speichern kann (Electrum ist auf TAILS sogar vorinstalliert, wenn auch nicht in der aktuellsten Version, was hierfür aber keine Rolle spielt).

Daraus könnte man sich auf einer sicheren Offline-Basis (TAILS!) mit vergleichsweise wenig Aufwand auch eine Native Segwit Paperwallet basteln.

Beim offenen Hantieren mit Private Keys sollte man schon gut wissen, was man da tut, wie man es sicher macht und wie man vorallem zuverlässig seine Datenspuren auch wieder loswird.

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Bin neugierig. Was ist der Anwendungsfall?
Warum genügen nicht ein modernes „paper wallet“ aus 12 Wörtern und ein xpub um daraus Adressen zu erzeugen?

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Hallo und danke für die bisherige Rückinfo. Der Anwendungsfall ist natürlich die Verwahrung von BTC´s für die Zukunft, allerdings für alles andere als Computerfreunde. Ich denke mir, dass in Zukunft ein Paperwallet irgend wann mal verwendet werden könnte wie Bargeld/Papiergeld. Sprich der Besitzer der Paperwallet kann es überall mit hinnehmen und es (vielleicht sogar in jeder Bank) in die vorherrschende Währung monetarisieren. Zur Sicherheit: Egal wie man es macht, irgend etwas muss man immer irgendwo versteckt aufbewahren. Eine Paperwallet sehe ich wie eine weltweit gültige Banknote.

Das ist so nicht praktikabel, da es offline nicht möglich ist, zu validieren, ob auf dem Seed tatsächlich die richtige Menge Bitcoin drauf ist.

Man müsste den Seed erst digital auf seine Adressen hin überprüfen. Danach wäre der Seed wertlos und die BTC müssten übertragen werden. Das ist eine sehr umständliche Methode, die sich (obgleich theoretisch möglich) praktisch wohl nicht durchsetzen wird.

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Don’t do it!

Der 12/24 Wort Seedphrase ist die Weiterentwicklung des legacy paper wallets.

Das ist ein standardisiertes, anfängerfreundliches Verfahren mit wachsender Dokumentation.

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OK, das verstehe ich jetzt nicht: Ich habe doch auf meiner Paperwallet einen öffentlichen und einen privaten Schlüssel.
Soweit mir bekannt: Der öffentl. Schlüssel wird benötigt um BTC´s dorthin zu „überweisen“ UND ich kann mit diesem öffentlichen Schlüssel auch den sozusagen „Kontostand“ einsehen (und das geht ja heutzutage schon mit jedem Handy in Echtzeit). Den privaten Schlüssel brauche ich nur um die BTC´s wieder „abzuheben“.
Oder liege ich da falsch?

Ich wollte dir gerade diesen Thread empfehlen, da wir dort über sehr ähnliche Themen diskutiert haben:

Neue Wallet erstellen mit Würfel und Ledger Nano X

Dann ist mir aufgefallen, dass wir dort mit dir diskutiert haben. :sweat_smile:

Ich werde ehrlich gesagt nicht so ganz schlau aus dir…

Du liegst nicht falsch. Aber zur Verifizierung, ob der Private Key korrekt ist, oder zum Transferieren der Coins, musst du den Key auf einem Computer eingeben/einlesen.

Das ist prinzipiell gefährlich, siehe weiter unten im verlinkten Thread, oder hier weiter oben. Warum sollten wir das hier jetzt nochmal alles durchkauen?

Eine Hardware Wallet hingegen ist als sicheres Schnittstellen-Gerät konstruiert, das eine Seedphrase (12/24 Wörter) verarbeiten kann, ohne dass man von außerhalb des Geräts darauf zugreifen kann.

Es ist also ganz einfach sicherer mit Seedphrases zu arbeiten, da die gängigen HW Wallets mit Seedphrases arbeiten.

Natürlich könnte man ähnlich sichere Geräte für die Handhabung einzelner Keys konstruieren. Aber das wäre ein Rückschritt.

Den Zettel mit der Seedphrase kannst du ähnlich betrachten wie einen Zettel mit nur einem Schlüssel-Paar („Paper Wallet“). Auch einen xpub kannst du dir dazu ausdrucken.

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Es gibt für nicht tief in der Bitcoin- und Computerwelt steckende Beteiligte bei einer Paperwallet wahrscheinlich deutlich mehr Fallstricke als bei Verwendung des aktuellen Standards einer HD-Wallet mit den 12/24 Wörtern.

Beispielsweise dass man beim Versenden Fehler macht (wie z.B. nicht den Komplettbetrag versenden), und dann nicht wieder an sein (Rest)Guthaben rankommt. Meines Wisssens würde der Restbetrag auf eine Wechselgeldadresse gesandt, zu der man keinen Schlüssel hat).

Daher plädiere ich auch für die Verwendung einer HD-Wallet und Verwahrung der 12/24 Wörter. Diese kann man sich ja in beliebiger Anzahl mit einer Wallet erzeugen und dann archivieren. Aus Sicherheitsgründen vorzugsweise mit einer Hardwarewallet.

Die so erzeugten Wallets kann man sich dann auch als watch-only Wallet anlegen, um vorhandene Bestände zu überprüfen/nachzuweisen.

Zum Begriff HD-Wallets kannst du dich hier einlesen:

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Ich widerspreche Euch nicht und all Eure Gründe sind berechtigt, aber Ihr überseht meiner Meinung nach einen wichtigen Punkt: Es gibt Menschen die können und werden auch in Zukunft absolut nichts mit all Euren Vorschlägen anfangen können. Ausgehend von einigen Jahren in der Zukunft, ist es somit für den Inhaber der Papewallet wohl das naheliegendste, diese (nur den öffentlichen Schlüssel) dem Interessenten (Bank, Institution usw. oder bis dahin vielleicht doch eigene Wallet (wg. CBDC)) zu zeigen und wenn es passt sich einig zu werden - nach ca. 10 Minuten weiß jeder ob alles ok ist und der Tausch Paperwallet gegen Geld ist vollzogen (in Bar, aufs Konto oder wie auch immer).

Noch ein Nachtrag. Für diesen Zweck gibt es Dinge wie den Opendime. Dort wird ein Seed erstellt, auf deren Adressen man BTC schicken kann. Den Bestand kann man jederzeit sicher einsehen. Ausgeben der BTC geht nur durch einen physischen Vorgang am Gerät.

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OPENDIME - sicher eine interessante Variante, aber letztendlich doch auch wie ein Paperwallet - abgesehen von den techn. Möglichkeiten und offline validieren geht hier ja auch nicht oder?

Du meinst also es gibt Menschen die nicht in der Lage sind 12 englische Wörter auf einen Zettel zu schreiben und zu verstecken – aber bei zwei rohen Schlüsseln ist das kein Problem? Verstehe ich nicht.

Paper Wallets sind wie von den anderen schön dargestellt für Anfänger viel zu gefährlich und darüber hinaus grundsätzlich unpraktisch.

Ein weiteres Problem ist dass viele dieser Webseiten auf denen du eine Paper Wallet erstellen kannst einfach nur Betrug sind und dir falsche Adressen unterjubeln. Wie willst du als Anfänger verifizieren dass die Adresse auf der Paper Wallet wirklich zum privaten Schlüssel gehört?

Siehe hier:

Mit einer HD Wallet leitest du dir deine Adressen selbst ab und musst dich „nur“ darum kümmern dass die Mnemonic an sich in einer sicheren Umgebung erstellt wurde und du deinem Endgerät vertrauen kannst. Da wären wir wieder beim Thema Hardware Wallet.

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familiär bedingt: Wenn es mich morgen nicht mehr gibt - was denkst Du macht meine Oma mit 12/24 englischen Wörtern? Mit der Paperwallet geht Sie zu Ihrem langjährigen Bankberater, in der Hoffnung dass…

Wenn diese ganzen Seiten nicht sicher sind … gibt´s nirgendwo eine Anleitung wie man das selbst einigermaßen optisch ansprechend und Bankberater einleuchtend macht?

Wie stellst du dir das mit der Weitergabe denn vor?
Wer würde sich denn darauf so wie beschrieben einlassen?
Niemand! Denn es könnten ja noch Kopien vorliegen.
Es müsste also direkt bei Übergabe weitergeschickt werden, um nicht das Risiko einzugehen, dass dies der bisherige Besitzer macht.

Wer das hinbekommt, kann auch mit 12/24 Wörtern umgehen. Die zumal der aktuellere und üblichere Standard sind.

Und der Oma schreibst du halt mit auf den Zettel was die 12/24 Worte sind und wie damit umzugehen ist.
Das durchschaut sie ohne Beschreibung auch bei einer normalen Paperwallet nicht.

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Und warum macht sie das?

Weil Hinweise drauf stehen!

Du solltest natürlich keine Mnemonic ohne Kontext irgendwo hin schreiben wo deine Oma sie neben dem Einkaufszettel findet. Stattdessen steht neben der Mnemonic natürlich dass es sich um ein streng vertrauliches Backup handelt, wie man damit umzugehen hat, an welchem Datum das Backup erstellt wurde, und so weiter.

Orientieren kannst du dich an dieser Vorlage von Shift Crypto:

Dass du deine Bitcoin bzw. deine Backups für deine Erben vorbereitest ist sowieso ein wichtiges Thema:

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OK, danke - dann muss ich wohl umdenken!

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Auch zum empfehlen ist dieses Nachlass-Tool :slight_smile:

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Ich hab mich zur Weitergabe an No-Coiner für OD entschieden, weil ein Computer mit Browser reicht, um Betrag zu verfizieren. Den OD muss man aber durchlöchern, wenn man an den Seed will. Im Geschäftsbetrieb kann man auch den OD auf Unversehrtheit prüfen, falls nötig und könnte somit als Fiat-Bargeld-Ersatz verwendet werden.
In dieser Richtung (spezielle Harwarde) gibt es auch noch mehr …
Ich denke, alles besser als ein Paper-Wallet…

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