Abstimmung erfolgreich! Niederlande planen Steuer auf unrealisierte Gewinne

Also falls du mich jetzt meinst, wäre ich dir schonmal dankbar, wenn du die Zuschreibung mal sein lassen würdest. Das hast du nun zum zweiten mal getan, beim ersten mal habe ich das ignoriert.

Mach ich. Obwohl ich mir nicht so ganz sicher bin, ob das rein semantisch bei dir so ganz abwegig ist…

Aber egal, OT.

Was sagst du zum Rest?

Du kannst doch nicht ernsthaft glauben, dass wir bei jährlich steigendem BIP und als drittwohlhabenste Gesellschaft der Welt uns keine anständigen Renten leisten könnten? ;)

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1251/umfrage/entwicklung-des-bruttoinlandsprodukts-seit-dem-jahr-1991/

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/157841/umfrage/ranking-der-20-laender-mit-dem-groessten-bruttoinlandsprodukt/

Glaubst du, die USA könnten sich kein Sozialsystem leisten?


Das ist gewollt. Man braucht Menschen, die jeden Tag den Buckel krumm machen. So werden wie schon in der Kindheit erzogen. Das ist Kapitalismus. Und die muss man eben auch an der kurzen Leine halten.

Deswegen wird es auch kein Grundeinkommen geben, deswegen wird man hier den Sozialstaat immer weiter abbauen, weil man den nach dem Zusammenbruch des Ostblocks nun nicht mehr als „Schaufenster“ braucht, deswegen bekommen wir keine anständigen Renten, damit wir schön im Hamsterrad bleiben und deswegen verwaltet man die Armut und das Elend auf der Straße, damit wir täglich vor Augen haben, was passiert, wenn wir aufhören mitzuspielen.

Erstens will man es gar nicht und zweitens landet der Wohlstand eben überall, aber nicht in den Taschen derjenigen, die ihn mit ihren Händen jeden Tag erwirtschaften.

Es würde hier auch niemand mehr haben, wenn man Migranten ausschließen würde, alle nach Hause schicken würde oder eben wenn man die Sozialsysteme ganz abschafft. Das wird keine Probleme lösen und „wir“ würden deshalb nicht mehr haben.


Würden wir das, was wir hier erwirtschaften, gerecht verteilen, könnte hier jeder eine Eigentumswohnung haben und einen goldenen Klodeckel. Aber dann würden die Menschen eben auch nicht mehr für Mindestlöhne Essen ausfahren, Regale einräumen, Taxi fahren, am Fließband stehen usw. usf.

2 „Gefällt mir“

Wenn man will k

Implizierst du dir das es nicht möglich ist die Coinos so zu bewegen das sich die Spur verliert?

1 „Gefällt mir“

Mit entsprechendem Aufwand kann man das sicher schaffen.
Der Punkt ist nur: Das Finanzamt wird Dich in Zukunft vielleicht fragen, was mit dem Geld geworden ist. Was sagst Du dann?
Du weißt es nicht?
Oder Du sagst, Du hast in Monero getauscht (SWAP). Welchen Gewinn hast Du dabei gemacht, den Du evtl. versteuern musst? Wo sind die Monero jetzt? Du behauptest einfach, dass Du die Monero verloren hast? Du denkst, damit kommst Du durch?
Viel Glück dabei.

Das würde mich auch interessieren - kennt hier jemand Leute aus den Niederlanden, welche am investieren sind und davon direkt betroffen sein werden?

Für die jungen Leute, welche noch nicht in Rente sind ist das ein Schlag ins Gesicht. Geld fürs Alter kann nicht mehr aufgebaut werden. Man kann nichtmal für eine Immobilie sparen. Ich bezweifle immer noch dass das so in der Form in 2028 kommen wird.

Ggf könnte man in ein NFT investieren. Das sinkt rapide im Wert.

Kannst Du von jedem Geldschein, der jemals in deinem Portemonnaie gewesen ist sagen, was aus ihm geworden ist?

Man kann die Paranoia auch übertreiben.

Sobald Coins steuerfrei sind, kann man sie ausgeben oder man kann sie „ausgeben“.
Auf neuen Adressen sind sie dann wieder nicht Dir zuzuordnen. So einfach, steuerlich sauber und ohne viel Aufwand. Wenn Du ein bisschen mehr tun willst, gehts noch zusätzlich über eine Lightning Zahlung.

1 „Gefällt mir“

Gut.

Anders als die Arbeiter können sich die Besitzenden der Inflation entziehen, weil sie den Besitz als Kollateral für Kredite verwenden können (Cantilon Effekt). Deshalb ist dass ein wenig einen Schuss in den eigenen Fuss, Inflation als Grund zu nehmen den Wertzuwachs aus Besitz deswegen nicht besteuern zu wollen.

1 „Gefällt mir“

Ganz im Gegenteil denke ich, dass Besteuerung an 1000 unterschiedlichen Stellen der Verwirrung dient. Damit wenig transparent ist, wie hoch die tatsächliche Last ist.

Ich bin gegen JEGLICHE Besteuerung von Arbeit und gegen JEGLICHE Besteuerung von sonstigen Erträgen.
Ausschließlich eine Konsumsteuer ist die Lösung. Sowie die Abschaffung von Geldmengenausweitung und Staatsschulden.
Staatsschulden sind deshalb ein Problem, weil von ihnen kein Kreditausfallrisiko errechnet werden kann. Ein Kreditausfall MUSS in einer regulären Ökonomie zwingend der kreditgebenden Bank schaden.

Jedliche Besteuerung von Leistung ist auf jeden Fall schädlich für die Allgemeinheit.

4 „Gefällt mir“

Jegliche zwangsweise durchgesetzten Steuern und Abgaben lehne ich ab, dazu zähle ich auch die Konsumsteuer. Du scheinst eine Befürworterin des Minarchismus zu sein. Natürlich ist Minarchismus allemal besser, als das jetzige, völlig aufgeblähte Staatssystem, dass durch immer exzessiveren Raub mittels Steuern und Abgaben zu Lasten der produktiven Kräfte und durch die Geldfälschung der Zentralbanken, unsere Gesellschaft kontinuierlich verarmen lässt. Allerdings wurde bisher noch nie ein Gegenmittel gefunden, dass sich ein Minimalstaat im Laufe von Dekaden erneut wieder aufbläht. Daher befürworte ich eine privatrechtliche Gesellschaft, die auf dem Nichtaggressionsprinzip und Freiwilligkeit basiert.

1 „Gefällt mir“

Nein, das ist nicht im Sinne eines Minarchismus, also dem einfachen Herunterschrumpfen der Staatsquote gemeint.

Man kann natürlich schöne Worte machen, dass nur die sofortige Freiheit „the real Deal“ ist, aber sich in Wirklichkeit keinerlei Gedanken machen, wie man denn dort hin gelangen könnte. Das ist dann leider nutzlos.

Um TATSÄCHLICH etwas zu verändern muss man nämlich auch mit einer größeren Anzahl von Menschen reden können, die in althergebrachten Bahnen denken.

Im Fall der „Konsumsteuer“ habe ich schon an anderer Stelle beschrieben, dass diese eher im Sinne einer einer Gebühr für gute und wünschenswerte Dienstleistungen zu verstehen ist.

Wenn wir uns eine Route in eine freie Gesellschaft vorstellen, dann ist ein erster Schritt Zentralbanken abzuschaffen und Staatsschulden zu verbieten. Das ginge problemlos schon jetzt, wenn es genügend Menschen wollen. Außerdem muss relativ früh auf dem Weg ein absolutes Limit von Kosten des Mechanismus an sich eingeführt werden, ob er (zu diesem Zeitpunkt) ganz oder in Teilen schon privatisiert ist, oder nicht.
Nun wissen wir aus der ökonomischen Forschung, dass Management-Kosten maximal 10 - 20% der Ertrags haben sollten, damit eine gute Effizienz erreichbar ist. Zur Zeit sind wir bei etwa 75% und töten damit alles ab, was auch nur das Köpfchen hebt.
Mit diesen Mitteln bestünde dann die Möglichkeit einer freien Welt näher zu kommen, in der ein Nichtaggressionsprinzip eine Bedeutung haben kann.

Es wird nicht passieren, dass wir alle plötzlich aufwachen und frei sind. Wir müssen schon einen Weg in diese Freiheit entwerfen.

Da sind eben mMn und in dieser Reihenfolge:

  1. Beenden der Geldmanipulation / des Geldmonopols
  2. Beenden von Zwangsschulden zu Lasten Dritter
  3. Absolute und unabänderliche Limitierung nach oben der Kosten jeglicher Verwaltung auf 10-20%.

die Punkte, die zuerst notwendig werden.

Schon das wird zu großem Wohlstand führen, es wird aber mMn auch zu einem Umdenken führen, so wie das „Wirtschaftswunder“ nach WW2 zu sehr bodenständigen Menschen führte, denen man mit aufgeblasenem Quatsch nicht zu kommen brauchte. Diesen Drive kann man dann nutzen…

Aber einen Schritt nach dem Anderen…

1 „Gefällt mir“

Scheint ja offensichtlich so zu sein..!?
Die Steuereinnahmen erreichen ein ATH nach dem anderen (ist auch klar bei Wachstum und Inflation) aber das Geld reicht trotzdem vorne und hinten nicht. Du schiebst es auf die Kapitalisten, ich auf den unfähigen Staat - und nun stehn wir da.

jaja, weiß schon. Der Kapitalist reibt sich die Hände, wenn:

  • er für den Durchschnittsverdiener 5600€ ausgeben muss, wovon dieser nur 2900€ netto erhält
  • es massenhaft Migranten gibt, mit denen er nix anfangen kann, auch wenn sie noch so billig sind
  • es eine überbordende, steuerfinanzierte Bürokratie mit tausenden Bullshitjobs gibt, die ihm das Leben schwer macht
  • Strom unverhältnismäßig teuer ist, aufgrund ideologischer und verfehlter Energiepolitik

Alles gewollt, alles Kapitalismus.

Genau diese Jobs wird es in nicht allzuferner Zukunft sowieso nicht mehr geben. Daher wäre ich mir damit

gar nicht so sicher.
Allerdings befürchte ich, wird es auch hier keine vernünftige Beteiligung an Unternehmensgewinnen sein, sondern eine bürokratische Umverteilung nach Staatsideologie, verbunden mit Möglichkeiten zur Sanktionierung und Kontrolle.

Und da drehen wir uns wieder im Kreis. Was ist gerecht verteilen? Was ist überhaupt gerecht? Wer bestimmt, wieviel der eine haben darf, wieviel man ihm wegnimmt und wieviel der andere haben muss?

Wie gesagt, ich kann mich damit arrangieren, dass Gewinn aus Kapitalerträgen besteuert wird. Auch wenn das hier für einige schon ein no-go ist. Aber doch bitte erst nach einer tatsächlichen Realisierung und gerne auch mit entsprechenden Freibeträgen oder Jahresfristen, damit der kleine Mann überhaupt auch erstmal eine Möglichkeit hat, in irgend einer Form Besitz aufzubauen.
Und ja, es ist ein Problem, dass die Inflation - verursacht durch die unendliche Geldmengenausweitung - immer auf dem Rücken der kleinen Leute ausgetragen wird. Dass das für Euch Sozen scheinbar kein großes Thema ist, verstehe ich auch nicht.

1 „Gefällt mir“

Das meiste, ja. Natürlich gibt es auch Unfähigkeit. Aber Migration z.B. ist eine kapitalistische Agenda. Kapital will z.B. Warenfreiheit und es will wachsen. Das bedeutet, dass die Märkte wachsen müssen.

Es ist nun wirklich kein Geheimnis, dass man am liebsten den ganzen nordafrikanischen Raum in den europäischen Markt holen wollen würde. Entsprechende Verhandlungen die den Handel usw. vereinfachen gibt es schon seit Jahrzehnten.

Und da wundert ihr euch, wenn die Menschen den Waren irgendwann folgen?

Im Kapitalismus herrschen Kapitalisten bzw. das Kapital. Wenn das Kapital wollen würde, dass diese Migration nicht stattfindet, dann hätte es auch die Macht sie schon morgen zu unterbinden.

Das Kapital will Migration, weil es Arbeitskräfte will, vor allem billige. Dazu braucht man Überschuss.

Darüber hinaus kann man Sozialneid schüren, die Gesellschaft spalten, von sich selbst ablenken, gegen den Sozialstaat argumentieren…

Darüber hinaus ist das ein gigantisches Umverteilungsprogramm von Steuergeld in die Taschen der Privatwirtschaft. Denn mit den Sozialtransfers wird dann ja keine Infrastruktur gebaut usw. sondern das landet über den Konsum in den Taschen der heimischen Wirtschaft.

Und natürlich ist es kein Zufall, dass Vertreter von Wirtschaftsverbänden und Konzerne usw. in Talk Shows sitzen und die ganzen Jahre für Migration getrommelt haben.

Das alles kannst du doch nicht einfach ignorieren und dann sagen, dass wir das irgendwelchen Politikern zu verdanken hätten, die nicht 1 und 1 zusammenzählen könnten. Das ist doch totaler Unsinn. Natürlich ist das gewollt und die unschönen Aspekte werden dabei ganz bewusst in Kauf genommen und den Interessen untergeordnet.

1 „Gefällt mir“

Absolut - ich bin da völlig bei dir. Ich möchte auch nicht so verstanden werden, dass ich die Umwandlung des jetzigen Systems in eine privatrechtliche Ordnung zum jetzigen Zeitpunkt auch nur ansatzweise für realistisch halte. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass ein bisschen Sozialismus letztlich dazu führen muss, was jetzt gerade in den Niederlanden passiert.

1 „Gefällt mir“

Gab es in der Menschheitsgeschichte eigentlich nachweislich einen Staat das gänzlich ohne jede Form von Zwangsabgaben ausgekommen ist?

Man muss auch bedenken, dass die wenigen Länder, die heute vergleichsweise kaum Steuern haben, das tun können weil sie andere Einnahmequellen haben. Ein Land wie Katar finanziert sich durch Öl und Gas. Was auch nur möglich ist weil die Reserven im Verhältnis zu Größe des Landes erheblich sind. Die selben Reserven würden für ein Land wie Deutschland vermutlich bei weitem nicht genügen.

Ich glaube auch dass man die Steuern nur schrittweise zurückfahren kann. Die Nutzungsbasierten Zahlungen, etwa für Straßennutzung, müssten erstmal entwickelt und getestet werden. Vermutlich würde alles viele Jahre dauern. Zeit, in der sich die politische Landschaft auch wieder wandeln kann. Oppositionen die Probleme ausnutzen werden um die Abschaffun von Zwangsabgaben zu kritisieren. Das wird alles elendig lange dauern und eine fragwürdige Erfolgschance haben.

Ich weiß nicht. Vielleicht ist ein schrittweise Übergang in einer Demokratie, wo sich alle immer gegenseitig blockieren wollen, kaum möglich und es bedarf radikaler Revolutionen und chaotischer Umbrüche. Zumindest ist die Geschichte voll damit. Selten lief ein so tiefgreifender Wandel geplant und schrittweise ab.

Wie wäre es mit den grundsätzlichen Dingen wie Dach über dem Kopf, Nahrung, Kleidung…

Ich meine, das ist doch nicht kompliziert.

Argumentiert man jetzt mit Musik? :smiley:

1 „Gefällt mir“

Also das, was wir fürs Nichtstun jetzt haben? Reicht aber noch nicht?
Aber egal. Schonwieder alles OT.

Es geht hier um Steuern auf unrealisierte Gewinne. Und das scheinbar ohne große Freibeträge auf jede Anlage der kleinen Leute wie Gold, ETFs, Zinsen.

Nicht betroffen sind Betriebsvermögen oder Vermögenswerte einer Kapitalgesellschaft - DAS nenn ich mal unsozial…

Weiß nicht. Frag doch mal die, die sich von der Arbeit anderer die x. Immobilie kaufen oder den x. Luxuswagen oder die x. Luxusuhr…

Natürlich kommen dir nur immer die in den Sinn, die am untersten Ende der Nahrungskette von der Arbeit anderer leben. Die, die am obersten Ende von der Arbeit anderer leben, sind „für euch“ natürlich wieder kein Problem. Von denen liest man ja auch nicht so viel in der Presse wie von den anderen. Woran das wohl wieder liegen mag…;)

Die schaffen ja Arbeitsplätze und geben euch Struktur für den Tag und sind deswegen sakrosant, was? ;)