„All das“ ist der Elephant im Raum der hier ignoriert wird.
Den Teufel mit dem Belzebub austreiben hat noch nie funktioniert.
Unternehmen fordern also Migration und Unternehmen fordern eine Absenkung der Sozialbeiträge, weil sonst die Arbeit zu teuer wird.
(Angeblich. Dabei zahlt der Arbeigeber ja letztlich nichts bzw. nur das, was der Arbeiter ja erwirtschaftet. Der AN zahlt die Beiträge am Ende vom Lohn und zwar alles. Auch wenn es immer heißt, der AG würde sich beteiligen.)
Einfache Frage: Würdest Du essen gehen, wenn der Italiener um die Ecke die Pizza für 100 Euro bepreisen müsste?
Nein?
Ok, er muss also ökonomischen Notwendigkeiten gehorchen.
So einfach!
Ein Mindestlohn von 50 EUR/h geht also schon mal nicht.
Warum GARKEIN Mindestlohn geht ist für fortgeschrittene Hobbyökonomen. Das behandeln wir beim nächsten Mal.
Das ist es halt. Das Dummgequatsche über freie Märkte ist eben genau das. Dumm. Für den Arbeitsmarkt darf das nicht gelten, weil sonst der Unternehmer zu hohe Löhne zahlen muss.
Unternehmen fordern die Migration von Arbeitskräften. Was in Deutschland stattfindet ist zum größten Teil eine Migration in die Sozialsysteme, was diese im ersten Schritt zum kollabieren und im zweiten Schritt zu einer weiteren Verteuerung der Arbeitskosten führt → Abwanderung von Unternehmen verstärkt sich.
Die Unternehmen fordern Migration um hier die Löhne zu drücken und Niedriglöhner beschäftigen zu können, alle die, die sie dann nicht gebrauchen können „kippen“ sie noch dem Sozialstaat vor die Füße und fordern dann noch die Senkung der Sozialbeiträge.
In der eigenen Presse wird dann über Migranten gehetzt die dem Sozialstaat zur Last fallen und die Arbeiter gegen sie aufgebracht, die dann dazu gebracht werden gegen ihre Interessen zu wählen und zu argumentieren.
Zu guter letzt behauptet man noch, der Staat sei das Problem oder irgendwelche Linken, dabei sorgen die eigenen Lobbyisten für diese Art Politik.
Wie viel mehr Menschenverachtung ist eigentlich möglich?
Und wann kapiert ihr das eigentlich mal, dass es so läuft und nicht anders. Diese Kapitalismushörigkeit ist ja langsam nicht mehr witzig.
Also nochmal zum Thema der Threads zurück: Es geht um KLEINSPARER denen das Sparen unmöglich gemacht wird. Das Gesetz wurde in den Niederlanden von staatlichen Organen beschlossen. Das Gesetz richtet sich eindeutig gegen jeden Kleinsparer. Also entweder ist der Staat kaputt, dann ist SEHR WOHL der Staat das Problem, oder er ist von einer feindlichen Übernahme betroffen. Auch dann ist SEHR WOHL der Staat das Problem.
Du musst nicht nur danach fragen wem es schadet, sondern auch wem es nutzt.
Wer hat denn was davon, wenn „Kleinsparer“ nicht aufsteigen können und wem schadet dieses Gesetz einfach deutlich weniger, weil er sich dem entziehen kann oder die Folgen aussitzen kann?
Na? Wem nutzt es, wenn die meisten Menschen zur Arbeit gezwungen werden, weil sie kein Vermögen aufbauen können? Weil die Rente nicht reicht und weil es vielleicht bald keine Sozialtransfers mehr gibt?
Wahrscheinlich dem Staat, was? Nicht dem Arbeitgeber, der Staat hat natürlich ein Interesse an Arbeitnehmern. Immer nur und rein der Staat…hahaha…wegen der Steuern und so natürlich…
Nein, das ist tatsächlich egal. Wenn der Staat nicht mehr funktioniert und sich gegen die Bürger wendet, muss etwas fundamental geändert werden. Wie man mit etwaigen Tätern umgeht, kann man danach sehen.
Grundsätzlich ist auch eine Art „Besteuerungswut“ ausgebrochen. Man hat uns schleichend daran gewöhnt, dass immer absurdere Steuern und Abgaben „völlig normal“ seien.
Da müssen wir mal zurück, den Saustall aufräumen, und Steuern als Raub begreifen, der nur dann ertragen wird, wenn er
gering bleibt und
Vorteile für den Bürger hat, also eher eine kleine Gebühr für gute Dienste ist
Ich würde sagen es schadet eigentlich allen. Indirekt auch den Unternehmern die ihr Vermögen so parken dass sie von dieser Steuer nicht betroffen sind. Denn solche staatlich organisierten Raubzüge, die als Steuer getarnt werden, saugen das Blut der gesamten Gesellschaft aus. Wenn das einfache Volk verarmt, wird es für Unternehmen auch schwieriger.
Auch die Politiker werden verlieren. Auch wenn sich einige absetzen können oder genug Vermögen besitzen. Die meisten Mitglieder des politischen System werden in einer verarmten Niederlande zu kämpfen haben. Ich denke die meisten sind sich dessen einfach nicht bewusst. Es ist dieses unverantwortliche und kurzfristige Denken. Es nimmt nicht nur bei den einfachen Leuten Überhand, auch die Politiker sind davon betroffen.
Gleichzeitig zeigen Bitcoiner aber auch dass es gegenläufige Entwicklungen gibt. Man könnte sagen, einerseits gibt es langsam immer mehr Menschen die die Bedeutung von einem großen Zeithorizont begreifen und prakizieren. Anderseits wächst eine Generation auf wo viele durch maßlose Nutzung moderner Medien von Dopaminschüben geprägte Verhaltensweisen zeigen.
Beides wird sich vermutlich zuspitzen und dort wo das langfristige Denken sich durchsetzt werden erfolgreiche Wirtschaftsräume entstehen, während die anderen eben zum absteigenden Ast gehören werden, wo die Leute wie Junkies von einem Kick zum anderen gehen und dabei wichtige strategische Fähigkeiten einbüßen.
Genau. Das System innerhalb dessen der Staat existiert müsste dazu geändert werden. Also der Kapitalismus muss weg. Der Staat ist Werkzeug des Kapitals.
Und dann nimmt der Staat das Gesetz zur Besteuerung der Kleinsparer zurück?
Was genau verstehst Du im Zusammenhang mit dem niederländischen Gesetz als „Kapitalismus“ also als den Teil, der weg muss?
Wenn Du jetzt wieder damit kommst, dass Privateigentum weg muss, dann müssen ja auch die Kleinsparer weg… also Feuer mit Benzin gelöscht. Das wäre dann Quatsch auf Pro-Level.
Jetzt hast du das Thema aber auf die Ausgabeseite gewechselt. Ich habe aber von der Einnahmeseite gesprochen. Selbst wenn ich dir in allen Punkten recht geben sollte und wir die Staatsausgaben radikal minimieren, das geht ja nicht auf null. Also irgendwer muss das zahlen und dann wiederhole ich jetzt einfach was ich gesagt habe:
Und jetzt kannst du das gerne nochmal kritisieren ohne das Thema zu wechseln wenn du magst.
Sagen wir eine Firma erwirtschaftet vor Löhnen 2mil. 1mil davon zahlt sie aus als Löhne an die Arbeiter aus die das erwirtschaftet haben. Mit 1mil kauft sie Aktien zurück und treibt damit den Aktienkurs in die Höhe.
Weshalb sollten jetzt die 1mil welche die Leute gekriegt haben die dafür jeden Tag aufgestanden und zur Arbeit gegangen sind höher besteuert werden als die Aktiengewinne der Leute die jetzt indirekt 1mil reicher sind und dafür aber nichts machen mussten?
Bin ich bei dir, aber doch nicht aus unrealisierten Gewinnen. Von jedem realisierten Gewinn ab einem Privat!-Vermögen von gern 10 Mio. würde alle schon weiterbringen.
Wenn ich für 1 Mio Aktien zurück kaufe, sind die Aktionäre nicht 1 Mio reicher, sondern meist sehr viel weniger.
Kuchenanalogie: Die 1 Mio ist Teil des gesammten Kuchens. Wird sie an scheidende Aktionäre ausbezahlt, hat jeder verbleibende Aktionär prozentual etwas mehr, aber der Kuchen ist auch 1 Mio. kleiner…
Es ist ein Zuwachst an Vermögen. Das Besitz Gewinne aus der Arbeit anderer abzügeln kann wird schon mit “Risiko” gerechtfertigt. Weshalb sollen die denn obendrauf noch Steuerfrei sein und die welche aber für ihren Vermögenszuwachs arbeiten mussten müssen das versteuern?
Beide Sachverhalte beim „kleinen Bürger“ gegeneinander auszuspielen, bringt jenen auch nicht weiter. Dass Kapitalerträge stärker besteuert werden sollten als Erträge aus Arbeitsleistung, da sind wir uns (denke ich) weitestgehend einig. Aber genau das passiert ja nicht, es wird immer nur ZUSÄTZLICH kassiert. Auch beim aktuellen Beispiel habe ich nix von einem Ausgleich bei der Lohnsteuer gehört, oder?
Und zum Problem „Wertsteigerung“ vs Inflation fällt Euch auch nix weiter ein als das ewig gleiche Geheule, dass Besitzende ungerechtfertigt kassieren würden.
Gold hat über Jahrhunderte hinweg etwa die gleiche Kaufkraft behalten. (333 Brote oder einen Maßanzug für eine Unze). Den nominalen „Wertzuwachs“ im inflationierenden Geld nun auch noch abzuschöpfen, empfinde ich als kleiner Bürger dreist und ungerechtfertigt. (ja, nicht hier in D)
Und überhaupt kann man es doch auch durchaus als sozial gerecht empfinden, wenn man sich im Laufe seines Arbeitslebens einen Kapitalstock aufbaut, mit dem man dann im Alter an den Gewinnen aller Weltkonzerne beteiligt wird, statt den eigenen Kindern oder dem Sozialsystem auf der Tasche zu liegen.
Oder wie würde für Euch beide ein vernünftiges Rentensystem bei unserer Demografie funktionieren? Migration scheint ja zumindest beim [entfernt] Doc ein rotes Tuch zu sein…