Doch, langfristig wird es zu einem Problem, weil die Konzentration auch in einem Bitcoinstandard nicht aufhören wird - ausser es gibt eine Form von Umverteilung von der Spitze in die Basis. Wenn es diese Umverteilung nicht gibt, wird irgendwann Bitcoin an der Konzentration kollabieren. Siehe oben die Erklärung zum Yard-Sale-Modell, dieses Modell erklärt und beweist den Effekt sehr anschaulich:
Zeig mir doch bitte diesen Beweis und erkläre mir warum bitcoin kollabieren wird.
Kannst du lesen? Wenn ja, toll → siehe oben. Das Konzept habe ich beschrieben und die sehr gut gemachte Webseite geht das ins Detail und lässt dich selber simulieren. Bitcoin kollabiert nicht per se - nur wenn die Bitcoinkonzentration über lange (sehr lange?) Zeit zunimmt, bis es für die Mehrheit nutzlos oder zur Knechtschaft wird. Gilt meiner Ansicht nach für jedes andere Geldsystem auch, erst recht für Kreditbasierte wie Fiat.
Aber @Bitckoin bitte erst selber etwas denken und das Modell kritisch studieren. Danke.
Das sehe ich anders. So etwas wie Bitcoin gab es noch nie. Etwas was absolut begrenzt ist. In einer Fiatwelt konzentriert sich das Geld durch den Cantillon-Effekt auch immer bei den Reichen/Wenigen. Der Unterschied zu Bitcoin ist nur: Durch beliebiges Gelddrucken kann ich auch immer den Ärmeren gerade so viel Krümel zukommen lassen, dass sie nicht hungern/sterben/rebellieren.
Wenn die, die im Fiatsystem Zugriff auf unbegrenztes Fiatgeld haben, sich nahezu alle Bitcoin angeeignet haben, wird das zum Bumerang. Dann ist es wirklich nur ein Code, den ein paar Megareiche sich komplett einverleibt haben, aber kein dezentrales Geld für die Welt mehr. Dann ist Bitcoin quasi nutzlos geworden in meinen Augen, es ist ein Spielzeug von 5-6 Big Playern, die sich irgendwelche virtuellen Chips hin- und herschieben.
Die Meinung musst Du auch nicht teilen. Ich frage mich nur, wenn Microstrategy in so kurzer Zeit 3 % aller Bitcoin gekauft hat, dann sind es in einigen Jahren, bei dem Tempo, vielleicht 10, 30, irgendwann 50 %. Bin gespannt, ab welcher Prozentzahl diese Akkumulation eines Assets, die quasi absolute Preismacht darüber bedeutet, als nicht mehr problematisch empfunden wird.
Ich würde meine Altersvorsorge jedenfalls nicht in einem Asset speichern, dessen Preis quasi von einem US-Konzern allein abhängig ist.
Einverstanden, darum, never sell your Bitcoin, ausser an andere Plebs! Aber auch dann ist es langfristig ein Problem, einfach viel langfristiger. Siehe Yard-Sale-Modell. Es würde mich interessieren was du dazu denkst.
Ja ich kann lesen aber kannst du es auch? Also bitte fass dir erstmal an die eigene Nase und bleibe sachlich.
Dann frage ich eben nochmal.
Erkläre mir doch bitte warum bitcoin an der Konzentration kollabieren wird und wo ist der Beweis dafür? Denn offensichtlich bin ja nicht schlau genug um es zu erkennen.
Nur zu Info ich kenne das Yard Sale Model und man kann es nicht einfach so übertragen wie es diese Seite darstellen will, es ist in vielen Punkten sehr stark vereinfacht und ungenau z.b. kann man nicht einfach einen Münzwurf mit einer Marktinteraktion vergleichen. Ich könnte noch etliche weitere Punkte aufzählen aber darum geht es nicht. Denn es ist irrelevant da eine Konzentration der bitcoin kein kollabieren des Netzwerks zu Folge hätte. Es sei du lieferst mir endlich den Beweis
Da stimme dir doch zu. Und deshalb war für mich von Anfang klar als ich mich mit bitcoin beschäftigt habe dass genau aus diesem Gründen, auch das bitcoin Vermögen konzentrieren wird. Also warum hast du gedacht das würde bei bitcoin nicht so sein?
Warum ist das überhaupt schlimm? Warum wird das zum Bumerang? Und selbst wenn einen Moment gibt bei dem 5-6 Leute 99,9% der bitcoin hält, warum ist das ein Problem? (Das heißt nicht dass ich sage dass dies passieren wird)
Schaue ich mir in Ruhe an, fehlt mir gerade etwas die Zeit.
Ich würde dann schon noch Bitcoin halten, aber würde mich nicht mehr wohl fühlen, wenn der Anteil an einem Asset zu hoch wäre, dessen Preis quasi von ganz wenigen Menschen abhängig ist. Ich gehe ja auch nicht All-in mit meiner Altersvorsorge bei Apple-Aktien o.ä., aus besagten Gründen.
Ich kann diese Euphorie für Strategy nicht verstehen, da baut sich eine riesige Blase auf die platzen wird. “too big to fail” das wurde auch schon zu manch anderen Unternehmen gesagt.
Bei welchem Asset ist das nicht der Fall?
Selbst bei deinem Eigenheim bestimmt der Staat im Prinzip wieviel sie Wert ist über den Zins und andere Dinge.
Danke für deine differenzierte Frage. Die erste war so pauschal, dass ich mich geärgert habe und davon ausging, dass du dich keine Sekunde lang damit beschäftigt hast. Das würde eine sinnvolle Diskussion verunmöglichen. Aber so finde ich es interessant, ich fass mich an die Nase, du bitte auch. Also los:
Deine Kritik verstehe ich wie folgt: -Das YSM sei stark vereinfacht und ungenau. Ein Münzwurf sei nicht vergleichbar mit Marktinteraktionen.
Meine Erklärung: Die starke Vereinfachung legt die Grundmechanismen offen. Wie ein Röntgenbild alles ausser die Knochen (die man sonst nicht sieht) auch schön sichtbar macht. Wieso ich davon überzeugt bin? Die Ausgangslage ist maximal gleichartig und homogen. Alle haben gleichviel Startvermögen, die genau gleichen Chancen. Individuelles Können entscheidet nicht zu Gunsten der Fähigen. Es ist purer Zufall, Runde für Runde. Klar ist das weit weg von der realen Wirtschaft. Doch wenn du nun Faktoren wie ungleiche Startvermögen, ungleiche Gewinnchancen (Wissen, Macht, Fähigkeiten, Alter, Gesundheit, Privilegien, etc.) einführst, machst du die Versuchsanordnung zwar realistischer, mit dem Resultat, dass die Konzentration noch schneller stattfindet. Die 50:50 Chance im YSM sind ja nur theoretisch denkbar, weil alle realistischen Faktoren für gewisse Personen die Gewinnchancen auf 51:49 oder gar 95:05 angeheben würden, zu Gunsten der Stärkeren. DAs würde die Vermögenskonzentration nur beschleunigen. Das Modell ist maximal homogen und trotzdem endet es in der 100% Vermögenskonzentration und kollabiert somit.
Du sagst: -Daher könne man das Modell nicht ohne Weiteres auf Bitcoin übertragen.
Doch, das Modell zeigt einen Bitcoinstandard. Die Geldmenge ist absolut fix, es gibt keinen Kredit, alle können frei im Spiel teilnehmen, so lange sie noch Geld haben.
-Eine Konzentration von Bitcoin-Beständen würde nicht automatisch ein Kollabieren des Netzwerks verursachen.
Ich meine: Technisch gesehen nicht, OK, einverstanden. Tick-tock-next-Block. Wenn aber das letzte Satoshi gemint wurde und die Konzentration so hoch ist, dass 98%, 99% oder 99.9999% keinen Satoshi mehr haben, wird Bitcoin doch schlicht nutzlos, oder nicht? Bitcoin ist letztlich nicht ein technisches Netzwerk sondern auch eine Community. Die Menschen geben dem Bitcoin den Wert, nicht Bitcoin sich selbst.
Überzeugt dich das?
Warum wird dann bitcoin nutzlos?
Ich finde die Diskussion zum YSM nutzlos da es für bitcoin keinw Relevanz hat selbst wenn es zutreffen würde.
Außerdem habe ich nie bestritten dass auch bei bitcoin das Geld nicht gleichmäßig verteilt bleiben wird
Da gebe ich Dir recht! Aus genau diesem Grund betreibt man ja, wie ich auch geschrieben habe, Diversifikation. Wäre Bitcoin ein in der Masse gut verteiltes Asset, so wie Roman es früher mal gedacht hat, dass sich die Wale von ihren Beständen trennen und die Verteilung immer “besser” wird, dann könnte man fast All-In gehen bei Bitcoin. Bei einem Asset, dessen Verteilung aber den derzeitigen Weg geht, würde ich die Gewichtung im eigenen Portfolio immer weiter runter fahren, je schlechter die Verteilung und damit die Abhängigkeit des Preises von immer weniger Personen wird.
Das ist einfach mein Risikomanagement, nichts weiter. Ich spreche mich keinesfalls dafür aus, dass Strategy irgendeinen Bitcoin nicht kaufen können soll, ich finde es halt nicht gut, wenn sich dieses Asset so konzentriert, das ist alles.
Dem stimme ich zu
Mir wäre es auch ja lieber wenn es strategy nicht so viele Bitcoin hätte aber ich glaube auch dass der Bitcoin Preis heute nicht ansatzweise dort wäre wo er gerade ist, wenn es strategy nicht gegeben hätte. Deswegen bin ich der Meinung dass die Vorteile die Nachteile dieser Firma bei weitem übertreffen
Sorry, ich steige nicht durch. Selbst wenn das YSM auf Bitcoin zutreffen würde, hätte es keine Relevanz? Das musst du mir erklären. (Ich spreche von der Rolle als Geld einer Community, nicht das reine technische Netzwerk (hatte ich ja oben schon gesagt).)

Warum wird dann bitcoin nutzlos?
Weil es keine Sau mehr benutzen kann, weil es niemand mehr besitzt, weil es andere Geldformen geben wird, die den 99% zur verfügung steht.
Da es heute KI gibt, wird es keine Menschliche Elite geben, die 99% aller Bitcoin hält, sonder es wird eine KI sein. Diese hat erstens viel mehr Zeit als alle Menschen und handelt im Gegensatz zu Menschen immer rational. Sie wird uns nur ein paar Satoshi übrig lassen, die wir untereinander handeln können. Diese werden auf weiteren Layers weiter aufgeteilt. Es muss nur gerade genügend Sats geben ab 2140 damit ein paar Transaktionen im Main Layer gemacht werden können um die Miner zu finanzieren.
Zu dem Monero Thema. Ich verstehe den Privacy Nutzen von Monero, aber was bringt mir das auf Dauer, wenn ich nicht weiss ob es Wertstabil ist? Ich kann niemals das Supply überprüfen, also kommt die komplette Anonymität mit einem Preis den ich nicht bereit bin zu bezahlen. Monero macht nur Sinn, wenn man es gleicht wieder umtauscht. Und hier liegt das Problem, denn dann ist man immer nahe an den FIAT Rails. Oder man geht immer rein und raus aus Bitcoin. Dann hat man aber zur Wertaufbewahrung immer noch BTC und könnte genausogut eine Layer 2 Lösung nutzen mit mehr Privacy als BTC onchain.
Jeder gekaufte BTC von MSTR eliminiert einen weiteren potenziellen Wholecoiner – vorausgesetzt, sie werden niemals verkaufen. Weniger Coins zum Kaufen im Umlauf erzeugt bei mir FOMO.
Eigentlich ist es doch eher der Preis in Euro, der weitere Personen davon abhält, aber verstehe schon was du meinst und kann durchaus eine Konsequenz daraus sein, dass Strategy kauft, dass der Preis anzieht.