Zwei identisch konfigurierte BitBox2 für Dezentralität?

Hallo Community,
ich bin alt, derzeit in Asien und meine erwachsenen Kinder sind in Deutschland.
Macht es Sinn und ist es technisch möglich zwei identische BitBoxen zu konfigurieren?
Wenn ich hier den Löffel abgebe, möchte ich Sicher sein, dass meine Kinder an meine Kryptos kommen. Ich möchte einer Vertrauensperson in DE diese zweite BitBox geben, die sie meinen Kindern nach meinem Ableben aushändigt. Vorteil: die Vertrauensperson hat nur die Hardware und meine Kinder brauchen nur die Zugangspasswörter zur BitBox um im Nachgang den Seed wieder anzeigen zu lassen, bzw Transaktionen zu autorisieren. Sie könnten also erst nach meinem Tod meine Kryptos nutzen und ich habe bis dahin 2 BitBoxen an unterschiedlichen Orten ohne ein Steelwallet zu brauchen.

Dieser Punkt ist der entscheidende. Sie brauchen immer nur die Wörter.
Die BitBox02 brauchen sie nicht. Du kannst dich auch nicht darsuf verlassen, dass ein elektronisches Gerät in 10,20,30 Jahren noch funktioniert.

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Ich habe in meinen Bekanntenkreis zwei Leute die ähnlich denken und deswegen jeweils 3 Bitboxen haben. Aber selbst bei drei würde ich mich nicht darauf verlassen.
Ehrlich gesagt bin ich mit der Bitbox auch nicht 100% zufrieden bei meinen beiden habe ich in 2 von 3 Fällen das Problem dass das Tippen während der Eingabe plötzlich nicht mehr funktioniert.
Und wie MurMur schon richtig sagt auf elektronisch Bauteile würde ich mich einfach nicht verlassen wollen

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Das kenne ich auch bei meiner. Auf einer Seite funktioniert das Touch plötzlich nicht mehr.

Hab ich auch immer mal wieder, dass das Sensorfeld mal muckt. Die Touchsteuerung halte ich für den größten Fehler bei der BitBox. Unzuverlässig und schwammig. Drei Taster hätten es sicherlich besser gelöst. Bei meiner 30 Jahren alten Stereoanlage funktionieren die Taster ja auch alle noch :wink:

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dann alternativ einen Ledger zu nehmen macht wegen des möglichen Hardwareausfalls dann wohl auch damit keinen Sinn… Wenn ich bei der BitBox2 die zusätzliche Passphrase genutzt habe, brauch ich aber immer wieder eine BitBox2 oder ein äquivalentes Produkt das mit einer zusätzlichen Passphrase umgehen kann?

da schließt sich für mich aber eine essentielle Frage an. Ich nutze das 25 Wort bei meiner BitBox2. Wenn die kaputt geht, reichen dann die klassischen 24 Wörter zum wiederherstellen, oder brauche ich dann zukünftig immer 25 Wörter und damit wieder eine BitBox2?

Du hast offensichtlich die Funktionalität der optionalen Passphrase noch nicht verstanden.
Ist ja nicht schlimm - bei Bitcoin lernt man immer weiter dazu.
Diese ist nicht wie ein Passwort, sie hat tatsächlich eine Funktion.
Mit ihr bilden die 24 Wörter technisch eine völlig andere Wallet als ohne.
Komplett andere Adressen sind das Ergebnis.

Zum Wiederherstellen der Bitbox reichen technisch gesehen erstmal die 24 Wörter.
Achtung! Nur technisch gesehen. Selbstverständlich benötigt man für die Nutzung die Passphrase.
Auf der mSD-Karte sind auch nur die 24 Wörter gespeichert.
Und in der Bitbox selbst auch.

Jede Eingabe irgendeiner Passphrase führt zu einer gültigen Wallet.
Daher kannst du die Bitbox auch mit mehreren unterschiedlichen Passphrasen nutzen.

Hast du die optionale Passphrase genutzt, benötigst du diese zwingend, um an die Coins der entsprechenden Wallet zu gelangen. Ohne die optionale Passphrase bist du verloren.

Das Gute:
Die optionale Passphrase ist als Standard definiert - somit kannst du in allen Hardware- und Softwarewallets, welche diesen Standard unterstützen wiederherstellen.

Mehr darüber kannst du hier nachlesen:

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Ganz herzlichen Dank für die Aufklärung zum 25 Wort. Ich hatte das 25te bei der Ersteinrichtung verwendet um noch mehr Sicherheit zu haben, aber erst im Nachgang kapiert, dass ich dadurch einfach eine andere Wallet-Adresse kreiert hatte. Ich bin Hodler und daher nur selten mit Transaktionen befasst. Ein tolles Forum mit so viel Wissens-Input :+1::+1::+1::+1: