Wo Bitcoins kaufen ohne KYC und mit Privatsphäre

Ja das stimmt.
Alle Umsatzrelevante Daten müssen 10 Jahre für den Fall einer Steuerprüfung aufbewahrt werden. Da die meisten Exchanges ja mit den Trades Geld verdienen, werden diese entsprechend dokumentiert.

Geschäftsrelevante Korrespondenz 3 Jahre
Rechnungs- und Steuerunterlagen 10 Jahre
Immobilien- & Notariatsunterlagen 30 Jahre
Diese Frist beginnt erst sobald die Kundenverbindung inaktiv wurde!!!

Wenn ich via DSGVO eine Löschung der Daten beantrage, dann werden die Daten soweit möglich pseudonymisiert. Du bist nicht mehr Max Müller, sondern Kunde 1234567890

Wichtig steuerrelevante Themen werden nicht pseudonymisiert, also Kontoauszüge, Rechnungen, Transaktionen.


Die Frist ist auch 10 Jahre zum Jahresende. Enden die 10 Jahre am 01.01.xx werden die Daten bis zum 31.12.xx gespeichert.

Über den Jahreswechsel werden dann die zur Löschung markierten Datensätze zuerst pseudonymisiert und dann soweit möglich gelöscht.


tbh:
So wird man niemals wirklich Privatsphäre erlangen, weil es solange es das Unternehmen gibt, man immer dort auch irgendwie Daten hinterlässt.
Wenn es irgendein Akteur wirklich darauf anlegt, kann man aus den pseudonymisierten Daten trotzdem Deine Identität feststellen.

Oh am xx.xx.2024 um 15:33:12:937 hatte die Person A an die Exchange überwiesen. Zu der Zeit hat Kunde 12344 dort entsprechend Guthaben bekommen.

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Und man muss natürlich dem Unternehmen vertrauen, dass sie auch wirklich löschen oder pseudonymisieren. Wir können es ja nicht überprüfen.

Aus Erfahrung kann ich sagen, dass nicht jedes Unternehmen technisch dazu in der Lage ist, Daten zu ändern oder zu löschen :sweat_smile:

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Wohl wahr, wohl wahr. Können und wollen sind hier beides berechtigte Fragen.

Hatte vor kurzem ein Mietwagen-Portal, das mir die gewünschte Löschung meines Accounts vor einem Jahr per Email bestätigt hatte, um mir dann in diesem Jahr eine mit Namen personalisierte Email zu senden. Da war bei mir der Spaß dann doch mal vorbei:

„Löschung bestätigen, es aber nicht tun - das geht gar nicht, unter Freunden!“ :sweat_smile:

Was gibt’s dabei zu lernen:

  • Es gibt kein zentrales Datenschutzportal zum Melden von Datenschutzvorfällen für Verbraucher. Eine Meldestelle für Malheurs und Leaks für Unternehmen die diese selbst melden (müssen) gibt es.
  • Datenschutz ist individuelles Süppchen jedes Bundeslandes
  • Es ist ein ganz schönes Suchen überhaupt auf der Website herauszufinden, wie etwas gemeldet werden kann
  • am Ende ist es schon mal die Meldung per
    -Fax
    -per PDF-Formular zum Download, dann ausfüllen, dann uploaden, dann senden
  • es gab eine Bestätigungsmail (mit Hinweis auf lange Bearbeitungsfristen)
  • am Ende geht es doch recht schnell mit der Antwort, die dann per Post kam mit einen Anschreiben und Serverreport zur Nichtzustellbarkeit, da mein Emailpostfach voll gewesen wäre. Wenn 500GB frei nicht reichen, dann…
  • einem Unternehmen, das Daten behauptet zu löschen es aber nicht tut passiert offenbar recht wenig. Die Datenschutzbeauftragte des Landes hat einfach Auskunft für mich nach DSGVO angefragt und nochmals zur Löschung aufgefordert.
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Ich würde zu einem Bitcoin-Automaten (ATM) gehen und als Empfängeradresse meine Hardware-Wallet angeben. Es gibt einige Bitcoin-Automaten, die KYC erst ab 5.000 € verlangen. Allerdings sind die Umtauschgebühren realtiv hoch: Zwischen 15% und 23% (!).