Wird Bitcoin ohne Block Subsidy zerstört?

Es ist noch etwas interessanteres dabei durchgekommen:
Bitcoin reguliert den Stromverbrauch erst passend mit dem Energieindex des Bitcoinökosystems, wenn die block Subsidy wegfällt.

Bis dahin könnte man sagen werden noch alle anderen mit der Inflation also einer Strafzahlung an die Miner belegt, ohne dass eine Transaktion abläuft.
Der Energieverbrauch skaliert also erst über die Größe/Bedeutsamkeit im Ökosystem, wenn die Block Subsidy übertroffen wird von den Transaktionskosten.
Bis dahin finanziert sich Bitcoin sozusagen von den Investoren und muss beim Übertreffen dann von den Transaktionskosten finanzieren, also es sollten immer genug Transaktionen durchgeführt werden, damit die Miner nicht irgendwann komplett leer ausgehen und alles abschalten müssen. Aber wie wahrscheinlich ist es, dass Bitcoin einfach irrelevant wird?

Daher ist die Hyperbitcoinization und dass der Bitcoin Energieindex der Welt, als Weltwährung wird ziemlich wahrscheinlich. (Oder eben so ein Teil der Welt, welcher langsam anwächst und nur von autoritären Regimen gebremst werden kann, da wirtschaftlich alles andere sinnlos bzw. PoS ist)

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Schau doch bitte einfach mal in die verlinkten Threads oder bemühe die Suche. Dort stehen genau die Antworten auf deine Fragen; z.B. @Makowski erklärt das immer wieder. Das wurde hier schon so oft durchgekaut…

Wenn du am Ende mit den Begründungen nicht einverstanden bist, können wir doch natürlich gerne weiterdiskutieren.

Edit: Ich habe die Beiträge zum Thema „Bitcoin ohne Subsidy“ jetzt hier in diesen Thread verschoben.

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Immer mehr Menschen immer aufgeteilter und ich hatte genau diesen Askept versucht zu umschreiben. Jeder, der keine Lust hat, dass bei Transaktionen „Das Haus“ mehr als nötig gewinnt. Bitcoin braucht nur noch genau so viel wie nötig, wenn die subsidy weg ist… Es muss nur bis dahin mehr werden, sonst wirds halt angreifbar.

In kurz: Das reicht mit mehr als 10 Sicherheiten dazwischen noch locker. Wie ein Golfkart in einen Flugzeughangar zu fahren mMn.

Wir können den Thread ja splitten. Einen Teil um das Thema und einen Teil, ab dem Post indem du die passenden Threads verlinkst?

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Warum sollte die Verteilung abnehmen?

Die Verteilung der Hashrate ist wie @skyrmion so schön erklärt hat gut an erneuerbare Energien zu koppeln über das Energienetz, aber können lokal auch an Wärmenetze gekoppelt werden und damit ihre eigenen Kosten größtenteils einfach decken.

Während die großen Serverfarmen nur effizient sind, wenn man einfach so viel wie Möglich Ressourcen in einen Hangar ballert und dann massenhaft Energie dem Rest des Markts wegnimmt.

Soetwas lohnt sich nur wegen der Blocksubsidy im Moment. Aber Option 1 welche schön in der Infrastruktur verteilt werden muss wie die erneuerbaren Energien auch würde die größere Effizienz langfristig haben.

Also wäre dieses Effizienzoptimum bei einer immer flächendeckenderen Bestückung der Infrastuktur erreicht.

Daher sollten sich die Miner einfach aus Marktgründen optimal verteilen und nicht so lokal rumstehen.

Außerdem weil die nich wollen, dass mit den Minern sowas passiert:

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Die Transaktionskosten in der Bitcoin Blockchain können nicht direkt gesteuert werden. Es handelt sich um eine Auktion, bei der eine begrenze Anzahl an Plätzen (Angebot) einer Anzahl an Transaktionen (Nachfrage) zugewiesen werden muss. Je geringer der Platz, desto hoher der Preis, allerdings auch weniger Transaktionen. Hier das richtige Gleichgewicht zu finden, stelle ich mir schwierig vor. Wir werden sehen, in welche Richtung sich das entwickelt.

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Ich würde das Gegenteil behaupten. Die Blocksubsidy ist viel besser geeignet die Miner zu finanzieren, als die Transaktionsgebühren es sind. Die Transaktionsgebühren entstehen durch Angebot von Blocksize (konstant) und Nachfrage nach Transaktionen (variabel).

Aber die Transaktionsgebühren haben keine direkte Kausalität zur benötigten Sicherheit im Bitcoin Netzwerk.

Ähnliche Gedanken hatte ich auch, aber mit einer anderen Interpretation.
Ich würde nicht von „Strafzahlung“ reden, sondern eher von dem bezahlen einer Dienstleistung.
Durch die (hohe) Hashrate wird die Sicherheit des Netzwerks gewährleistet. Davon profitiert jeder, der Transaktionen durchführt, aber vorallem auch diejenigen die einfach nur Hodlen. Durch die Blocksubsidy bezahlen auch die Hodler ihren Anteil, das Netzwerk durch das aufrechterhalten einer hohen Hashrate sicher zu halten.

Ist es gerecht, dass in Zukunft nur diejenigen die Miner finanzieren, die aktiv Transaktionen im Netzwerk durchführen und diejenigen die auf einem gigantischen Vermögen sitzen, welches durch die Hashrate gesichert wird im Zweifel nichts zahlen müssen?

MMn ist das Gegenteil der Fall. Ich vermute, dass die Blocksubsidy viel eher mit der Größe/Bedeutsamkeit im Ökosystem skaliert, als die Transaktionsgebühren.
Vor allem wenn es potente 2nd layer Technologien gibt.

Angenommen es würde einfach immer eine konstante Blocksubsidy von 1 BTC geben.
Ist die „Größe/Bedeutsamkeit des Ökosystems“ gering, so ist auch der 1 BTC recht wenig wert. Man kann sich davon nur eine kleine Menge Energie und Miner leisten, dementsprechend ist auch die Hashrate eher gering.

Ist die „Größe/Bedeutsamkeit des Ökosystems“ hoch, so ist auch der 1 BTC recht viel wert, so kann man sich davon sehr viele Miner und sehr viel Energie kaufen, und die Hashrate ist groß.

Die Transaktionsgebühren haben einfach keine starke Verbindung zur benötigten Sicherheit im Netzwerk. Ich will nicht sagen, dass sie unwichtig sind, denn das sind sie nicht. Sie schützen ja auch vor spamming etc.

Aber wenn das Netzwerk nur durch Transaktionsgebühren aufrecht erhalten / gesichert wird, dann „besteuert“ man nur den Use case Medium of exchange. Der Use-case Store of value wird nicht bestuert.

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Hmm? Aber das ist doch einfach wie er funktioniert. Nicht, wie ich es mir wünsche.

Sag ich doch auch!

Klar, je mehr Transaktionen, desto wichtig ist es das Netzwerk zu sichern.
Es ist natürlich bei leeren Blöcken suboptimal, aber in einer hyperbitcoinized Welt sollten alle Blöcke voll sein und dann nur die Gebühr mit dem skalieren wie sehr im Moment die Transaktionen anhand der Gebühr sich schon angestaut haben.

Je mehr sich die Transaktionen anstauen desto sicherer wird das Netzwerk.
Deswegen sollten diese auch nicht zu billig werden in Zukunft, so hab ich das im Kopf…

Klar, im Wording vergreif ich mich gern mal, aber gemeint hab ich das auch so. Es war eher der Spiegel für diejenigen, die immer so über jeden Zwang bei Steuern jammern.

Also ich bin nicht überzeugt, das dieses so einfach zu verstecken ist und bin auch nicht gegen gute Steuern. Also Vermögen von dem Ausmaß auf der Ebene von Musk muss man extra besteuern mMn.

Hmm? Die Blocksubsidy ist was von coinbase kommt und bei jedem Halving halbiert wird.
(Die sowieso verschwindet mit der Zeit)
Keine Ahnung worauf du hinaus willst grad. :man_shrugging:

Diese werden dann ihre großen Transkationen in BTC setteln und damit das Bitcoinnetzwerk finanzieren. Wenn dort die Gebühren nicht bereits horrend werden würden die 2nd layer technologien ja kaum einen Sinn haben.

Wenn BTC also nicht schon überlauft mit Transaktionen WHY THE FUCK braucht man dann BCH?!

Dann hätte man sowas wie Dogecoin, ewige Inflation :thinking:

Dann wären die Miner ziemlich übermachtig in einer eingespielten Hyperbitcoinization.

Also 1 BTC wäre als Weltwährung krank viel welt, aber ich gehe mal davon aus, dass wir sagen wir sind bereit in der Hyperbitcoinization einspielt und würden dann eine angemessene subsidy adden. (Was Bitcoiner eher nicht zulassen würden)

Dann würden die Miner mehr und mehr Miner bauen und es würde sich weiterhin lohnen diese einfach in große Hallen zu stellen, statt diese effizient in der Infrastruktur zu verteilen.

Der zweite Halbsatz findet so oder so statt. Denke das passt sich mit Transaktionskosten auch gut an, denn wir können dies anhand der jetzigen Transaktionskosten im Vergleich zur subsidy schon abschätzen.

Jetzt lohnen sich 220 EH/s weil TX nur 10-20% des Anteils betragen.
Also ohne Subsidy würden wir nur 22-44EH/s brauchn. Es wäre also schlecht, wenn der Preis gar nicht mehr weiter ansteigt. (Obwohl es auch reicht, wenn nur die Effizienz der Miner langsam ansteigt könnte ich mir vorstellen.)

Wenn wir jetzt 100x mehr Güter kaufen können, falls alle Bitcoin nutzen und nicht mehr Transaktionen/s brauchen wären 2200-4400EH/s von der äquivalenten Menge an Energie zu Hashen. Dann fehlt noch, dass alle Güter in Bitcoin gehandelt werden.
Wenn wir z.B. gerade bei einem Wert von 1% aller Güter sind, welche man von 1 Billion Marktkapitalisierung kaufen kann wäre auch so ein 100x des Gegenwerts von Bitcoin und damit einhergehend die Steigerung der Hashrate dabei.

Deswegen sind wir auch so sicher, dass es Bitcoin wird. Denn wenn der Store of Value besteuert werden würde, wäre es immer schlauer in eine andere Cryptowährung zu wechseln, die diesen nicht besteuert, um das Vermögen zu lagern.

Der Usecase Medium of Exchange ist eher ein Schritt auf dem Weg zur Unit of Account.

Exchangen machen ja die 2nd Layer, wenn die Transaktiongebühren bei BTC zu hoch werden.

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Ich hatte deinen ersten Post als These verstanden die du aufstellst. Nicht als unumstößlichen Fakt. Ich habe meine Bedenken an deiner These geäußert. Oder ich verstehe einfach nicht was du genau meinst mit „passend regulieren“ meinst. Ich sehe hier keine passende Regulation.

Die Anzahl an Transaktionen sagt aber nur bedingt etwas über den im Bitcoin Netzwerk gesicherten Wert und die benötigte Sicherheit aus.


Warum war die benötigte Sicherheit im Januar 2018 so viel größer als die benötigte Sicherheit jetzt ist?

Ich denke es ist sinnvoll, wenn die Hashrate stark mit der Marktkapitalisierung skaliert/korreliert.
Glücklicherweise ist dies auch zur Zeit der Fall. MMn liegt das an der Block Subsidy.


Wenn die Block Subsidy wegfällt, dann würde sich die Hashrate an den Bitcoin Transaction Fees orientieren. Das halte ich für deutlich risikoreicher.

Ich rede nicht darüber wie es im Moment ist oder vermutlich sein wird. Ich beschreibe das Szenario das mMn am sinnvollsten währe.

Ja, man bezahlt halt dauerhaft einen Preis dafür, dass das Globale Geldsystem funktioniert. Die Miner erbringen halt eine Dienstleistung die bezahlt werden muss. Die Frage ist: wer sollte diese Dienstleistung bezahlen, eine Inflation von neuen Coins würde halt einfach Hodler zur Kasse bitten zusätzlich zu denen die Transaktionsgebühren bezahlen. Ich will hier auch gar kein riesen große Inflation befürworten. Nur eine die so hoch ist wie für ein Sicheres Netzwerk nötig ist.

Wieso?

Ja genau so. Die 1 BTC war einfach nur als Beispiel. Auch Bitcoiner sollten ein Interesse an einer hohen und verlässlichen Hashrate haben. Wie viel Ihnen das Wert ist würde man dann sehen :slight_smile:

Wenn die Verteilung in die Infrastruktur effizient ist, dann wird es automatisch passieren. Wenn sie ineffizient ist, dann wird das nicht passieren. Der effizienteste wird gewinnen.
Das hängt auch nicht mit dem Blockreward zusammen, ein hoher Blockreward lässt die Miner nur kurzzeitig porfitabler minen. Das führt dazu, dass mehr Miner aufgestellt werden und der Mining Ertrag wieder auf einem Level ist, auf dem es mit guter Hardware und günstigem Strom geradeso profitabel ist zu schürfen. Nur hat sich jetzt die Hashrate im Netzwerk vergrößert. Der Blockreward steuert also nicht die Profitabilität der Miner, sondern nur die Hashrate (natürlich zeitverzögert und nie ganz perfekt, Hardware Engpässe, Lieferzeiten etc.)

Die Diagramme die ich oben gepostet habe lassen mich anderes befürchten.

Guter Punkt. Aber auch hier sage ich: Hodler haben auch ein Interesse an einer hohen Hashrate. Wenn es möglich ist, ein sicheres Netzwerk aufzubauen, dass nicht den Store of Value bestuern muss um sicher zu sein, dann gebe ich dir recht.

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Also die Subsidy ist faktisch so, denn der Bitcoin ist unumstößlich pretty much.

Das ist das Volatilitäts Argument, aber bedenke, dass die Mempools momentan noch leeren. Wenn Bitcoin Weltwährung ist werden diese das nicht mehr, dan rauschen die Fees eben hoch und pendeln dort rum wo sie grad so sind und der Block für den Miner beinhaltet diese. Aber eben eher in dem zweistelligen Bereich an Fees wie in der Grafik gezeigt, denn nur da war auch mal wirklich was los auf der Chain.

Außerdem würde ich empfehlen den Historischen Transaktiongebühr Chart in Bitcoin auszulesen:

Aber ja, da können dann im perfekten Zusammenspiel mit erneuerbaren Energien die Transaktionen mal mehr oder mal weniger verarbeitet werden. Da sehe ich die Zukunft ziemlich rosig.

Aber mit Bitcoin als Weltwährung ist es doch damit im Grunde die Marktkapitalisierung.

Man stelle sich vor, 99% der Bitcoin wären verloren… dann würde die Marktkapitalisierung das 100x anzeigen, wovon eigentlich auf dem Markt sind. Das kann man natürlich leicht herausfinden, indem man sich die Bitcoin in Bewegung auf der Chain ansieht.

Absolut, aber es ist eben auch deutlich klimafreundlicher, denn sonst würden wir einen großen Teil der Wirtschaft darauf optimieren noch mehr und noch mehr und noch mehr Miner herzustellen.

Es sollen also die Miner vorangetrieben werden, solange die Subsidy läuft und ab dann braucht man nicht mehr so viele neue Miner.

Und ich sage was ich an der momentanen Lösung gut finde.

Aber warum sollten diesen Coin leute dann noch hodln und nicht wieder zum original Bitcoin umsteigen, wenn sie viel zu hodln haben? :thinking:

Also das werden wir ja mit Dogecoin sehen, aber ich denke das wurde in dem Thread dazu ausgiebig diskutiert.

Da musste ich schmunzeln. Weißt du was wir für Preise zahlen als Gesellschaft, damit das funktioniert?

Wenn das immer mehr auf Bitcoin umgelegt werden würde, bekämen die Miner ihre Gebühren schon zusammen. Dafür braucht es Gefühl, um das abzuschätzen wie hoch die Gebühren dann wären.

Ich sehe Miner eines Tages gar nicht wegen Rentabilität so viel ein und ausschalten. Da ist es schlauer eines Tages die nur mit überschüssiger Energie zu betätigen, als immer den Transaktionen hinterherzujagen. Damit geht auch die Gefahr verloren und die Dezentralität wird gestärkt.

Weil sie so wie im Moment die Staaten stetig unglaublich viel Geld reingespült bekommen und das würde mMn. eine Zentralisierung fördern.

Wie gehts noch effizienter als abgeregelte Energie, wenn die ganze Energie aus erneuerbaren Kommt?
Also ich sehe bisher keine Lücke in meiner Vorhersage wie es sich abspielen wird. Seit jetzt so einigen Monaten schon. :+1:

Bei den Peaks hatten mal ein paar lass es Millionen Menschen sein eingekauft.
Wenn die ganze Welt da reinrennt… wirds sehr hoch und das sehr schnell.
Wenn das kein Hype wäre, könnte das ja in Ruhezeiten nicht so schnell wieder abgebaut werden die angestauten Fees.
Das würde sich dann auf einem Level stabilisieren, bei dem die Menschen bereit sind eine Transaktion Onchain dafür durchzuführen. Im Moment der Hyperbitcoinization und ne Weile danach wird kein durchschnittlicher Bürger dort eine eigene Transaktion machen wollen. Dann pendelt es sich ein auf einem Wert, der nachhaltig eingependelt bleibt.

Also die Miner können ohne diese krass schnellen Schwankungen immer einzuberechnen arbeiten.
Man kann dann eher sehen wie zu verschiedenen Ereignissen die Fees hoch oder runtergehen, aber dann nur um 10% und nicht wie bisher 100% bis alle durch sind, weil dann immer schon nachgefüllt wird in der Warteschlange für günstige Transaktionen.

Ein überzeugtes Ja!
Das ist ein großes Abwägen bei Bitcoin gewesen, denn mehr Hashrate ist auch mehr Verschmutzung der Umwelt. Zu wenig wie bei BCH oder LTC jedoch eine Gefahr für die Anleger…
Aber bisher würden die auch noch nicht von großen Attacken betroffen, daher haben wir noch eine gute Pufferzone. Wie es nach ein paar Halvings aussieht wird sich zeigen. Aber dieser 51% Angriff klingt lohnenswerter als er ist. Diese Mühe die ganze Hashrate zu sammeln und dann staubt man ein paar TX ab? Schlechtes Verhältnis :sweat_smile:

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Das sind sehr interessante Gedanken.

Ich nehme an, dass es ein Ziel von Bitcoin war, Inflation ganz abzuschaffen. Die blocksubsidy ist daher nur ein Instrument für den Kaltstart von Bitcoin. Es ist kein finanzpolitisches Instrument.

Eine eingebaute Inflation wäre auch insofern problematisch, da man entweder a priori eine beste/die richtige Inflationsrate feststellen müsste oder auf einem quasi politischen Weg die Inflationsrate anpassen muss. Beides verbietet sich für Bitcoin.

Du unterscheidest jetzt die beiden use cases Hodln und Transagieren. Das klingt auch sinnvoll. Hodln und Transagieren sind komplementär. Deren Verhältnis sagt etwas über die Umlaufgeschwindigkeit aus. Weiter stellst du fest, dass die Sicherheit des Netzwerks indirekt durch das Transaktionsvolumen entsteht. Auch dem stimme ich zu. Es gibt also ein Kausalverhältnis zwischen Transaktionsgebühren und Sicherheit – es ist nur genau andersherum. Die Sicherheit ist ein Ergebnis, und die Hodler sind Trittbrettfahrer. Ob die erreichte Sicherheit auch der benötigten Sicherheit entspricht ist jetzt die Frage!

Wenn die Hodler die größten Nutznießer der Sicherheit sind, würden sie auch am Meisten unter einem Sicherheitsverlust leiden. Sie haben ein Interesse, für welches sich auch ein Markt bilden muss. Wo ist dieser Markt? Muss das über Transaktionsgebühren erfolgen? Nein. Die Lösung ist, dass der Hodler, dem die Sicherheit nicht ausreicht, selbst anfangen muss zu minen, bzw. sich anderweitig am Mining beteiligt. Er muss selbst für die Sicherheit sorgen. Der Markt für Sicherheit sind die ASICs, nicht die Transaktionsgebühren.

Mit dem Vermögen wächst auch der Bedarf an Sicherheit. Es ist deshalb nur folgerichtig, dass sich Institutionen wie Blockstream mit Mining beschäftigen – sie haben ein ureigenes Interesse an Sicherheit. ASIC Fabriken in den USA sind von strategischem Interesse. So wird es letztlich auch staatlichen Akteuren gehen. Es wäre sogar denkbar, dass sie unprofitabel minen, oder lediglich die nötige Hardware bunkern. Ich kann mir sogar vorstellen, dass es in Zukunft zwischen Staaten oder Institutionen eine Art Rüstungswettlauf um Miner gibt. Das schöne daran wäre, dass Staaten somit ein Interesse an dezentralen Strukturen bekommen, nämlich dass sowohl das Internet als auch die Energieversorgung dezentral und weniger Angreifbar werden. Vielleicht sehen wir noch die Herausgabe von Volksminern… Wer weiß.

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Moment, ich dachte wir sind hier alle komplett fanatisch der Rentabilität am hinterherrennen und superreiche Leute wie auch der Markt können nur nach der Rentabilität handeln und sind damit immer freizusprechen? /s

Überrascht mich zu lesen, dass es nicht nur um maximale Rentabilität geht, find ich prinzipiell gut.

Trotzdem werden die ASICs nicht einfach rumliegen, da diese ja nur begrenzte Zeit auch Geld zurückgeben, bevor sie aufgrund des technologischen Fortschritts zu ineffizient werden und nur noch teure Heizungen darstellen.

Da muss ich dich enttäuschen. Es geht auch bei der Absicherung um Rentabilität.

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Man kann natürlich sagen, wenn das Geld weg ist, ist man ganz unten angekommen und daher ist jede Lebensentscheidung nur für Rentabilität.

Evtl. ist es rentabel weniger zu arbeiten, wenn man dafür nicht zu viel Stress hat und keinen Burnout bekommt an irgendeinem Punkt seines Lebens.

Wenn mans so betrachtet ist natürlich fast alles für die Rentabilität, richtig?

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Erst einmal danke für deine Antwort. Du hast meine Gedankengänge korrekt verstanden und noch einmal präzise Formuliert.

Agree

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Wieso denkst du, dass das keine Option ist? Angenommen irgendwann in der Zukunft merkt man, dass die Transaktionsgebühren alleine kein gutes Instrument zum steuern der Sicherheit im Netzwerk sind.

Dann könnte es doch eine Diskussion geben wie man das Problem lösen könnte. Verschiedene „Parteien“ (im Sinne von Gruppen mit der selben Meinung, nicht politische Parteien) machen dann Werbung für Ihre Vorschläge. Die einen wollen keine Änderung des Protokolls, die anderen schlagen eine fixe Inflationsrate vor, die anderen denken sich einen Mechanismus zur variablen Anpassung der Blocksubsidy aus.
Derjenige Vorschlag, der einen Konsens erreicht gewinnt. Ähnlich dem Blocksizewar. Also eine Art politische Entscheidung, nur halt nicht durch eine Regierung, sondern durch die Teilnehmer im Netzwerk.

Leider ist es vermutlich unmöglich eine Formel zu finden, die einem die optimale Hashrate verrät. Diese hängt von viel zu vielen Faktoren ab, die größtenteils außerhalb des Bitcoinnetzwerks ihren Ursprung haben (Oracle Problem).

Genau das ist die Frage/ das Problem!

Jetzt wird es spannend!
Mein Verständnis der Marktmechanismen des Mining sagt mir, dass die Hashrate nicht steigen würde, wenn Hodler selber anfangen zu minen, um das Netzwerk zu sichern. Wieso?
Weil in einem effizienten Mining Markt zu jedem Zeitpunkt so viel gemined wird, wie der Blockreward zulässt. Wenn also die Hodler anfangen zu minen, dann würden Sie diejenigen Miner verdrängen, die am ineffizientesten minen.
Im Grunde will jeder Miner ein Stück vom Kuchen (Blockreward) haben.
Wenn neue Miner zur Kuchenparty kommen, der Kuchen aber gleich groß bleibt, dann fliegen die Miner raus die am ineffizientesten schürfen.
Erst wenn der Hodler derjenige ist, der am ineffizientesten schürft und er sogar in Kauf nimmt, Verluste zu generieren könnte die Hashrate steigen, aber dennoch würden dann die anderen Miner weniger Ertrag generieren. Mit Verlusten zu minen macht den Markt ineffizient und ist im Grunde ja nichts anderes wie eine Staatliche Subvention, nur das die Subvention aus dem Vermögen des Hodlers bezahlt wird.

Erst wenn die gesamte Hashrate von Hodlern kommt, die auch mit Verlust minen würden könnte die Hashrate größer sein als der Blockreward zulässt. Ich denke aber nicht, dass das passieren wird. Es währe auch in sofern kaum eine Verbesserung der Sicherheit, weil dann das gesamte Mining von ein paar wenigen Hodlern kontrolliert ist.

Hier stimme ich dir aber wieder zu. Wenn die Hodler Angst um ihr Vermögen haben und deswegen in eine ASIC Fertigung einem anderen Land als China investieren würden sie die Sicherheit erhöhen.

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Das passiert in Bitcoin seit 2010 und nennt sich BIP. → demokratische Zentralbank

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Über die praktischen Schwierigkeiten habe ich noch gar nicht gesprochen.

Es müsste zunächst der Beweis erbracht werden, dass das Netzwerk nicht mehr sicher genug sei. Wie soll das gehen? Mit welcher Metrik soll die Sicherheit gemessen werden? Es ist ja nicht die Hashrate die das Netzwerk sicher macht, sondern die Verteilung der Hashrate. Wie soll das gemessen werden? Und vor allem: Wer soll das messen? Und warum sollte eine höhere Blocksubsidy zu einer besseren Verteilung der Hashrate führen?

Mit den gleichen Konsequenzen. Das wäre dann ein Fork.

Inflation würde die Miner auch subventionieren, und zwar viel direkter.

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Wenn das BIP den gegenwert des Tauschguts „Bitcoin“ widerspiegelt, nimmt Bitcoin praktisch die Rolle des sog. „Digni-Geld“ (Prof. Rieck) an. Ich überlege schon länger dazu einen Beitrag zu schreiben, möchte aber vorab das Digni-Geld von Prof. Rieck studieren.

Grundsätzlich habe ich den Eindruck, dass sich Bitcoin unter den o.g. Beobachtungen in die richtige Richtung entwickelt.

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Toll, bin gespannt. Würde mich interessieren, was du da herausliest wenn er schreibt „Maschinen nehmen dem Menschen die Arbeit weg und es bräuchte ein neues Geld“.
Kann dem Titel nichts (noch) abgewinnen.
Da sind wir wieder in der Industriellen Revolution. Der Mensch zieht sich auf Komplexeres zurück.
Empfehle: Heinrich Heine -Die Weber-
Eine Gesellschaft ohne Geld sollte das Ziel sein. Einsicht in die Notwendigkeit.

@Kilian
Mir ist noch eine Metrik eingefallen, wie man den Bedarf nach on-chain Transaktionen abschätzen könnte. Das tut nur indirekt zur Sache, aber ich schreib das trotzdem hier, weil das ja der Dreh- und Angelpunkt ist.

Nämlich: Ab welchem Betrag, welcher Zahlung würdest du (also jeder) deine (seine) Zahlung gerne on chain haben? Mit Sicherheit gibt es einen Zusammenhang zwischen der Höhe des Betrags und einem verstärkten Interesse die Transaktion auf die chain zu bringen.

Ich behaupte das geht spätestens ab einer heutigen Kaufkraft von 100.000 EUR los. Wie viele Transaktionen bei dem Volumen gibt es täglich weltweit? Reicht das? Ich denke schon. Es werden sicherlich ein paar tausend Immobilien pro Tag geswappt, dazu noch Oberklasse Limousinen, etc… Das sollte doch genügen, um die Blöcke zu füllen.

Falls jemand da eine Untersuchung zu kennt, bitte teilen. Also: Anzahl der Transaktionen nach Volumen pro Tag.

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Sorry für die späte Antwort.

Naja, streng genommen muss dies nicht bewiesen werden. Man muss „nur“ die Mehrzahl der Nodes überzeugen, klar, ohne konkrete Beweise wird das schwierig.

Valider Punkt. Ich habe die Sicherheit des Netzwerks allein an der Höhe der Hashrate festgemacht, das ist falsch.
Aber zustimmen würde ich deiner Formulierung so trotzdem nicht. Die Sicherheit hängt nicht nur von dessen Verteilung ab, sondern auch von der Höhe.

Angenommen die Hashrate währe auf jeden Menschen gleich aufgeteilt („optimale“ Dezentralität) aber absolut gesehen nicht sehr groß, dann ist es für eine Entität relativ leicht mehr als 50% der Hashrate zu stämmen.

Es ist also wichtig, dass die Hashrate sowohl hoch, als auch gut verteilt ist.

Wenn die aktuelle Hashrate im Vergleich zum Hashrate Maximum um deutlich mehr als 50% gefallen ist würde ich schon sagen, dass das Netzwerk potentiell gefährdet ist, weil theoretisch Mining Hardware ungenutzt zur Verfügung steht, mit der mehr als 50% der Hashrate erreicht werden könnte.

Die aktuelle Hashrate im Vergleich zum Hashrate Maximum währe also eine mögliche Metrik zur Beurteilung der Sicherheit.
Eine höhere Blocksubsidy würde hier dafür sorgen, dass die absolute Hashrate steigt, weil zuvor unprofitable Miner wieder ans Netz gehen, oder neue effiziente Miner hinzukommen. Dadurch sinkt der prozentuale Anteil den die „schlafende“ Hashrate ausmacht.

Man kann es so wie du Subvention nennen, oder wie Bonti oben Strafzahlung. Oder wie ich vom Bezahlen einer Dienstleistung reden.
Wenn eine reiche Entität mit Verlusten mined ist das auch eine Subvention, ja, aber eine Subvention die nur für eine Entität ist.
Die Blocksubsidy ist eine Subvention für jeden Miner.

Ich würde, wenn die Transaktionsgebühren nicht astronomisch hoch sind, schon viel früher auf On-Chain wechseln wollen. 100k€ sind für mich als Studenten allerdings auch sehr, sehr viel Geld.


Die Diskussion die ich angestoßen habe ist für mich eher theoretischer Natur, denn ich denke auch, dass die Transaktionsgebühren reichen werden/ könnten um das Netzwerk in Zukunft zu sichern. Vorausgesetzt natürlich die Adaption nimmt zu. Ich denke auch nicht, dass man eine Mehrheit finden würde, um eine konstante Inflation mittels BIP umzusetzen.

Ich wollte vor allem meine Gedanken zur Gerechtigkeitsfrage darlegen, ob es fair ist nur den use-case Medium of Exchange zu besteuern und nicht den use-case Store of Value.

Zudem wollte ich zeigen, warum ich die Transaktionsgebühren für einen nicht sehr eleganten Weg zur Finanzierung der Miner hallte. Da die Transaktionsgebühren keine starke Korrelation zur benötigten Sicherheit haben. Dennoch ist es vermutlich der einzig langfristig realistische Weg.

Ich denke @Bontii hat mit BIP in dem Zusammenhang vom Bitcoin Improvement Proposal geredet, nicht vom Bruttoinlandsprodukt.
Dein Statement zu Rieck’s Digni Geld würde mich interessieren. Ich habe das Buch selbst gelesen und war erstaunt, dass ich in diesem Forum keinen Beitrag darüber gefunden habe.

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