Wir brauchen ein besseres Justizsystem

Das Justiz System in Deutschland muss reformiert werden

Prinzip der Höchststrafe durch Additions Prinzip ersetzen

Viele wissen es gar nicht, aber in Deutschland wird man nur für die schlimmste Straftat bestraft, wenn man mehrere begangen hat.
Der Staat gibt einem quasie einen Mengen Rabat, da die Strafen für alles unter der am stärksten bestfatsten Straftat, einfach erlassen wird.
Das sollte man durch das Additions Prinzip ersetzen, wobei jede Straftat unabhängig behandelt wird und alle Strafen hintereinander abzusitzen sind.

Stärkere Strafen für Gewaltverbrechen, Sexualverbrechen und Terrorismus

Sexualdelikte

Vergewaltigung von Erwachsenen sollte statt jetzt 1-5 Jahre, immer MINDESTENS 5-10 Jahre geben.
Vergewaltigung an Jugendlichen (14-17) sollte mindestens 15 Jahre geben.
Vergewaltigung an Kindern unter 14 Jahren sollte mindestens 20 Jahre Haft geben und eine Entlassung sollte danach auch nur passieren wenn der Sträfling einwilligt sich durch einen Medizinischen Eingriff dauerhaft von seinem Trieb befreien zu lassen (Kastration)

**Gewaltverbrechen **

  • Mord solte lebenslänglich mit frühester Entlassung nach 20 Jahren geben (die Umstände sind entscheidend).
  • Totschlag sollte mindestens 15 Jahre Haft geben.
  • Auch wenn (soweit ich weiß) nie in Deutschland (dokumentiert) vorgekommen, sollte es einem Folter Paragraphen geben der je nach Umständen lebenslänglich mit entweder keiner Entlassung oder frühestens nach 15-25 Jahren erlaubt.
    Wenn besonders bösartig, sollten solche Gefangene auch in ein ihrer Person angemessenes Gefängnis gesteckt werden…

Andere Gewaltdelikte sollten alle härter als jetzt bestraft werden.

Terrorismus
Wichtig: Wenn jemand stirbt oder verletzt wird, gibt es seperate Anklagen dafür.
Sollte mindestens 10 Jahre bis lebenslänglich geben.

Straftaten die weniger bestraft /abgeschafft werden sollten

  • Alle Drogenkonsum und fast Besitz Delikte sollten sofort aus dem Stsgb gestrichen werden und solche Gefangenen entlassen werden
  • Fast alle Drogen sollten legalisiert werden
  • Ausnahmen sollte es nur geben wenn die Drogen eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellen.

Jury System

Wir sollten das Jury System einführen um die Unabhängigkeit der Justiz sicherzustellen.
Jeder Staatsbürger kann sich dann auf eine Freiwilligen Liste setzen und aus dieser wird dann zufällig ein Jury Pool aufgestellt.
Beim Jury Pool können dann die Anwälte beider Seiten Befragungen unter Eid vornehmen und ungeeignete Kandidaten entfernen bis sie auf 12 reduziert haben.
Die Juroren sollten für ihren Aufwand und alle entstehenden Kosten fair entschädigt werden.

2 „Gefällt mir“

Und dieses Forum ist jetzt die Lösung davon ? :roll_eyes:

5 „Gefällt mir“

Sollte, sollte, sollte mindestens… Ist einfach deine Ansicht.

Was sind denn deine Gründe und Argumente? Siehst du einfach gerne hohe Strafen?

Meine Gegenargumente sind:

  • Längere Haftzeiten schrecken nur minimal vor Straftaten ab
  • Länger Haftzeiten senken das Rückfallrisiko kaum (oft das Gegenteil der Fall)
  • Längere Haftzeiten kosten den Steuerzahler signifikant mehr

Ich gehe mit, dass man die Gewichtung bei gewissen Staftaten überdenken kann (z.B. Drogen weniger hart zu Bestrafen). Aber ich würde den Fokus meiner Reformen auf die Prävention von Straftaten und die Senkung des Rückfallrisiko legen.

Die Skandinavischen Ländern machen es meiner Meinung nach deutlich besser als die USA. Dies ist mit Daten zu belegen (Prozentsatz der Bevölkerung im Gefängnis & Rückfallrate).

4 „Gefällt mir“

Man sollte vor allem mal Politiker haftbar machen.

Steuerverschwendung sollte bestraft werden wie Steuerhinterziehung.

Das die Staatsanwaltschaft weisungsgebunden ist, ist ein Skandal.

4 „Gefällt mir“

Ich persönlich bin nicht dafür die Strafen zu erhöhen, die sind meiner Meinung nach schon hoch genug.

Was aber in Deutschland nicht passiert ist, dass einige Straftaten überhaupt nicht geahndet werden, andere aber schon. Beispiele hört man zuhauf, wo Menschen mit einer großen Straftatbestandsliste fast sofort wieder auf freiem Fuß sind währen normale Bürger schon für einfache Internetposts hart bestraft werden.

Die Ursachen liegen meiner Meinung nach wie du schon sagst natürlich im System, aber sind meiner Meinung nach nicht einfach mit dem Mittel: “Härter bzw. länger bestrafen” zu beheben. Das Problem ist meiner Meinung nach viel tiefliegender: Mangelnde Gewaltenteilung in Deutschland.


Ich weiß, dass ich für viele immer zu weit aushole, aber ich halte die Begründung für wichtig um die Aussage verstehen zu können:
Warum gibt es überhaupt eine Justiz in einer Gesellschaft bzw. einen Staat? Die Antwort ist ganz klar: Um Gerechtigkeit herstellen zu können bzw. den Machthandel zwischen den Menschen auf eine faire Basis stellen zu können. Und ein fairer Machtaustausch ist nur gegeben, wenn der Handel genauso viel Macht kostet, wie er einbringt. Deswegen die Grundlagen:

Jede menschliche Handlung (eigentlich sogar genereller jede beliebige Interaktion zwischen Objekten) bedeutet einen Machtaustausch, so wie physikalsiche Objekte Energie zwischeneinander austauschen. Es gibt wie in der Physik unterschiedliche Machtformen, statt kinetische Energie, Rotationsenergie, Wärmeenergie usw. sagen wir die Macht über das Essen/Futter, die Macht über Menschen/Tiere oder die Macht über eigene Besitztümer wie Computer, Betten, Tische, Wohnung usw. All diese Objekte sind Machtformen und Besitz über diese Objekte erhöht die eigene Macht weil wir damit die Macht dieser Objekte für das “uns definierte Ich” einsetzen können: mein Körper, meine Familie, mein Staat usw.

Vereinfachen wir diese komplexe Betrachtungsweise und reduzieren Alle diese unterschiedlichen Machtformen auf eine einzige Zahl, dann hat jedes Objekt einen eigenen Machtwert, den man mit dem Machtwert von anderen Objekten vergleichen kann. Dann bedeutet es einfach, dass es mächtigere Objekte gibt und weniger mächtige Objekte. Wenn die Objekte aber miteinander interagieren, dann können sie ihre Macht austauschen. Und bei diesem Vorgang gibt es nur zwei Möglichkeiten: entweder das eine Objekt zieht Macht aus dem anderem Objekt ab, dann wird das eine Objekt mächtiger während das andere Objekt schwächer wird und diese Macht verliert. Das bedeutet es fand ein Angriff statt, dass das mächtiger werdende Objekt gewonnen hat. Das ist zwar evolutionär gut für den Angreifer und damit ein Ziel, das das stärkere Objekt auch anstreben kann, aber auf der anderen Seite evolutionär schlecht für das unterlegene Objekt, was das unterlegene Objekt evolutionär verhindern will. Das ist der Grund, warum es immer solche Machtkämpfe geben wird.

Die andere Möglichkeit des Machtaustausches ist ein fairer Handel. Beide Parteien verlieren dabei eine Machtform und gewinnen die jeweils andere Machtform. Fair ist dieser Handel dann, wenn beide Objekte bei diesem Handel insgesamt so gut wie keine Macht verloren haben. Dann gibt es nämlich den Vorteil für die handelnden Objekte, dass sie ihre gehaltenen Machtformen beliebig ineinander umwandeln können, je nachdem, welche Machtform die handelnden Objekte aktuell gerade für ihr Leben benötigen aber gleichzeitig gibt es auch keine Verlierer bei diesem Handel. Das nennt man auch Kooperation bzw. Arbeitsteilung und bringt genauso evolutionäre Vorteile wie irgendwelche Angriffe zu gewinnen. Dabei muss man aber eben aufpassen, dass die Handel auch wirklich fair sind und nicht doch zu einem Angriff übergehen (ein Apfel gegen z.B. eine Euro kann gerecht sein, ein Apfel gegen 1000€ ist zumindest aktuell nicht gerecht und bedeutet einen eindeutigen Machtverlust für den Käufer und somit einen Angriff)

Ich habe hier explizit von Objekten geredet, denn diese evolutionären Prinzipien der Machtmaximierung gelten nicht nur für Menschen sondern auch für Gruppen von Menschen oder sogar Staaten. Ein mächtigerer Staat hat einfach mehr Vorteile auf der Welt als ein nicht so mächtiger Staat und wird somit tendenziell auch zeitlich länger überleben als der nicht so mächtige Staat.

Aus diesen immerwährenden Machtkämpfen zwischen allen Objekten, insbesondere zwischen den Menschen eines Staates, gibt es also ein Bedürfnis nach Gerechtigkeit. Das Problem eines Angriffes ist nämlich immer, das es ein Verlierer gibt während es bei einem fairen Handel keine Verlierer gibt. Gleichzeitig ist ein Angriff aber immer auch ein Mittel um mächtiger zu werden und somit eine Strategie, die einige Menschen auch immer wählen können.

Wie kann man in einem Staat jetzt also verhindern, dass Angriffe getätigt werden? Generell gar nicht, aber man kann den Anreiz für einen Angriff absenken sodass weniger Menschen überhaupt in Betracht ziehen einen Angriff zu starten und mehr Menschen/Firmen/Staaten den Weg der Kooperation wählen.

Um also von den abstrakten Objekten zurück zu deinem Thema zu kommen: Jeder Angriff auf die Macht zwischen Menschen, egal in welcher Machtform er geschieht, muss entsprechend bestraft werden um diesen Angriff auf die Gesellschaft wieder “fair“ zu machen. Bedeutet: Ein Angreifer darf durch einen Angriff (= Kriminelle Handlung) insgesamt keine Macht dazubekommen, ansonsten ist das ein sehr großer anreizt diesen Angriff immer und immer wieder auszuführen um mächtiger zu werden. Wenn es also mehr Macht einbringt den Angriff durchzuführen und von der “Beute“ etwas an den Staat abzugeben, dann ist die Justiz nicht mehr wirkungsvoll. Wer also einen Ladendiebstahl begeht und als Bestrafung nur die Hälfte dem Staat abgeben muss, der macht diesen Ladendiebstahl in der nächsten Woche wieder… Oder wer andere Vergewaltigen kann und dafür nur ein kleines “dudu“ bekommt, der macht das eben immer wieder.

In solchen fällen ist die Bestrafung also eindeutig zu gering und somit wirkungslos (bezüglich Verhinderung solcher Verbrechen). Bedeutet: Wenn die Gesellschaft es nicht schafft die Opfer mittels Justiz zu “schützen“ müssen sich die Menschen selber vor solchen Angriffen schützen.

Aber das ist eben auch nur maximal die halbe Wahrheit. Denn was man auch sehen muss ist, dass die Justiz selber Machtkosten verursacht. Täter können ja nur bestraft werden, wenn man ihre Schuld nachweisen kann bzw. dass die Gesellschaft überhaupt erfährt, wer irgendwelche Taten begangen hat. (Ohne Beweise haben wir wieder einen willkürlichen Staat wo jeder beliebig durch die Mächtigen gesteuert politisch verurteilt werden kann.) Ein Staat benötigt also Beamte wie Polizei, Richter usw. um die Justiz überhaupt am Laufen zu halten. Eine Gesellschaft muss sich entsprechend entscheiden, wie viel Macht sie für solche Verfolgungen und Bestrafung der kriminellen ausgeben will. Verfolgt sie jetzt mit aller Macht irgendwelche mehr oder wenigen harmlosen Internetposts oder verfolgt sie wirkliche Schwerverbrecher?

Zusammengefasst:
Ein Täter schaut also darauf: Wie viel Macht der Angriff einbringen kann, wie wahrscheinlich wird er bestraft und wie viel würde er bei einer Bestrafung verlieren. Um die Wahrscheinlichkeit eines Angriff zu mindern kann man also die Möglichkeiten der Machtabgabe verringern (also es unwahrscheinlicher machen, dass der Machtkampf gelingt), die Überwachung vergrößern um die Wahrscheinlichkeit der Tätererkennung zu verbessern oder die Bestrafung vergrößern.

Alle diese Punkte haben gesellschaftlich ihre Vorteile aber eben auch Nachteile. Ein großer Nachteil sind eben die Kosten, die man für etwaige Sicherheitswahrscheinlichkeiten ausgeben will bzw. kann.


Wenn man aber nicht nur auf die Einzelmachtkämpfe zwischen Kriminellen und Gesellschaft schaut, sondern darauf, wie die Gesellschaft zusammengebaut ist, dann wirken die gleichen Macht-Prinzipien. Wir haben Objekte wie die Gerichte, das Parlament, die Medien, die Polizei/Armee usw. und natürlich das Volk als Gesamtmasse. All diese Objekte haben eine gewisse Macht im Land und interagieren miteinander, sie tauschen also Macht aus.

Eine Demokratie bedeutet, dass es ein Kräftegleichgewicht (Machtgleichgewicht) zwischen den wichtigen (entscheidenden) Organen gibt. Man sagt auch umgangssprachlich: Die Gewaltenteilung muss gewahrt bleiben. Wenn eines dieser Organe sich also nicht mehr an die Regeln hält oder sonstige Dinge tut, die die Anderen nicht wollen, dann muss es eine Möglichkeit geben, dass all die anderen Objekte im Staat einen Machtkampf anfangen um das widerspenstige Objekt in seine Schranken zu weisen.

Passiert das nicht, dann hat das negative Effekte für den Staat. Denn wenn das Organ weiterhin nicht so funktioniert wie gewollt, kostet es dem Staat aber trotzdem entsprechend Macht. Dann ist das Organ wie ein krimineller Verbrecher oder ein Krebsgeschwür beim Menschen. Es kann einfach als Schmarotzer nebenher leben, solange der Staat sich diese Kosten leisten kann (die er aber nicht für andere Sachen ausgeben kann). Aber sobald es mehr kostet als die Gesellschaft es sich leisten kann geht es mit dem Staat bergab und der Wohlstand (Machtspeicher) der Menschen sinkt ab.

Oder das Organ wird zentralisiert. Bedeutet es verschmilzt zunehmend mit den anderen Staatsorganen. In Deutschland ist die Justiz z.B. nicht komplett unabhängig von der Politik und weisungsgebunden. Damit hat die Politik einen größeren Einfluss auf die Gerichte als nach außen hin gezeigt wird. Und diese beiden orange Politik und Justiz zusammen bilden dann z.B. gegenüber dem Volk wieder eine größere Macht. Wenn jetzt noch die Medien dazukommen oder die Armee als Macht erstarkt wie im dritten Reich,…
Am Ende dieser Entwicklung steht dann ein zentraler Herrscher bzw. einige wenige Oligarchen, die als Regierung über das Volk bestimmen können. Die Regierung hat als einzelnes Objekt dann so viel mehr Macht, dass das Volk jeden Machtkampf gegen die Regierung verliert. Mit dem Machtgleichgewicht der Organe zum Volk ist es dann also vorbei.

Am Ende muss das nichts schlechtes sein und ein Führer kann einem Volk gutes tun, je nachdem wie viel Macht dieser Führer dann aus dem Volk abzieht bzw. wie viel Macht er dem Volk wieder zurück gibt. Aber das Problem einer zentralen Führung ist, dass sie eine große Chance hat in ihrer eigenen Blase gefangen zu werden und somit nicht mehr Politik für das Volk zu machen sondern Politik für sich selber. Bedeutet, dass das Volk immer weiter verarmt und diese Regierungen damit prozentual immer mehr dem Volk wegnehmen müssen um ihre eigenen Angelegenheiten bezahlen zu können und erst wenn das Volk sich ihre Regierung als “Schmarotzer” nicht mehr leisten kann geht so ein Staat unter. Ist die Regierung aber gut, dann kann ein Land lange und gut leben…


Worauf ich hinaus will ist: dass es nicht einfach damit getan ist ein zwei Stellschauen in der Gesellschaft umzustellen. Du schlägst ein mikrodirigistisches Herumdoktern am System vor, was ja auch eventuell in die richtige Richtung gehen kann. aber solange das darüberliegende System nicht bereit ist für solche Änderungen, solange wirst du auch solche Reformen nicht gegen das System durchsetzen können.

Das ”Prinzip der Höchststrafe durch Additions Prinzip ersetzen” bringt nur etwas, wenn Straftäter überhaupt ersteinmal vor Gericht gestellt werden. Wir müssen also meiner Meinung nach ersteinmal überlegen, wohin unsere Justiz sich entwickeln soll. Wollen wir jede kleine Kneipenschlägerei juristisch behandeln und damit die Gerichtszeiten enorm erhöhen oder wollen wir uns auf die schweren Fälle konzentrieren? Ich meine wenn Milliarden versemmelt werden können und die Gerichte diese Prozesse nicht zeitlich vor der Verjährungsfrist schaffen aber Hausdurchsuchungen für Fälle unterhalb der Strafbarkeitsschwelle angewendet werden, dann läuft was ganz anderes Schief, was nicht mit höheren Strafen durch Additionsprinzip gerade gebogen werden kann.
Das gleiche gilt meiner Meinung nach generell für “Stärkere Strafen für Gewaltverbrechen, Sexualverbrechen und Terrorismus“. Klar kann man darüber diskutieren, aber solange wir grundlegendere offene Probleme in der Justiz haben sollten wir meiner Meinung nach erstmal um die wichtigeren Dinge kümmern (wenn wir das auch mal tun würden…).

Eine Reform, wie die Gerechtigkeit dann wirklich gesprochen wird, kann meiner Meinung nach gut tun, muss aber nicht. Ein Richter hat eben den Vorteil, dass er relativ kostengünstig ist. Für jeden Fall erstmal eine komplette Jury dazuzuholen kann eben sehr teuer werden. Ich meine will sich eine Gesellschaft für jeden kleinen Ladendieb eine Jury von vielleicht 12 Leuten leisten, die für so einen Fall einen Tag lang nicht mehr ihrer eigentlichen Arbeit nachgehen können (12 Tagesarbeiten verloren) und somit nichts anderes produzieren? Für größere Fälle kann es aber durchaus sinnvoller sein, wenn da nicht nur ein einzelner zentraler Richter über die Machtfrage entscheidet.
Das eskalierende System, wie wir es haben halte ich schon für sinnvoll, dass man nach dem ersten Richterspruch eine höhere Instanz anfragen kann. Und jede Instanz kann ja eigene Gerichtsbarkeitsregeln bzw. entsprechende kosten haben.

Generell ist es aber meiner Meinung nach sinnvoller, erstmal in Deutschland wieder generell das Machtgleichgewicht wiederherzustellen z.B. durch Volksabstimmungen. Das ist ein sehr einfaches Mittel um die Macht des Volkes gegenüber allen anderen Staatsorganen wieder zu stärken und ist somit ein Kontrollmechanismus, nicht nur für die Justiz sondern auch für alle anderen Machtungleichgewichte im Staat.
Und erst wenn wir das Machtgleichgewicht wiederhergestellt haben, dann könnten wir uns um die Feinjustierung bzw. der Bewertung der nötigen Strafen kümmern.

Also klar hast du recht, dass es dem Staat doch egal sein kann, wie viel sich ein Junkie selber an Drogen verpasst, man muss ja keinen Einsperren weil er sich selber geißelt. Aber das ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein der nötigen Justizreformen, die wir benötigen würden. Und immer müssen wir schauen: Bringt die Reform wirklich etwas gegenüber den Kosten, die wir durch diese Reform danach haben. Denn jede Reform bringt eben Gewinner aber auch Verlierer hervor, jede Reform ist ein Machtkampf. Und nur wenn eine Reform mehr Menschen zu Gewinnern macht als sie an Verlierern produziert, dann bringt die Reform die Gesellschaft weiter, ansonsten ist die Reform ein Rückschritt. Das Leben ist eben kein Ponyhof.

Es ist ja auch in der Offtopic Kategorie, in der selben Kategorie in der auch haufenweise andere riesige Threads gibt die nichts mit Bitcoin zu tun haben.

Sicher?
Also wenn man 2 bis auf diesen Punkt komplett identische Gesellschaften hat.
In der einen kostet Müll auf den Boden schmeißen 20€ und in der anderen 2000€, wo denkst du liegt weniger Müll?

Man kamm die Häftlinge ja arbeiten lassen

Nicht weniger hart, sondern gar nicht mehr.
Und auch die absurden Regulierungen für legales Weed abschaffen.

Und wenn es nur darum geht Geld zu sparen:
Eine 9mm Patrone, ein Schütze und ein Tatortreiniger wären für Mörder, Kindersc***** und Terroristen die billigste Lösung.
Danach dann direkt zur Organspende und man kann sogar noch Leben damit retten.
Rückfallquote: 0%

Hört sich immer gut an. Aber wer trifft dann noch eine Entscheidung?
Stell dir mal einen Politiker oder Minister als CEO einer FIrma vor. Wenn du ihm sagst: also wenn deine Entscheidung zu einem guten Ergebnis führt, dann loben wir dich, aber wenn wir damit Verlust machen, kommst du ins GEfängnis.

Wer würde da noch eine Entscheidung treffen? Das würde zur Totalblockade führen.

Und das nächste ist: wenn eine Mehrheit für ein Gesetz stimmt … wen möchtest du dann belangen? Alle, die dafür gestimmt haben? Oder auch die, die sich enthalten haben?

Du siehst: klingt erstmal gut, aber wenn man zu den Details kommt, wird es schwierig.

1 „Gefällt mir“

Ja, aber Du schlägst einfach nur höhere Freiheitsstrafen vor.
Das hat nichts mit einem besseren Justizsystem zu tun.
Die Frage nach Strafe ist ein wenig komplexer..

1 „Gefällt mir“

Was du nicht verstehst ist, dass es erst einmal eben nicht um so etwas geht:

Es geht doch gar nicht darum jemanden zu bestrafen wenn eine Entscheidung zu einem Misserfolg geführt hat oder nicht das geplante Ziel erreicht wurde. Vielmehr aber um bewusste Veruntreuung von Steuergeldern oder offensichtlich verschwenderische Ausgaben. Das sind Dinge die können VOR der Ausgabe von Geldern geprüft werden.

Vor etwa einem Jahr wurde vom Bund die Entwicklung von Computerspielen gefördert. Dabei wurde ein Klon des Spiels „Snake“ mit 180.000€ gefördert. Da fragt man sich, wer da überhaupt das OK für gegeben hat. Was wird da konkret gefördert? Solche Förderungen sind absolut unverhältnismäßig. Und das ist nur ein Beispiel welches mir gerade zufällig einfällt. Wenn man sich mal hinsetzen will, dann findet man sicher noch gut ein Dutzend mehr Beispiele von verschwendeten Steuergeldern für irgendwelche Bauprojekte, IT-Projekte oder sonstigem…
Und DA sollte angefangen werden… werden solche Verschwendungen oder Veruntreuungen klar, sollten die verantwortlichen persönlich dafür haften. Und da reicht nicht das Maß wie es heute bloß der Fall ist, dass man als Politiker dann seinen Rücktritt bekannt gibt oder dergleichen.

Wie wäre es, wenn wir bereits existierende Strafrahmen zunächst mal anwenden?

Ich höre in letzter Zeit häufig, dass Gewalt-Verbrecher in kürzester Zeit wieder auf freiem Fuß sind. Mich würde dabei interessierten, wie die Begründung in jedem einzelnen Fall ist, und wie sich der Begründer verantworten muss, wenn es bei selbigem Verbrecher zu erneuten Gewalttaten kommt.

Ziel müsste sein, Gewalt-Verbrecher nur noch derart selektiv auf freien Fuß zu lassen, dass die Gefährdung der Bürger nahe Null ist.

3 „Gefällt mir“

Das wichtigste in D wäre erstmal, die Weisungsgebundenheit der Staatsanwälte zu beenden. Das würde die Anzahl der politischen Verfahren deutlich reduzieren (Recht und Gesetz dürfen der einzige Maßstab sein), und der Gewaltenteilung wäre man ein Stück näher.

Das nächste wäre die Art und Weise, wie Richter ernannt werden. Aktuell sehen wir das Gezerre um die Verfassungsrichter, m.M. nach eindeutig Parteipolitik. Wirklich demokratisch wäre, für solch ein hohes Amt das Volk abstimmen zu lassen.

3 „Gefällt mir“

zumindest Absatz sollte allhemein bekannt sein.
Gewisse Kreise bauen direkt darauf!

Andererseits, ob eine Addition wirklich Wirkung entfaltet?
Wirkt es in den USA, dass da Strafen von tausenden von Jahren zusammen kommen?
Wirkt die Todesstrafe wirklich abschreckend? Nicht nur in den USA, weltweit?

Dem steht allerdings tatsächlich entgegen, dass Strafmaße seht gering ausfallen, dass komplizierte Fälle oft mit „Auflagen“ geahndet werden, somit nicht als Verurteilung und Vorstrafe gelten.

Das Justizsystem muss wirklich reformiert werden. viele Verfahren könnten durch Mediatoren und freiwillige Gerichtsbarkeit erledigt werden, es muss nicht jeder :poop: vor öffentlichen Gerichten ausgurteilt werden.
Andererseits täte es der Gerichtsbarkeit gut, wenn sie sowohl technisch, als auch personell besser ausgestattet würde.

Übernimmst du die Durchführung dann? Und übernimmst du dann auch die Verantwortung wenn im Nachhinein heraus kommt, dass jemand zu unrecht des Mordes angeklagt und hingerichtet wurde?

Hoffe doch nicht, dass du jemand anderen diese Last aufbürgen möchtest.

… *verurteilt" wurde …

Er muss nicht mal der „Verurteiler“ (Richter) sein, der im konkreten Fall nur das Gesetz befolgt, sondern nur der, der die Vollstreckung anordnet.
Und jetzt gucken wir wieder mal in die USA, da gibt es viele Verurteilungen.
Vollstreckungen werden dort sehr gerne von Politikern aus rein politischen Gründen, insbesondere vor Wahlen angeordnet.

Oder Staatsanwalte wählen wie in den USA

Was genau hat das mit meiner Aussage zu tun? Ich störe mich daran, dass @Bitcoin_Maximalist so pasuchale Aussagen tätigt. Wenn du plötzlich wieder die Todestrafe einführst, zwingst du jemanden die Vollstreckung durchzuführen - ergo Mord. Nicht im rechtlichen Sinne, aber jemand muss den Menschen gezielt töten.

Das ist mein Problem mit den “endgültigen” Strafen. Sollte sich herausstellen, dass das Urteil falsch war (wie oft genug im Falle der Todesstrafe in den USA), was machst du dann? Dumm gelaufen. Zwangskastration bei Vergewaltigern fand ich auch mal ganz toll. Ist zwar nicht so drastisch, aber geirrt haben möchte man sich da ebenso.

mit manipulierten Wahlen? :smiling_face_with_sunglasses:

Man würde jemanden finden der kalt genug ist.

Natürlich brauchen wir auch sichere Wahlsysteme