Wie tracked ihr bezahlungen mit BTC?

Hallo,

eine Frage an alle die BTC auch als tatsächliches Zahlungsmittel verwenden, wie tracked ihr eure Ausgaben in Bitcoin?

Insb. wenn man die Coins länger als 1 Jahr hält, ist es ja erstmal auch kein Steuerliches Event.
Aber wie würde man nachweisen - z.B. wenn das Finanzamt mal fragt falls sich die Rechtslage in einigen Jahren ändert - das man keine Kontrolle mehr über die Coins hat?

Gerade bei kleineren Anschaffungen insb. im privatbereich gibts ja nicht immer ne Rechnung bzw. ich hebe ja auch mit Fiat nicht jede Kaffe ToGo Rechnung auf.

Schöne Grüße

Ich handhabe es so:

-kaufbelege aufbewahren

-alle Transaktionen in CoinTracking eintragen

-Ausgaben in CoinTracking (wie bspw. Für einen kaffe) als Ausgabe deklarieren.

Ich handhabe das so:

  • Privat niemals vorauseilenden Gehorsam begehen.
  • Ich lasse private Bitcoin ein Jahr lang abhängen, und verwende sie dann wie Bargeld
  • Wenn mich jemand fragen sollte, wem ich welchen Geldschein /utxo gegeben habe, schaue ich ihn an als müssten wir die Jungs mit den weißen Turnschuhen rufen.

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Genau so. Bzw. wenn ich aus der Blockchain einen Transfer von 50 EUR auf mein All-Day-Lightning-Wallet sende für Kleinkramausgaben, mache ich nicht für jeden Cent eine Buchung in CT auf, sondern gebe einmalig 50 EUR als Ausgabe ein.

Ist aber eben nicht wirklich korrekt.

Tatsächlich sollte man für jede Buchung auch einen Eintrag in CT haben. Geht ja mittlerweile auch automatisch, bzw über csv-Exports.

Aber wozu? Warum nicht 1 Jahr warten, und dann GARNICHTS mehr tracken?

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Mit dem Aufwand wird sich BTC nicht als Zahlungsmittel durchsetzen

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Das geht größtenteils automatisch. Mit Blockpit.

Ist aber eben nicht wirklich korrekt.

Hast du dazu irgendwas handfestes?

Gar nicht.

Zum Ausgeben nehme ich Coins die älter als 1 Jahr gehalten sind und deshalb Steuerfrei.
Außerdem läuft vor der Ausgabe alles durch mindestens 1 Custodial Anbietee und einen Coinjoin um die Privacy zu schützen, oder einfach per Lightning.

Man kann nicht beweisen das man Coins nicht mehr hat, man könnte ja immer irgendwo einen private Key haben, das negativ davon kann man nicht beweisen.

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Einfach über Custodial Zwischen Instanz, Coinjoin oder gleich Lightning arbeiten

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ich warte auch 1 Jahr und dann kann ich die BTC problemlos nutzen. Warum alles so kompliziert machen?

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genau. Wenn man nachweisen kann, dass man mind. 1 Jahr im Besitz der BTC war, würde ich auch sagen, dass man nicht jeden Einkauf mittracken muss.

Es ging mir eher drum, dass wenn man seine “Geldbörse-Wallet” regelmäßig auflädt und dann eben diese Sats ausgibt, dass man hier steuerbare Vorgänge auslöst.

Mit UTXO Management einfach Coins in die “Geldbörse-Wallet” zu schieben, die über ein Jahr alt sind ist der Weg.

Genau. Das kann man bei mir onchain. Bitcoin kommen bei mir auf „Reifungs-Wallets“. Nach einem Jahr kommen sie irgendwo anders hin :slight_smile: von wo sie beliebig verwendet werden.

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Ich nutze Blockpit und finde das es echt gut gemacht und verständlich ist. Man kann enweder alles manuell eintragen, oder per csv. Datei hochladen. Oder wenn es die Wallet zulässt (z.b. bei Bitvavo geht es) per API. Verknüpfung mit einem Klick syncronisieren lassen.

Man zahlt zwar für die Lizenz (bei mir 80Euro mit Rabattcode für ein Steuerjahr die Basis Lizenz, was völlig ausreicht für meine Transaktionen im ganzen Jahr) aber bin damit lieber auf der sicheren Seite, wenn das Finanzamt dann was verlangen sollte.

Und Vergesst nicht :

Ab dem 01.01.2026 wird jede Transaktion EU weit der Behörde oder FA direkt gemeldet. Egal ob Verkauf oder Kauf.
Klar muss man den Kauf nicht sofort melden. Aber wenn dann halt die Nachfrage kommt, dann müssen wir die Kake nachweisen und vorzeigen, auch wenn die 1 Jahr haltefrist vorbei ist.

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Genau das…

Wo kommen wir denn da hin, wenn du dir schon Jahre vorher Gedanken machst wie krass autoritär ein Land werden müsste um derartige Nachweise zu verlangen. Das Problem hat Bitcoin bereits gelöst indem du damit flexibel bist und dir niemand eine Wegzugsbesteuerung auferlegen kann. Bevor ich in so einem Land leben und steuern bezahlen würde, würde ich es eher schleunigst und am besten bevor es zu autoritär wird mit all meinem Vermögen still und heimlich verlassen.

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Aber leider ist das eben nicht bei jedem so einfach. Einer mit Familie und seinem gewohnten Umfeld kann dann nicht einfach so mal alles liegen lassen und in ein nicht EU Land abhauen.

Deswegen muss man das System und die momentane Lage einfach nutzen wie es ist. Und das ist in Deutschland nun mal einfach 1 Jahr alles halten. Dann hast du auch nichts zu verheimlichen, kannst alles nachweisen und es kann dir niemand ans Bein pinkeln geschweige denn Steuern dafür abdrücken.

Du hast IMMER etwas zu verheimlichen, und sei es Deine Privatsphäre.

Onchain ist ja sicher gestellt, dass ich Bitcoin erst anpacke, nachdem sie 1 Jahr bei mir „abgehangen“ sind… kann ich jeder Finanzverwaltung nachweise, einfach per Link auf den https://mempool.space.

Mehr brauchts nicht.

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Und warum ist das nicht korrekt? Ich habe 50 EUR als Ausgabe erklärt. Wenn ich diese dann für mich in Stückelungen ausgebe ist das eher mein Problem, weil ich das als komplette Ausgabe bereits vorab deklariert habe.

Nicht korrekt ist es dann, wenn die von dir als Ausgabe deklarierten Bitcoin noch der Haltefrist unterliegen würden. Ergo, noch kein Jahr von dir gehalten worden sind.

Ansonsten trifft das zu, was Katja sagt.