Wasabi - Auszahlung eingefroren

Hallo,

nach diesem Artikel stellt sich mir die Frage, wie die Börse wissen kann, dass die Empfangsadresse von Wasabi/Coinjoin kommt. Wie er in Facebook schreibt, hat er NUR eine Adresse („bc1…) angegeben.

Kann mir das jemand erklären?

Viele Grüße

Harro

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Ich hab mich dort nur grob eingelesen, aber sie konnten es wohl anhand von den festen Fees feststellen die Wasabi eingestellt hat.
An einer Lösung wird wohl gearbeitet. Ist aber dennoch ein Unding und absolute Zensur!

Wenn jede Börse Ein- und Auszahlungen von gemixten BTC ablehnt, werden wir ein Zweiklassen-BTC bekommen. Die gemixten werden ihren Wert zum Teil verlieren, da kaum noch zu Fiat wechselbar.
Momentan wäre ich vorsichtig, BTC zu mixen. Das würde ich erst einmal beobachten.

Letzte Nacht im Telegram:

Frage von Marty: „Hey, ich hätte mal eine frage : wenn man an einer exchange bitcoin gekauft hat, wo man seinen ausweiß angegeben hat, ist man ja mit bitcoin nicht mehr anonym unterwegs, da habe ich mich gefragt, ob man diese bitcoin dann theoretisch in einen privacy coin tauschen , damit eine anonyme Transaktion machen und dann wieder anonym bitcoin davon kaufen kann um die bitcoins zu anonymisieren?“

Antwort von Gustav-Erwin: "Kannst auch einfach einen bitcoin mixer verwenden.

Kann dir leider aktuell noch keinen empfehlen, aber nach Weihnachten werde ich auch anfangen meine btc und Eth (bzw. Alle erc20 Token) zu anonymisieren"

Antwort von mir: "Auch wenn man sie „anonymisiert“ man weiß trotzdem durch die Verifizierung, dass du theoretisch eine bestimmte Menge an Bitcoin besitzt.

Um zu beweisen, dass man keine Bitcoins mehr besitzt muss man zuerst auf Legale Wege wieder verkaufen = quasi ein Nachweis dafür, dass man keine Besitzt.

Anonym ist man nur dann wirklich wenn man auch anonym Bitcoin gekauft hat, alles andere ist nur ein schmäh und diese „Coin-Mixer“ dienen ausschließlich nur innerhalb des Netzwerkes.

Im Prinzip kann der Staat auch irgendwann hergehen das Exchanges gezwungen werden Anonyme Coins von Kunden ohne Nachweis woher sie die Coins her kommen/gekauft haben nicht mehr verkaufen dürfen.

Sprich Automaten wird es so in dieser Form wie sie jetzt sind auch bald nicht mehr geben."

Video Antwort

Ist es nicht grundsätzlich besser Monero bspw. über Anycoindirekt zu kaufen und diese dann über https://xmr.to/ an eine neue Bitcoinadresse zu transferieren/zahlen?
Dann habe ich quasi die Bitcoin bei xmr.to gekauft die aber nicht mit mir in Verbindung gebracht werden können.

Ist es nicht auch möglich schon gemixte CoinJoin Bitcoins von Anycoin oder Bitwalla zu erhalten? Von irgend jemand haben die Anbieter ja auch ihre Kryptowährungen.

Was macht eine Wasabi-Adresse so einzigartig?

Bei der Privacy analysis auf https://blockstream.info steht auch nur „Possibly a CoinJoin transaction“ was auf Deutsch „Möglicherweise eine CoinJoin-Transaktion“ bedeutet.
Das wäre ja verherend, wenn vermeintliche anonyme Bitcoins sich nicht mehr in Fiat tauschen lassen würden.

Bitcoin anonym kaufen – Ist das noch möglich?
https://www.btc-echo.de/bitcoin-anonym-kaufen-ist-das-noch-moeglich/

  1. Also… um mal die Frage zu beantworten:

@anon95444098 Binance konnte anscheinend herausfinden dass es Wasabi war, weil die Wasabi Wallet eine feste Change-Adresse verwendet. Die Wasabi-Jungs wurden anscheinend von anderen Privacy-Wallets (z.B. Samourai) ziemlich dafür verarscht so nen Fehler gemacht zu haben.

  1. @romfis Sehe ich ganz genau so!

  2. @AnarCHija
    Naja… grundsätzlich kannst du das so machen, aber dann ist halt trotzdem bekannt dass du Monero gekauft hast, aber dass du sie dann in BTC getauscht hast wäre anonym, ja.

Ja das ist natürlich möglich, bereits gemixte BTC bzw Satoshis zu erhalten, das hast du gut erkannt. Genauso ist es möglich Coins zu erhalten die aus illegalen Aktivitäten stammen, man spricht dann von „tainted Coins“.

Wie bereits oben an @anon95444098 geschrieben, konnte die Wasabi Wallet anscheinend durch die feste „Wechselgeld-Adresse“ (an die die nicht ausgegeben UTXOs zurückgesendet werden) identifiziert werden. Ich denke das Team wird diesen „bug“ aber sicher bald beheben.

Grundsätzlich können CoinJoins (noch) relativ leicht als solche identifiziert werden, da die Outputs zu gleichen Teilen auf viele Transaktionen aufgeteilt werden etc. was natürlich schnell verdächtig wirkt und dementsprechend erkannt wird. Aber auch hierfür wird bereits an Lösungen gebastelt.

Privatsphäre in Bitcoin steckt noch in den Kinderschuhen, ich bin mir sicher dass da in Zukunft noch viel kommen wird :slight_smile:

Im Prinzip könnte jeder PrivateCoin ohne Nachweis woher dieser genau herkommt verboten werden. Also aus Interesse des Bitcoins würde ich da genau überlegen ob man dem Bitcoin diese Option nachreichen soll sonst sehe ich bald den BTC auf der Verbotsliste der Exchanges.

Derzeit ist es so das alles nachverfolgbar ist woher ursprünglich die Coins/Geld herkommt, wenn dieses verschleiert wird mit einer Private-Option oder durch Coinmixer dann sind diese irgendwann nicht mehr verkaufbar auf Exchanges, privat unter den Usern noch eher aber auf Dauer will sie dann eventuell auch keiner mehr haben, weil man sie unterumständen schwer los wird.

Deswegen müssen Exchanges auch dezentral werden. Das ist doch wieder ein perfektes Beispiel für Zentralisierung.
Bitcoin ist genau dafür erschaffen worden um sowas zu verhindern… also macht euch nicht ins Hemd, das wird schon alles :wink:

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Wie lange noch? :wink:

First unveiled by Bitcoin Core developer Greg Maxwell in January 2018, Taproot offers a new degree of privacy by making all transactions – no matter how complicated – appear the same to observers of blockchain data.

Und weiter? Was nützt eine dezentrale Exchange, wenn man beim BurgerKing nicht bezahlen kann, weil keine anonyme Coins angenommen werden dürfen?

Dezentrale Exchanges bedeutet nur User mit anderem User zu handeln ohne Zentrale stelle wo man auch anonym handeln könnte. Da helfen keine Dezentrale Exchanges weiter was das Thema angeht außer von den üblichen Exchanges aber nicht dort wo es die Usecases geben soll, weil dort dürfen sie dann nicht angenommen werden, wenn man sie nicht zurück verfolgbar sind.

Beispiel:
Man geht zur Bank und klaut dort „Anonym“ 500€ Geldscheine aber sie werden durch eine rote Farbe „markiert“ keiner wie zum Beispiel der Handel nimmt sie mehr an.

So ähnlich könnte man es mit anonymen Kryptowährungen durchziehen.
Technisch sicher Möglich in nur wenigen Sekunden prüfbar.

Wie kann ich meine tainted Coins und gecoinjointen Bitcoins [sic!] erkennen und die Farbe abwaschen? Es kann ja nicht seine das ich bei Anycoin oder Bitpanda solche verschmierten Coins bekomme und dann nicht mehr gebrauchen kann. Wie kann ich die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen legen? Aussortieren? Reklamieren? Nachweisen?