Was ist eigentlich Sozialismus, kann er funktionieren oder ist er sogar notwendig?

Würden Arbeiter die Macht über die Produktionsmittel hätten Panzer bauen, wohlwissend, dass sie oder ihre Kinder dann damit zur Front fahren müssten?

Der erste Schritt ist Bewusstsein. Alles was man braucht ist Organisation. Alle lohnabhängig Beschäftigten hätten die Macht. Auch für eine völlig friedliche Änderung. Aber sie sind eben gespalten und vereinzelt usw.

Deswegen predigt man ja auch den Radikalindividualismus, verteufelt das Kollektiv und kauft die Menschen mit dem ganzen Konsumblitzerglitzerscheiss.

…da bin ich da voll bei dir.

Nach dem Motto:

Stell die vor es ist Krieg und keiner geht hin !

Ich bin nicht (mehr) besonders gläubig, aber hier bete ich wirklich, dass wir es nicht mehr erleben müssen.
An dieser Stelle finde ich es mal ganz passend, ein Buch zu erwähnen, habe ich in 5 Jahren schon zum zweiten Mal gelesen: Bis das Auge bricht: Als MG-Schütze im Feuersturm der Ostfront 1943-45

Kann man sich aus unserer Sicht in der heutigen Zeit nicht vorstellen, was die Jungs da; teilweise erst 16 Jahre alt leisten mussten, egal auf welcher Seit man stand.

Bis zum Ukrainekrieg dachte ich wirklich, diese ALTE ART DER KRIEGSFÜHRUNG wird es zumindest in Europa nicht mehr geben, aber…seit über 4 Jahren läuft es da ähnlich wie vor 80 Jahren, mit der Technik von heute aber noch gezielter !

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Meine Kritik richtet sich auch nicht gegen Einzelpersonen die vom Kapitalismus profitieren, sondern gegen das System selbst das diese Ungleichheit generiert.

Leider ist es aber so das diese politische Macht implizit ist. Lobbying ist zwar schlecht und muss unterbunden werden, aber es ist einfach die direkteste und offensichtlichste Form von Einfluss.

Was viel subtiler ist, ist die passive Beeinflussung. Dadurch das wir alle abhängig sind vom Kapital, sind wir immer durch Kapitalentzug erpressbar. Wenn wir nicht xyz machen dann zieht die Firma weg, baut der Milliardär xzy seine Firma nicht hier sondern in China, etc. Denkt doch an die Arbeitsplätze!!

Niemand hat jemals das Argument gemacht das die Arbeiter weg ziehen wenn die Steuern auf Arbeit von 20-50% nicht auf 5% reduziert werden. Bei den Steuern auf Kapitalerträgen passiert das aber ständig, weil das Geld dort viel dichter ist haben sie implizit mehr Macht und die politischen Entscheidungen sind damit automatisch immer in ihrem Interesse.

Mit dem Gedanken muss man sich mal politische Diskussionen anschauen. Das fällt einem dann immer auf.

Das Problem ist halt komplett gelöst wenn das Kapital in einer Genossenschaft ist. Hat zum Beispiel hier noch nie jemanden interessiert was die Raiffeisen Bank über die Eigenkapitalerhöhung denkt, weil die gehört den Kunden und die haben auch ein Interesse daran das die Bank stabil bleibt. Aber für die UBS korrigiert man das wieder nach unten und schaut weg weil die drohen immer gleich damit in die USA abzuwandern.

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Ja, schön willkürlich gezogen der Strich. Was war denn nach den 2000er nochmal los, dass es da z.B. in Rumänien einen krassen Einbruch gab?

Oder in Bulgarien während der 90er noch? Auch ein Einbruch.

Da hat wohl nach der Wende erstmal der unregulierte Kapitalismus gekickt…

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Selbst manipuliert das es möglichst krass aussieht oder nur drauf reingefallen?

Das es bei 2019 aufhört ist sicher auch komplett unabsichtlich. Der Einbruch da war beim Zielpublikum ja ein Hoax.

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Also ich weiß eines recht genau:

Die Historie kennt ständige Bewegungen und Gegenbewegungen. Also ständig These, Antithese, Synthese bzw. These und so weiter. Also die Eigentumsverteilung ist eine Konstante (mit Pausen hier und da usw.) und ebenso konstant sind die Umstürze usw. weil die Ungleichheit irgendwann zu krass wurde.

Was ich natürlich nicht weiß, wie man das durchbrechen kann. ;)

Aber ich weiß eben, dass diese Durchbruchsversuche zwingend immer wieder auftreten, so lange es diese Eigentumsverteilung usw. gibt, weil das die Ursache ist. Unabhängig vom Geld mit dem die Menschen tauschen.

Wer in diesen Zusammenhängen nur das Geld zum Thema macht, der will vom Eigentum und von der Ursache ablenken.

Nur weil du mehr Daten von vor 1960 und nach 2019 zeigst, was Ändert sich an der Aussage des ersten Bildes, dass die Lebenserwartung der Ostblockstaaten nach 1990 drastisch angestiegen ist, während sie deinen Daten nach seid dem 2ten Weltkrieg nicht so stark angestiegen ist wie vorher? Zusätzlich zeigt du auch Daten, die nicht vom Ostblock betroffen waren die zeigen, dass die Lebenserwartung in diesem „Westen“ kontinuierlich angestiegen sind während die „Oststaaten“ stagnierten.

Wo sind also die „Fakenews“ auf die man reingefallen sein soll? Deine Daten bestätigen es doch nur, verschleiern die von @Achse gezeigten Daten durch mehr Rauschen nach rechts und links.

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Weiß auch nicht, was er damit zeigen wollte. Vor allem immer diese großkotzige Art und Weise. Scheint ja irgendwie tief zu sitzen, der Frust.
Aber selbst seine durch die erweiterte Zeitachse geglättete Darstellung zeigt immernoch sehr gut, wie sich die westlichen, marktwirtschaftlichen Staaten ab den 70ern besser entwickelt haben.
Aber du weißt ja, am Sozialismus kann es nicht gelegen haben, denn es war ja keiner…

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Das Bild und die Skalierung von Achse sind absichtlich so gewählt um einen extrem krassen Anstieg vorzugaukeln, was im Kontext der ganzen Daten halt Bullshit ist. Aber ihr lasst euch offenbar gerne verarschen solange es dem eigenen Narrativ hilft

Es sind die selben Daten falls das nicht offensichtlich war? Nur die Darstellung ist anders.

Der Punkt von meinem Post war nicht zu zeigen das es dieses Plateau nicht gab, sondern wir extrem manipulativ die Grafik von Achse ist im weiteren Kontext.

Hat damit zu tun das der Westen der schon vorher sehr viel weiter entwickelt war, diese Länder komplett isoliert, unterwandert, sabotiert und ständig bedroht hat um die Ausbreitung der Kommunismus mit allen Mitteln zu verhindern. Nennt sich der kalte Krieg, der kam nicht vom Osten aus, der kam aus dem Westen.

Unter diesem ständigen Druck und abgeschnitten vom Rest der Welt wurden halt mehr Ressourcen in die Verteidigung gesteckt und nicht in die Medizin.

Kontext ist für dich Rauschen? Ok :man_facepalming:

Die Daten von Russland hat man wohl unabsichtlich weg gelassen weil das beim wechsel in den Kapitalismus nach unten geht.

Ah stimmt, am Kapitalismus kann es nicht gelegen haben, denn es war ja keiner…

Tolle Projektion

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Was wundert Dich daran, dass nach einer völligen, sozialistischen Pleite erst mal alles platt ist? Besonders beim vorherigen Hegemon?

Putin gilt nicht als Kommunist :slight_smile: und die Lebenserwartung ging unter ihm höher als sie jemals davor war. Und sie stieg steiler als in Deutschland.

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Exakt.

Schönes Beispiel wieder für die selektive Wahrnehmung.

Da fällt mir immer dieses Beispiel ein:

Der Grund, warum Putin so gefeiert wird/wurde, ist schlicht, dass er vieles von dem unregulierten Kapitalismus und dem Ausverkauf Russlands nach der Wende und befördert durch den betrunkenen Tanzbären Jelzin wieder abgewickelt hat und seine Oligarchen unter Kontrolle hat.

Muss man nicht mögen, ist sicher auch nicht perfekt usw., aber in Russland können die Kapitalbesitzer eben nicht machen was sie wollen und selbst keinen Kugelschreiber klauen. ;)

Also vieles was in Russland seit Putin geschieht und am Ende auch der Ukrainekrieg ist Reaktion auf den Kapitalismus/Neoliberalismus der nach der Wende aus dem angelsächsischen Raum Richtung Osten schwappte.

Erst gefeiert, dann verteufelt, als die Menschen sahen, was das wirklich ist. Und jetzt entwickeln sie eben ihren eigenen.

Natürlich sieht man das Plateau auch in deinen Daten. Worüber reden wir hier eigentlich?

Wie gesagt: Du blendest die West-Staaten mit ein und die überdecken damit nunmal das Plateau. (Und lieferst damit sofort sogar weitere Daten, die die Aussage von @Achse belegen, dass der Ostblock sich schlechter entwickelt hat.)

Und klar hat @Achse einen Fokus gebracht und damit andere Daten weggelassen um die Korrelation zu zeigen, die in den Daten vorhanden ist. Und wenn du auf einmal alle anderen Daten hinzu ziehst, dann wird diese Korrelation eben überdeckt → genau das war scheinbar deine Absicht.

Mal so gesagt: Ich kann dir auch jede eindeutige Korrelation vernichten, wenn ich nur genug andere Daten da mit einstreue… Und genau das hast du hier getan.

Ja vielleicht, aber der Osten hatte mehr oder weniger die gleichen Startbedingungen nach dem 2ten Weltkrieg. Woran liegt es nur, dass dieser sich nicht so stark entwickelt hat wie der Westen?

Aber das ist ja nicht, was du an der eingangs gezeigten Grafik bemängelt hast.

Nein, Kontext ist wichtig, aber was hat dein gegebener „Kontext“ von 1800 oder Kontext der Corona-Zeit damit zu tun, dass der Sozialismus in den gezeigten Ländern die Lebenserwartung eindeutig nicht gut beeinflusst hat und es direkt nach dem Bruch des Systems es bergauf ging?

Das ist nunmal ersteinmal ein Fakt, der durch deine gezeigte Grafik nur verwässert wird.

Klar kannst du dannach diesen Bruch mit der Coronazeit vergleichen oder die Daten vorm 2ten Weltkrieg mit einbeziehen. Das widerspricht nur nicht den Zahlenfakt, den @Achse in der Grafik eindeutig isoliert hat und den du mit deinen Daten sogar bestätigst.

Ich widerspreche auch nicht, dass du danach diesen Fakt mit wieteren Kontexten vergleichst, aber ich bemängle hier entschieden, dass du Achse sofort Manipulation vorwirfst:

Zumal @Achse keinerlei Interpretation gegeben hat sondern diese Daten einfach als Fakt in den Raum geworfen hat. Einen Fakt, den du sofort als unglaubwürdig hingestellt hast, ihn aber mit eigenen Daten sogar bestätigt hast.

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Ich habe das hier schonmal verlinkt und zusammenzitiert. Indien könnte uns, also der BRD, laut Experten und an Hand des Bips, den Rang ablaufen in ein paar Jahren.

So. In Indien selbst leben Menschen auf Müllbergen und ernähren sich auch davon. Das heißt sie suchen z.B. Essensreste, kochen die nochmal und verkaufen das z.B.

In Indien gelten Millionen Menschen als mangelernährt.

Ist das also Maß für Wohlstand? Gut. Kann ja jeder so sehen wie er will.

In den USA leben Millionen Menschen auf der Straße. Dem wohlhabensten Staat der Welt.

In Osten gab es sowas nicht.

Also was ist Wohlstand?

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Ich bewundere Deine Geduld. Mir macht der Austausch schon lange keinen Spaß mehr. 0 Erkentnisgewinn für mich. Ganz im Gegenteil: Ich spüre sogar eine derart große Ablehnung gegen den Umgangston von @Doktor und @ZPE , dass sogar meine linken Wurzelteile drohen abzusterben. Gruselig.

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Und immer wenn man nicht mehr weiter weiß, liegt das am Umgangston, dass der andere trollt oder was weiß ich nicht alles…hahaha

Und wieder in die Ferne schweifen und ausweichen. Wie immer.

Es ging um Lebenserwartung der letzten 80 Jahre.

Ja, die steigt tendenziell seit der industriellen Revolution. Das liegt an der Industrialisierung, nicht daran wie Eigentum und Produktionsmittel organisiert sind.

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Ach daher das Plateau der Ostblockländer.

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