Was ist eigentlich Sozialismus, kann er funktionieren oder ist er sogar notwendig?

In einer analogen Demokratie übernehmen Politiker und Behörden diese Aufgaben als klassische Institutionen. Eine digitale direkte Demokratie hingegen ersetzt starr-hierarchische Bürokratie nicht durch Anarchie, sondern durch automatisierte, transparente digitale Protokolle und Plattformen.

Siehe Realbeispiel:

In dieser Publikation der Bertelsmann Stiftung wird die Sicherung dieser Wahlen bereits genau ausgelegt:

Abstimmungen dauern Sekunden per Smartphone, Benachrichtigungen erfolgen automatisiert per Push-Nachricht, und Barrieren (wie der Gang zum Wahllokal oder Briefwahlanträge) entfallen vollständig. Das Prinzip der Wahlpflicht kombiniert mit digitaler Leichtigkeit maximiert die Beteiligungsraten drastisch.

Abstimmungsfragenermittlung durch Konsens-Algorithmen:

Die Regeln für Abstimmungsschwellen werden konstitutionell durch Smart Contracts einmalig festgelegt und in unveränderlichen Programmcode gegossen.

In Systemen wie Singapurs Verwaltungs-Infrastruktur werden Bürgeranliegen direkt an zuständige Fachbehörden geroutet und digital nachverfolgt.

In der digitalen Demokratie löst ein Mehrheitsentscheid automatische Ausführungsaufträge (APIs) an Behörden oder Smart Contracts aus. Bürger können den Umsetzungsstatus eines Referendums über öffentliche Dashboards in Echtzeit nachverfolgen.

Ein zentraler Einwand gegen die direkte Demokratie lautet: Bürger sind mit der Komplexität von Gesetzen, Steuern oder Infrastrukturprojekten überfordert. Hier dient Künstliche Intelligenz (KI) als Werkzeug zur Demokratisierung von Fachwissen, indem sie Informationsasymmetrien aufbricht:

Juristische und technische Fachtexte sind für Laien schwer verständlich?
Speziell trainierte KI-Assistenten können hunderte Seiten lange Gesetzesentwürfe in neutrale, leicht verständliche Zusammenfassungen übersetzen – wahlweise auf dem Sprach- und Wissensniveau eines Jugendlichen, eines Facharbeiters oder eines Senioren.

Anstatt auf populistische Versprechungen zu vertrauen, können Bürger KI-Simulatoren befragen: „Wie verändert diese Gesetzesänderung meine persönliche Steuerlast, mein lokales Verkehrsaufkommen oder die Emissionen in meiner Stadt über die nächsten 5 Jahre?“

KI macht komplexe Ursache-Wirkungs-Ketten anhand individueller Daten oder Annahmen visuell begreifbar.

Generative KI kann Tausende Argumente, wissenschaftliche Studien und Diskussionsbeiträge aus Online-Konsultationen analysieren und frei von Polemik die Kernaussagen beider Seiten gegenüberstellen. Sie identifiziert gemeinsame Schnittmengen und zeigt auf, welche Kompromisse oder Nebeneffekte mit einer Entscheidung verbunden sind.

Fazit: Durch das Zusammenspiel von digitaler Infrastruktur für die Meta-Prozesse und KI als kognitivem Assistenten für das Fachwissen wird eine direkte Demokratie denkbar, die weder an bürokratischer Trägheit scheitert noch an der Komplexität moderner Politik.

Nein. Defensive Gewalt benötigt keine Institution der aggressiven Gewalt.

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Du bestätigst mit deinem ganzen Beitrag genau meinen Punkt.

Du beschreibst ausführlich, wie man demokratische Verfahren digital automatisieren könnte ohne die Frage zu beantworten, wer über die Meta Regeln dieser Verfahren entscheidet.

Wer entscheidet, welche Fragen überhaupt zur Abstimmung kommen?

Wer formuliert die Frage so, dass sie nicht bereits eine bestimmte Antwort nahelegt?

Wer legt fest, wer abstimmen darf?

Wer bestimmt, ob 50 %, 60 % oder eine Zweidrittelmehrheit erforderlich sind?

Wer entscheidet über die Verfassung, nach der diese Regeln selbst geändert werden können?

Wer bestimmt, welche Informationen die KI den Bürgern vorlegt und nach welchen Kriterien sie „neutrale“ Zusammenfassungen, Simulationen und Argumente erzeugt?

Und vor allem: Wer schreibt, prüft, aktualisiert und kontrolliert den Code, der angeblich die Politik durch Smart Contracts ersetzt?

Ein Smart Contract ist keine Demokratie. Er ist zunächst einmal eine technische Implementierung einer Regel, die jemand festgelegt hat.

Und außerdem kann eine Blockchain das Oracle Problem niemals lösen. Der Code kann zwar zuverlässig verarbeiten, was ihm als Input gegeben wird. Er kann aber nicht selbst feststellen, ob die Information aus der realen Welt, die ihm zugeführt wird, tatsächlich stimmt. Aber das ist ein anderes Thema.

Du kannst Politiker durch Programmierer, Behörden durch APIs, Formulare durch Interfaces und Verwaltungsakte durch Smart Contracts ersetzen. Damit hast du aber noch keine Macht abgeschafft. Du hast nur die Orte verändert, an denen Macht ausgeübt wird.

Demokratie bedeutet nicht, dass möglichst viele Menschen möglichst häufig irgendwo draufklicken. Wobei damit auch keineswegs sichergestellt ist, ob tatsächlich die jeweilige Person, deren Stimme gezählt wird, abgestimmt hat und nicht deren Kinder, Eltern, Nachbarn, Hacker etc.

Demokratie bedeutet, dass die Betroffenen gleichberechtigt an der politischen Willensbildung und an der Bestimmung der Regeln teilnehmen können, unter denen sie gemeinsam leben.

Das ist übrigens kein neues Problem. Schon Aristoteles unterschied zwischen demokratischen und nichtdemokratischen Verfahren und sah insbesondere das Los als charakteristisch für die Demokratie an, während er die Wahl eher dem aristokratischen Prinzip zuordnete.

Eine Einsicht, die sich so langsam wieder durchsetzt:

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2021-09/wahlystem-demokratien-berufspolitik-aristokratie-repraesentation-buerger-helene-landemore-interview

Also zusammengefasst:

Du hast gerade ziemlich ausführlich erklärt, wie man Institutionen und Delegation digital implementiert, nachdem man sie vorher vorausgesetzt hat.

Und dann behauptest du, digitale Infrastruktur würde Institutionen und Delegation ersetzen.

Das ist ungefähr so, als würde man sagen, ein automatisiertes Wahllokal sei deshalb keine Institution mehr, weil dort kein Mensch mehr hinter dem Tisch sitzt.

Kurz gesagt: Du weißt offenbar weder, was Demokratie als politische Herrschaftsform bedeutet, noch hast du verstanden, welches Problem eine Blockchain lösen kann und welches nicht.

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https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/fuenf-zukunftstrends-und-wie-wir-sie-gestalten-koennen

Wenn die Links ignoriert werden, dann könnte das wohl so erscheinen.

Na toll, wieder der Link zu deiner Bertelsmann Stiftung. Hast du dir mal meine Links angeschaut? Du weißt schon, was für eine Organisation diese Stiftung ist und welche Rolle sie selbst beim politischen Agenda Setting spielt?

Nachdem du meine gesamte Argumentation zur Meta Ebene mit einem weiteren Verweis auf genau so einen Akteur „beantwortest“, muss ich leider feststellen, dass du offenbar weit davon entfernt bist, überhaupt verstehen zu wollen, wovon die Rede ist und was Demokratie wirklich bedeutet.

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Keine inhaltlichen Argumente, nur Kontaktschuld? Schade.

Arbeite dich ruhig an deiner Bewertung meinerseits ab, das scheint ein elementarer Teil deiner Argumentation zu sein.

Die fehlenden Argumente sehe ich eher bei dir.

Wer bestimmt die Meta Regeln? Wer bestimmt, welche Fragen gestellt werden, welche Informationen das System verarbeitet, welche Algorithmen und Kriterien verwendet werden und wer diese Regeln ändern darf?

Darauf hast du keine Antwort gegeben.

Stattdessen kommt jetzt „Kontaktschuld“, während du dich auf eine obskure Stiftung berufst.

Ein klassisches Ausweichmanöver.

Leg doch mal ganz konkret deine Pläne offen.

Also nicht nur wer wann wo draufklicken darf, sondern, wer eben diese Regeln festlegt.

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„Wie wird gewählt?“ vs. „Wie wird entschieden, was eine Wahl überhaupt ist?“

Eine interessante Frage eigentlich, eventuell sind es ja Schildkrö- äh Wahlen bis ganz unten.

Das könnte man zum Beispiel lösen, indem man die Auswirkungen der Wahl auf diejenigen beschränkt, die deren Metaregeln durch Teilnahme akzeptiert haben, dann wäre der Ursprung dieser egal.

Was das wohl für demokratische Konsequenzen hätte? :innocent:

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Die Frage ist halt ob an solchen Details zu schleifen irgendetwas am System „mehr demokratisch“ macht, auch wenn die Repräsentanten mit dem Los gewählt werden.

Ich halte das für komplette Kosmetik solange die Wirtschaft da konsequent ausgeklammert wird. Die aktuellen Demokratien sind eher eine Art Vermittlerrolle zwischen Kapitalisten Fraktionen die ansonsten komplett frei drehen und die komplett eigenständig über den grössten Teil unseres Lebens entscheiden.

Auch du hast es immer noch nicht verstanden.

Das sind keine „Details“. Es ist der entscheidende Mechanismus dafür, wie eine Gesellschaft funktionieren kann.

Und es werden keine „Repräsentanten“ gelost, sondern Bürger, die sich über konkrete Problemstellungen einigen müssen.

Natürlich braucht man dann noch „Repräsentanten“, die man im Flieger um die Welt schickt, aber die haben dann halt nur noch die Aufgabe, das Entschiedene zu vermitteln. Na ja, ein Bundespräsident darf heute ja quasi auch schon nichts mehr selbst entscheiden. Also quasi einen Grüßaugust als Präsidenten, einen als Außenminister… aber nicht für vier oder fünf Jahre, eher so ein Grüßaugustteam und wenn sich jemand daneben benimmt ist er fix draußen, weil ein Kontrollbürgerrat ihn abgewählt hat.

Dass du dich so auf die „Wirtschaft“ fokussierst, hast du vermutlich vom Marx, dem alten Sittenstrolch. Aber ein geloster Bürgerrat könnte theoretisch auch Vonovia enteignen, wenn es dafür gute Argumente gibt. Die Wirtschaft ist also nicht das Problem.

Das Problem ist das Miteinander. Unser Steinzeithirn ist für direkte Kommunikation in überschaubaren Gruppen ausgelegt und nicht dafür, anonym irgendwelchen Unsinn im Internet zu verzapfen oder alle paar Jahre irgendwelche „Repräsentanten“ zu wählen und ihnen anschließend beim Entscheiden zuzusehen.

Einfach mal mit Anthropologie beschäftigen …

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Ich bin Schweizer und wir haben zwar gewählte Repräsentanten aber jede Menge direkt demokratische Mittel wo die Bürger direkt Vorlagen einbringen und darüber abstimmen können auf allen Ebenen (Gemeinde, Kanton und Bund).

Das ist zwar nicht Losverfahren aber trotzdem haben wir viel mehr Hebel die Entscheidungen dieser Repräsentanten zu stoppen. Zum Beispiel können wir jede Gesetzesänderung des Parlaments stoppen und eine direkte Volksentscheidung forcieren.

Trotzdem ist die Situation etwa die selbe wie in anderen Demokratien und das hat mich Jahrelang gewurmt wieso das so ist. Zum Teil ist es sogar noch schlimmer, zum Beispiel das Frauenstimmrecht wurde extrem spät eingeführt, die Bedingungen für Arbeiter sind zum Teil recht viel schlechter als in Deutschland.

Teilweise, aber die Situation zu Marx’ Zeiten war eine komplett andere. Die Differenzen zwischen Arbeiter und Kapitalisten war ziemlich scharf und der Konflikt ziemlich offensichtlich. Der Kapitalismus heute ist komplett anders und selbst die Demokratie ist viel „demokratischer“ als damals weil eine viel breitere Bevölkerung wählen und abstimmen kann.

Und natürlich hat „mehr Demokratie“ positive Effekte. Ich bin mir sicher auch ein Losverfahren würde viele positive Effekte haben.

Trotzdem sind alle Wähler oder auch alle ausgelosten Repräsentanten immer Teil eines Systems in dem Abhängigkeiten existieren die zum Teil existentiell sind. Die Macht über diese existentiellen Besitztümer hat heute zum grossen Teil eine kleine sehr internationale Elite welche dieses Kapital beliebig verschieben kann und somit die normalen Arbeiter UND deren Repräsentanten direkt unter Druck setzen kann um die Gesetze in deren Interesse zu verändern und nicht im eigentlichen Interesse des Volkes.

Deshalb bin ich davon überzeugt das eine wahre Demokratie wo die Leute für ihre eigenen Interessen stimmen und nicht im Interesse einer Elite, nur dann existieren kann wenn die Leute für ihr überleben und ihren Wohlstand nicht von dieser Elite abhängig sind, sondern ihre Häuser die sie bewohnen und ihre Firmen in denen sie Arbeiten im Besitz der Bewohner und Arbeiter sind.

Damit meine ich nicht das wir Leute enteignen sollten, sondern das wenn wir neue Firmen gründen das wir dann eben Arbeitergenossenschaften gründen wo das Kapital sich nicht nur in einer Ecke sammelt und die Firma dann in fünf Jahren an das Finanzkapital verkauft wird, sondern das es für immer im Besitz der Leute bleibt die dort arbeiten und diese Menschen somit frei sind vom Joch dieser internationalen Elite und damit in ihrem eigenen Interesse handeln können.

Je mehr solche Firmen wir bauen, desto mehr Macht verliert die Elite und desto demokratischer wird unsere Wirtschaft und damit auch die Politik.

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Bin da grad drüber gestolpert:

Wenn du wirklich für das Gemeinwohl stehst. Wenn du wirklich die Menschen aus der Armut holen willst. Wenn du wirklich möchtest, dass die Welt morgen besser ist als heute.

Lies das bis zum Ende durch.

Heute werde ich dich aus deinem linken Gedankengefängnis befreien. Nicht weil deine Absichten böse sind. Deine Absichten sind gut. Genau das ist das Problem: Man hat dich gelehrt, eine Idee an ihren Absichten zu bewerten, nie an ihren Ergebnissen. Und genau da entsteht deine kognitive Dissonanz. Du willst den Armen helfen, und du verteidigst die Werkzeuge, die sie arm halten.

Fang mit den Zahlen an. Im Jahr 1820 lebten etwa drei Viertel der Menschheit in extremer Armut. Heute sind es weniger als 10 %. Während die Bevölkerung sich um das Achtfache vermehrt hat. Das ist das größte Wunder der Menschheitsgeschichte, und niemand hat es dir in der Schule erzählt.

Was hat das bewirkt? Nicht die Umverteilung. Man kann nicht umverteilen, was nicht existiert. Was das bewirkt hat, ist privates Eigentum, freier Austausch, der Unternehmer, das Kapital, die Innovation. China hat 800 Millionen Menschen aus der Armut gehoben, sobald es den Bauern erlaubt hat, ihren Überschuss zu verkaufen, und den Unternehmen, zu existieren. Nicht davor. Südkorea gegen Nordkorea. Westdeutschland gegen Ostdeutschland. Dasselbe Volk, dieselbe Kultur, derselbe Ausgangspunkt. Nur das System war anders. Und die Ergebnisse sprechen für sich.

Warum hast du also im Kopf, dass Sozialismus = Schutz der Armen bedeutet?

Weil das die größte narrative Operation des 20. Jahrhunderts war. Der Marxismus hat sich die moralische Sprache angeeignet. Er hat die Wörter „arm“, „Gerechtigkeit“, „Solidarität“ genommen und sie sich einverleibt. Ergebnis: Den Staat zu kritisieren, macht dich zum Verächter der Schwachen. Den Markt zu verteidigen, macht dich zum Egoisten. Die Linke hat die Schlacht der Worte gewonnen, während der Kapitalismus die Schlacht der Tatsachen gewann. Und du hast die Worte geerbt, ohne je die Tatsachen zu sehen.

Jetzt der Teil, der deine Denkweise verändern wird: die österreichische Wirtschaftslehre.

Im Jahr 1920 stellte Ludwig von Mises eine Frage, die niemand je gelöst hat. Wie kann ein zentraler Planer wissen, wie viele Schuhe, wie viel Weizen, wie viel Stahl er produzieren soll, ohne Marktpreise? Antwort: Er kann es nicht. Preise sind keine Etiketten. Sie sind Signale. Sie verdichten die Informationen von Milliarden Menschen – ihre Bedürfnisse, ihre Einschränkungen, ihre Wünsche – in eine einzige Zahl.

Hayek geht noch weiter. Das Wissen, das nötig ist, um eine Wirtschaft am Laufen zu halten, existiert nirgends an einem Ort. Es ist verteilt in den Köpfen jedes Bäckers, jedes Ingenieurs, jeder Hausfrau. Kein Ministerium, kein Komitee, keine staatliche KI kann es zentralisieren.

Und jetzt verbinde das mit der Chaostheorie. Eine Wirtschaft ist ein komplexes System. Milliarden von Akteuren, nichtlineare Interaktionen, Schmetterlingseffekte überall. Man steuert kein chaotisches System von einem Büro aus. Man lässt es sich selbst organisieren. Das ist die spontane Ordnung. Niemand hat Sprache, Gewohnheitsrecht oder das Internet entworfen. Sie sind entstanden. Reichtum funktioniert genauso.

Bastiat, ein Franzose, hatte das schon 1850 verstanden: Es gibt das, was man sieht, und das, was man nicht sieht. Man sieht die Subvention, den geschützten Job, die Auszahlung. Man sieht nicht die Unternehmen, die nie gegründet wurden, die Innovationen, die nie gestartet sind, die Jobs, die nie entstanden sind, weil das Geld woanders hingeflossen ist. Sozialismus ist immer ein Wagnis auf das Sichtbare gegen das Unsichtbare.

Reichtum ist kein Kuchen zum Teilen. Es ist ein Kuchen, den man vergrößert. Solange du in Nullsummenspielen denkst, bleibst du in der Logik des Elends-Teilens. Der Kapitalismus ist das einzige System, das in positivesum-Denken geht: Ich schaffe Wert, du schaffst Wert, wir tauschen, und wir sind beide reicher.

Und jetzt die Zukunft.

Die nächste Welle, die Armut endgültig ausrotten kann, ist KI und Robotik. Produktionskosten, die kollabieren. Medizinisches, juristisches, bildendes Wissen, das jeder mit einem Handy erreichen kann. Physische Güter, die fast umsonst hergestellt werden. Die Fülle war noch nie so nah.

Aber es gibt nur eines, das alles blockieren kann: staatlicher Zwang. Genehmigungen, Lizenzen, Vorschriften, die von den Großen geschrieben werden, um die Kleinen zu töten, Steuern auf Innovation, die Planung von „verantwortungsvoller KI“ durch Bürokraten, die nicht programmieren können. Das ist kein Schutz. Das ist Sozialismus, der sich nicht outet. Und wenn wir das zulassen, verpassen wir die größte Chance der Geschichte, die Menschheit aus der Armut zu holen.

Zum Schluss. Weißt du, wo Bastiat in der Nationalversammlung saß? Links. Die ersten Liberalen waren die Linken. Diejenigen, die gegen den König, gegen Privilegien, gegen die Willkür der Macht kämpften. Der echte Progressismus, historisch gesehen, ist Freiheit.

Also wenn du links bist im edlen Sinne, wenn du wirklich willst, dass die Schwächsten es schaffen, dann sei liberal. In allem. Wirtschaft, Gesellschaft, Innovation.

Lies Bastiat, Das Gesetz. Hayek, Der Weg in die Knechtschaft. Mises, Die menschliche Handlung. Thomas Sowell, egal welches.

Bewerte Ideen an ihren Ergebnissen. Nicht an ihren Absichten.

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Wobei man dazu sagen muss, dass auch im Kapitalismus es immer Menschen geben wird, die hinten runter fallen bzw. die der Gesellschaft weniger Mehrwert bieten, als sie kosten.

Wenn das aber nur geringe Anzahlen sind (z.B. 1% bis 5% der Bevölkerung), dann kann der Rest diesen Anteil problemlos mit „durchfüttern“. Genau das ist mit einem gesundem Wachstum des Landes problemlos möglich (Nicht unbedingt die Anzahl der Menschen sondern explizit auch die Produktivitätssteigerung bzw. Effizienzsteigerung).

Umso größer der Anteil der „Schmarotzer“ aber wird (Also Menschen/Firmen/…, die weniger einbringen als sie kosten), desto problematischer wird dieses „Durchfüttern“ für die Leistungsträger, egal wie gerne man diese „Schmarotzer“ hat! Genau das ist die Quintessenz von den Naturgesetzen des Marktes.


All das wird zusammengefasst mit dem bekannten alten Spruch:

Gib dem Menschen ein Fisch, und du ernährst ihn für einen Tag.
Lehre dem Menschen zu fischen, und du ernährst ihn ein ganzes Leben lang.

Klar mag es sozial klingen, diesem einem Menschen Nahrung abzugeben. Aber wenn er sich nicht selber „über Wasser halten“ kann, dann musst du dich auch ein ganzes Leben um ihn kümmern. Klar kann man das machen, aber es bindet deine Leistung eben und hält dich davon ab, etwas zu schaffen, wovon 2 oder 3 Menschen profitieren könnten (Produktivitätssteigerung bzw. Effizienzsteigerung).

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Ein Strohmann nach dem anderen.

Du greifst eine Karikatur von Sozialismus mit einem Märchen vom freien Markt an. Beides hat nichts mit der Realität zu tun.

Gerade du zeigst hier immer wieder das du am liebsten einfach zwischendurch mal irgendwelche Propaganda hinkotzt die du unreflektiert als die Wahrheit akzeptiert hast, aber auf effektive Positionen die Sozialisten in diesem Thread vertreten hast du genau null Antwort.

Sehr armselig wie immer. Bist nicht der Einzige hier

Du haste deine Sicht der Dinge, ich hab meine.

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Es gibt keine Begrenzung der Gesellschafter bei einer GmbH. Es können sich z.B. 25.000 Menschen zusammen tun, jeder wirft einen Euro für das Stammkapital zusammen, und jeder ist gleichberechtigt und jedem gehört der entsprechende Anteil der Firma. Die Leute müssen sich nur vertraglich einig sein wie geführt und nach außen vertreten werden soll. Go for it, das kann doch jeder machen!

Warum machen das die Leute nicht einfach, welche von Arbeitergenossenschaften etc. träumen? Sie können es doch einfach tun. Es ist legal und jeder Zeit machbar.

Alle Menschen, die von Sozialismus, und gleichem Gehalt, Gleichheit und keiner Hierarchie sich sehnen, können das die ganze Zeit einfach Realität werden lassen und es einfach leben. Warum lebt ihr es nicht einfach?

Einfach mal machen und allen zeigen, wie gut und toll das funktioniert und ein Vorbild sein. Und damit andere motivieren es nachzuahmen.

Und alle dieser Firmen könnten sich im Verlauf immer weiter durch Fusionen untereinander kollektivieren und immer größer werden. Eine „große Firma, eine große Familie, eine Ideologie“ :slight_smile:

Wo ist der Haken, warum macht ihr das nicht?

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Das ist ja mein Plan, aber halt ein recht grosses Risiko wenn man nur Reserve für ein paar Monate hat und das vom eigenen Kapital umsetzen will. Deshalb muss ich quasi das Geschäft parallel zu meinem jetzigen Job aufbauen, sonst funktioniert das in meinem Fall nicht.

Ja, anders funktioniert das meiner Meinung nach auch nicht. Transformation von einer Gesellschaft funktioniert nur dann wenn man Alternativen baut und demonstriert das diese besser funktionieren als das etablierte. Aufgezwungene Transformation durch eine „Elite“ welche die Macht an sich reisst hat selten zu nachhaltigen Verbesserungen geführt.

Das passiert schon, interessiert einfach im Moment noch niemanden weil es zum Teil recht kleine Firmen sind.

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Niemand weiss was deine Sicht der Dinge ist, weil du nur die Sicht anderer postest und wenn die jemand angreift lässt du sie fallen wie eine heisse Kartoffel und sagst das hast ja nicht du geschrieben.

Das verstehe ich nicht. Es gibt doch ziemlich viele „Linke“, „Sozialisten“, oder einfach Leute die sich ausgebeutet fühlen und lautstark auf den Straßen und in den Medien auftreten.

Diese Strömung und den Kampf gegen die Ausbeutung und den Kapitalismus gibt es doch nicht erst seit gestern.

Ich verstehe nicht, warum diese Strömung in ihren Augen alles was schlecht sei schafft zu kritisieren. Es aber nicht schafft es besser zu machen. Ich, meine, Zeit genug gab es seit den 1950 Jahren als der Krieg vorbei war, oder nicht? In über 75 Jahren hätte sich doch vieles aufbauen und organisieren sollen was funktioniert oder nicht? Sodass man jetzt zeigen könnte wie gut und toll diese Idee ist.

Warum gibt es das nicht? Wollen Sozialisten nicht arbeiten, funktioniert die Ideologie im wahren Leben nicht (welche Punkte sind wären das?), oder warum gibt es diese Betriebe im großen Stil nicht? Gute und coole Sachen setzen sich doch durch. Bitte, woran liegt das? Zeit genug war gegeben.

PS: finde das cool von dir, dass du dich selbstständig machen willst und deine Ideologie ausprobieren möchtest. Wie möchtest du das aufziehen? Gleich von Anfang an mit mehreren Leuten? Oder nach und nach Leute anstellen? Wie ist dein Fahrplan?

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Kinder malen da ein anderes Bild. Die Sorgen der Eltern das Kind könnte sich später nicht „über Wasser halten“ sind in den letzten Jahrzehnten eher gestiegen, jedes Kind musste ein Studium machen, um nicht zu den Verlierern zu gehören.

Heute werde ich dich aus deinem neoliberalen Gedankengefängnis befreien. Nicht weil deine Absichten böse sind. Deine Absichten sind gut.

Genau das ist das Problem: Man hat dich gelehrt, ein System an seinen theoretischen Versprechungen zu bewerten, nie an seinen realen Zerstörungen. Und genau da entsteht deine kognitive Dissonanz. Du willst den Menschen Freiheit und Wohlstand bringen, und du verteidigst genau die Mechanismen, die Reichtum nach oben verteilen und unsere Lebensgrundlagen zerstören.

Fang mit den Zahlen an. Man erzählt dir stolz, die extreme Armut sei laut Statistiken der Weltbank seit 1820 gesunken. Was man dir nicht erzählt: Diese Armutsgrenze von unter zwei Dollar am Tag ist eine absurde Rechengröße, die kaum das reine Überleben sichert.

Die historische Entstehung dieses Wohlstands basierte nicht auf einem sanften Markt, sondern auf der gewaltsamen Einhegung von Allmenden, Kolonialismus und der Ausbeutung von Mensch und Natur.

Das ist kein Wundermodell, das ist Wohlstandskonzentration auf Kosten der Mehrheit. Warum hast du also im Kopf, dass Markt = Freiheit und Effizienz bedeutet? Weil das die erfolgreichste PR-Kampagne des 20. Jahrhunderts war. Neoliberale Denkfabriken haben die Begriffe „Freiheit“, „Leistung“ und „Chancen“ gekapert und umgedeutet. Ergebnis: Wer das System kritisiert, gilt als faul oder feindlich gegenüber Innovation. Wer Ausbeutung anprangert, gilt als Ideologe.

Die Marktliberalen haben die Schlacht der Narrative gewonnen, während die Realität in Monopolbildung, Finanzkrisen und Reallohnstagnation versank. Und du hast diese Narrative übernommen, ohne die strukturelle Ungleichheit dahinter zu hinterfragen.

Jetzt der Teil, der deine Denkweise verändern wird: die Theorie der Marktversagen und der externen Kosten. Im Marktmodell wird dir erzählt, Preise seien perfekte Signale. Aber Karl Polanyi und die kritische Ökonomie haben gezeigt, was Preise systematisch ignorieren: Die wahren Kosten.

Ein Marktpreis misst nicht die abgeholzten Wälder, die CO₂-Emissionen, die unbezahlte Pflegearbeit oder das Burnout der Beschäftigten.

Preise verdichten nicht das Wissen der Menschheit – sie verdichten nur die Kaufkraft derjenigen, die Geld haben. Wer kein Geld hat, dessen Bedürfnisse tauchen im Preissignal überhaupt nicht auf.

Und deine „spontane Ordnung“? Ohne staatliche Regeln führt sie keineswegs zu Harmonie, sondern zur Bildung gigantischer Monopole. Die Finanzkrise von 2008 hat gezeigt, dass der ungezügelte Markt sich nicht selbst reguliert – er rettet sich am Ende immer beim Staat, während die Zeche die Allgemeinheit zahlt.

Bastiat sprach von dem, was man sieht, und dem, was man nicht sieht. Drehen wir das um: Man sieht das glänzende Smartphone und den Konsum im Schaufenster. Man sieht nicht die Kinderarbeit in den Kobaltminen, die ausgebeuteten Paketboten, die zerstörten Ökosysteme und die geschlossenen Krankenhäuser, weil öffentliche Güter für Renditen privatisiert wurden.

Dein System wäre ein ständiges Abwälzen der realen Kosten auf die Zukunft und die Schwächsten. Reichtum ist im heutigen System eben doch oft ein Nullsummenspiel. Während wenige Milliarden-Konzerne Ressourcen ausbeuten, bleibt für den Rest der Welt die ökologische und soziale Hypothek.

Und jetzt die Zukunft: Die Welle von KI und Automatisation könnte uns allen Wohlstand und Freizeit bringen. Aber es droht das Gegenteil: Massenarbeitslosigkeit, technokratischer Feudalismus und die Konzentration der produktivsten Werkzeuge der Menschheit in den Händen weniger Tech-Oligarchen. Das Einzige, was verhindern kann, dass Technologie zur reinen Ausbeutung wird, ist gesellschaftliche Steuerung: Demokratische Kontrolle über Schlüsseltechnologien, starke Arbeitsrechte, ein bedingungsloses Grundeinkommen und die faire Besteuerung von Gewinnen.

Wenn wir KI einfach dem freien Markt überlassen, schaffen wir kein Paradigma des Überflusses, sondern eine Monopolherrschaft, gegen die das Mittelalter wie eine Demokratie wirkt.

Wenn du historisch zurückblickst: Die ersten Kämpfe für Freiheit waren Kämpfe gegen die Konzentration unkontrollierter Macht. Damals war es der Monarch, heute sind es die Konzerne und der Finanzmarkt. Der echte Progressismus, historisch gesehen, ist die Demokratisierung aller Lebensbereiche – auch der Wirtschaft.

Lies Karl Polanyi, The Great Transformation. Thomas Piketty, Das Kapital im 21. Jahrhundert. David Graeber, Schulden. Jason Hickel, Less is More.

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