Das hatte ich schon getrennt, das ich es zuerst vermischt habe war mein Fehler.
Ok, deine Definition von Kapitalismus ist einfach „unregulierter Markt“
Die klassische Definition von Kapitalismus ist eine Gesellschaftsordnung wo das Kapital herrscht. Genau wie der Feudalismus eine Gesellschaftsordnung war wo die Feudal Herren herrschten.
Deshalb verstehst du auch nicht worüber wir hier überhaupt sprechen.
und wo herrscht auf einem unreguliertem Markt nicht das Kapital?
Einfach für dich ausgedrückt, ist ein Staat im Spiel ist es kein Kapitalismus, auch die USA nicht.
Der Staat ist grundsätzlich im Kapitalinteresse, denn er schützt das Eigentum.
Der Staat wird aber dann bekämpft, wenn er den Kapitalinteressen anfängt in die Suppe zu spucken. Stichwort: Minimalstaat usw.
Kapitalismus ohne jede Form von Staat ist gar nicht denkbar, denn es würde gar nicht lange dauern, dass man sich wieder entsprechend organisiert und zusammenschliesst.
Und sowas wie freiwilliger Handel in unregulierten Märkten ist auch totaler Mumpitz. Nimm dazu das Beispiel des Verdurstenden in der Wüste. Nicht umsonst haben wir deshalb Gesetze gegen Wucher. Das ist ein Eingriff in den Markt genau wegen solcher Entwicklungen in einem unregulierten Markt.
Alles klar ![]()
Nach Nutzen z.B. Es gibt Millionen Ehrenamtliche die arbeiten alle ganz ohne Profit, einfach, weil es der Gesellschaft nutzt.
Es ist kein Naturgesetz, dass der Anreiz etwas zu tun darun bestehen muss, dass wir Geld bekommen um uns damit irgendwelchen Konsumscheiss kaufen zu können.
Und du denkst in der jetzigen Situation herrscht nicht das Kapital? Du denkst die ganzen Milliardäre sind komplett irgendwelchen Politikern ausgeliefert?
Ökonomische Macht erzeugt IMMER politische Macht. Jeder Markt erzeugt Gewinner und Verlierer und diese Gewinner werden das System nach ihren Wünschen formen, es ist scheiss egal ob der Staat minimal war, das Kapital bestimmt die Regeln.
Dein Vorstellungen von einem minimalen Staat, wo die Regeln im Markt wider die gleichen für alle sind, wird halt nicht passieren, weil die welche schon in den ersten Runden dieses Spiels reich wurden jetzt die Regeln bestimmen. Kapitalismus = Das Kapital herrscht, die 1% diktieren wie das System aussieht.
Ich sehe dort nirgends Kapitalismus.
Du denkst auch Kapitalismus sei ein Flohmarkt ![]()
Der Wasserhändler wird genau einmal gezwungen seine Ware dem Verdurstenden zu geben. Danach wird es diesen, und auch andere Händler schlicht nicht mehr geben.
Die nächsten Verdurstenden werden dann garantiert verdursten.
Wahnsinn. Es gibt auch Menschen die einem Hobby nachgehen.
Andersherum.
Diese Kommentare sagen halt mehr über dich aus als über die Realität in der wir leben.
Dann mach doch dieses Experiment doch mal. Mal schauen wen dann die Realität einholt. Aber ihr Sozialisten würdet dem Wasserverkäufer dann mit vorgehaltener Waffe befehlen zu arbeiten ![]()
Ok, ich melde mich dann wenn wir mal über Flohmärkte reden, dann kannst du vielleicht auch was relevantes beitragen.
Das war ein Beispiel dafür, dass man regulierend eingreift. Das Gesetz gegen Wucher zeigt offenbar, dass man Märkte nicht völlig frei drehen lassen kann.
Du hingegen kritisierst das und befürwortest ein antisoziales menschenfeindliches Verhalten, wovor so ein Gesetz und Eingriff in den Markt eben schützt, eben damit, dass du in Frage stellst, dass es überhaupt dann noch Leute geben würde die Menschen in Notlagen was verkaufen, wenn sie sie dabei nicht ausnutzen könnten…
Das zeigt halt deine eigene antisoziale Geisteshaltung, sagt aber nichts über die Realität.
Wie gesagt gibt es Millionen Ehrenamtliche. Die würden dem Verdurstenden sogar umsonst Wasser geben. Solche Gesetze braucht man für eine antisoziale Minderheit. Es ist ja auch nicht jeder ein Mörder, ein Dieb, ein Sexualstraftäter ..
Und es ist eben auch nicht jeder ein Wucherer.
Was übrigens nicht nur ein einzelner Kapitalist sein kann sondern genauso das Staatsgebilde.
Zumindest muss der Profit aus dem unternehmen wenigstens dafür ausreichen um selber am leben zu bleiben. Das sind die Minimalanforderungen.
Also wenn man nach Marx nur die Arbeitswerttheorie benutzt, dann ist klar, dass das in der heutigen Welt nicht mehr stimmt. Denn Marx hat ja die Arbeitsfähigkeit nur und ausschließlich den Menschen zugesprochen. Dass Maschinen, Tiere oder Pflanzen auch Arbeit verrichten können, das vernachlässigt er komplett bzw. packt all diese Vorgänge in die Umgebung durch externe Effekte.
Wenn man aber die Märkte als Preisfinder ansieht, kann man auch die Datencenter problemlos erklären.
Auch hier gibt es einen Markt, denn so gut wie jede Firma benötigt Rechenkapazität oder Speicherplatz als Grundbedürfnis. Klar, gibt es dann Anbieter, die diese Rechenkapazität bündeln und die Hardware-Komponenten von dem eigentlich benötigten Service (Rechenkapazität) abkoppelt, also ein Angebot schaffen.
Und weil der spezialisierte Dienstleister (Die Datencenter) ihr Geschäft besser und effektiver können als es eine einzelne Firma je selber machen kann, ist es doch logisch, dass sich diese Datencenter bilden. Jeder einfache Bäcker kann dann seine Firma besser mit dieser eingekauften IT leiten als wenn der Bäcker selber seine Server für die Angestelltenverwaltung oder Emailprovider hosten müsste.
Auch die IT regelt der Markt durch Angebot und Nachfrage und über diesen Markt wird dann der Wert der Dienstleistung festgelegt (der Preis).
Stimmt, und dieser Mangel der marxistischen Theorie bedeutet, dass es auch schlechte ökonomischen Voraussagen über die wirkliche reale Welt gibt.
Dass Sozialismus aber zur Planwirtschaft führt, das habe ich schon oft hier im Thread gezeigt.
Und wenn man die gebrachte Definition des Sozialismus als Hierarchieabbau heranzieht, dann kann es keinen Sozialismus geben:
Ein Staat benötigt eine Machtstruktur, also z.B. eine PolitikerHierarchie, um die Staatsvorgaben wie Hierachieabbau durchsetzen zu können. Sozialismus schafft sich also entweder selber ab oder es nennt sich nur Sozialismus. Aber beides gleichzeitig geht nunmal nicht.
Planwirtschaft ist nur ein Machtmittel, um solche sozialistisch genannten Staaten länger am Leben zu halten. Aber wie der Begriff Planwirtschaft schon suggeriert benötigt man auch wieder ein mächtige Entität, die diesen Plan auch durchsetzen muss…
Richtig so. Eine durch-individualisierte Bevölkerung die sich nicht organisiert kann man einfach besser ausnutzen und das gefällt dem Shareholder in mir. Danke Lohnsklave Willi!

