Ich habe hier im Thread noch keinen als Troll bezeichnet
. Mit deiner Argumentation schießt du dich doch selber ins Abseits.
Vorallem: Sobald du mal wieder keine Argumente mehr hast wirst du gleich persönlich, aber die Anderen sind die Trolle… Selbstreflexion ist gerade bei dir offensichtlich nicht vorhanden.
Und gerade für deine Texte habe ich diesmal offensichtlich keine Tapete gebraucht:
Es gibt deutlich mehr verschiedene Lebensweisen, die so irgendwie regelbasiert in die Losverteilung geholt werden müssten, dass es unwahrscheinlich ist, dass die eigenen Meinungen da groß vertreten werden kann. Alleine die LBGTQ… Bewegung findet ja immer neue Untergruppen, die dann im Losverfahren nicht richtig repräsentiert werden…
Die Los-Gewichtung wird dann die eigentliche Politik bestimmen und der einzelne Bürger wird darauf kein bisschen Einfluss mehr haben. Nichtmal mehr einen Pseudomisierten Einfluss wie gerade. Er muss darauf hoffen, dass das Los die aus seiner Sicht „vernünftigen Menschen“ trifft. Aber mit der Anzahl der unterschiedlichen Sichtweisen sinkt auch die Wahrscheinlichkeit, dass die eigene Meinung wirklich getroffen wird.
Vielleicht als Kleiner Denkanstoß für die Los-Befürworter: Klar sieht die Los-Mitbestimmung besser aus als die aktuelle nicht-Mitbestimmung, wo nur die Parteien bestimmen, wo es lang geht.
Aber wenn wir eine theoretische Chance hätten, ein neues System aufzubauen, warum sollten wir uns mit einer zufälligen Verteilung zufrieden geben, wenn wir auch ein System aufbauen könnten, wo wirklich jeder mitbestimmen kann?
Die Beschränkung auf irgendwelche Losrepräsentanten würde zumindest die Mitbestimmungsmöglichkeiten deutlich absenken. Und wer die Repräsentantendemokratie schon nicht als echte Demokratie bezeichnet, wie kann dann ein zufälliger Losrepräsentant dann besser sein?
Nein, es ist doch viel sinnvoller, wenn man ein System aufbaut, wo jeder wirklich ein direktes Mitbestimmungsrecht hat. Idealerweise für jede beliebige staatliche Abstimmung. Da es aber nicht sinnvoll ist, dass sich auch jeder um solche Abstimmungen kümmern muss (und dabei seine Zeit damit verschwenden muss), sollte es eben die Möglichkeit geben, seine Stimmen an Andere weiterzugeben.
Aus Sicht der einfachen Menschen hat das den Vorteil, dass sie sich einen Politiker aussuchen können, an dem sie ihre Stimme weiterleiten (delegieren) können und der dann mit seiner und allen an ihn delegierten Stimmen abstimmen darf. Der einfache Mensch kann also selber jederzeit wählen, welcher Politiker seine Meinungen am Besten vertritt und er kann diese Delegierung seiner Stimme auch jederzeit widerrufenen und selber wieder abstimmen (oder seine Stimme in einer Abstimmung verfallen lassen oder einen anderen Politiker finden, der ihn besser vertritt).
Aus Sicht der Politiker hat man dann zwar mehr Stimmrecht (Alle Stimmen, die die Bevölkerung ihm delegiert haben) in den Abstimmungen, aber er ist eben auch von diesen Menschen abhängig, dass sie ihre Stimmweiterleitung nicht revidieren. Missbraucht er also seine weitergeleiteten Stimmen, dann wird er wohl schnell in der Gunst der Bevölkerung fallen und die Stimmweiterleitungen verlieren. Macht er aber gute Politik für die Bevölkerung, dann wird er auch mehr Menschen finden, die ihm vertrauen und ihm die Politik überlassen können.
Technisch könnten die Stimmen oder die Stimmdeligierung ja problemlos in einer Blockchain gespeichert werden, sodass diese Daten öffentlich aber verschlüssselt und datenschutzkonform korrekt einlesbar sind.
Wenn die Abstimmungen eines Landes so geregelt werden würden, dann kann sich jeder vollständig demokratisch mit den Problemen des Landes befassen (und dabei sogar die Stimmen der anderen Menschen einsammeln, wenn sie ihm vertrauen und seine Meinungen für richtig halten), aber er kann sich auch um (für ihn) wichtigere Lebensdinge kümmern und seine Stimme an jemanden weiterleiten, dem er ausreichend vertraut, dass er richtig abstimmt.
Sowas wie Berufspolitiker bräuchte man dann nurnoch für die Moderatoren der Abstimmungen, die dann die Metadaten der Abstimmungen festlegen, z.B. wann die Abstimmung passiert, wie lange der Abstimmungszeitraum ist, für welche Regionen diese Abstimmung wichtig ist (Über die Strassenlaternen in Berlin muss nicht in München abgestimmt werden) usw. Aber auch für die Moderatoren könnte man entsprechende Wahlen abhalten.
Ja, aber da sieht man mal, wie es um die Deutsche Demokratie wirklich bestellt ist und warum das Land gerade so gegen die Wand fährt.