Warum PoW des Bitcoins die nächste Stufe der Entropie ist

Bloß haben alle Zitate nichts mit Entropie im streng physikalischen Sinne zu tun. Bzw. Entropie als Treiber. Aber klar lässt sich jeglichen Systemen eine Entropie zuschreiben und Veränderungen beschreiben.

Kein:e Physiker:in wird Dir hier widersprechen, dass sich Organismen an Umweltbedindungen anpassen und versuchen effizienter zu sein/leben.

Wirfst du Harald Lesch und Axel Kleidon vor, eine Themaverfehlung im Titel zu haben?

Nein. Weil alles in dieser Welt Physik ist.

Aber wie Du siehst spricht Harald auch nicht von Entropie als Ursache, sondern bei den Aussagen zu Effizienz und co lässt er sie aus dem Spiel.

Er benutzt die Entropie also ebenso wie Du metaphorisch.

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Kann es kaum erwarten, bis Harald Lesch ein Video über entropische Kraft macht!

Achja, weil ich es angeschnitten habe, hier im Quanten.de Forum gibt es zum Glück sehr guten Input zu meinen Ideen:
Weltformel - Seite 3 - Quanten.de Diskussionsforum

Für mich bleibt die gerichtete Strahlung der Sonne die nächste Stufe der Entropie.

Hätten wir sie nicht, dann könnte die Erde im Verhältnis gar nicht so viel Entropie abgeben.

Warte… Henne Ei…

Was war zuerst da? Strahlung und co? Oder eine von den Menschen geschaffene Zustandsgröße zur Beschreibung von abgeschlossenen Systemen? Und was wirkt ursächlich?

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Lustig, wenn Lesch das bringt ist es ok, aber wenn Ganteför das Modell Kraftwerk Erde Vorstellt ist es rechts :wink:

Ist das nicht die Quelle?

Hier kannst du doch aus dem Zitat im Video entnehmen, dass die Stufen hier zu finden sind.

Dann machen doch auch meine Grafiken Sinn, siehst du das denn nicht?

Hier siehst du doch die Stufen, oder trollst du mich jetzt?

Die Frage ist also eher, was folgt auf was.

Dazu kann ich auf die Beiträge in Quanten.de verweisen, denn dort werden meine Theorien nicht nur belächelt:

Harald Lesch erkennt eben physikalische Grundlagen an, da er vom Staat finanziert ist und nicht dafür bezahlt wird die Physik zu verdrehen.

Also kommen noch qualifizierte Beiträge oder ist das alles was von dem Forum zu erwarten ist hier?

Ich fand das Video auch gut, aber es hat mir absolut nichts neues gebracht weil ich mich genau mit dieser Denkweise schon seid wenigstens 2 Jahren beschäftige und auch andere Physiker als Lesch es schon früher erklärt haben.

Ich kann ja nichts dafür, dass du selektiv hinhörst und gute Modelle ignorierst nur weil sie von der „falschen Seite“ kommen und voraussagen treffen, die du nicht hören willst wie z.B. dass die Weltozeane CO2 aufnehmen und somit die „Umweltverschmutzung“ durch CO2 abmildern. Zusätzlich zu den Pflanzen gibt es also CO2 senken und CO2 bleibt nicht tausend Jahre in der Luft bestehen sondern wechselt sich immer aus. Damit ist es unlogisch, dass wir ein CO2 Budget haben sondern wir können uns auf die Natur verlassen die das CO2 auch wieder hinter uns aufräumt, genauso wie andere Umweltverschutzungen der Menschen auch. Also ja, wir müssen aufpassen, dass wir diese Effekte nicht überstrapazieren und genau das machen wir aktuell, aber wir müssen auch nicht unseren CO2 verbrauch auf exakt 0 senken was eben extreme ökonomische Auswirkung hat.

Oder wie die Windeffekte, die aus dem Kraftwerk Erde einfach und logisch nachvollziehbar sind und Windkraftwerke eben genau diese Energie für uns brauchbar machen. Natürlich hat das Nebeneffekte die wir berücksichtigen sollten und geringere Windgeschwindigkeiten, vorallem wenn sie im zweistelligen Prozentbereich sind haben nureinmal nichtverschwindende Auswirkungen auf das lokale Wetter. Das heist wie immer gesagt nicht, dass wir jetzt keine Windräder mehr bauen sollten. Wir sollten nur überlegen, wie viele wir fördern und wie unser Energiemix sein sollte.

Alles ist immer eine Abwägungssache, aber dieses Abwägen kann man eben nur realistisch machen, wenn man auch offen für die Effekte der Physik ist und nicht dogmatisch alles auf einen Effekt reduziert. Die anderen Effekte wirken eben trotzdem, auch wenn man sie nicht sehen will.

Wenn du deine physikalischen Scheuklappen also öffnen würdest und dich wirklich einmal mit den Inhalten der Physik beschäftigen würdest anstatt allen Physikern die nicht deine Meinung sind als Rechts oder geldgierige Spinner abtun würdest, dann könntest du den wissenschaftlichen Diskurs auch verfolgen, der dadurch angetreten wird. Und ja, auch Ganteför hat nicht immer recht, aber darüber darf dann inhaltlich diskutiert werden sodass alle einen Lerneffekt haben.

Deine Unterstellung bezüglich Finanzierung halte ich übrigens für haltlos, kann das aber natürlich nicht beweisen. Es gibt aber genug Indizien, dass er nicht so vermögend und bezahlt ist wie du es sagst. Und selbst wenn, solange seine Inhalte einen fachlichen Diskus zulassen und valide Punkte korrigiert werden sind mit seine Inhalte deutlich lieber als irgendwelche unwissenschaftlichen Faktenrufe, die von sich behaupten es gäbe nur ihre Wahrheit und daraus Handlungen ableiten, die einfach unrealistisch sind aber anderen auferlegt werden sollen.


Wenn du etwas zu deiner Entropiehypothese hören willst: das ist eine mögliche Kette von denen es beliebig viele gibt, die sich auch gegenseitig überlagern bzw. kreuzen können:

Bakterien → Pflanzen → Tiere → Mensch → Maschinen → Internet → Bitcoin → …

Quarks → Atome → Moleküle → biologische Zellen → Individuen → Staaten → …

Gaswolken → Asteroiden → Planeten → Sonnensysteme → Schwarze löcher → Galaxien → Galaxiencluster → …

Allen Ketten gemein ist, dass sie durch Entropie bzw. Selektion einen (Macht-)Fortschritt bekommen. Die Entropie gibt also die makroskopische Richtung einer Entwicklung an während die Selektion die mikroskopische Entwicklung beschreibt.

Du kannst mir nicht ernsthaft erzählen, dass du denkst ich hätte sein vorgestelltes Modell ignoriert. Da kommt nix von ihm persönlich, außer die Interpretation.

Ich habe Gantförs falsche Interpretation verbessert.

Außerdem darf ich mir ja wohl selbst aussuchen, welchen Vortragenden ich leiden kann ohne das dies irgendwasdaran ändert an welche Theorie ich glaube.

Wie kannst du als ernst zu nehmender Physiker auch nur daran denken Modelle mit dem vortragenden Professor zu vermischen?

Es hat mir zwar sehr geschmerzt, dass so ein tolles Modell von so einem Professor vorgestellt wird, aber dennoch lasse ich seine Worte mir nicht das Modell versauen.

Stimmt, jetzt wo dus sagst haben die auch Ganteförs Rechnung spontan korrigiert!

Denn er hat die Beschleunigung des Windes durch den Klimawandel in seiner energetischen Betrachtung der Windenergie vernachlässigt.

Abgesehen davon, dass ich bereits zeigte, dass seine Windberechnung wegen globaler Winde sinnlos ist.

Ganz im Gegenteil, sowas will ich natürlich hören.
Aber ich will es als guten Vergleich zum exponentiell steigenden Ausstoß hören und nicht als Verharmlosungsstrategie.

Faszinierend wie ich Ganteför so gut widerlegen kann, dass du einfach kein Argument mehr hast und du trotzdem 2 Tage später zurück kommst, so tust als hätte ich keine Argumente gehabt und mich behandelt wie jemand der Schauklappen aufhat.

Das ist so unglaublich frech, da hilft bald selbst der Geburtstag nicht mehr um freundlich zu bleiben, herzlichen Glückwünsch!

Es ist absolut unglaublich, wie du dem wissenschaftlichen Diskurs zum Klima nicht folgen kannst wegen ganteförs Desinformationen und das dann auf mich projizierst.

Er hat leider so gut wie nie recht, denn alles womit er recht hat ist, wenn er noch das Paper vorliest und nicht anfängt seine Propaganda reinzuspinnen.

Was für ein Diskurs?
Er ist ein Influencer der hunderttausende Leute manipuliert!

Wo auf seinem Kanal gibt es offene Diskurse mit Klimawissenschaftlern?!?!?!

Wo stellt er sich wie ich es hier täglich tue dem Diskurs mit allen Stimmen?

Ja, genauso wie es beliebig viele mathematische Formeln gibt, aber nicht alle davon stimmen.

Es gibt nur exakt eine valide Kette, das ist die Realität.

Wenn zwei Ketten einander widersprechen gibt es einen Fehler oder die Betrachtung ist zu ungenau.

Du bist doch so tief im Thema, wie kommt es, dass du mir noch nicht erklären konntest warum deine Macht nicht nur eine persönliche Abwandlung der entropischen Kraft ist?

Meine Vermutung wäre, dass entropische Kraft tatsächlich definiert ist und nicht nach blieben definiert werden kann, je nach dem wie es gerade in das Argument passt?

Aber wenn du mir so eine fundamentale Herleitung deiner Machtbetrachtung geben kannst, dann nur raus damit!
Mein Ohr ist offen für interessante Konzepte, vor meinen Mund kommt aber auch kein Blatt.

Das habe ich schon öfters geschrieben, beginnend mit den Axiomen, was ein Modell ist:

  • Objekte können Macht haben bzw speichern
  • Objekte interagieren durch Fähigkeiten mit anderen Objekten und tauschen dabei ihre Macht aus. Jede Anwendung einer Fähigkeit kostet immer wenigstens etwas der Macht des anwendenden Objektes.
  • Jedes Objekt besteht aus kleineren Objekten und ist gleichzeitig Teil eines größeren Objektes. Die mikroskopischen Objekte bilden also die Struktur des makroskopischen Objektes und bestimmen welche Fähigkeiten das makroskopische Objekt ausführen kann.
  • Wenn ein Objekt alle seine Macht verliert, dann stirbt es ab und zersetzt sich in seine Einzelteile.

Damit kannst du jedes beliebige Modell betrachten, dass du dir ausdenken kannst. Wenn du physikalische Modelle betrachtest, dann kommen noch wenigstens ein paar Naturgesetze hinzu:
Wenn du nun das Model in der Zeit entwickelst kannst du feststellen, wie die Machtflüsse im Modell sich verhalten. Dabei gilt das generelle Prinzip der Positivselektion das wie in der Evolutionstheorie die mächtigsten Objekte bevorzugt und dem Gegenüber steht die Machtdissipation, also dass alle Objekte laufend an Macht verlieren, die sich in der Umgebung verteilt.

Jedes System hat mit dem Prinzip der Positivselektion (Machtmaximierung) und der Machtdissipation zwei gegenläufige Effekte. Es muss also irgendwo eine Gleichgewichtslage geben, die aus dem Potentialextrema dieser gegenläufigen Funktionen bestimmt werden kann, sofern man diese als Funktion aufschreiben kann. Aber auch ohne mathematische Formeln wissen wir, dass es wenigstens eine Gleichgewichtslage geben muss wenn es ein physikalisches System sein soll, dass keine relevanten Unendlichkeiten kennt.

Mit diesem relativ einfachen Regelwerk kannst du nun alle beliebigen Systeme anfangen zu analysieren: Was sind die betrachteten Objekte überhaupt? Wie interagieren die Objekte miteinander, also welche Fähigkeiten haben sie. Welche Amcht haben sie genau? Können wir die Machtwerte wissen oder können wir sie auch nur abschätzen? Wie kommt Macht in das System und wohin fließt sie mit der Zeit?

Das kann beliebig kompliziert werden und genau deswegen definiert man sich mit den Objekten quasi kleine Blackboxen, deren Verhalten man individuell aus seinen Bestandteilen vorhersagen kann aber im Kontext von anderen Dingen eben wieder als Blackbox ansieht und die Fähigkeiten definiert. Dabei muss man aber aufpassen, welche Fehler man damit aufsammelt (also Abweichungen durch die Vereinfachung des Modells).

Die Modelltheorie ist somit eine Art Metatheorie, die du generell überall verwenden kannst aber wenn du die Objektinteraktionen möglichst genau beschreiben willst benötigst du genaueres Wissen über diese Objekte. Du kannst also jede beliebige andere Theorie in die Modelltheorie mit einbetten um dein Modell möglichst aussagekräftig zu machen und die Objekte möglichst genua zu definieren. Wer entscheidet dann aber, was das richtige Modell war? Wieder die Evolution bzw. Selektion. Also die Modelle, die die besten Vorhersagen für die Realität machen gegenüber dem Energieverbrauch, den es kostet dieses Modell zu durchdenken bzw. durchzurechnen.

Ein Stein bildet eben ein ganz einfaches Modell seiner Wirklichkeit und „verbraucht“ somit keine Macht für dieses Modell. Ein Mensch durchdenkt sehr viel, benötigt dafür aber auch sehr viel Macht, die er einsammeln muss. Was ist jetzt besser, ein Stein als Objekt, das Millionen von Jahren nur herum liegt und auf Interaktion wartet oder ein Mensch, der sich seine Lebensgrundlage aufstellt und abarbeitet? Auch der Stein kann sich Clustern und mit genügend anderen Objekten eine Sonne oder einen Planeten bilden. Es kommt eben ganz darauf an, wie man die Objekte miteinander vergleicht und welche Zeitskalen man betrachtet.

Aber man kann auch ohne weitere spezielle Theorien zu verwenden Beobachtungen aufstellen, die für alle solche Modelle gelten müssen wo es das Selektionsprinzip und die Machtdissipation gibt, also grundlegende physikalische Modelle. Beispielsweise kann ein beliebiges Objekt nie unendlich Macht mit der Zeit in sich aufnehmen weil es dann nur umso mehr Macht wieder abstrahlt. Es gibt also immer eine maximale Machtgröße für Objekte, die nicht groß überschritten werden kann. Das Selektionsprinzip sorgt dafür, dass die Objekte tendenziell mächtiger werden, wenn sie kleiner sind und die Machtdissipation sorgt dafür, dass die Objekte tendenziell an Macht verlieren wenn sie größer sind. Es gibt also eine Gleichgewichtslage wo das Objekt tendenziell genauso viel Macht bekommt wie es abgibt.

Wie kann so ein Objekt jetzt diese Grenze überwinden und noch mächtiger werden? Indem sich mehrere dieser Objekte zusammen schließen und sich gemeinsam um ihren Machterhalt kümmern. Sie bilden mit dem Zusammenschluss also ein „Objekt höherer Ordnung“. Mehrere kleine mikroskopische Objekte bilden also das makroskopische Objekt. Und dieses Makroskopische Objekt unterliegt wieder den gleichen Prinzipien: Es hat Machteinkünfte und Machtausgaben aber es kann durch den Zusammenschluss und die notwendige (soziale) Arbeitsteilung höher skalieren. Und dieses Prinzip kannst du nun rekursiv unendlich fortführen:

Quarks → Atome → Moleküle → Zellen → Individuen → Staaten

Es gibt auch beliebige Zwischenstufen wie Körperorgane zwischen Zellen und Individuen oder Firmen zwischen Menschen und Staaten. Je nachdem, wie man sich die betrachteten Objekte eben definiert und das hängt davon ab, welche Ebenen in seinem Modell man genau betrachtet. Was kann man also als Blackbox ansehen und was muss man als unterschiedliche Objekte im Modell berücksichtigen?

Aber wie schon geschrieben gibt es dafür nicht nur diese Kette. Sonnensysteme → Galaxie ist eine weitere Kette, genauso könnte man den Prozess von

Sonnenstrahlung → Windkraft → Waserkraft ->Wärme

betrachte oder eben beliebige andere Objekte, deren Eigenschaften wir definieren können. Blätter → Baum …

Solange es einen Machtfluss gibt, von denen die Objekte „leben“ können in dem Sinne, dass sie ihre Macht aus diesem Fluss extrahieren können um sich nicht selber zersetzen zu müssen, solange gibt es dieses evolutionäre Streben nach mehr Macht: das beliebige Objekte durch das einfache Prinzip der Selektion mächtiger werden als andere Objekte und somit überlebensfähiger werden und durch Zusammenschlüsse dieser Objekte größere Maßstäbe erschaffen können als es die mikroskopische Physik zulässt.

All diese Dinge kann man jetzt auch in der Art der Thermodynamik betrachten und einen Entropiebegriff einführen. Gerade die strikte Betrachtungsweise zwischen mikroskopischen Ebenen und Makroskopischen Ebenen bietet diese Sichtweise einfach an und erklärt auch über die thermodynamische Statistik, warum die Makroskopischen Fähigkeiten so sind, wie wir sie definieren können. Soweit bin ich jedoch noch nicht mit meinen Überlegungen weil ich vorher noch die Macht/Energie Analogien sicher machen will. Für einfache physikalische Prozesse wie Atome oder Moleküle ist es offensichtlich das selbe. Aber für komplexere Strukturen möchte ich darüber erstmal noch weiter nachdenken ob es nicht doch irgendwo Widersprüche in der Modelltheorie generell gibt.

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Bin mir noch nicht sicher wie weit es sich von der entropischen Kraft unterscheidet.

Solche gegenläufigen Effekte erzugen Entropietaschen, diese scheinst du Macht zu nennen?

Beispiel: Gravitation und dunkle Energie beinhalten (nur zusammen) die Macht ein komplexes Universum zu erzeugen?

Wir könnten es natürlich auch mit existierenden Modellen abgleichen und finden evtl. heraus, dass es schon einen anderen Namen zuvor gab. :thinking:

Die Vorhersagekraft!

Der Unterschied ist wohl, dass ich eher Modelle betrachte und kombiniere, da ich mir nicht anmaße das alles selbst zu erfinden.

Da würde ich am liebsten auf den Unterschied von neuronalen Netzen zu linearer Mathematik der Computer machen.

AlphaZero ist für Stockfish unschlagbar, selbst mit unter 1% des Energieverbrauchs.

Das liegt daran, dass AlphaZero seine künstlichen Neuronen an das Schachfraktal angenähert hat, während Stockfish nur versucht linear jede Ebene des Spielverlaufs durchzurechnen.

Sehr interessant, dass Harald Lesch genau die gleiche Dissipation im Video anspricht, dieses aber eben in die Entropie einordnet!

Könnte es also sein, dass du diesen Thread irgendwann erstellt hättest, wenn es mich nicht gäbe und der Titel dann wäre „Warum PoW des Bitcoin die nächste Stufe der Macht ist“?

Wir sollten uns um gemeinsame Definitionen bemühen, um die Betrachtung zu synchronisieren.
Deswegen lade ich dich ja ein, die wissenschaftlichen Definitionen der Entropie zu nutzen. :slight_smile:

Gegenvorschlag:
Sonneneinstrahlung → thermische Energie der Erde: Bifurkation
→ Wasserteilchen können von der Energie gelöst werden und durch Verdunstung zu Wasserkraft im Fluss führen beim Kondensieren
→ Luftteilchen können in Bewegung versetzt werden und damit Windkraft erzeugen

Gezeitenkräfte jedoch kommen ja von der Gravitationsenergie des Mondes, daher ist das eine ganz andere Kette, Zustimmung?

Wenn wir diese ganzen Ketten synchronisieren kommen unsere inneren Weltbilder dem Realitätsfraktal näher und unsere Vorhersagekraft steigt immer weiter.

Oder auch:
Solange es einen Entropiefluss gibt, von denen die Fraktale „iterieren“ können in dem Sinne, dass sie ihre entropische Kraft aus diesem Fluss extrahieren können um sich nicht selber zersetzen zu müssen, solange gibt es dieses evolutionäre Streben nach mehr Entropietaschen.

Genau das Prinzip, welches die ultrakomplexen Strukturen aus der simplen Reproduktionsformel des Mandelbrots entstehen lässt. Das Mandelbrot ist eine Karte purer Evolution.

Mein Tipp:
Je mehr du den Ursprung der Evolution verstehst, desto mehr Sinn machen die zukünftigen Entwicklungen. Also wenn es keine Widersprüche mehr gibt auf der kleinsten physikalischen Ebene, werden die Vorhersagen für zukünftige makroskopische Prozesse immer besser.

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Es hat ziemlich viele Parallelen bzw. Analogien, das ist sicher.

Nein, Macht ist erstmal nur eine reelle Zahl, die man jedem Objekt zuschreiben kann und mit der man die Objekte dann miteinander vergleichen bzw. sortieren kann (Erstes Axiom).

Jedes Objekt hat also ein Machtwert, der runter geht wenn das Objekt Macht durch eine Fähigkeit abgibt aber wieder hoch geht, wenn das Objekt durch Fähigkeiten Macht aufnimmt.

Die Sonne stahlt Macht in Form der EM-Wellen ab und verliert damit über die Zeit Macht. Menschen verlieren durch das Denken, Reden, Laufen ihre Macht und füllen diese Macht durch das Essen, Trinken oder Atmen wieder auf. Macht kann also in speziellen Machtformen in Objekten gespeichert werden. (Sie kann auch als Teil der mikroskopischen Struktur aufgefasst werden) Es gibt also wie bei der Energie immer unterschiedliche Machtformen, die ausgetauscht bzw. umgewandelt werden, die aber vom Modell abhängen, das man betrachtet (also was die Objekte sind usw.)

Wo wir aber physikalisch aufpassen müssen ist:
Potential = Energie != Arbeit != Leistung != Kraft != Entropie

Ich definiere Macht in beliebigen Systemen als Potential, dass ein Objekt eine Fähigkeit ausführen kann, also ist Macht äquivalent zur Energie des Objektes. Aus einer Potentialdifferenz zwischen zwei Objekten kann Arbeit geleistet werden und es resultiert eine Kraft über die Zeit. Aber diese abgeleiteten Begriffe sind nicht gleichzusetzen mit dem Begriff Energie oder Macht. Es sind andere physikalische Größen, die man so also auch aus dem Machtkonzept herleiten kann. Es hat aber einen Grund, warum man das nicht in beliebigen Modellen macht, aber auch das ist noch ein Teil, den ich weiter überdenken muss.

Entropie ist wieder was anderes, quasi die Anzahl an möglichen Umordnung eines Systems. Dabei ist Entropie eine Zustandsgröße, genauso wie die Energie oder Macht. Für jeden konkreten Zustand, das ein System oder Modell annehmen kann, kann man auch die zugehörigen Energien bzw. die zugehörige Macht der Objekte bestimmen. Die eigentliche Triebkraft hinter Entropie ist also nicht die Unordnungsmaximierung sondern die generelle Tatsache, dass geordnete Systeme mehr Energie haben als ungeordnete Systeme, also mit unphysikalischen Worten in generellen Systemen: Geordnete Systeme haben mehr Macht eine Fähigkeit auszuführen als ungeordnete Systeme.

Wegen der Energiedissipation geht diese Energie jeden physikalischen Systems verloren bzw. verteilt sich immer auf seine Bestandsteile. Die Natur versucht dabei also immer ihre Energie zu minimieren soweit es geht. Die Entropie zeigt mit der Anzahl der möglichen Umordnungen, die das gleiche Energielevel im System haben also immer zum Potentialminimum. Warum das so ist muss ich mir aber nochmal anlesen bzw. die alten Vorlesungen studieren.

Solange du in so einem System der Energieminimierung also keine Gegenkraft einbringst (Selektionsprinzip), solange wird das System einfach nur weiter seine Energie abgeben bis es den geringstmöglichen Zustand erreicht hat wo die Entropie maximal ist. Das lässt sich sehr einfach am Isingmodell zeigen, wo jeder Zustand nur hoch oder runter bzw. 1 oder -1 sein kann. Den höchsten zustand der Energie hast du nur in zwei Zuständen: Alle Objekte zeigen nach oben oder alle Objekte zeigen nach unten. umso mehr Objekte du flippst, desto geringer wird die Energie bis irgendwann genauso viele Objekte hoch zeigen wie runter zeigen. Flippst du dann weiter, dann steigt die Energie ja wieder an weil das System symmetrisch zwischen Hoch und Runter ist. Die Möglichkeiten (Zustandssumme) ist bei der geringsten Energie also am größten weil du dort am meisten Möglichkeiten der Anordnung dieser Objekte hast. Das ist genau die Entropiemaximierung während alle Zustände mit mehr Energie auch geringere Umordnungsanzahlen haben, die eben genau bis 2 Zustände beim Energiemaximum abnimmt.

Wenn du also nur die Entropiemaximierung anschaust, dann ist diese physikalisch gleichzusetzen mit einer Energieminimierung im betrachtetem System. Offensichtlich gibt es Kräfte, die Systeme aus solch ein Energieminimum anregen und somit die Entropie lokal verringern. Wenigstens die Evolution stellt mit der Positivselektion einen Effekt der Energieminimierung (Dissipation) entgegen: Die Machtmaximierung.

Ich vermute, dass du die lokale Erhöhung der Entropie bzw. die Anregung der Zustände aus der Grundzustandslage in höher energetische Zustände als Entropietasche bezeichnest?

Ja, natürlich packe ich in diese Metatheorie auch andere Theorien hinein. Viel spannender für mich ist allerdings zu überlegen, was man mit den gegebenen Axiomen für beliebig ausdenkbare Modelle vorhersagen kann, die man danach auch noch nachträglich mit jeder anderen Theorie abgleichen kann.

Mir ist dabei eben aufgefallen, dass diese zwei gegenläufigen Effekte schon ausreichen um sehr weitreichende Aussagen für beliebige Modelle treffen zu können, die dann mit weiteren Theorien bzw. Konkretisierung der Objekte und ihrer Wechselwirkung gute Vorhersagbarkeit liefern, die über die einfachen physikalischen Prozesse hinaus gehen. Und hier glaube ich dass deine Entropietaschen im Prinzip das gleiche aussagen weil sie auf das Prinzip der Energieminimierung zurückgreifen und du zusätzlich noch eine „evolutionäre Kraft“ ins Spiel bringst, die ich mit der Positivselektion konkret benennen kann.

Menschen verlieren durch das Denken ihre Macht?

Das klingt wieder mehr nach entropischer Kraft. Du hast wohl recht, unsere Modelle sind nicht wirklich vereinbar.

Also Energie = Macht?
Das ist aber fragwürdig, denn ein Gegenstand mit wenig Energie kann viel Macht haben wie z.B. starkes Gift.

Das wäre dann entropische Kraft, welche zu Dissipation führt.

Bist du dir sicher?

Nein, die Entropie hat im Gegensatz zur Zeit eben auch die Möglichkeit lokal reversibel zu laufen.
Deswegen ist die Unordnungsbetrachtung veraltet, denn wie ich hier im Thread versuchte zu lehren ist die entropische Kraft dafür zuständig Entropietaschen auszubilden.

Das bedeutet auch, dass Entropie irgendwann in Form von Leben zu Energiespeicherung führt.

Genau das bedeutet ohne Entropietaschen in denen es in mehrere Richtungen gehen kann, gäbe es keine Komplexität.

Ist zwar sehr aufwändig, aber für Grundlagenprüfung ganz gut.

Was für einen Beruf willst du damit am freien Markt dann erreichen oder ist das nur so ein Hobby wie bei mir?

Spannend, wie ein Mathematiker die Grundlagen der Physik in Frage stellt:

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Und Leben nur eine chemische Reaktion.

:yawning_face:

Puh, das ist schon schwierigerer Stoff für mich zu sagen, ob Wolfram auf einem guten Weg ist…

Prinzipiell ja, aber ich kann mir vorstellen, dass Hossenfelder auch recht hat…

Nur ich glaube nicht, dass so einfach ein emergentes Universum zu widerlegen ist. Zumindest ein Universum das aus der Mathematik, welche wir verwenden aufgebaut ist.

Aber was sich mit der Erkenntnis fraktaler Mathematik da die nächsten Jahrhunderte machen lässt kann ich nicht abschätzen. Bin sehr gespannt, wie es weiter geht zwischen grundlegender Physik und Mathematik.

Nein Bitcoin ist ein Geniestreich. Niemand hier kann sich wirklich vorstellen, was es alles verändern wird.

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