Nur mal so eingeworfen:
@anon25774911 Ich habe dir schon einige male erklärt, dass sich sowas wie Staaten immer wieder neu bilden werden, selbst wenn wir uns jetzt hypothetisch hinstellen würden und alle Staaten kraft unserer Gedanken „abschaffen“ könnten.
Die größte bzw. mächtigste Gruppe wird dann automatisch zum Staat und zwingt eben den anderen ihre Gesetze auf, egal ob das dann eine Firma, eine Religion, eine Mafia oder eine Stadtgemeinde ist.
Und um diese neu aufkommende staatliche Machtposition wird dann auch zwangsweise wieder gekämpft werden müssen, alleine schon weil es dann in diesem Machtvakuum Anspruchssteller geben wird und andere, die sich diese Machtansprüche nicht gefallen lassen werden.
Die Größenordnung dieser Machtkämpfe spielt in der Betrachtung eigentlich keine Rolle. Es ist egal, ob diese Gruppen dann um ein Stadtviertel, eine Kleinstadt, eine Großstadt, eine Landregion oder um einen Kontinent streiten werden, aber diese Streitigkeiten oder Machtkämpfe wird es immer (wieder) geben.
Um eine Gesellschaft aber möglichst friedlich zu halten, müssen diese Machtkämpfe möglichst klein gehalten werden. Genau das passiert in einer guten Demokratie mit Machtteilung. Die Spannungen sollten da in den jeweiligen Machtteilungen ausgefochten werden und somit nicht auf den ganzen Staat übergreifen. Oder eben in den Familien geregelt werden ohne die Stadt damit zu behelligen,…
Immer wenn du das System also so gestaltest, dass die notwendig auftretenden Konflikte möglichst in die kleineren Ebenen „abschieben“ bzw. verkleinern kannst, dann wird dieses System auch größtenteils friedlich werden.
Die alternative ist, dass die Konflikte sich aufstauen und damit zwangsweise auf die höheren Ebenen ausstrahlen. Familienstreit → Dorfkriege → Bürgerkreige → …
Nur wenn du diese Konflikte und Machtkämpfe ins Kleine verlegst, können diese auch geschlichtet werden.