Fazit: Es schaut hier so schlecht aus wie noch nie.
Aber: Man kann das Problem ja - wie die Jahre vorher - ignorieren.
Bis man es nicht mehr ignorieren wird können.
Die These von mir, dass Bitcoin heute einfach als Wertspeicher rumliegt und in keinster Weise zu dem von Satoshi angedachten Peer-to-Peer-Zahlungssystem geworden ist, hat sich bestätigt. Diese Zweckentfremdung, dass Bitcoin in Wallets sprichwörtlich zu Tode geHODL’t wird, dürfte in einem, spätestens 2 Halvings zu gravierenden Problemen bei der Mining-Finanzierung werden.
Vielleicht noch als Ergänzung: Die Hoffnung, dass Bitcoin in autokratischen Systemen oder in Ländern mit schlechtem Zugang zu Banken/Konten sich durchsetzen wird können, war in meinen Augen logisch. Aber diese Rolle haben mittlerweile Stablecoins übernehmen, so weit ich das beurteilen kann.
Du erwähnst das Security Budget Problem. Habe dass nie studiert. Ob es in sich zusammenbricht? Würde mich wundern wenn da nicht ein grosses Interesse besteht diese Werte zu schützen. Egal ob gehortet oder im Umlauf.
Was Stablecoins betrifft ist es nichts anderes als exportierte digitale Dollars.
Innerhalb der vorhandenen Mechanik - fixe Begrenzung auf 21 Mio. Stück, alle 4 Jahre Halbierung neuer gefundener BTC bis auf 0 runter - wird das nicht gehen.
Bitcoin wurde nicht das elektronische Bezahlsystem, das Satoshi erfinden wollte.
Es wurde von der Masse umfunktioniert zu einem Wertspeicher, die meisten Bitcoin liegen bewegungslos in ihren Wallets.
Satoshi hat das Problem seinerseits schon erkannt und deshalb geschrieben: „In ein paar Jahren gibt es entweder sehr viele Transaktionen - oder gar keine mehr.“
Logisch, wenn es keine neuen Bitcoin mehr zu finden gibt, dann müssen sich die Netzwerkteilnehmer über die Mining-Gebühren finanzieren.
Und diese sind seit Jahren zu niedrig und fallen tendenziell sogar noch bzw. die Blöcke sind nicht mal gefüllt.
Dieses Problem wird von den Anlegern aber schlicht ignoriert. Bis das nicht mehr möglich ist.
Korrekt. Reicht den Afrikanern aber. Und weniger volatil ist es auch noch.
Sobald eine bessere Alternative da ist, dann ab. Ein Goldbug werden, das machen Kollegen. NVIDIA - OK da läufts beim Schwager grad besser.
Verstehe mich nicht falsch, wichtig wäre eher eine Antwort auf was du setzen tust? Ist wirklich keine grosse Sache, einfach ich sammle Pokemon Karten, Stablecoin, Gold, Silber oder meine Frau ist im höheren Management bei der Bank kennt Kevin Warsh von der Fed usw.
Keine Ahnung „Bro“ wir sind im Bärenmarkt und da haut das ganze Umfeld einem als Idioten um. Kann sein, dann isses so. Irgendwer muss es ja sein.
Höre grad Retro Air Moon Safari „You make it easy“
Ich verstehe Dich schon, jeder von uns hat die gleichen Probleme.
Ich setze auf einen Mix aus Geldmarkt (für dips), ETFs auf Wachstumsaktien, normaler World-ETF, Gold, Silber, Minen (geringer Anteil), ein paar Einzelaktien und Bitcoin.
Der übliche Kram eben.
Ich wäre gerne Bitcoin only gegangen, aber es gibt zu viele Fragezeichen für mich. Quantencomputer halte ich für sehr schwer lösbar (siehe Blocktrainer-Beitrag) aber am Ende irgendwie machbar. Das Security Budget Problem in der jetzigen Form von Bitcoin (verwendet als Wertspeicher statt als Zahlungsmittel, Begrenzung und langfristiger Wegfall neuer Bitcoin für die Miner) ist quasi unlösbar in meinen Augen.
Kommt halt drauf an, wie viel Hashrate man am Ende wirklich braucht, denn die Difficulty sorgt ja nun automatisch dafür, dass es immer Anreiz zum minen gibt. Von daher ja, vermutlich haben wir die Hashrate-Peaks bereits erlebt oder erleben sie recht bald, heisst aber dennoch nicht, dass Bitcoin daran scheitern wird.
Bis jetzt gilt ja eine TX ab 6 Bestätigungen als sicher.
Wenn wir jetzt aber kein Zahlungsmittel sondern nur einen Wertspeicher haben könnte man ja auch bpw. 100 Blöcke warten. Um Werte nur mal ein oder auszulagern könnte man dies doch ruhig auch abwarten.
So würde doch eine niedrigere Hashrate ausgeglichen werden können, oder?
Fazit, weil ich den Thread einfach mal 1-2x im Jahr wiederbeleben und auf den Status quo bzgl. der Problemstellung bringen möchte:
Es ist absolut erstaunlich, wie dieses Problem ignoriert wird. Ich habe auch vielen Influencern in Live-Streams Geld gespendet und nach diesem Problem gefragt. Summa summarum ist die Antwort immer die gleiche: In ein paar Jahren wird schon Transaktionsvolumen da sein wg. steigender Adoption usw., viel blabla.
Die Wahrheit ist: Selbst wenn die Adoption steigt, kaufen immer weniger in die Eigenverwahrung, sondern gehen aufgrund von DAC8, Herkunftsnachweisen etc. gleich zu den Neobrokern und kaufen dort und nutzen nicht mehr das eigentliche Netzwerk. Die Broker fassen diese Kleinstorders alle zusammen und kaufen vielleicht 1-3x am Tag das, was die Kunden halt haben wollten → auch dieses Zusammenfassen vieler hunderter Orders zu einer lässt die Blöcke leer werden.
Der Schluss „steigende Adoption (als Wertspeicher) führt zu steigenden Gebühren → langfristige Sicherheit des Netzwerks“, ist also auch ein Trugschluss.
Wie gesagt, ich warte nun seit 2 Jahren auf eine solide Erklärung, wie die durch Halvings immer unattraktiver werdende Situation für Miner gelöst werden soll - wenn man nicht an die Kernpunkte von Bitcoin ran will (dauerhafte Inflation etc.).
Deine Bedenken sind natürlich gerechtfertigt. Denk aber einfach daran, wenn der Fall eintritt, was wäre der worst case. So schlimm wäre der nämlich gar nicht. Das Netzwerk würde halt unsicherer werden bis miner bereit wären wieder zu dem preis der fees zu minen oder die fees würden hochgehen, weil miner alle fees unter bestimmten Größen herausfiltern. Das ist ja ein freier Markt. Außerdem haben die Institutionen ja auch Eigeninteresse daran, dass das Netzwerk sicher bleibt. Vielleicht werden auch Staaten ohne direkte finanzielle Belohnung anfangen zu minen, einfach um ihre reserve zu schützen. Ich glaub all diese Faktoren werden eine ausgewogene Situation herbeiführen, in der Bitcoin keine Existenzängste haben muss. Vielleicht gibt es bis dahin auch ein paar Hardforks und die bessere Idee überlebt. Das Netzwerk Bitcoin ist sowieso ne Art „Survival of the Fittest“. Scheitern wird das Netzwerk wegen sowas safe nicht
So möge es geschehen! Ich bin der Erste der das feiert, da ich es einfach liebe, wenn meine Anlageideen aufgehen. In 1 Jahr hole ich den Thread wieder aus dem Grab, dann schauen wir was bis dahin passiert ist - so Gott will.
es wird einfach nicht ignoriert, das hab ich jetzt schon so oft von dir gelesen. es ist einfach kein Problem da. wurde aber auch schon öfter diskutiert. ein Argument von Vielen ohne die jetzt wieder alle rauskramen zu wollen (die Zeit schenke ich mir, weil du ja unbelehrbar bist und in 2 Jahren wieder den Thread wiederbeleben wirst) ist, das hier:
ja sicher. 100 ist bisschen viel. aber reichen auch 8-10 statt 6. und weiter wird die Hashrate eh nicht fallen.
Was sollen die filtern bei zu wenig Transaktionen? Die nehmen dann jeden Cent den sie bekommen können. Sieht halt auch nicht danach aus, dass Blockspace dauerhaft kanpp wird.
Nicht solange das Vertrauen der Verwahrung in zentrale Instanzen gelegt wird und dementsprechend die Blockchain das Settlement gar nicht übernehmen muss.
Aber falls natürlich diese zentralen Verwalter mal bröckelig aussehen sollten, dann ist der Mempool wieder überlastet und es heißt daran scheitert Bitcoin, wir brauchen schnell größere Blöcke!
…ich krame mal ein altes Thema hervor, muss man ja nicht neu erstellen.
Zugegeben in diesen turbolenten Zeiten kann man auch nichts mehr ganz richtig machen.
Mein persönlicher Umgang mit der Sache, schon auf die Meldungen hören, aber trotzdem so gut es geht rational handeln. Nicht komplett in Panik geraten.
Ich denke gerade wir un der EU haben Bitbox zur Aufbewahrung und ja ganz super finde ich es auch nicht, dass hier eine Schreckensmeldung nach der anderen zu HW Anbietern kommt.Kann also auch hier noch kommen !?
Mich beschägtigt ein wenig, dass je nachdem wie tief man bei so einem Unternehmen in die Materie kommt, weder SEED, noch Passphrase Schutz bieten !?..
Auf der Börse würde ich nach wie vor nur kleine Beträge lassen, dann auch mal ne andere HW nehmen (aktuell fällt mir nur der T7 von Trezor ein).
Alles gleich aufteilen, so hat man immer eine Chance, dass nicht alles weg ist !
Und nicht nur 100% in BTC stecken, auch wenn es in der Theorie den meisten Sinn ergibt. Gerade die jüngeren, die damit ihr Überleben im Rentenalter sichern möchten. Was hat man von einer Anlage, die von heute auf morgen komplett weg sein kann !? Wenn man alles in BTC hatte, steht man mir leeren Taschen da !