Ach so. Und wenn jemand sich dann “freiwillig” in Sklaverei begibt, weil er Schulden nicht bezahlen kann oder sich nicht ernähren kann, dann ist in Ordnung, ja? Keine Gewalt?
Vielleicht hast du ja eine maximal naive Vorstellung davon, was Abhängigkeit und was Sklaverei eigentlich ist.
Das ist nicht nur dann Sklaverei, wenn jemand dir eine Keule über die Rübe zieht und dich in Ketten verschleppt.
Dass Leute immer versuchen, andere zu kontrollieren, ist kein Argument gegen Freiheit. Das Problem ist nicht, dass zu viel Freiheit scheitert,
Doch. Genau das ist das Problem. Denn das führt wie schon erklärt unweigerlich dazu, dass einige sich irgendwann die Freiheit herausnehmen, auf Kosten anderer leben zu wollen.
Und ich weiß was jetzt kommt. Von Sozialsystemen schmarotzen und das ausnutzen ist nicht in Ordnung. Aber von der Arbeit anderer am anderen Ende der Nahrungskette zu schmarotzen und die Abhängigkeit der Besitzlosen auszunutzen ist auch nicht in Ordnung.
Und ich trete lieber nach oben als dass ich nach oben buckel und nach unten trete so wie das hier allg. Mainstream ist.
Und bevor solche Dinge im Grundsatz nicht klar sind, also dass Abhängigkeiten durch Privatbesitz entstehen und manifestiert werden usw. und dass freie Märkte ein Widerspruch in sich sind, brauchen wir darüber hinaus gar nichts diskutieren.
Es kann keine FREIEN Verträge geben, weil es alles Verträge zwischen Besitzlosen und Besitzenden sind, also zwischen Abhängigen und Unabhängigen. Das ist nicht frei. Der eine MUSS, der andere KANN.
Ich verteidige das nicht. Ich sage nur, dass das immer so passiert ist und immer wieder passieren wird. Deswegen hat es freie Märkte in dem Sinn noch nie gegeben und wird es auch nicht.