Vorteile einer eigenen Bitcoin Lightning Fullnode?

Hallo,

Sorry weiß noch nicht viel über nodes.
Was ist der Vorteil wenn ich selber eine Bitcoin - lightning full node betreibe?
Habe gehört man kann seine eigene Zahlung damit „verschleiern“ ?
Wäre toll wenn wir hier jemand mal ein paar Vorteile aufzeigen könnte…
Wie groß soll die SSD Platte für den Raspy sein?
Habe von 300GB bis 1TB alles gelesen?
Gruß

Schau dir mal das hier etwas genauer an:

1TB ist zu empfehlen. 500GB geht zwar momentan auch noch, wird aber eng. 300GB hat die Bitcoin Blockchain an Daten die abgezogen werden müssen.

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Der Vorteil eines Bitcoin Full Nodes ist, dass du niemandem im Netzwerk vertrauen musst, ob du deine Coins wirklich besitzt. Du bist vollkommen souverän und quasi „deine eigene Bank“. Wenn du zusätzlich noch einen Lightning Node betreibst und diesen mit deinem Bitcoin Full Node verbindest greift auch dein Lightning Node auf die volle Sicherheit und Privatsphäre deines eigenen Nodes zurück. Wenn du den Node selbst nicht betreibst wirst du immer einem mehr oder weniger zentralisierten Server viel über deine Transaktionen und deine Coins mitteilen.

Lightning verwendet Onion Routing, d.h. die Zahlung wird über verschiedene Nodes geroutet (so ähnlich wie im Internet auch). Die einzelnen Teilnehmer kennen aber weder das Ziel noch die Herkunft der Bezahlung. Somit ist die Privatsphäre im Lightning Netzwerk deutlich besser als auf der Blockchain.

Ich würde 1TB empfehlen, dann ist der Node zukunftssicher, gerade wenn du noch andere Features auf dem Node nutzen möchtest, die auch Speicherplatz benötigen. Für solche Fragen kann ich dich auch an das Raspiblitz FAQ verweisen.

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Dumme Frage aber mit dem Betreiben einer eigenen Node, unterstützt man doch auch das Netzwerk, oder etwa nicht?

Richtig selber beantwortet :wink:

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Kommt darauf an wofür man den Node benutzt. Wenn du ihn nie verwendest, um Transaktionen zu validieren kann man schon sagen, dass der Nutzen für andere eher gering ist. Der lädt dann nämlich die Transaktionen und Blöcke von anderen Nodes herunter und belastet somit die Internetleitung und Prozessorleistung der anderen Nodes. Ja man stellt auch anderen die Blockchain zum Download bereit, aber das sollte sich in etwa ausgleichen. Wenn du aber deine Transaktionen (oder auch die deiner Freunde und Familie) damit validierst, hilfst du allen dabei, das Netzwerk abzusichern.

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Alternativ zum PI4 möchte Ich noch den Odroid H2 /H2 Plus Hardwaretechnisch in den Raum stellen auch wenn dieser teurer ist so bietet er doch einiges mehr an Optionen im Bereich Festplatten Erweiterung, schneller Interner Speicher über M2 + emmC und auch Hardwarseitiges AES NI.

Außer über die Sata Ports könnte man auch das BS auf die emmc packen (leider nur bis 128GB verfügbar) und weitere Sata Ports (bis zu 5 gesehen) per M2 Nvme Karte schaffen.

Hierbei hätten wir natürlich das Problem das die Emmc zu klein ist um die Blockchain auf der BS Platte zu haben …

Ram kann über 2 Bänke erweitert werden und die Plus Edition bietet staat 2x1 Gbit/s 2x2,5 (Ja Ich hasse das Zwischending zu 10 Gbit/s aber es ist nun mal immerhin 250% mehr) bei den LAN Ports.

Mankos sehe Ich keine außer fehlendes Wlan eventuel On Board und aufgrund geringerer Verbreitung ein Custom Case da die Kunstoffteile ab Werk für Ästhetische sowie pingelige Pendanten wie Mich gar nicht gehen.

Für den 3er würd Ich Mir allerdings wirklich 2x10 Gbit + ECC Support + Ryzen CPU wünschen ebenso wie eine interne Wlan 2,4 Gbit/s + /BT 5.0+ auf dem Chipsatz.

Man kann auch noch über ein eigenes Display nachdenken die es überall im Raspi Lager gibt + USV.

Einwände außer Kosten ? Beim Raspi ist die Betriebssystemplatte auf Micro SD meiner Ansicht nach im Dauerbetrieb das NoGo grad da Ich alles voll encrypte somit kämm nur der 4er in Frage und eine M2 oder Sata adaptiert an den USB 3 Port da alle vor dem PI4 kein USB3 haben und es bleibt Frickelig !

PS: Hier noch der passende Lightning Wallpaper

Sollte Ich mal ne Lightning LS218 Motorrad kaufen würd Ich Sie so Custom Painten wegen Affinität des Names :slight_smile:

Der Beitrag ist zwar schon etwas älter, aber häng mich mal mit meiner Frage hinten dran :wink:

Unterstütze ich das Bitcoinnetzwerk mit einer BTC Fullnode mehr wie mit einer Lightning Fullnode?

Oder sollte man beide betreiben?

Würde mich auch interessieren! Hoffe dass hier noch jemand drauf eingeht nach so langer Zeit…

Das ist eine typische Aussage von Roman, die aber nicht unbedingt selbsterklärend ist.

Durch den Betrieb einer Bitcoin Full Node existiert eine weitere Kopie der Blockchain, sodass die Daten ein weiteres mal vorhanden sind. Wird Bitcoin damit dezentraler? …vielleicht.
Wenn man sich seiner Verantwortung als Node-Betreiber aber nicht bewusst ist und alle potentiellen Updates (Soft Forks) ungeprüft, wie bei einem Windows-Update, übernimmt, schadet man dem Netzwerk meiner Meinung nach aber ganz erheblich, weil man einen neuen Status Quo abnickt, den man nicht wieder ohne weitreichende Folgen rückgängig machen kann.
Die Unterstützund des Netzwerks kommt für mich daher nicht durch die weitere Blockchain-Kopie zu tragen, sondern durch den Widerstand gegen schädliche Entwicklungen des Codes oder böswillige Miner (vgl. User Activated Soft Fork, UASF).
Dafür muss man sich aber tiefergehend mit der Materie auseinander setzen!

Bei einer Lightning Node ist es nicht weniger kompliziert.
Das Lightning Netzwerk lebt von seinen Zahlungskanälen. Diese Zahlungskanäle haben indes nur dann einen Mehrwert, wenn sie auch für Transaktionen genutzt werden. Um seine eigene Node für eigene Transaktionen sinnvoll nutzen zu können, bedarf es (a) mehrerer, (b) größerer Kanäle zu (c) gut vernetzten anderen Nodes. Dafür bedarf es einiges an Kapitaleinsatz. Andernfalls werden die Transaktionsversuche ständig scheitern.
Will man Zahlungen für andere Nutzer weiter routen, spitzt sich dies nochmal zu. Man braucht eine Vielzahl von Kanälen mit guter Balance und muss zugleich eine Nische im Netzwerk finden, damit die Transaktionen der anderen User ausgerechnet über deine Node geroutet werden.
Dies dürfte auf die wenigsten Lightning-Node-Betreiber aus der Blocktrainer Community voll zutreffen. Das ist auch gut so, weil das dafür benötigte Kapital auf einer Hardware Wallet wohl deutlich besser aufgehoben ist, als im noch experimentellen Lightning Netzwerk. Daher ist das Potential, das Netzwerk zu unterstützen, derzeit wohl noch stark begrenzt.
Zum Thema Lightning empfehle ich gerne diesen Beitrag:

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Dieser Post verdient mehr als nur ein Herz. So wichtig, was du da schreibst

:clap:

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Unterstützt man denn nicht trotzdem dass Lightning Network auch wenn man nur ein paar wenige hundert Euro einspeist? Klar je mehr Kanäle und je mehr Sats pro Kanal umso besser. Aber ein paar Micro payments mehr für Kaffee etc sollten doch möglich sein. Und wenn das viele so machen gibt Kleinvieh auch Mist :grin: natürlich für größere Zahlungsströme hilft dass dann noch nicht.

Kanäle unter 1 Mio SAT halte ich für wenig hilfreich.

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Grundsätzlich liegst du nicht falsch. Je kleiner der Betrag, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass die Transaktion erfolgreich sein wird.

Bist du nicht gut vernetzt, sondern verbindest dich ausschließlich mit den großen Nodes, unterstützt du mittelbar die Zentralisierung des LN. Auf der anderen Seite wird deine Transaktion aber auch eher erfolgreich sein. Versuchst du dich mit anderen Peers in deiner Größe zu vernetzten, wird es schwierig ohne ausreichend viele Kanäle sicher Transaktionen durchzuführen.

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Ganz meine Meinung!

Allerdings würde ich gerne noch ergänzen, dass man genau für diesen Zweck nicht notwendigerweise eine eigene Node betreiben muss.

Alternativ kann man Nodes anderer Betreiber nutzen, welche die Node so betreiben wie man es selbst tun würde.
Das hat allerdings (neben Privacy-Aspekten) den Nachteil, dass die Betreiber sich heimlich mit anderen absprechen und plötzlich anders handeln könnten.

Bei Interesse hatten wir das z.B. auch hier:

Mehr Nodes nicht mehr Stimmrecht
Einfluss von Bitcoin Core Entwicklern

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Absolut deiner Meinung!

In dem Zusammenhang kann man auch die Blixt Wallet als Alternative zur eigenen Node nennen, die non-custodial ist und entsprechende Kanäle öffnet, damit der User bestmöglich vernetzt ist.

Ich habe eine RaspiBlitz-Node und nutze auch die Lightning-Node darauf mit wenigen Kanälen für gelegentlich zu nutzende Transaktionen über Lightning, auch um Lightning zu lernen und zu verstehen. Könnte ja in der Zukunft wichtiger sein…

Mit dem eigenen Fulcrum Electrum Server auf dem RaspiBlitz bleiben Anfragen meiner Electrum-Wallets privat in meinem lokalen Netzwerk. Sparrow-Wallets kann ich entweder direkt an Bitcoin Core oder an meinen Fulcrum Electrum Server anbinden, je nachdem was für spezielle Zwecke sinnvoller ist.

Auch wenn ich mal mit den lokalen Instanzen von Blockchain-Exploreren ein wenig in der Blockchain wühle oder diverse für mich interessante Adressen in Watch-only-Wallets „verfolge“, bleibt alles privat in meinem Netzwerk, was ich privat halten möchte.

Mit einer Test-Umbrel-Node schaue ich mir an, was es sonst noch so an Bitcoin-Nodes gibt. Citadel wäre auch eine Option, allerdings habe ich mir das noch nicht angesehen, da es mir auf meinen zugegeben bisher nur sehr oberflächlichen Blick hin noch zuwenig von Umbrel „emanzipiert“ oder unter der „Motorhaube“ entscheidend verbessert erscheint.

Zwei weitere separate Bitcoin Core Instanzen (1x Raspi, 1x Laptop) verwende ich für eher experimentelle Dinge, die ich meinem RaspiBlitz und dem in Lightning-Kanälen gebundenen Kapital nicht zumuten möchte. Es gibt soviel zu lernen, da wird mir nicht langweilig mit.

Andere Aspekte wie noch 'ne Kopie der Blockchain oder daß nach meiner Kenntnis jede Node auch empfangene Blöcke und Transaktionen vollständig validiert, sind für mich Bonus aber nicht unbedingt der eigentliche Grund, Nodes zu betreiben. Wichtiger ist mir, so wenig wie nötig Daten außer Haus geben zu müssen, Interesse an der Technik und Hands-on-Erfahrungen und Lernen, Verstehen, Anwenden, Souveränität. Und Raspis erlauben einen vergleichsweise recht günstigen Dauerbetrieb.

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Hallo,
entschuldige bitte das plumpe Anschreiben deiner Person, aber ich habe da ein Verständnissproblem bei der Blixt Wallet. Was ist es nun, eine Node, ein Wallet ? - Ich habe das so verstanden, das Blixt eine Node für mich managed (also Hardware, permanente Verfügbarkeit, Absicherung und all die weiteren Probleme übernimmt), die ich dann über das Wallet nutzen kann. Richtig? - Dann die Frage: Kann der Nutzer auch selber Kanäle auf machen und behalten ? - Ich würde sie gerne Freunden empfehlen und natürlich auch einen Kanal mit Ihnen haben.
LG

Nabend.

Die Blixt Wallet ist eine eigenständige Node auf Neutrino Basis: Neutrino: Ein Light Client für mehr Privatsphäre

Du kannst in der Blixt Wallet Peers hinzufügen, eigenständig Channel eröffnen, musst dich um deine Backups kümmern oder alternativ einmalig angeben, dass diese regelmäßig auf Google Drive gesichert werden sollen. Sogar ordentliche Debug Möglichkeiten haste in der Wallet zur Verfügung stehen.
Das ganze sieht dann so aus:






Zum Verstädnis und bissel darüber hinausgehend ist dieser Bericht und allgemein die Seite noch Empfehlenswert.

Grüße

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