Von seinen Bitcoin leben ohne diese zu verkaufen

Ich schaue gerade das neue Video von Der Bitcoin Podcast an und frag mich, wie das konkret funktioniert, was er da beschreibt (Minute 22:37). Man hinterlegt Bitcoin als Kreditsicherheit und nimmt einen Kredit auf. Er sagt ja, dass der Wertzuwachs der Bitcoin die Kreditrate übersteigen muss. Wie tilge ich aber den Kredit? Also wie machen die Reichen das dann? Nehmen wir mal an ich hätte 1 Bitcoin in 2036 und dieser ist 1 Million Euro wert. Wie könnte man davon leben, ohne diesen zu verkaufen?

Du nimmst einen Kredit für deinen Konsum+Zinsen. Oder du rollst den Kredit am Ende.

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Das ist halt wieder Bubblebespassung für die Naiven.

Das können die Reichen logischerweise nur so machen, weil ihre Assets Erträge erwirtschaften von denen sie die Raten zahlen können.

Der Vergleich hinkt nicht nur, der rollt schon.

Hat Bitcoin Erträge?

Ich frage mich nur, wie die Reichen es so kalkulieren, dass die niemals ins Risiko kommen.
Ich habe aktuell einen Firefish Kredit & der große Nachteil ist, man ist viel mehr mit dem Kurs beschäftigt als vorher.

Daher ich würde stand jetzt kein Firefish Kredit mehr aufnehmen, dafür ist meine Freizeit einfach zu kostbar.

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Ich frag mich halt wie der Rollover konkret funktioniert mit dem Anschlusskredit. Kann das jemand hier vorrechnen? :sweat_smile:

Gibt es bei deinem Kredit eine Liquidationsgrenze und wie ist die angesetzt?

Ja gibt es, & bei Firefish gibt es nur solche Kredite.

Meine Liquidationszone liegt aktuell bei ca. 20k$.

Bei so 40-50k$ würde ich nochmal bissel was hinterlegen & bei 30k$ zahle ich den Kredit zurück.

Bin mittlerweile auch ganz weg von den Krediten gekommen:
Grund ist, dass ich viel zu viel Freude habe immer mal wieder bissel was zu kaufen.
Bin nicht der Mensch, der 1 mal groß kauft & danach nur noch den Kredit abbezahlt, auch wenn das vll. besser wäre. Die Freude an der Sache hatte ich leider falsch einkalkuliert.

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Beim fallenden Kurs wird der Kredit und seine laufenden Kosten zur doppelten Belastung. Bis der Kurs seinen Einstand (Kurskauf) erreicht hat zum einen und während dieser Zeit der Kredit läuft.

Das „Unique Selling Proposition“ gibt es im Kreditgeschäft nicht, es kann in beide Richtungen gehen. Vielfach läuft das Kreditgeschäft am besten, genau dann wenn die Kerzen Grün sind und alle auf noch mehr hoffen. Dann wird es plötzlich Rot und alle erwachen aus dem Traum.

Hier ein toller ARTE Beitrag zur Börse.

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Mir ist sowieso nicht klar, warum sich ausgerechnet Bitcoiner die ja angeblich so viel Wert auf Freiheit usw. legen ausgerechnet über Kredite dann zum Zinssklaven der Banken machen lassen freiwillig. Und das noch wegen Konsum…

Anspruch und Wirklichkeit geht wohl nirgendwo so weit auseinander wie in der Bitcoinblase.

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Der Bitcoin Podcast meinte ja, dass man meistens 20% der Kreditsicherheit verleiht bekommt. Wie ist das bei Firefish? Ich nehme mal an, wenn du wirklich konservativ wärst und viel mehr hinterlegst als du eigentlich leihst (5%), würde die Bitcoin Volatilität einen nicht so Kopfschmerzen bereiten :thinking:

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Bitcoin muss um mindestens den Betrag steigen, den die Schulden steigen, wenn dein Risikohhebel also prozentualer Schulsanteil gleich bleiben soll.

Bei 10% Zinsen muss also Bitcoin innerhalb von 4 Jahren um 1.1^4=46% steigen damit du dauerhaft nichts zurück zahlen musst.

Das aber nur, um gleich riskant wie am Anfang dazustehen OHNE neue Schulden.

Um jedes Mal wieder neue Schulden aufnehmen zu können, dürftest du nur 33% deiner ersten Schuld aufnehmen.

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Naja mein Beispiel bezog sich eher auf die Rente oder einen Zeitraum im Leben, wo man nicht mehr arbeiten will, aber auch keine Bitcoin verkaufen will. Ich meine es gibt so viele reiche Leute die diese Strategie anwenden. Wieso sollte man das nicht auch machen, wenn es funktioniert :thinking:

Du musst doch aber die Raten zurückzahlen. Bitcoin hat keine Erträge wie Miteinnahmen oder Dividenden. Man kann nicht VON Bitcoin leben ohne ihn zu verkaufen. Das ist irreführend.

Und der Vergleich mit den Reichen die eben Immobilien oder sowas beleihen ist völlig unzulässig.

Man sollte das auf jeden Fall nur mit so wenig Risiko machen, dass man hinterher nicht große Augen hat, wenn es mal zu einem fullminanten Crash kommt… ich denke es wird noch Überraschungen geben.

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Du hinterlegst nicht deine Arbeitskraft bei der Bank wie ein Sklave. Du hinterlegst lediglich Bitcoin. Nicht du zahlst den Kredit, sondern alle Menschen die Fiat für ein paar Tage halten, zahlen den Kredit.

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Sobald eine Wertsteigerung da ist geht es völlig unabhängig ob es Erträge gibt oder nicht.

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Verstehe. Ich gehe mal davon aus, dass man, wenn man mehr Kreditsicherheit hinterlegt einen besseren Kredit aufnehmen könnte. Aber krass, die reichen müssen ja dann schon solide investieren um die ca. 46% Steigerung in 4 Jahren zu bekommen.

Musst du Raten zahlen?

Woher kommt das Geld für die Rate?

Es gibt keine Kapitalerträge. Es gibt nur eine Wertsteigerung gegenüber Fiat. Eine Immobilie die jährlich um 10% im Wert steigt und 5% Mieterträge macht, steigt im Verhältnis zum Euro um 15% als Gesamtprodukt. Ob ich jetzt die 5% einfach so einnehme oder einen Kredit von 5% aufnehme, ist völlig irrelevant, da ich ja immer die Opportunitätskosten dieser 5% mit einbeziehen muss: halte ich die in Bitcoin und zahle auf den Kredit Zinsen, oder cashe ich aus ohne Zinsen, was bei Mietzahlungen automatisch geschehen ist

Auch Dividenden sind absolut dasselbe wie ein Teilverkauf von Aktien: sie existieren ausschließlich aus steuerlichen Gründen.

Aus dem Short auf Fiat :slight_smile:

Bitcoin steigt deswegen nominal (Geldmengenausweitung), plus einen Bonus, weil das immer mehr Leute verstehen.

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