Von seinen Bitcoin leben ohne diese zu verkaufen

Man kann bei der Kreditaufnahme die Raten berücksichtigen und einberechnen.

Ja theoretisch könnte man ja auch diversifiziert noch Gold und Aktien besitzen und dann halt nur auf einen Teil seiner Bitcoin den Kredit aufnehmen, damit sollte es relativ sicher sein. Also man könnte ja 1 mio. Kreditsicherheit, nimmt nur 10k Kredit und hat noch 20k in Gold für den Notfall, dass es einen rasanten Crash gibt. Aber ja, einen Kredit, wo man über Nacht liquidiert wird, nur weil der Kurs während einer Stunde dippt wäre auf alle Fälle nicht empfehlenswert.

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Frage den Hauptaktionär einer Tech-Firma die keine Dividenden ausbezahlt. :wink:

Aha.

Du casht also aus. Du verkaufst also Bitcoin.

Nochmal: Die Frage war wie man VON Bitcoin leben kann OHNE ihn zu verkaufen.

Und das geht nicht. Das ist irreführend das so zu formulieren und der Vergleich mit der Beleihung von Assets wie Immobilien ist unzulässig.

Nein, wenn die 50% oder mehr hebeln, kaufen sie damit neue Vermögenswerte, das Geld ist dann nicht weg. Für ihre Seidenunterhosen und Kaviar brauchen sie vielleicht 1% oder weniger.

Zum Beispiel indem man nur einen gewissen Teil davon beleiht.
Die Tilgung (oft endfällig) bestreitet man dann im besten Fall mit einem noch kleineren Teil (aufgrund der Preissteigerung). Das ist die grundlegende Theorie dahinter.

Es muss aber jeder selbst bewerten wie zutreffend die Annahmen bzgl. einer entsprechenden Preissteigerung sind, damit das auch in der Praxis funktioniert.

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Kurzum: man kann theoretisch von Bitcoin dauerhaft leben ohne auszucashen. Mit unseren ⅐Bitcoin und Lebenshaltungskosten von 30.000€ im Jahr kommen wir aber nicht weit​:joy:

Und falls die Welt irgendwann zum Bitcoin Standard mutiert, muss man doch etwas ausgeben. Was meint ihr, warum OG’s es gar nicht mal so schlimm finden dass es erst mal noch sehr lange Fiat geben wird? :winking_face_with_tongue:

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Von was zahlst du die Rate? Wenn du Bitcoin nicht verkaufst, musst du noch andere Einnahmequellen haben.

Dann lebst du nicht von Bitcoin sondern davon. Bitcoin ist nur Sicherheit für den Kredit, aber nicht die Quelle für deinen Lebensunterhalt.

Surprise: genau so ist es. Die neue Rate wird von einem neuen Kredit bezahlt. Wer eine Kette beleiht, verkauft die einzelnen Glieder nicht, sondern behält die Kette im Pfandhaus als ganzes.

Ob man jetzt von der Kette oder davon lebt, kannst du den Semantikern überlassen, die arbeiten schließlich für die Bitcoiner.

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Pfandhäuser geben keine Kredite.

Ich würde sagen, ich habe es schon stark konservativ abgesichert.
Denke die meisten sichern nicht unter 20k$ ab.

Habe ich Kopfschmerzen oder schlaflose Nächte? Nein, dass nicht. Allerdings es fühlt sich auch nicht mehr so frei an wie davor.

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Siehst du, noch mehr Arbeit für Semantiker :smiling_face_with_three_hearts:

Indem Du einen gewissen Prozentsatz der Auszahlungssumme zurückhältst und für spätere Raten verwendest.
Beispiel:
30.000€ benötigt
Kredit über 45.000€
15.000€ werden für Raten verwendet

Nicht, dass ich sowas mache oder empfehle, aber ich denke Du verstehst wie ich es meine.

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Die meisten Bitcoiner würden keinen Kredit aufnehmen für Konsum, sondern um mehr BTC zu erhalten :slight_smile:

Das sind Pfandkredite. Deswegen frage ich ja die ganze Zeit ob du Raten zahlen musst.

Und das ist ganz sicher sicher auch nicht das, was Vermögende machen und mit Immobilien nicht vergleichbar.

Aber ich wünsch dir viel Glück. Das wirst du brauchen wenn du das für ein erfolgreiches Konzept hälst.

Es gibt keine Raten - nur eine einmalige Schluss-Rate

Und diese begleicht man durch einen neuen Kredit

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Mmh aber hast du dein ganzen Bitcoin bestand als Collateral verwendet? Ihn nehme mal an, wenn man halt nur einen Teil und bisschen diversifiziert, sollte das schon gehen. Worst Case könnte man auch einen Teil der Bitcoin auscashen und dann damit Aktien mit Rendite kaufen, wenn man keine Kredite mag :thinking:

Mmh naja wenn wir erst in 30 Jahren in Rente gehen, könnten wir Glück haben und ⅐Bitcoin könnten eventuell bereits ausreichen. Ich mein in DE zahlen ja viele Leute Häuserkredite über Jahre ab, die auch mal 800k insgesamt kosten. Damit könnte man sich schon echt ein solides finanzielles Polster aufbauen. Aber ja, ich hab auch nichts dagegen wenn der Bitcoin Standard nicht schon morgen kommt sondern sich noch ein bisschen Zeit lässt :joy:

Das sehe ich auch so! Dabei könnte doch alles ganz einfach sein - würde ich die Gier ausschalten und stattdessen den gesunden Menschenverstand nutzen: Wenn es risikolos (oder mit verhältnismäßig geringem Risiko) möglich wäre, von seinen Bitcoin (oder anderen Investments) „leben“ zu können, ohne diese anzutasten - also eine leistungslose Vermehrung - dann würden das Firefish, Strike & Co. doch selbst machen! Die bieten die Kredite ja nicht an, weil sie die Welt verbessern möchten - sondern weil sie das Risiko auslagern und dabei trotzdem Gewinne maximieren wollen.

Es ist, wie mit Krediten insgesamt: Es kann sein, dass man sie nehmen muss, um z.B. eine Immobilie abzubezahlen. Aber einfach so, nur um seinen (positiven) Kontostand nicht antasten zu müssen, sind Kredite immer schlecht: Kann sein, dass es in einem progresssiven Markt unter dem Strich gut läuft. Wenn das aber sicher wäre, würde mir niemand einen Kredit geben und den Reibach lieber selbst einfahren.

Ich habe übrigens noch nie einen Kredit benötigt, selbst meine (kleine) Wohnung habe ich (nach einer Abfindungszahlung) bar bezahlt. Ich erinnere mich genau an das Gespräch mit dem Makler der Bank, der mir erklären wollte, dass ich dumm bin, weil ich mein Geld nicht für damals 5% anlege und stattdessen ein ultragünstiges Immobiliendarlehen nutze. Das war übrigens 2012. Kurze Zeit später fiel der Zinsertrag in bodenlose und die Hypothekenzinsen waren ebenfalls gestiegen.

Auch hier wollten mir vor 2 Jahren, als der Kurs in ähnlicher Höhe war, wie jetzt, noch einige Diskutanten erzählen, wie schlau („HFSP“) das ist, Bitcoin bei 60k zu kaufen und bei minimalen Kreditzinsen in zwei Jahren bei 150k wieder zur Tilgung zu verkaufen…

Merksatz meinerseits: Leihe dir niemals Geld gegen Zinsen, wenn du etwas aus eigener Kraft leisten kannst. Da dir niemand etwas schenkt, delegiert er nur das Risiko an dich. Du schläfst viel ruhiger, wenn du keine Schulden hast.

Ich bin auch immer wieder aufs Neue überrascht, dass ausgerechnet Bitcoiner, die von sich selbst glauben, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben, die gleichen Fehler machen wie der arrogant verschmähte Normalbürger, der sich auf Teufel komm raus nicht orangepillen lassen will… :smiling_face_with_horns:

Ich würde über die Hochzeit mit einem reichen Partner nachdenken. Das Modell beobachte ich in meinem Umfeld häufiger… :grinning_face:

…wo er Recht hat, hat er Recht: Bitcoin kann gute Kursentwicklungen einfahren, mehr nicht. Es gibt keine Dividende und keine Sekundärerträge (deshalb nennen ja einige klassische Investoren BTC auch „substanzlos“ und mit „keinem inneren Wert“ behaftet). Ich kann aber auch im Lotto gewinnen oder einen Job mit doppeltem Einkommen finden. Das würde ich aber auch nicht als Konstante in einem Kreditvorhaben betrachten…

Ich sage nur „Neuer Markt“ oder „T-Aktie“. Aber scheinbar müssen gerade Bitcoiner diese Erfahrungen erst selbst machen…

Da sind wir immer noch im Bereich von Hoffnung und Weissagung: Bislang sieht die Realität derzeit nicht danach aus. Das ist es ja, was mich wundert: Woher kommt der feste Glaube an die positive Entwicklung des Bitcoin, wo doch auch schon andere, geniale, technische Entwicklungen nicht von der Masse adaptiert wurden und sich nicht durchgesetzt haben?

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Welche geniale Erfindung mit Netzwerkeffekt ist gescheitert?

Es gibt eigentlich nur zwei Zukunfts-Szenarien:

  1. Wir gehen in eine Totalüberwachung jedes einzelnen Menschen über (mit 10 oder mehr KI gestützten Überwachungs-Dronen / KI-„Assistenten“ für jeden einzelnen Menschen optional Gedankenüberwachtung, gefolgt von vollständiger Steuerung jeglicher Äußerung und natürlich auch finanzieller Transaktion… ODER
  2. Bitcoin-Standard

Für die erste Möglichkeit ist Bitcoin nutzlos und muss nichtmal bekämpft werden, die zweite Möglichkeit ist eine der wenigen Methoden 1. abzuwehren.

Ich bin überzeugt, dass 2. gewinnt.

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