UTXO und Sparplan

Ich möchten das Thema UTXO ansprechen. Ich selber habe seit längerem aufeghört Sparpläne zu machen für BTC, da die Netzwerkgebühren für mich zu hoch wurden, als ich sie von Relai oder Pocket auf ein externen Coldwallet transferiert habe. Auch der Blick für die Zukunft, womit BTC meiner Meinung nach eher in Richtung Wertanlage wie z.B. Goldstandart geht, und ich damit eher grössere Beträge tätigen werde, auf zu hohe Netzwerkgebühren stossen würde, wenn ich nur z.B. 100er „Noten“ aus dem Sparplan habe und dann jede konsolidieren muss. (Natürlich sollte man das allgemein regelmässig tun).

Meine Unwissen liegt jetzt aber vielmehr, warum gewisse Bitcoin- und Finanzinfluenzer wie z.B. Finanzfabio mit Sparplänen auf Relai werben, aber nie dieses Problem ansprechen.

Sehe ich das Problem falsch oder zu streng oder wie ist der Konsens hier im Forum?

Den kenne ich nicht, aber wahrscheinlich sprechen es viele nicht an, weil es momentan kein großes Problem ist.

Selbst Transaktionen mit vielen UTXOs sind zur Zeit sehr günstig möglich.

Außerdem ist UTXO Management eine sehr persönliche Sache, je nachdem ob einem Gebühren Sparen oder Privatsphäre wichtiger ist.

Wir sprechen schon länger darüber.

Manche Anbieter haben dafür mittlerweile eine „Auto-Transfer“-Funktion entwickelt.

Einsteigern würde ich keinen non-custodial Sparplan empfehlen. Dafür sollte man vorab das Konzept von UTXOs und deren Auswirkungen kennen.

Ich habe extra mal einen etwas älteren Post ausgegraben, aber im Forum finden sich etliche dieser Art:

Die Antwort, die Du wahrscheinlich schon kennst, aber nicht hören willst.

Es sind Finanzinfluencer.

Ralf Schuhmacher wird Dir vielleicht auch nicht den ehrlichen Preis Deines Autos verraten. Er ist einfach ein Werbegesicht und verdient Geld.

Und Finanzinfluencer verdienen eben am Affiliatemarketing. Würde man Dich mit UTXOs verunsichern, dann würdest Du vielleicht zu einem anderen Anbieter gehen.

Und grundsätzlich haben sie ja Recht. Eine Selbstverwahrung ergibt total Sinn. Man sollte eben nur - wie Du schon schreibst - gewisse Summen selbst ansparen und sich bzgl. UTXOs flexibel aufstellen.

Gegenwärtig ist in jedem Fall ein guter Zeitpunkt mal wieder zu konsolidieren, wenn man diesbezüglich noch nicht so aktiv war.

Apropos. Hatten wir dazu nicht sogar mal einen Thread..

..da ist er ja:

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Das Problem entsteht aber bei denen welche mehrere Tausuend an Sats so mit dem Sparplan ansparen und dann selbst bei optimalen Netzwerkgebühren viel Geld verlieren.

Die Privatsspähre ist doch mit dem ganzen KYC eh nicht mehr so einfach zu managen?

Natürlich stimme ich dir zu, die machen ihr Geld damit, aber genau diese Influenzer vertreten das „Marketing“ für BTC an die Laien, welche sich zu beginn so Informieren bzw. vom Finanz und Fiatsektor durch solche Leute wie dem Finanzfabio in die BTC Welt gelangen.

Für einen Neuling können die Gebühren schnell bei einen dreistelligen Betrag annehmen, wenn man einige „Noten“ besitzt und zu spät konsolidieren will.

Aber interessant zu hören, welche Alternativen bereits von einigen Anbietern angeboten werden.

Den Betrag, also die Höhe der Sats, spielt dabei gar keine Rolle.

Es kommt auf die Höhe der Gebühren an, aktuell 1-2 Sat/VB, und darauf wieviel Daten zu brauchst, also wieviele UTXOs du hast.

So schnell geht das nicht.

Wenn man im allerschlimmsten Fall seit 4 Jahren wöchentlich einen Sparplan auslöst, also über 2.000 Eingänge (UTXOs) liegen hat, kann man aktuell für weniger als 100€ konsolidieren.

Richtig teuer wird das konsolidieren erst, wenn die Gebühren nachhaltig sehr hoch sein würden und man sehr viele UTXOs hat.

Dein Freund / ein Handwerker… hat keinen Zugriff auf deine KYC Daten.

Wenn du all dein Geld auf einer Adresse hast und deinem Freund 100 Sats schickst, hat er deine Adresse und kann er sehen, wieviel Bitcoin du hast und wo du welche hingeschickt hast.

Der gesamt Zahl nicht, aber wenn eine sehr hohe gesamt Zahl an Sats in z.B. 100er Einkäufen bei einer Coldwallet bestehen, dann ist das konsolidieren in eine Vernüftige Grösse teurer, als bei Sparplänen bei Hotwallets.

Wie das? Ich habe bei ähnlich günstigen Gebühren, bei der langsamsten Übermittlung, bei ca. 20 Utxos ca. 40 bei Pocket bezhalt… liegt das an Pocket?

Alleine bei der Bitbox kann man bei mehrere Adressen haben, wenn man auf diese Konsolidieren möchte. Verstehe nicht ganz was du damiz meinst?

Wie läuft das bei Pocket? Hast du nicht deine eigenen 24 Wörter und kannst selbst konsolidieren? Kann natürlich sein, dass die eine höhere Gebühr nehmen.

Ja genau, in jeder Wallet hast du viele Adressen.

Wenn du alle Coins auf einer Adresse hast, kann jeder, der diese Adresse kennt oder von der Adresse etwas geschickt bekommt, sehen, wieviele Coins du hast.

Deswegen teilen viele ihre Coins lieber auf ein paar mehr Adressen auf.

Ja genau, UTXO Management sollte definitiv früher oder später angesprochen werden, wenn man seriösen Content macht.

Aber hat halt alles Vor- und Nachteile. Wenn du auf Hotwallets sparst, sind die Coins eben nicht so sicher als wenn du direkt alles auf die Hardwarewallet bekommst.

Eine eigene Funktion dazu hat es nicht. Die 24 Wörter hat man aber. Ich habe diese einfach an eine Adresse von mein Hardware Wallet gesendet, um zu konsolidieren.

Aha, wieder was gelernt, danke. Wie läuft das aber ab? Muss man dazu das nötige Wissen besitzen, um dies in der Blockchain nachzuschauen, neheme ich an.

Diese Aufklärung fehlt leider bei gewissen Influenzer. Das habe ich auch in meinem Umfeld wahrgenommen, bei dennen die selber Kryptos und BTC besitzen.

Ist die Sicherheit bei eine Hotwallets wirklich noch so umstritten? Gerade in den letzten Jahren, mit steiger Anzahl an Börsen und Broken die Lizensiert sind und genau so mit Hotwallets den Kauf und Verkauf von BTC anbieten, fällt mir wohl das Wissen weshalb das immernoch ein Problem ist.

Naja, viel Wissen Bedarf das nicht.

Ich bin Händler und verlaufe Dir XY. Du schickst eine UTXO an mich. Den Gegenwert behalte ich, den Rest bekommst Du als Wechselgeld zurück.

In der Blockchain ist alles trnasparent. Ich kann also in der Transaktion nachschauen, von welcher Adresse das Geld kam und sehe natürlich auch den Input Deiner Transaktion.

Deshalb sollte man imho verschiedene Stückelungen haben.

Denn wenn Du mir 1 BTC schickst und dann 0,99995 Wechselgeld von mir bekommst, dann weiß ich nun, dass Du mindestens diese Summe besitzt.

Genauso zahlst Du ja auch im Geschäft ungefähr passend und Deinen Wochenendeeinkauf nicht mit 8 Goldbarren.

Klickt sich eben leider schlechter als „To tHe mOoOoOn!!“.

Digital. Risiko.

Wie ein Portemonnaie.

Das kann man Dir auf der Straße klauen. Deshalb nimmst Du vielleicht 50, 100 oder sogar 1000€ mit. Aber du wirst wahrscheinlich nicht mit 20000€ in bar herumlaufen.

Daumenregel: Handhabe es auch so mit Hot- und Coldwallet. Kleine Beträge okay. Größere in den Cold storage.

Weil es angreifbar ist. Not your keys, not your coins.

Anbieter wird gehackt. Kohle weg.

Keine Einlagensicherung. Nichts.

Mit einer Hardware-Wallet bist Du Eigentümer der UTXOs und nur Du kannst Transaktionen mit diesen signieren.

Du musst nur hier draufklicken:

Ich hab mal irgendeine zufällige Adresse rausgesucht, da kannst du sehen, dass da gerade 15 Mio $ liegen und alles was jemals mit der Adresse passiert ist.

Ansonsten siehe @HODLer

Ja dad leuchtet ein. Danke

Ob das Risiko so hoch ist wie viele befürchten bezweifle ich. Aber ja auf jedefall sollte man nicht mehrer tausend in Sats dort rum liegen lassen. Aber dann würde es schon Gebührentechnisch günstiger sein, z.B. 1000 Euro in Sats auf einer Hotwallet an sammeln und dann auf ein Hardwarewallet mit einer Überweisung zu senden, damit dass so auch gleich eine Note ergibt. Andtatt 10 100er Scheine vom Sparplan bei Relai oder so zu konsolideren?

Alles klar muss ich mal testen, danke!

Ich würde hier mit den Begrifflichkeiten aufpassen.

Auf der Börse ansparen. Sinnvoll.

In einer Hotwallet ansparen. Nicht sinnvoll. Denn hier entstehen ja jeweils UTXOs.

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Entstehen nicht erst die UTXOs wenn mir die Coins auch wirklich gehören? So sind die Coins in einem Hotwallet erst richtig mir, wenn ich sie auf ein Hardwarewallet oder Coldwallet sende, das mir gehört? Mein Gedanke dabei ist, das die Coins erst an mich gesendet werden, wenn ich die vom Hotwallet versende, davor steht nur digital die Zahl, ähnlich wie auf einem Fiatbankkonto.

Das ist dann aber eine börsenverwaltete „Hotwallet“. Besser: Börsenkonto.
Custodial.

Mit Hotwallet meint mal eigentlich eine sebstverwaltete Softwarewallet, wo du selbst die Schlüssel (Wörter) hast.
Non-Custodial.

Tun sie bei einem Hotwallet ja.

Deshalb der Verweis die Begrifflichkeiten richtig zu nutzen.

Wallet fast all Deine Adressen zusammen, abgeleitet aus dem Seed. Cold ist sie, wenn der Seed offline generiert wurde. Hot, wenn dies mit einem Gerät getan wurde, dass mit dem Internet verbunden ist.

Sobald Du custodial eine Wallet verwaltest, egal ob hot oder cold, dann führst Du Transaktionen auf der Main Chain aus und erhältst UTXOs.

Bei einer Börse ist dies auch so. Die verwaltet das ihr anvertraute Vermögen aber ebenfalls mit einer Cold Wallet.

Du als Nutzer hast bei ihr allerdings ein stinknormales „Schuldner-Konto“. Und hier kannst (und von mir auch empfohlen) eine gewisse Menge ansparen und dann onchain an eine von Dir verwaltete Adresse schicken. (Und diese sollte von einem Seed abgeleitet werden, der offline generiert wurde und verwaltet wird.)

Das führt nur zu Verwirrung.

Eine Börse/Broker verwaltet BTC auf Cold Wallets.

Ich habe kein Wallet bei einer Börse/Broker, sondern wie Du sagst, lediglich eine Konto.

:+1:

Das ist mein Denkfehler, danke für die Aufklärung!

Mein Grundgedanke ist aber sofern richtig? Ich habe mich aber falsch ausgedrückt und für Verwirrung gesorgt, danke für die Aufklärung!

Genau:

Custodial (Konto bei Börse/Broker) ansparen.

Non-custodial verwalten.

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Jetzt mal langsam zum mitdenken:

Nehmen wir mal einen zuvor genannten Beispielsfall:
Man sammelt auf dem Börsenkonto (nicht Hotwallet wie im Beispiel) zehn Käufe à 100 EUR an. Diese lässt man an eine Hotwallet auszahlen. Ich gehe mal davon aus: 1 UXTO.
Nun hat man auf der Hot-Wallet 10 Einzahlungen der Börse (im Wert von 10.000 EUR) angesammelt und transferiert dieses Paket dann auf eine Cold wallet.

Die Hot-Wallet verlassen dann 10 UXTOs, wodurch dann zehnmal eine Network-Fee anfällt. Ist das soweit richtig?

Bonusfrage: Wie viele UXTOs habe ich dann auf der Cold Wallet? Zehn einzelne oder eine zusammengefasste? Bisher wäre ich von letzterem ausgegangen. Inzwischen beginne ich zu zweifeln…

Du veranlasst eine Transaktion mit 10 Inputs. Deshalb nimmt Deine Transaktion mehr Blockspace ein. Und ja, das kostet Dich mehr Netzwerkgebühren.

Entsprechende Rechner finden sich online. Da kannst Du mal mit verschiedenen Werten spielen.

Du konsolidierst. Deine Transaktion hat 10 Inputs und einen Output. Also verfügst Du über ein UTXO auf Deiner Cold Wallet.

Eine.

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