Ja ich verstehe das es für junge Menschen Heute garnicht mehr vorstellbar ist das ich mit 25 Jahren schon 8 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt habe. Unsere Generation hat gearbeitet und sich über die Abendschule weitergebildet, es wurde immer an der eigenen Ausbildung und am Arbeitsplatz gleichzeitig gearbeitet. Als ich nach der Lehre das erste Gehalt bekommen habe habe ich sofort mit einem Sparplan begonnen. Mein besseres Startlos war, das ich mir in sehr jungen Jahren schon Gedanken über meine Zukunft gemacht habe, so ist es auch zu erklären, warum ich schon sehr Früh im Bitcoin die Lösung für finanzielle Freiheit gesehen habe.
Natürlich geht das und natürlich kann man sich das vorstellen. Aber Du willst Deine Kinder vielleicht zur Schule schicken und zu einer Ärztin. Da bedarf es dann aber eben mind. 6 1/2 Jahre Ausbildung. Heißt, wenn Du mit 18 Dein Abitur machst, dann bist Du eben erst mit 25 auf dem regulären Arbeitsmarkt.
Wieso soll jemand zur Abendschule, der sein praktisches Jahr in Krankenhäusern macht?
Es kann ja nicht der Anspruch sein, dass Menschen neben ihrer Vollzeitausbildung noch arbeiten. Denn ihre Ausbildung ist ja ihre Arbeit.
Ja, in Ausbildungsberufen lässt sich früher Geld verdienen als in einem Studium. Trotzdem gibt es Dienstleitungen von studierten Menschen, die eben auch wichtig sind. Es können nicht alle mit 18 Jahren anfangen zu arbeiten.
Naja, lass uns doch nochmal überschlagen.
Mit 17 angefangen zu arbeiten und bis 25 sukzessive besseres Gehalt bekommen. Ich schätze jetzt mal irgendwie ganz wild ab. Sagen wir Du hast 20k, 25k, 30k, 35k, 40k, 50k, 60k, 80k verdient. Macht in Summe 340k - selbst bei einer hohen Sparrate wie 50% hättest Du 170k€ angespart. Davon lassen sich keine Vermögenswerte kaufen, die Deine Wohnung bezahlen. Selbst bei einer Dividende von 3% (Abgaben sogar außen vorgelassen) - kommst Du auf etwas über 5000€. Macht 425€ pro Monat. Das hat für Deine Miete gereicht? Da bekommst Du in Großstädten nicht mal ein WG-Zimmer für.
Ja, bei Dir geht die Rechnung vermutlich auf, weil Du von Deinem Gehalt damals Bitcoins erworben hast. Aber an dem Beispiel wird schon deutlich, dass es eben nicht selbstverständlich ist - selbst bei viel Arbeit - nach 8 Jahren von Kapitalerträgen die Miete zu zahlen. Insbesondere in dem Alter, wo das Gehalt häufig entsprechend geringer ausfällt (geringere Erfahrung etc.).
Es kommt ja auch nicht in jeder Generation ein Konstrukt wie Bitcoin um die Ecke, was einigen einen solchen Vermögenszuwachs bescheren kann. Prozentuale Wertsteigerungen, wie Du sie erlebt und davon profitiert hast, werden mutmaßlich so nicht mehr so häufig geschehen (vielleicht auch nie mehr). Insofern sollte man Mitlesern die Illusion nehmen, dass es mit ausreichend Arbeit schon möglich sei mit 25 von Kapitalerträgen seine Miete zu zahlen.
Und das Bitcoin sich durchsetzt, auch das war und ist ja nicht garantiert, auch wenn wir gute Gründe haben dies anzunehmen. In Deinen Schilderungen fehlt mir diesbezüglich jedoch ein wenig Demut. Aber jeder hat eben seine eigene Realität.
Na ja, es ist ja nunmal auch schon so, dass das BIP zwar seit Jahrzehnten kräftig steigt, die Löhne und die Renten aber davon abgekoppelt sind.
Also der Wohlstand der erwirtschaftet wird, der wird hier nicht vernünftig verteilt. Eigenverantwortung hin oder her. Auch Demographie hin oder her.
Und dass die Menschen hier systembedingt immer mehr vereinsamen usw. ist auch nicht gerade förderlich für Kinderreichtum.
Das kann man natürlich alles ignorieren und was von Eigenverantwortung sagen usw. ändert aber nichts an der Wirklichkeit, dass das so ist und natürlich auch eine Rolle spielt.
Lieber Hodler Du bist doch schon lange dabei, allein in den letzten 10 Jahren sind aus 10000€ Anlage 2,3Millionen geworden ich habe ja nicht nach der Lehre mit einem Bitcoin Sparplan angefangen habe aber den gesamten ETF und dessen Erträge vor 10 Jahren in BTC gewandelt so kann man bei 5% Entnahme jährlich über 115000€ verfügen und da der Bitcoin pro Jahr mehr wie 5% zulegt wird es wohl auch nie aufhören eher jedes Jahr mehr werden ohne das man sein Kapital schmälert.
daher ist es ja für mich auch unverständlich das diese einmalige Gelegenheit von so wenigen genutzt wird.
die Demut vor dem Bitcoinversagen schwindet mit jedem Jahr mehr und nach nun gut 13 Jahren kann ich über diese Ängste nur lächeln, zuviel haben mir in der Vergangenheit schon prognostiziert das ich auf die Nase falle, und was soll ich sagen bisher ist keiner von diesen Weisen bisher mit der eigenen Anlage besser gefahren.
Das würde ich meinem Kind nie raten, es sei denn der Herzenswunsch ist es den Beruf auszuüben, wobei gerade beim Arztberuf würde ich die Empfehlung nie aussprechen, wenn mir an dem Verdienst liegen würde, da hat fast jeder Klempner mehr in der Tasche wenn man die zwei Berufswege nach 25 Jahren vergleicht. Erst Recht wenn man die Stundenlöhne vergleicht. Es ist für mich eh zweifelhaft ob eine 6 1/2 jährige Ausbildung sich überhaupt rechnet. Mein Schwager war Oberarzt der Chirurgie und nach 3 Krankenhaus Wechsel mit zig Jahren als unterbezahlter Stationsarzt hat er dann mit Mitte 50 endlich über 10.000 im Monat verdient, aber bis dahin einen Rentenanspruch unter 1000€ nach seinen Rentenpunkten. Da lacht jeder Lehrling nach 3 Jahren Ausbildung oder ein Monteur nach 2 Jahren Auslandsmontage ohne Steuerbelastung in Deutschland und Auslösung im Ausland.
Wenn sie von mehr Menschen genutzt werden würde, dann würden wir allerdings auch schneller höhrere Preisanstiege beobachten, wodurch sich viele wieder nur einen kleineren Teil vom Kuchen sichern können.
Man kann ja nun auch nicht so tun, als könnten alle mit ein bisschen arbeiten von Bitcoin reich werden.
Ja, aber diese Kurszuwächse sehen wir bei Bitcoin nicht mehr.
Bitcoins total return der letzten 10 Jahre war: 21 845%.
Nimm nur die letzten 5 Jahre und Du bist „nur“ noch bei: 375%.
Das ist ein großer Unterschied.
Klar, wenn Du 1950 geboren bist, mit 18 angefangen hast zu arbeiten und in ETFs gespart hast, nur, um dann Deinen 100.000€ schweren ETF in 2016 (bei einem Bitcoinpreis von 600€) in 166 BTC umzuwandeln. Ja, dann hat man heute mit einem Vermögen von 13 Mio € natürlich gut reden.
Aber ich denke, dass dies in der Art nicht mehr so möglich ist und nicht als allgemeingültiger Ausblick verkauft werden sollte.
Natürlich sollten Menschen rechtzeitig vorsorgen und ein Teil ihreres erarbeiteten Geldes anlegen, aber die Regel wird nie sein mit 25 Jahren von Kapitalerträgen zu leben und mit 70 über 10 Millionen auf der hohen Kante zu haben.
Demut vor dem Bitcoinversagen? Das ergibt keinen Sinn.
Das bezog sich auf Dich. Zur Erinnerung: Demut ist eine Haltung der inneren Bescheidenheit.
Also in dem Kontext eben auch die Einsicht, dass man sich seinen Wohlstand nicht erarbeitet hat, sondern zu einer Zeit gelebt hat, in dem ein neues Geld in die Welt gesetzt worden ist, was in den folgenden Jahren eine hohe Nachfrage erfahren solle.
Darum ging es mir nicht. An Bitcoin habe ich nicht gezweifelt.
Es geht eher um die Reproduktionsmöglichkeiten Deines Lebensweges.
Ein Mensch, der jetzt seine Ausbildung beginnt, kann von seinem Ausbildungsgehalt eben keinen ganzen Bitcoin kaufen, wie es ein Azubi 2016 noch hätte tun können. Mit 25 die Miete aus Kapitalerträgen zahlen, kann einfach nicht der Maßstab sein, vor allem, wenn die Prämisse ist, dass ausreichend viel arbeiten dafür ausreichend wäre.
Da würde mich aber interessieren mit welcher Anlage man mit weniger Arbeit an ein Vermögen kommen kann außer bei Bitcoin.
Ich sehe aktuell keine andere Anlagemöglichkeit mit mehr Potenzial, es ist richtig das die Zuwächse nicht mehr so enorm sind, aber bei der Kaufkraft ist es fast gleich geblieben. Denn wenn 100% Zuwachs 2015 noch 350€ waren sind es Heute 80.000€ und damit kaufe ich auch inflationsbereinigt mir heute mehr wie damals. Übrigens der Grund warum es bei mir geklappt hat, war erstens das ich nie auf die Schrottcoins hereingefallen bin und zweitens in den ersten 10 Jahren nie etwas verkauft habe und da waren Schwankungen bei ,die einen schon einen starken Willen abverlangt haben.
das ist wenn wir von den finanziellen Möglichkeiten sprechen schon richtig, aber was Du außen vor lässt ist die Risikoeinschätzung der Anlage . Es war doch 2013 ein ganz anderes Umfeld in Bezug auf eine Bitcoinanlage, es war doch viel weniger Vertrauen in Bitcoin und mal ehrlich ich habe in der Lehre 117DM im Monat bekommen und nach der Lehre waren es dann 1200DM aber 2013 100€ regelmäßig in Bitcoin tauschen war ein ganz anderer Aufwand als es ein Sparplan Heute ist. Mal ganz davon zu schweigen wie klein das Wissen und die Bubble um Bitcoin war. Was glaubst Du hat man sich da anhören müssen und wie oft man gezweifelt hat. Allein die von mir sehr früh verstandene Einzigartigkeit hat mit immer alles aushalten lassen und Heute verstehe ich immer noch nicht warum die Leute beim Bitcoin soviel über den Kurs in FIAT reden. Das ist doch mit das unwichtigste. Es ist doch die einzige legale Möglichkeit in Deutschland ohne Steuerabgabe und Dritte seine Kaufkraft in die Zukunft zu bringen. Das allein ist mir schon Motivation genug. Na und wenn einem nach soviel Jahren immer klarer wird das für einen Bitcoinsparer das Leben in der Zukunft immer günstiger wird, dann ist mir der %satz in dem die Preise in FIAT für mich fallen völlig egal.
Schon jetzt werden die Rentenbezüge zum größten Teil queerfinanziert.
Jemand der jetzt in “Rente” geht, bezieht keine Rente. Er bezieht die eigenen Steuern.
In 10 oder 20 Jahren, wird die Situation nicht besser sein, vermute ich jedenfalls.
Was auch immer man, wenn überhaupt, dann ausgezahlt bekommt, es hat nichts mit einer Rente zu tun.
Deshalb wäre es mir zumindest ganz lieb, wenn man aufhört es Rente zu nennen.
Man soll ja nie Bosheit unterstellen, wo Dummheit als Erklärung reicht.
Aber reicht Dummheit noch?
Solange wir die Begriffe nicht im Alltag korrekt verwenden, können die Menschen in unserer Gesellschaft, nicht aktiv werden…nicht umdenken… nicht verstehen.
Keiner von uns bezieht heute eine Rente und keiner von uns, wird noch Rente bekommen.
Die Frage, die mich bei diesem Thema umtreibt ist, wie stoppe ich die Zahlungen an die Rentenkasse.
Wir haben das schon immer Rente genannt, also machen wir das auch weiter so (Dummheit)
Vielleicht befürchten sie auch, dass es mehr Aufstand gäbe, wenn sie zugeben dass der Begriff Rente gar nicht mehr zutrifft. Was man dann als Bosheit betrachten könnte.
Eben nicht einfach. Als Angestellter kann man sich zurücklehnen. Außerdem ist man als Selbstständiger ganz schnell scheinselbstständig wenn man es sich so einfach machen möchte wie als Angestellter. Und dann muss man eben doch wieder Rentenbeiträge zahlen.
Aber ich sag mal, ich kann mich ja auch irren. Also wenn man du mir sagst wie ich meine IT Arbeit gechillt mit einem einzigen Kunden ohne Scheinselbstständigkeit machen kann, dann kündige ich meinen Job ganz ganz schnell, so schnell kannst du gar nicht gucken. Die Rentenbeiträge würde ich nämlich lieber auch nicht zahlen.
Ich schrieb lediglich, dass nicht alle von ein wenig Arbeit reich werden können.
Aber ja, Menschen können mit Bitcoin wohl potentiell am besten Vermögen aufbauen. Darum ging es mir nicht.
Ich auch nicht.
Aber man wird nicht mehr wie Du mit 10 Jahren Arbeit plötzlich mehrfacher Millionär.
So wirkte jedoch Deine Darstellung.
So nach dem Motto: „Jede:r kann es schaffen. Man muss nur früh genug und viel arbeiten.“
Aber Bitcoin hat eben völlig andere Kurszuwächse in der Vergangenheit erfahren, die in dem Außmaße nicht mehr plausibel erscheinen für zukünftige Prognosen.
Ausgehend von Deinem Kapital.
Der Vergleich schießt doch am Ziel vorbei. Du musst Ausgangskapital vergleichen. Einmal kann ich mir 200 BTC kaufen und einmal 1 BTC. Die 200 BTC haben nur eben deutlich mehr als 100% gemacht.
Hilft ja auch nicht, wenn Du jemandem heute sagst: „Hey, kauf Dir doch einfach einen BTC. Wenn der 100% macht, dann hast Du 160.000€.“
Dieser Mensch muss ja erstmal sukzessive Bitcoin erwerben, um von den Preisanstiegen zu profitieren. Und dies braucht in der Regel Zeit. Denn die meisten zahlen mit 25 eben nicht von Kapitalerträgen ihre Miete.
Ja, aber meine These ist, dass Menschen, die beispielsweise 2020 gestartet sind und bis 2030 (also wie Du 10 Jahre) durchhodln, eben nicht mehr die prozentualen Gewinne Preissteigerungen erleben werden, wie Du sie noch erleben konntest.
Ich dachte auch so, das ist nicht verwerflich. Aktuell bin ich auch noch Angestellt. Aber ich will das nicht mehr. Ich bin seit 2 Jahren dabei viel Zeit und Geld zu investieren, um spätestens in 3 Jahren auf eigenen Beinen stehen zu können. Dafür erarbeite ich mir meine Freiheit, meine Verantwortung und mein Geld. Und wenn man als Selbständiger “ständig”, also unter enormen Zeiteinsatz, arbeitet, dann läuft da etwas nicht richtig. Eigentlich hat man unter gleichem Zeiteinsatz mehr Geld, oder aber gleich viel Geld unter weniger Zeiteinsatz. Wenn nicht, dann läuft etwas ganz schief oder man ist zu gierig.
Das ist in etwa so, ob man seine Coins beim Broker liegen lässt oder in Eigenverwahrung hält.
und woher hast Du diese Gewissheit? glaubst Du denn das mir 2015 Jemand die Gewinnsprünge geglaubt hat? Es ist immer wieder das selbe die Leute meinen den FIAT Preis von Bitcoin 10 Jahre in der Zukunft vorhersagen zu können. Das schlimmste ist das Sie ihr Handeln von diesen rein erfundenen Prognosen abhängig machen.