Ich habe einfach das Gefühl das viele in der Bitcoin Community eine falsche Vorstellung davon haben wozu Lightning nützlich ist. Weil das UX für Endanwender wenn sie wirklich die Self-custody Variante wollen ist halt einfach schrecklich. Deshalb denke ich auch dass es dafür einfach nicht geeignet ist ausser für Enthusiasten die sich das auch leisten können eine eigene Node zu betreiben und die Channels zu pflegen.
Lightning alleine kann so oder so nicht die Anzahl User zu einer Grösse skalieren die nötig wäre. Kommt dazu das die Gebüren um einen Channel zu öffnen zum Teil so krass schwanken das es mal komplette Bevölkerungsgruppen ausschliesst.
Für Enduser wird es immer entweder Custodial oder Semi-Custodial Lösungen brauchen (Fedimint zum Beispiel). Ligntning ist aber dann essentiell um Zahlungen zwischen diesen Insellösungen welche die User haben zu routen.
Was ich eigentlich erwartet hätte bis jetzt, ist das mehr kommerzielle Apps LN Settlement Layer untereinander etablieren als immer den Umweg über die ganzen Banken zu gehen analog zu dem was Strike macht. Da geht es halt vor allem um Fiat → BTC → Fiat Transaktionen.
LN als open source Standard payment Backend wäre aus meiner Sicht ideal. Aber manchmal dauert es halt etwas länger bis sich offene Standards durchsetzen wenn ein proprietäres Netzwerk wie Mastercard/Visa diesen Markt schon monopolisiert hat durch den Netzwerkeffekt. Den kann man leider nicht brechen mit besseren Technologien, der bricht meistens nur wenn der Monopolist es so richtig verkackt und alle ihren Finger aus dem Arsch nehmen um sich davon gemeinsam zu verabschieden.