Um Lighning ist es ruhig geworden: Ein Blick auf die aktuelle Situation!

Ich habe einfach das Gefühl das viele in der Bitcoin Community eine falsche Vorstellung davon haben wozu Lightning nützlich ist. Weil das UX für Endanwender wenn sie wirklich die Self-custody Variante wollen ist halt einfach schrecklich. Deshalb denke ich auch dass es dafür einfach nicht geeignet ist ausser für Enthusiasten die sich das auch leisten können eine eigene Node zu betreiben und die Channels zu pflegen.

Lightning alleine kann so oder so nicht die Anzahl User zu einer Grösse skalieren die nötig wäre. Kommt dazu das die Gebüren um einen Channel zu öffnen zum Teil so krass schwanken das es mal komplette Bevölkerungsgruppen ausschliesst.

Für Enduser wird es immer entweder Custodial oder Semi-Custodial Lösungen brauchen (Fedimint zum Beispiel). Ligntning ist aber dann essentiell um Zahlungen zwischen diesen Insellösungen welche die User haben zu routen.

Was ich eigentlich erwartet hätte bis jetzt, ist das mehr kommerzielle Apps LN Settlement Layer untereinander etablieren als immer den Umweg über die ganzen Banken zu gehen analog zu dem was Strike macht. Da geht es halt vor allem um Fiat → BTC → Fiat Transaktionen.

LN als open source Standard payment Backend wäre aus meiner Sicht ideal. Aber manchmal dauert es halt etwas länger bis sich offene Standards durchsetzen wenn ein proprietäres Netzwerk wie Mastercard/Visa diesen Markt schon monopolisiert hat durch den Netzwerkeffekt. Den kann man leider nicht brechen mit besseren Technologien, der bricht meistens nur wenn der Monopolist es so richtig verkackt und alle ihren Finger aus dem Arsch nehmen um sich davon gemeinsam zu verabschieden.

Zeus ist aber keines von beiden oder?
Manchmal hatte ich auf der WOS schon 5 M Sats. Das ist eigentlich schon zu viel für Custodial finde ich.
Da ich keine Node betreibe ist evtl. Zeus interessant? Habe mich da aber erst halbherzig eingelesen.
Vielleicht ist es ja für andere Interessant?
Glaube eine Node aufsetzen muss nicht mehr unbedingt sein für Non-Custodial LN.

Bitcoin Node brauchst du nicht unbedingt, aber eine LN Node, Zeus hat die einfach integriert. Das Problem sind vor allem die Channels. Zwischendurch gibt es halt Phasen wo es plötzlich 20-40 Euronen kostet einen Channel zu öffnen und du musst den dann auch monitoren.

Ausserdem hat es pro Block also alle 10min Kapazität um etwa 4000 Channels zu öffnen oder mutieren. Das reicht halt nirgends hin.

Wir befinden uns aktuell noch in der Preisfindungs Phase, in denen er auch viel stärker ansteigt.
Wenn sich der Bitcoin etabliert hat dann wird sich sein Kurs auch viel stabiler verhalten, also

  1. Generell kaum noch schwanken
  2. Viel weniger pro Jahr steigen

Wenn der Bitcoin irgendwo nur noch durch steigende Produktivität steigt, dann braucht man die Löhne auch nicht kürzen, da die Arbeiter ja auch produktiver werden

wie konnte das nur passieren, wi die Schweizer doch alles perfekt und besser als alle anderen machen?

Dass Flintenuschi ihren Part vergeigt hat, kennen wir ja schon.
Dafür wurde sie doch angestellt :rofl::rofl::rofl::rofl:

Es ist nicht schlimm, daß die meisten Bitcoiner derzeit nur sparen und es nicht mit der Brechstange versuchen, Bitcoin schon als Geld zu etablieren.
Bitcoin muss ohnehin zuerst mal in sehr weiten Teilen der Bevölkerung als Wertspeicher anerkannt und vertraut sein, bevor es - und dann wie von selbst! - langsam aber stetig als gängiges Zahlungsmittel funktionieren und somit zu Geld werden kann.

Ja, sollte der Bitcoin in fernerer Zukunft tatsächlich das alleinige Geld der Menschheit werden, wird seine Wertsteigerung nur noch von zwei Parametern abhängen: von der jährlichen weltweiten Wirtschafts- und der Bevölkerungsentwicklung. Normalerweise wird er dann wohl um einige Prozent jährlich an Kaufkraft gewinnen. Das wird aber niemanden davon abhalten, einen Kaffee zu kaufen oder ein Auto, man will ja auch leben. Es wird aber Leute davon abhalten, sich für ein Auto voreilig zu verschulden, es sei denn vielleicht für ein sehr gutes Auto. Jedenfalls insgesamt werden sich mehr Leute damit zurückhalten, für eigentlich überflüssigen Konsumplunder ihr gutes Geld herzugeben.

Sehe ich ähnlich.
Aktuell hat man ja auch die Option sein Fiat in Bitcoin oder meinetwegen Aktien zu tauschen und trotzdem konsumieren die Leute weiter.
Und die aktuelle Wertsteigerung vom Bitcoin ist viel größer als die, welche man in einem Bitcoin Standard hätte

Ja, Bitcoin ist derzeit noch in derselben Phase, in der Gold sich so vor 5-6000 Jahren befunden haben muss.
Irgendwann damals muss es, ähnlich wie der bekannte erste Bitcoin-Kauf (Pizza für 10000 BTC), auch den ersten Goldkauf gegeben haben. Vielleicht ein winziger Fisch für 20 kg Gold :wink: Aber erst viel später wird Gold dann so wertvoll und relativ stabil geworden sein, wie wir es mittlerweile seit 1000en Jahren kennen.

?
wenn du unter wasser bist, versuchst du dann weiter zu atmen? Du hast schon sehr starke Prämissen in deinen Posts

Du setzt Profite mit Wachstum gleich. Tipp: Beschäftige dich intensiver mit Austrian Economics und versuch nicht zu propagieren, dass man alte Denkschulen nach Umbrüchen nicht anpassen kann, das zeigt die Geschichte zB DDR LOL

Profite sind Wachstum. Man bekommt man mehr raus, als man reingesteckt hat. Das ist die Def. von „etwas gewinnen“. Mehr zu haben als zuvor.

Dann ist ein System abhngig von einem anderen Ziel.
Das beweist die Geschichte.

Hier für den Einstieg: Die Fiatgeld-Lüge – Warum hartes Geld wie Bitcoin die bessere Wahl ist! | Blocktrainer - Bitcoin Bildung & News

Zwischen 1790 und 1913 war die Hochzeit der Industrialisierung. Warum wird das verschwiegen, aber erwähnt, dass das Internet für die Produktivitätssprünge der letzten Jahrzehnte verantwortlich war?

Also es wird einfach in dem Zusammenhang weggelassen, dass im 19. Jahrhundert die Produktivität massiv stieg durch die Industrialisierung und gleichzeitig suggeriert, dass die Produktivität in den letzten Jahrzehnten nur durch eine Erfindung aus der Zeit von Bretton Woods möglich war.

Da werden einfach verschiedene Informationen genommen, anderer weggelassen (wie z.B. die massive Armut der Arbeiter, die Kinderarbeit usw. im 19. Jahrhundert) und sich so zu recht gebastelt, dass es am Ende passt.

Es gibt keinen Zusammenhang zwischen Goldstandard und Erfindungsreichtum. Es gibt auch im Fiatsystem jede Menge Erfindungen.

Der Zusammenhang ist ein ganz anderer, den unter anderem Prof. Heinsohn schon dargestellt hatte. Erfindungen werden nämlich statistisch von jungen Männern (entsprechende Schulbildung natürlich vorausgesetzt) in ihren 20er gemacht.

Europa hatte im 19. Jahrhundert ein massives Bevölkerungswachstum, was in den zwei Weltkriegen und später (Pillenknick usw.) dann abgebaut wurde.

Das ist der Hauptgrund für die zahlreichen Innovationen während der Industrialisierung im 19. Jahrhundert und zu Beginn des 20.


Und noch was anderes: Das Dritte Reich war ja ein Staat. Staaten mögt ihr ja hier gar nicht. Zudem war es auch noch ein totalitärer Staat, der sich überall einmischte. Mögt ihr ja noch viel weniger.

Was es aber auch war, war, einer der modernsten Staaten der Welt mit einem Innovationsschub an neuen Technologien der seines gleichen sucht und zwar nicht nur auf dem militärischen Gebiet.

Also wir haben da einen totalitären Staat, KEINEN Goldstandard, und einen massiven Innovationsschub.


Was das Internet überhaupt erst ermöglichte (unter anderem):

Der erste funktionsfähige, frei programmierbare Computer der Welt war die Z3, die 1941 von dem deutschen Ingenieur Konrad Zuse in Berlin entwickelt wurde. Die Z3 basierte auf dem binären Zahlensystem und der binären Schaltungstechnik.

Zuse begann bereits 1935 mit der Entwicklung eines Computers, da Berechnungen im Bauingenieurwesen für ihn sehr mühsam waren.

Wie kann das nur möglich sein, eine solche revolutionäre die Welt verändernde Erfindung in einem Staat zu machen der überall seine totalitären Finger drin hat und dessen Wirtschaft zudem auf keinem Goldstandard basiert?

Ich frage für einen Freund. ;)

Niemand sagt, Innovation sei in solchem einem System unmöglich, aber es ist doch eher wie die Nadel in einem Heuhaufen zu finden, oder noch viel treffender wie Venture Capital Investing, einfach mal in 10 Ideen Geld investieren, und dann darauf hoffen, dass vielleicht eine oder 2 brauchbar sind und man dadurch den Verlust der anderen Wettmacht inklusive Zugewinn.

Wenn mehr Kosten damit verbunden sind etwas auf den Markt zu bringen, dann macht man sich wahrscheinlich mehr Gedanken darüber ob etwas auch wirklich herausragend gut ist, und daher einen Markt bedient.

Du bist ja witzig. Deutschland war (auch) zwischen 33 und 45 ein Hochtechnologieland. Klar, man hat nicht alles selbst erfunden, vieles aber doch und es war eines der modernsten Länder der Welt.

Das dürfte gar nicht sein wenn es nach “euren” seltsamen Theorien geht.

Übrigens gilt ähnliches auch für die SU. Auch in der SU wurden viele Erfindungen gemacht, die Schulbildung war sehr gut usw.

DDR soll auch ganz geil gewesen sein. Hat mir ein anderer Keynesianer erzählt.

Ja, warum auch nicht?