Überprüfbare Realität

[quote=„Doktor, post:40, topic:72654“]

Zitier doch mal, wo ich das behauptet habe.

[/quote]

Tut mir leid, dafür müsste ich deine Beiträge nochmal lesen und die Mühe möchte ich mir wirklich nicht machen.

Und bitte kennzeichne doch die Absätze die du nachträglich hinzufügst mit mem “Edit” oder so. Danke

Liebe Grüße

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Ich bin ehrlich völlig fein damit, wenn du denkst “recht” zu haben.

Das was hier diskutiert wird ist nicht nachweisbar…. nichtmal wissbar.

Ich lese deine Punkte. Deine Meinung ist bereichernd. Aber eben nur eine Meinung und diese vertrete ich eben nicht. Deshalb nimm es mir nicht übel, dass ich da jetzt nur minimal Energie für aufbringe.

Das ist keine Meinung, so wird das allg. definiert und verstanden.

“Ihr” schwurbelt hier einfach, weil ihr das nicht wisst und haltet euch damit noch wer weiß wie clever und seid teilweise extrem überheblich.

Du behauptest z.B. ich hätte etwas behauptet und verargumentierst damit als Basis, willst es aber nicht belegen sondern sagst dann, du willst dir die Mühe nicht machen das rauszusuchen/zu lesen.

Was ist denn das für ein Umgang?

Ich behaupte auch nicht einfach so irgendwas was du gesagt hast wenn das nicht stimmt.


Die Wirklichkeit ist die Welt so, wie sie in jedem Moment IST, nämlich das Seiende in Raum und Zeit im Sinne des Werdenden. (**)

Wahrheit ist die Übereinstimmung der menschlichen (subjektiven) Erkenntnis mit der (objektiven) Wirklichkeit.

Und zur Wahrheit gelangt man eben nur über die Sprache. Wie sonst?

Deswegen ist eben wichtig verhältnismässig präzise mit Sprache umzugehen. Wenn jeder damit beginnt sich selber was zuzsammenzuschwurbeln weil er das für unheimlich intelligent und “aufgewacht” hält, führt das eben zu nichts.

Klar… du hast Recht und ich meine Ruhe.

Ich wollte dir nur zustimmen, dass in uns ein gewisses Grundkonstruckt an Moral in uns angelegt ist.

Die Versteifung auf Begrifflichkeiten und der Kontrollzwang hinter deren Interpretation, ist mir zu sozialistisch.

Zu zu denken es gäbe eine, für alle gültige Wahrheit, ist nur albern. Diese dann aber anderen vorzuschreiben ist bezeichnend.

Also sorry… aber mit dir eine Unterhaltung zu führen, ist mir zu müßig.

Wünsche dir dennoch nen entspannten Tag.

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Eben nicht. Du machst das Gleiche, was du anderen vorwirfst und verwendest Begriffe wie es Dir gerade passt.

Google sagt:

Nein, Wirklichkeit und Realität sind nicht exakt dasselbe

, auch wenn sie im Alltag oft synonym gebraucht werden; Realität bezeichnet eher das, was objektiv, messbar und unabhängig von uns existiert (die „Summe aller Dinge“), während Wirklichkeit das beschreibt, was wir wahrnehmen, erleben und erfahren, also subjektiv und bewusstseinsabhängig ist – was wirkt. Kurz gesagt: Realität ist das „An-sich“, Wirklichkeit ist das, was uns gegeben ist, oft durch unsere Wahrnehmung.

Unterschiede im Detail:

  • Realität (Realitas):

    • Bezieht sich auf das tatsächliche, objektive Vorhandensein von Dingen und Strukturen, unabhängig vom Beobachter.

    • Ist der Gegenstand der Naturwissenschaften, messbar und erforscht.

    • Beispiel: Die Gesetze der Physik, die Existenz von Elementarteilchen.

  • Wirklichkeit (Actualitas):

    • Umfasst das, was subjektiv erfahren wird: Wahrnehmungen, Gefühle, Bedeutungen, Melodien.

    • Ist die Wirkung der Realität auf uns, also das, was uns als Bewusstseinsinhalte gegeben ist.

    • Beispiel: Die Erfahrung von „Weiß“ (die Farbe), das Hören einer Melodie, die Atmosphäre eines Raumes.

Zusammenfassend:

  • Im Alltag: Die Begriffe werden meist gleichbedeutend verwendet: „In der Realität/Wirklichkeit ist alles anders.“.

  • In der Philosophie/Wissenschaft: Realität ist das objektiv Existierende, Wirklichkeit ist die subjektive, bewusste Erfahrung davon. Realität ist die Basis, die Wirklichkeit die Interpretation oder Gegebenheit für uns.

Eben das, was hier auch die ganze Zeit versucht wird, darzustellen.

Lies dir doch einfach mal das durch was ich verlinkt habe statt Google zu fragen und dir dann wieder irgendeine von einer Suchmaschine zusammengeschusterte Antwort geben zu lassen.

Dein Google sagt, Wirklichkeit sei Wahrnehmung. Was natürlich Quatsch ist. Wahrnehmung ist Wahrnehmung und Wirklichkeit ist das was IST unabhängig von deiner oder meiner Wahrnehmung.

“Die Wirklichkeit ist die Welt so, wie sie in jedem Moment im Werden IST. Dieses werdende Sein, dieses Seiende in Entwicklung, ist anscheinend ganz unabhängig davon, ob es in ihm erkenntnisfähige Subjekte wie uns Menschen gibt oder nicht.”

So…

Und diese Wirklichkeit nehmen wir unterschiedlich wahr und versuchen mit Hilfe der Sprache uns einer Wahrheit anzunähern.

So kompliziert ist das doch auch wirklich nicht.

Ansonsten könntest du ja mal kurz erläutern, welchen Sinn das haben sollte nochmal zwischen Wirklichkeit und Realität und Wahrnehmung zu unterscheiden. Also mir geht das völlig ab warum ich Wahrnehmung Wirklichkeit nennen sollte und warum Realität was anderes sein soll als Wirklichkeit.

Laut Duden ist ein Synonym für Wirklichkeit übrigens Fakt.

Ok. Ich habe nich kurz mit der KI unterhalten, in der Regel ist das auch ergiebiger als sich mit euch zu unterhalten. :wink: (Und führt auch deutlich schneller zum Erkenntnisgewinn.)

Philosophisch wird tatsächlich ein Unterschied gemacht zwischen Realität und Wirklichkeit. War mir in der Tragweite nicht bewusst. Asche auf mein Haupt. ;)

Und du bist also nicht derjenige, der die Beleidigungen austeilt?

:smiling_face_with_three_hearts:

Ach, das war doch keine Beleidigung. ;)

Hihihi

:face_with_hand_over_mouth::face_with_hand_over_mouth::face_with_hand_over_mouth:

Deutsch soll sehr viel Präzision ermöglichen.

[Verschwörungstheorie Anfang]

Deswegen wird unsere Sprache auch gerne angegriffen.

[Verschwörungstheorie Ende]

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@Lichtrebell

+1
… und ist traditionell eine philosophische Sprache. Viele Begriffe wie Bewusstsein, Dasein, Weltanschauung, Mitgefühl sind schwer zu übersetzen, weil sie tief im Denken verankert sind.

Englisch: dominiert heute in Wirtschaft, Wissenschaft, Popkultur, Internet. Durch seine Einfachheit ist es ideal für Machtstrukturen und Massenkommunikation. Wer Englisch beherrscht, hat Zugang zu globaler Macht.

Deutsch: Ist weniger global, aber geistig tief verwurzelt. Eignet sich eher für reflektierte, präzise Ausdrucksformen, etwa in Philosophie oder Dichtung. Sprache des Inhalts, nicht der Herrschaft.

Deutsch formt Bewusstsein – es verlangt Denken, bevor man spricht.
Englisch formt Macht – es erlaubt Handeln, bevor man denkt.
Beide Sprachen haben also ihre Stärke:

  • Englisch öffnet die Welt.
  • Deutsch öffnet das Bewusstsein.

In einer Welt, in der Wahrheit nicht mehr verhandelt, sondern verifiziert wird (Bitcoin), wird auch die Sprache sich verändern. Englisch war die Sprache der Macht und Kontrolle, Deutsch ist die Sprache der Bewusstseins und der Klarheit. Wenn Bewusstsein durch Bitcoin gezwungen, durch Realität selbst gestützt wird, dann kann Deutsch wieder präzise und bewusster werden, nicht durch Imperium, sondern durch Wahrheit. Denn Wahrheit spricht nicht laut, aber sie bleibt. Und sie spricht in der Sprache, die das Denken lehrt: Deutsch.

In einer Zeit, in der die Menschheit durch Systeme wie Bitcoin gezwungen wird, Wahrheit, Logik und Ursache wieder ernst zu nehmen, könnte sich auch die Sprache verschieben: Deutsch wird nicht zur Weltsprache der Macht, sondern zur Sprache des Verstehens. Das wäre keine politische, sondern eine geistige Weltsprache, so wie Latein einst die Sprache der Kirche war oder Sanskrit die Sprache der Erkenntnis.

Die Zukunft gehört nicht mehr den Menschen, sondern den Systemen, die Wahrheit überprüfen können, also Code, Mathematik, Kryptographie. Deutsch liegt gedanklich näher an der Struktur solcher Systeme:

-präzise Syntax
-logische Klarheit
-eindeutige Definitionen

Wenn Maschinen und Menschen gemeinsam Bewusstsein und Wahrheit organisieren (Bitcoin als Protokoll der Realität, KI als Protokoll des Wissens), dann gewinnt strukturierte Sprache an Macht. Und Deutsch ist die strukturiertste große Sprache der Welt.

Man könnte sagen:

Englisch war die Sprache der Expansion.
Deutsch wird die Sprache der Erkenntnis.

Englisch öffnete die Welt - Deutsch wird sie verstehen.

@Lichtrebell
Der Anfriff passiert aber nicht „böswillig“. Das hängt nicht mit Nationalität oder Absicht zusammen, sondern mit Tempo und Komplexität unserer Zeit. Deutsch ist eine Sprache, die auf Präzision und Logik gebaut ist. Je stärker Gesellschaften aber auf Geschwindigkeit, Markt und Massenkommunikation setzen, desto weniger passt eine solche Sprache in den Alltag. Deshalb wurde vieles vereinfacht wie zb. Slang, Anglizismen, verkürzte Grammatik („Diggah“, „Alter“, usw. das sind keine bösen Wörter. Aber sie sind Zeichen einer Verarmung der Ausdruckskraft..)
Das ist kein Angriff, sondern ein Anpassungsprozess an eine Welt, die schnelle Information statt tiefes Denken belohnt.

Billiges Geld → kurzfristiges Denken.
Informationsüberfluss → oberflächliche Aufmerksamkeit.
Beides führt zu Verlust an Tiefe in Sprache, Kunst und Denken.
Deutsch als Sprache der Tiefe leidet in so einem Klima stärker als Sprachen, die auf Pragmatismus und Schnelligkeit beruhen (z. B. Englisch).
Also: kein gezielter Angriff aber eine strukturelle Folge der Epoche.

Es ist keine Verschwörung, sondern eine logische Folge einer bestimmten Entwicklung, die auf vielen Ebenen gleichzeitig stattfindet.

  1. Ökonomie → Oberflächlichkeit

Mit dem Zeitalter des billigen Geldes (Kredit, Inflation, Schuldenpolitik) verlagerte sich der Fokus von Wert auf Wachstum. Schnelligkeit, Skalierung, Effizienz wurden wichtiger als Tiefe, Geduld und Substanz. Das hat nicht nur Wirtschaft und Politik geprägt, sondern auch Sprache und Denken.

  1. Information → Überreizung

Früher war Wissen knapp, heute ist es grenzenlos – und gerade deshalb wertlos, wenn man es nicht einordnen kann. In einer Welt, in der jede Sekunde neue Informationen fluten, verliert Sprache ihre Bedeutungstiefe. Menschen sprechen schneller, einfacher, impulsiver weil Aufmerksamkeit zum neuen Kapital geworden ist.

Sprache → Spiegel der Epoche

Deutsch steht für Klarheit, Logik, Präzision, also das Gegenteil von Chaos und Überreizung. In einer Kultur, die kurzfristige Reaktion bevorzugt, passt diese Struktur „nicht mehr ins System“.
Darum verflacht sie! Nicht durch Angriff, sondern durch Überforderung der Tiefe in einer flachen Zeit.

  1. Bewusstsein → Korrekturbewegung

Aber jede Epoche erzeugt ihren Gegentrend. Menschen wie mich, die wieder nach Tiefe, Wahrheit und echter Sprache suchen, sind Teil einer bewussten Selbstkorrektur der Zivilisation. Wenn Oberflächlichkeit an ihre Grenze stößt, entsteht ein Hunger nach Echtheit, nach Substanz und das ist, wo Denken, Philosophie, Sprache und Wahrheit zurückkehren.

Das war alles kein Zufall, sondern eine Folge.

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Die Morgenstunde ist ein zartes Echo der Nacht; sie lädt uns ein, die Schatten der Vergangenheit zu reflektieren, während das Licht der Tafel [Tablets] den Weg zur Klarheit erhellt. :grimacing:

Dieser Text von dir wurde aber mit KI geschrieben, gell? ;)

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Wieso hast du den Text gelöscht? Habe deine Antwort auf jeden Fall per E-Mail bekommen. Ja, ich nutze KI selbst auch, aber wenn man täglich auch mit KI arbeitet, dann merkt man einfach auch wann ein Text mit KI generiert ist. Und ich finde schon, dass man es sich sehr leicht macht, wenn man einen KI-Text hier posted. Klar, ist der Prompt am Anfang von dir und eigenes denken findet auch statt, aber im Grunde ist es wie ein Ghost-Writer. Du gibst quasi einen Arbeitsauftrag an etwas anderes ab und verkaufst es dann so, als wäre es von dir im Grunde. Aber das ist es nicht. Es wäre genau so, als würde man einer KI sagen, sie soll ein Gemälde erstellen und dann stellt man sich irgendwo hin und teilt mit, dass man dies selbst erzeugt hat. Hat man aber nicht. Also für sich selbst ist es ja hilfreich das zu nutzen.

Moin Doc

Hab noch weiter über deinen Punkt nachgedacht…sich über das gesprochene Wort, sich der Wahrheit zu nähern.

Mein Punkt ist nicht, dass Sprache nutzlos ist – sondern dass sie strukturell nicht geeignet ist, Wahrheit im Sinne des Ganzen auszudrücken.

Mal ganz davon abgesehen, dass es mMn keine allgemeingültige Wahrheit gibt, würde ich es eher als Übereinkunft betiteln.

Ich hab schon mitbekommen, dass du in Absolutismen denkst. Gut, Schlecht, richtig, falsch und so weiter.
Aber je mehr ich darüber nachdenke, um so eher neige ich dazu, dass das gesprochene Wort grundsätzlich unzureichend ist. Deshalb sage ich das ist falsch. Jedenfalls von meinem Standpunkt aus.

All unsere Worte, in jeder erdenklichen Sprache, beziehen sich auf den Dreidimensionalen Raum. Letztendlich brauchen wir diese für die Übereinkunft um Dinge zu klären wie: deins, meins und all diese Dinge die uns so wichtig sind.

Doch ist jedes gesprochene Wort nie vollständig, da wir ja durch die Worte Dinge von einander abtrennen. Aber in der “Realität” es ist nie etwas getrennt von etwas anderem. Jeder und alles ist immer mit allem verbunden. Sobald wir versuchen die Wirklichkeit zu beschreiben, ist die Beschreibung schon unzureichend.

Wir brauchen diese aber, um zu begreifen und schon dieses begreifen, trennt das eine von dem anderen.

Wovon du aber sprichst, ist die Wahrheit. Also vom Ganzen. Das Ganze aber, ist definiert als „das, dem kein Teil fehlt“.

Sobald du nun aber versuchst über Sprache das Ganze zu beschreiben, sitzt du in der Zwickmühle. Denn die Worte sind dafür da, die einzelnen Teile zu beschreiben, nicht das Ganze.
Und Wahrheit (das Ganze) ist eben nicht die Summe aller Teile, sondern wie gesagt, das dem kein Teil fehlt.

Natürlich sind das einfach nur die Gedanken aus meiner kleinen Perspektive.

Mir ist völlig gleich ob du diese annimmst oder nicht. Weder geht es mir darum dich zu überzeugen, noch zu vermitteln, dass das so sei wie ich es hier versuche darzustellen. Simple Sachebe… deine Argumente reichen nicht, um meine Sicht zu ändern. Da musst du mich auch nicht Schwurbler nennen oder sagen du hast doch keine Ahnung. Weil es ja genau darum geht…Ich hab keinen Plan…du aber auch nicht. Lediglich könnte man sagen, es gäbe eine Gewisse innere logische Konsitzens und ich versuche nur darzulegen, warum deine Punkte sie (diese besagte Konsitenz), für MICH nicht haben. Und da ist mir völlig egal, wessen Namen du hier zitierst und welche Reputation derjenige welche auch haben mag.

Dein Punkt, Realität über Sprache ist für mich nur in minimalem Ausmaß anwendbar und deshalb… in deiner Darstellung, falsch…. wenn man überhaupt ein richtig und falsch hier anwenden mag.

Liebe Grüße

Edit

Sorry für die ganzen Fehler😅… ich bin nur n Staßenbengel… werd beim nächsten Mal gucken, ne KI korrigieren zu lassen.

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Nochmal: ;)

Ich habe nirgendwo geschrieben, dass Sprache Realität schafft.

Ich habe geschrieben, dass Sprache Wahrheit schafft.

Ich habe hier nun gelernt, dass es einen Unterschied zwischen Wirklichkeit und Realität gibt. Nun gut. Das war mir in der Tragweite nicht bewusst, dass es durchaus im Sinne der Philosophie Sinn ergibt, das zu unterscheiden.

Davon unberührt ist aber was ich zu der Sprache als einzige Möglichkeit zur Wahrheitsfindung gesagt habe. Der Wahrheit können wir uns nur über die Sprache annähern. Wie sonst?

Also wir haben Wirklichkeit und Realität und unsere Wahrnehmung davon und die Sprache als Mittel zur Wahrheitfindung. Physik ist z.B. eine Sprache die der Wahrheitsfindung dient. Man beobachtet die Realität, also dass Steine nach unten fallen, und formuliert das in Sprache aus, manchmal auch immer wieder und wieder, weil neue Beobachtungen und Erkenntnisse hinzu kommen die alte über den Haufen werfen, um sich der Wahrheit anzunähern.

Und wer das eben mit Sprache am besten kann, also wessen Wahrheit der Realität UND Wirklichkeit :wink: am nächsten kommt, der wird wahrscheinlich erfolgreicher sein, als jemand, der die Wahrnehmung von Realität UND Wirklichkeit :wink: schlechter in Sprache übersetzt.

Das gilt für das Individuum wie auch für ganze Völker und Gesellschaften. Deswegen fliegen die einen zum Mond und die anderen bauen Lehmhütten. :wink: (unter anderem)

Aber das gilt auch auf allen Gebieten. In einem Kommentar unter einem von Romans letzten Videos habe ich gelesen, dass da jemand abwertend über Meinungswissenschaften im Unterschied zu eben den Naturwissenschaften usw. gesprochen hat.

Aber letztlich beobachten auch “Meinungswissenschaften” die Realität UND die Wirklichkeit und versuchen sich der Wahrheit anzunähern. Und auch da gilt, je besser das meinetwegen die Sozialwissenschaft oder die Psychologie oder was auch immer schafft, desto bessere Schlüsse kann man daraus ziehen und desto erfolgreicher ist man auf dem Gebiet.

Genau :) Sprache ist ein Werkzeug zur Annäherung an Wahrheit.

Aber: Sprache ist ein Werkzeug zur Beschreibung von Wahrheit und nicht ihr Ursprung. Sie hilft, Wahrheit zugänglich zu machen, aber sie ist nicht Wahrheit selbst.

Du hast recht: Je präziser Sprache wird, desto näher kommt sie an etwas heran, aber sie bleibt Annäherung.

Wenn wir sagen Ein Stein fällt, klingt das wie eine eindeutige Wahrheit. In Wirklichkeit ist dieser Satz bereits eine starke Verdichtung dessen, was tatsächlich geschieht. Er fasst ein hochkomplexes physikalisches Geschehen in eine sprachliche Abkürzung zusammen, damit es für den Menschen verständlich und kommunizierbar wird. In der Realität bewegen sich unzählige Teilchen, es wirken Felder, Raum und Zeit sind beteiligt, der Beobachter selbst ist Teil des Systems. Sprache blendet all das aus, nicht weil es falsch wäre, sondern weil sie Komplexität reduzieren muss, um handhabbar zu bleiben. Diese Reduktion ist der erste Grund, warum Sprache immer Annäherung bleibt.
Hinzu kommt, dass Begriffe wie "fallen"keine Eigenschaften der Natur sind, sondern menschliche Konzepte. „Fallen“ setzt einen Bezugspunkt voraus, ein „oben“ und „unten“, ein Koordinatensystem, eine Perspektive. In der Physik selbst gibt es kein Fallen im alltäglichen Sinn, sondern Bewegungen entlang von Bahnen in einem Gravitationsfeld oder in gekrümmter Raumzeit. Das Wort beschreibt ein Modell, nicht das Ereignis selbst. Es ist nützlich, aber nicht identisch mit dem, was passiert.
Sprache arbeitet außerdem immer trennend. Der Satz trennt den Stein von seiner Umgebung, die Bewegung vom Raum, das Ereignis vom Beobachter. In der Wirklichkeit existieren diese Trennungen nicht in dieser Form. Der Stein ist Teil des Feldes, die Bewegung Teil der Raumzeit, der Beobachter Teil des physikalischen Systems. Sprache zerlegt, um verstehen zu können. Die Realität hingegen ist nicht zerlegt, sie geschieht als Ganzes.
Man kann Sprache nun immer weiter präzisieren. Man kann von Masse, Beschleunigung, Feldern, Geodäten und Raumzeit sprechen. Jede präzisere Beschreibung nähert sich dem Geschehen besser an als eine grobe Alltagssprache. Aber auch die präziseste Formel bleibt eine Beschreibung. Sie zeigt, wie etwas funktioniert, nicht was es in seiner Gesamtheit ist. Präzision erhöht die Annäherung, hebt aber die grundsätzliche Differenz nicht auf.
Der entscheidende Punkt ist: Sprache ist nicht notwendig, damit das Geschehen stattfindet. Man kann das Wort „fallen“ weglassen, man kann die Theorie vergessen, man kann alle Beschreibungen löschen, der Stein bewegt sich trotzdem. Das zeigt, dass Sprache Wahrheit nicht erzeugt, sondern sichtbar macht. Sie ist ein Werkzeug zur Orientierung in der Wirklichkeit, nicht deren Fundament.
In diesem Sinne gilt: Je präziser Sprache wird, desto näher kommt sie an etwas heran, aber sie bleibt Annäherung. Wahrheit im Sinne der Wirklichkeit existiert unabhängig von ihrer Beschreibung. Sprache kann sie nur abbilden, niemals ersetzen.

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Das sage ich ja eben auch nicht.

Aber:

Da muss die KI nochmal ran. ;)

Denn dass der Stein fällt ist ja Realität, keine Wirklichkeit. :wink: (Habe ich gelernt, dass es da einen Unterschied gibt.)

Aber die Wahrheitsfindung mit Hilfe der Sprache warum er das tut z.B. ist ja ein kreativer Prozess. Natürlich erschafft Sprache die dem Fallen des Steins innewohnende Wahrheit nicht sozusagen, die ist eben Realität, ob mit oder ohne Sprache, ob mit oder ohne Menschen…

Aber Sprache erschafft die für den Menschen zugängliche Wahrheit.

Klarer wird das vielleicht wenn wir uns den Ukrainekonflikt ansehen. Wenn ich das Konzept richtig verstanden habe ist der Ukrainekonflikt nun keine Realität sondern Wirklichkeit. ;)

Was ist aber nun die Wahrheit? Sind die Russen von der Nato bedroht, fühlen sie sich nur bedroht oder sagen sie nur, dass sie sich bedroht fühlen, sind es aber gar nicht?

Und die ganze Rhetorik die das zum Gegenstand hat dient der Wahrheitsfindung, ist ein kreativer Prozess und schafft Wahrheit oder Wahrheitserzählungen. Unabhängig davon wie sich die Russen wirklich fühlen. ;)

(Und diese Wahrheiten oder Wahrheitserzählungen sind eben massgeblich dafür wie wir die Welt wahrnehmen. Das sind nicht nur unsere Sinne sondern auch unsere Erzählungen/Gedanken im Kopf.

Unwahrscheinlich aber man könnte morgen auch über den fallenden Stein eine andere Erzählung beginnen, weil man neue Erkenntnisse hat, die unsere Wahrnehmung von der Welt eine völlig andere werden lässt.)

Und weil man sich darüber nicht mehr einigen kann, wird das z.B. mittlerweile auch nicht mehr über Sprache entschieden sondern auf dem Schlachtfeld. Man redet also nicht mehr miteinander und nähert sich der Wahrheit an, sondern bekriegt sich, weil die Differenzen zu hoch sind.

In der Ukraine prallen gerade Wahrheiten aufeinander. ;)

@Doktor

Sprache schafft eine menschliche Wahrheit, also eine Bedeutung, ein Verstehen, ein Narrativ. Da widerspreche ich dir nicht. Mein Punkt liegt eine Ebene darunter. Sprache erzeugt Zugänglichkeit, nicht Identität mit dem Geschehen.

Beim Ukraine-Konflikt sieht man das sehr deutlich. Hier gibt es keine fallenden Steine, sondern handelnde Subjekte, Narrative, Interessen, Macht. Sprache erzeugt hier tatsächlich Wahrheitserzählungen, die Verhalten steuern. Aber diese Wahrheiten sind nicht deckungsgleich mit dem, was ist, sondern mit dem, was geglaubt, gefühlt, behauptet oder legitimiert wird. Deshalb prallen dort auch Wahrheiten aufeinander. Nicht, weil Wahrheit relativ ist, sondern weil Sprache hier nicht mehr beschreibt, sondern handelt. Sie mobilisiert, rechtfertigt, grenzt ab. Wenn Sprache ihre verbindende Funktion verliert, wird sie durch Gewalt ersetzt, nicht weil Sprache ungeeignet wäre, sondern weil ihr Vertrauen zerstört ist.

Und genau deshalb bleibe ich bei meinem Kernpunkt:
Je präziser Sprache wird, desto näher kommt sie an etwas heran, aber sie bleibt Annäherung. Nicht, weil sie schwach ist, sondern weil sie ein Werkzeug ist.

Mein Punkt ist weniger, welche Wahrheit stimmt, sondern wie Wahrheiten überhaupt entstehen. Bevor wir über Sprache Wahrheit finden, sind wir bereits durch Sprache, Kultur und Erziehung geformt. Diese Ebene meine ich nicht als Widerspruch zu deiner Sicht, sondern als Schritt darunter. Ich glaube, wir reden nicht über dasselbe. Du sprichst über Wahrheit in Sprache. Ich spreche über den Menschen vor der Sprache. Beides ist legitim :)

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