Über das Absichern von Online Wahlen mit Hilfe von Bitcoin

auf gar keinsten Fall. physikalisches Abstimmen macht in einer digitalen Welt absolut keinen Sinn. weder ist es nachvollziehbar noch ist es sicher. Bei so vielen Menschen, die an der Auszählung beteiligt sind, kann man sicherlich davon ausgehen, dass nicht nur Fehler passieren, sondern auch vorsätzlich hier und da gefälscht wird.

es ist an der Zeit, das System umzukrempeln und demokratischer zu machen. es ergeben sich praktisch nur Vorteile:

  • kryptograpische Verschlüsselung kann man nicht brechen oder manipulieren, im physikalischen System kann man an den Hunderttausenden Stellen definitv manipulieren und fälschen.
  • ein einmal etabliertes System bindet keine 100.000de Arbeitskräfte sondern das Ergebnis ist instant da.
  • keine langwierigen Auszählungen, all die Wahlhelfer können sich den Tag frei nehmen
  • als Wähler sieht man wo seine eigene Stimme gelandet ist. Im physikalischen System siehst du sie in der Urne verschwinden, was dann mit ihr passiert, weiß keiner. Man muss dran glauben. Genau dieser Glaube reicht vielen Bürgern nicht aus, wesegen immer wieder von Wahlmanipulation gesprochen wird. Nicht nur hier, sondern in allen Ländern der Welt.

Wer so ein neues System nicht befürwortet, der will die Demokratie nicht stärken und ist dementsprechend antidemokratisch eingestellt.

Ein Wahlsystem muss für eine möglichst breite Bevölkerung nachvollziehbar sein. Bei einem digitalen System hast du das halt nicht.

Und auch wenn das jetzt cryptographish und theoretisch Wasserdicht ist, so hat der normalo Bürger einfach nicht die Kapazität das zu verstehen.

Bitcoin ist um einiges einfacher was die technische Funktionsweise angeht, trotzdem hat es sogar in einem Forum wo sich Leute mit Interesse für das Thema treffen nur eine Handvoll die effektiv technisch argumentieren, die anderen „glauben“ das einfach denen die es verstanden haben.

Und jetzt überleg dir mal wie viele in der breiten Gesellschaft die überhaupt keine Ahnung davon haben und nicht verstehen ob eine Aussage das die CIA oder Satoshi Bitcoin manipulieren kann kompletter humbug ist oder nicht.

Direkte oder briefliche Stimmabgabe und Auszählungen die du beobachten kannst sind für die breite Bevölkerung einfach nachvollziehbarer.

Wir haben in der Schweiz alle 3 Monaten irgendwelche Abstimmungen. Das ist alles klassisch physikalisch und kein Problem. Ob du weniger oder mehr Demokratie hast kommt nicht darauf an ob du ein online System hast.

Ich bin mir bewusst das die rechten Echokammern im Moment mit Nachrichten wie unsicher klassische Wahlsysteme sind geflutet wird. Das hat aber von mir aus damit zu tun dass das Trump Regime alle darauf vorprogrammiert das sie verbreiten können ein eventueller Gewinn der Demokraten welche die Mehrheit der Republikaner in den beiden Kammern kippt wäre Wahlbetrug. Das hat nicht wirklich was damit zu tun das klassisches wählen unsicher wäre.

es ist ja jetzt schon nicht nachvollziehbar, denn nach der Wahlurne kann mit den Stimmen alles mögliche passieren.

muss auch nicht jeder verstehen. Nicht jeder versteht wie ein Automotor funktioniert und doch fahren alle. Es reicht wenn diejenigen, die es verstehen, es bestätigen. Jemand der die Kryptographie dahinter nicht versteht, versteht zumindest den Umstand, dass wenn es getürkt wäre, ein Riesenaufschrei geben würde und zwar durch Leute, die es eben verstehen.

du hast vorhin in einem deiner Beiträge geschrieben, dass Bitcoin für Wahlen ungeeignet ist, außer lediglich zum Veröffenlichen der Ergebnisse. Diese Ansicht teile ich aus technischen Gründen ebenfalls.

für dich ist es anscheinend kein Problem. Aber die Nachteile habe ich in meinem vorherigen Post erläutert und diese Nachteile sind sehr wohl Probleme.

Es muss nicht immer mit der rechten Keule geschwungen werden. Das problem, dass die Leute an die Wahlergebnisse nicht glauben ist doch keine „rechte“ Einstellung. Sie findet sich überall. In Russland, hier, in den USA und überall auf der Welt. Praktisch überall wo es klassische Wahlen gibt, gibt es Unstimmigkeiten und somit Unmut in der Bevölkerung.

Genau diesen Timestamp brauchen wir um alles zu verankern. Ich habe mir beide Projekte angesehen und das sind keine dezentralen Systeme und offenbar sogar staatlich gefördert. Die Strukturen unterscheiden sich grundlegend von dem, was ich hier vorgeschlagen habe.

  • Kein Single Point of Failure: Helios und Belenios hängen von der Verfügbarkeit ihrer Server oder der Kooperation der Trustees ab. Unser System läuft unzerstörbar auf globalen Nostr-Relays und der Bitcoin-Blockchain.
  • Skalierbarkeit des Diskurses: Während bei traditionellen Systemen der Vorschlag starr vorgegeben wird, erlaubt die offene Diskussionsphase auf Nostr eine organische, zensurresistente Evolution von Gesetzesentwürfen.
  • Effizienz durch Delegation: Wähler werden im kryptographischen Föderalismus nicht durch „Wahlmüdigkeit“ überfordert. Sie können ihre Stimme temporär delegieren – ein Feature, das weder Helios noch Belenios nativ im Protokoll abbilden.
  • Transparenz vs. Wahlgeheimnis: Helios und Belenios investieren enorme kryptographische Anstrengungen (homomorphe Verschlüsselung, Mixnets), um die Identität des Wählers strikt von seiner Stimme zu trennen

Helios

  • Zentralisierter Webserver mit universitären Verifikationstools.
  • Klassischer Login (z.B. Google-OAuth, E-Mail-Codes).
  • Starre, direkte Stimmabgabe zu festen Fristen.
  • Homomorphe Verschlüsselung (geheim).
  • Vertrauen liegt in der mathematischen Korrektheit des Codes und den Trustees.

Belenios

  • Zentralisierter Webserver (z. B. INRIA), optional verteilt via Trustees.
  • Signierte Berechtigungsnachweise (Credentials), oft via E-Mail/JSON.
  • Flexiblere Wahlformen (z.B. STV, Condorcet), aber ebenfalls zeitlich starre Direktwahl.
  • Homomorph oder Mixnets (geheim).
  • Vertrauen in die kryptographischen Schlüssel der beteiligten Behörden/Trustees.

Kryptographischer Föderalismus

  • Vollständig dezentral: Diskurs & Einreichung via Nostr-Relays, globale Unveränderlichkeit via Bitcoin-Blockchain
  • Zensurresistent: Native asymmetrische Kryptografie via Nostr-Schlüsselpaaren (Nsec/Npub).
  • Liquid Democracy: Dynamische, temporäre Stimm-Delegation an Experten je nach Themengebiet.
  • Kryptographische Aggregation des offenen/pseudonymen Graphen; finale Verankerung via Bitcoin OP_RETURN.
  • Proof-of-Work (Bitcoin): Das Ergebnis ist nach dem Timestamping mathematisch unmanipulierbar im teuersten Computernetzwerk der Welt verankert.

Aber vlt lassen sich einzelne Strukturen übernehmen, wenn sie sinnvoll sind?

Echt keine Lust Seitenweise AI Slop zu lesen

Also ist die Benutzeroberfläche der Stimmabgabe und Registrierung so einfach zu gestalten wie TikTok oder Amazon. Und es muss den Menschen ohne Internetzugang und Computer und Willen zum neuen System ein Zugang geschaffen werden:

Assistiertes Kiosk-Voting im Wahllokal

  • Im Wahllokal steht ein barrierefreies Wahl-Terminal (Voting Kiosk). Wahlhelfer übernehmen die Identifikation (z. B. per Personalausweis) und schalten das Terminal frei.
  • Das Terminal verfügt über einen extrem vereinfachten Touchscreen (riesige Schrift), physische, haptische Tasten oder eine Sprachsteuerung. Man tippt auf das Foto des favorisierten Experten oder Gesetzesvorschlags.
  • Das Terminal läuft als Nostr-Client. Es erzeugt im Hintergrund das signierte Event und sendet es an die Blockchain. Für den Wähler fühlt es sich an wie ein Ticketautomat.

Paper-to-Digital: Der „Scan-and-Hash“-Ansatz

  • Der Wähler erhält einen Stimmzettel per Post, kreuzt analog an und wirft ihn in eine Wahlurne im Rathaus oder sendet ihn per Briefwahl.
  • Ein offizielles Gremium (z. B. unter Aufsicht von Vertretern verschiedener Parteien) öffnet die Briefe und scannt die Stimmzettel ein.
  • Die Wahlbehörde signiert das digitalisierte Ergebnis mit einem speziellen Behörden-Schlüssel im Namen des Bürgers und speist es in die Nostr-Aggregation ein. Der Wähler bekommt (wenn gewünscht) eine Quittung mit einer leicht verständlichen Tracking-Nummer (z.B. per Post oder SMS), mit der Verwandte für sie prüfen können, ob die Stimme im Bitcoin-Hash gelandet ist.

Native Nutzung von „Liquid Democracy“

  • Da der Wähler nicht bei jeder einzelnen Abstimmung auf Nostr aktiv sein will, führt er einmalig eine dauerhafte oder temporäre General-Delegation durch.
  • Dies kann einmalig im Bürgerbüro oder über ein einfaches, z.B. vom Enkelkind eingerichtetes Gerät (oder eine physische „Bürgerkarte“ mit QR-Code) geschehen. Also delegiert der Bürger die Stimme an eine Vertrauensperson (z.B. die Tochter, einen lokalen Politiker oder eine Verbraucherschutzorganisation).
  • Ab diesem Moment wandert das Stimmgewicht bei jeder Abstimmung automatisch mit der Vertrauensperson mit.

Aus Ländern wie Estland (dem Vorreiter beim E-Voting) weiß man, dass bei älteren Menschen in Pflegeheimen das Risiko besteht, dass Pflegekräfte oder Verwandte die Identifikationsmedien (wie PIN-Codes oder ID-Karten) an sich nehmen und im Namen der Senioren abstimmen.

Wir sollten vlt das Prinzip des „Überschreibens“ integrieren: Wenn der Wähler das Gefühl hat, jemand hat die digitale Stimme (oder Delegation) missbraucht, kann er jederzeit in ein echtes Wahllokal gehen und eine Papierstimme abgeben. Die analoge, persönliche Stimmabgabe überschreibt bzw. annulliert die elektronische Stimme im finalen Aggregationsschritt. Das persönliche Erscheinen schlägt die digitale Transaktion. Beides kann man mit der ID nachvollziehen.

Ich schreib das alles wohl besser in ein Buch. Ist nicht so, dass ich nicht meinen eigenen Kopf gebrauche.

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( ) Ich habe nicht verstanden, was Demokratie bedeutet
( ) Ich will nicht verstehen, was Demokratie bedeutet

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Herzlich willkommen im Forum, XYZ! Schön, dass du dich nach der langen Zeit als Mitleser angemeldet hast und gleich mit so einem spannenden und tiefgründigen Thema um die Ecke kommst.

Deine Idee mit den variablen Satoshi-Gebühren als Zähl-Mechanismus ist auf jeden Fall ein kreativer Ansatz, um die Transparenz der Blockchain zu nutzen, ohne klassische Smart Contracts zu überfrachten. Aber ich befürchte, da lauert tatsächlich ein dicker Haken – genauer gesagt zwei.

Erstens: Das Sybil-Problem und die Anonymität. Du hast es am Ende ja schon selbst kurz angeschnitten. Selbst wenn das Einwohnermeldeamt jedem Bürger einen privaten Schlüssel registriert (was datenschutzrechtlich eine absolute Katastrophe und ein Einöde für Angriffe wäre): Wer hindert jemanden daran, seine Keys weiterzugeben, zu verkaufen oder für ein paar Satoshi abzugreifen? Und vor allem: Wie willst du echtes Universal Suffrage (also das Wahlgeheimnis) wahren, wenn jede Stimme on-chain an einen eindeutigen, öffentlich sichtbaren Key oder eine Transaktion gekoppelt ist? Wenn die Transaktion öffentlich im Mempool landet, ist die Stimmabgabe im Nachhinein für jeden transparent nachvollziehbar. Das widerspricht dem Grundprinzip einer geheimen Wahl.