Die hohe Dividende kommt durch die hohe Rendite von Bitcoin. Und die hohe Rendite von Bitcoin ist der stark asymterischen Ausgangssituation geschuldet und den Eigenschaften die Bitcoin als knappes Gut mit sich bringt, in Kontrast zu einem inflationären Finanzsystem.
Es ist offensichtlich dass die breite Masse und auch der Großteil der Finanzwelt Bitcoin nicht als das erkannt hat was es ist. Es ist eben doch nicht so einfach. Entweder man glaubt mehr oder weniger blind an Bitcoin und Strategy, dann hat man einfach Glück. Oder man hat durch eine gewisse Vorarbeit sich ein Wissen angeeignet dass ein das Potenzial und die robuste Struktur ausreichend gut erkennen lässt. Man bezahlt die 11% also nicht mit hohem Risiko sondern mit Vorarbeit die viele andere nicht bereit sind zu erbringen.
Es ist gut möglich dass es auch systemtische Unterschiede sind. Es kann sein dass innerhalb der inflationären Wirtschaft 11% ohne hohe Risiken nicht möglich sind. Weil es einfach keine Eigenschaften und keine Kombinationen gibt die so hohe Renditen ohne großes Risiko ermöglichen. Erst wenn man die fundamentalen Eigenschaften ändert und plötzlich mit einem deflationären System agiert, das in Wechselwirkung mit einem inflationären steht. Dann ist so etwas plötzlich doch möglich. Aber das muss man erstmal erkennen und Bitcoin nicht als zusätzliches Asset des inflationären Systems auffassen.
Die Formulierung finde ich nicht so gut. Ja, Strategy kann sich die hohe Dividende leisten, weil sie davon ausgehen, dass Bitcoin diese 11,5 % longterm easy outperformt. Aber auch Strategy und Michael Segler haben nichts zu verschenken. Sprich: Wenn sie könnten, würden sie logischerweise auch weniger Dividende anbieten. Können sie aber (ihrer Einschätzung nach) aktuell noch nicht, weil bei 4 % Dividende kaum Nachfrage bestünde. – Wie das in 5 Jahren aussieht, weiß man natürlich nicht. Das ganze Konstrukt ist eben komplett neu und der traditionelle Finanzmarkt weiß gar nicht, wie er damit aktuell umgehen soll
Sollte sich Bitcoin langfristig weiter etablieren und mehr Zuspruch im Mainstream bekommen, wird spannend zu beobachten sein, wie sich die Dividende entwickelt, denn dann laufen eigentlich zwei Entwicklungen parallel, die sich teilweise widersprechen:
Bitcoin wird weiter akzeptiert, erhält mehr Vertrauen. Dies würde dazu führen, dass mehr Nachfrage besteht, mehr Sicherheit. Anleger sind eher geneigt, direkt in das Asset Bitcoin zu investieren und brauchen keinen „Volaitlitäts-Wrapper“ wie STRC.
Je sicherer Bitcoin wird, desto geringer das Risiko, desto geringer müsste dementsprechend aber auch die Dividende für STRC ausfallen. Auf der anderen Seite müssen sie die Dividende so attraktiv gestalten, dass die Nachfrage besteht.
Langfristig – also in 10 oder 20 Jahren – wird es meiner Meinung nach so sein, dass solche Konstrukte wie STRC wieder verschwinden oder zumindest an Bedeutung verlieren, vorausgesetzt Bitcoin entwickelt sich weiter in Richtung Mainstream. Denn mit steigender Akzeptanz sinkt typischerweise die Volatilität und gleichzeitig steigt das Vertrauen. In so einem Szenario würde der ursprüngliche Zweck von STRC zunehmend entfallen.
Investieren geht immer mit Risiken einher. Darüber zu reden gehört einfach dazu. Man kann nicht nur von Chancen reden und die Risiken ausblenden. Das wäre naiv. Wer allein bei dem Wort Risiko schon aufgibt, sollte nicht investieren.
„Langfristig – also in 10 oder 20 Jahren – wird es meiner Meinung nach so sein, dass solche Konstrukte wie STRC wieder verschwinden“
STRC generiert ein passives monatliches Einkommen in Fiat, das in diversen Lebenslagen von Vorteil ist, z.B. wenn man als Student, Pensionär, Auswanderer etc. Nachweise über seine monatlichen Einkünfte vorweisen muss, um etwa eine Wohnung zu mieten oder einen Aufenthaltstitel zu bekommen. Im übrigen kann man so seine steuerfreien Coins sicher verwahrt und unberührt lassen.
Frage an den OP @Lukas10 oder die Moderation: Besteht die Möglichkeit, den Titel des Threads anzupassen? Hier wird ja ausschließlich über STRC und nicht die „Strategy Aktie“ diskutiert. Zu Beginn war dem OP glaube ich noch unklar, um welches Produkt konkret bei seiner Fragestellung geht. Das hat sich ja mittlerweile herauskristallisiert. Hinsichtlich der Orientierung im Forum, auch für Neulinge, sicherlich eine Hilfe.
Aktuell gibt es ja zwei Threads, in denen zum Thema diskutiert wird…
Ja, hab ich auch gesehen, lag letzten Monat aber bei 1,00 %. Ich vermute, dass es ein Anzeigefehler ist, da 21Shares das logischerweise nicht für lau macht
Die Nachfrage nach STRC wird erst dann nachlassen, wenn der Markt gesättigt ist. Also irgendwann hat jeder Investor seinen individuellen Anteil an Fiatgeld in STRC gesteckt. Ich persönlich, habe diesen mit zwei Einmalkäufen eigentlich schon erreicht. Ich werde mir jetzt keinen „STRC-Sparplan“ einrichten, so wie bei BTC. Ich wollte nur mein monatliches Income ein wenig ausdehnen (stretch). Aber das darf jeder tun wie er will.
Da STRC in der Masse noch gänzlich unbekannt ist, hat der große Run auf STRC meiner Meinung nach noch gar nicht begonnen. Ich rechne also nicht damit, dass die Dividende in den nächsten Monaten schon wieder gesenkt wird. Die Nachfrage wird eher steigen, weil STRC eine überdurchschnittliche Dividende bietet, bei gleichzeitig geringer Volatilität. Phong Le hat in dem von mir verlinkten Video angesprochen, was auch ich persönlich an STRC interessant fand: die monatliche Ausschüttung ist wie ein zweiter Gehaltseingang. Vieles wird ja monatlich abgebucht.. Mir gefällt so eine Dividende besser, als eine die quartalsweise ausgeschüttet wird. Es ist irgendwie planbarer.
Und nehmen wir mal an, die Volatilität von Bitcoin wird in den nächsten Jahren sinken, dann muss das ja nicht dazu führen, dass die Dividende die STRC abwirft, ebenfalls sinken wird. Strategy hat mehrere Finanzprodukte am Markt laufen. Die Dividende muss nicht durch ein reines Umlegeverfahren von anderen STRC-Käufern bzw. der Ausgabe von STRC-Aktien generiert werden, sondern kann ja auch aus den anderen hoch-liquiden Produkten von Strategy kommen. Zum Beispiel werden Einnahmen von STRE erzielt, welches für die Dividende von STRC genutzt wird. Wir wissen nicht welche Produkte Strategy noch auf den Markt bringt, bzw welche Märkte angezapft werden.
Und zum Thema Risiko:
Das besteht für mich eigentlich hauptsächlich darin, dass entweder Bitcoin langfristig sinkt und/oder das Vertrauen in die Firma Strategy verloren geht. Dass Bitcoin gegen Null geht, seh ich jetzt nicht kommen. Und im Vergleich zu anderen börsennotierten Unternehmen glänzt Strategy mit sehr transparenten Zahlen und einer äußert guten Kommunikation nach außen. Da können sich andere Firmen echt mal eine Scheibe von abschneiden.. Sollten hier keine Fehlentscheidung gemacht werden, welche die Investoren verärgern, sehe ich hier erstmal auch kein Problem bzw. Risiko.
Die Presse der tradit. Finanzindustrie teilt mit: Milliardenverluste – und dennoch ungebremste Kaufdynamik „Trotz der aggressiven Expansion sitzt Strategy derzeit auf erheblichen Buchverlusten. Der durchschnittliche Einstiegspreis liegt bei 75.644 US-Dollar je Bitcoin“. Das bei einem aktuellen Kurs von 71430 Dollar das Eigenkapital fast 90% der Bilanz ausmacht, verschweigt man natürlich. Davon können weltweit fast alle großen AGs, insbesondere die Banken nur träumen.
Ich habe ein wenig das Gefühl dass diese klassischen Bewertungssysteme nicht so viel Aussagekraft haben. Bei Buchgewinnen durch Wertsteigerung der gehaltenen Bitcoin heißt es dann kritisch dass seien ja nur Buchgewinne und keine echten „Earnings“. Bei Buchverlusten sollen es dann aber doch irgendwie ganz böse Verluste sein.
Angesichts der Volatilität von Bitcoin sagen solche Zahlen nicht viel über die unternehmerische Leistung von Strategy. Weder im positiven noch im negativen Aspekt. Wenn Bitcoin in den Bärenmarkt eintritt dann hat Strategy zwar nicht wirklich was falsch gemacht, aber dann sitzen sie auf Milliarden an Buchverlusten und im Bullenmarkt haben sie eigentlich auch nicht wirklich was anders gemacht, wenn sie auf Milliarden an Buchgewinnen sitzen. Es spiegelt hauptsächlich die Volatilität von Bitcoin wieder. Zahlen wie der BTC Yield sind es eigentlich die viel über die Leistung von Strategy als Treasury Unternehmen aussagen.
Ist doch traurig, dass ein Redakteur bei Wallstreet Online, der sich tägl. mind. acht Stunden mit dem Börsengeschehen befasst, bzgl. Strategy nicht differenziert berichten kann, bzw. vermutlich auch garnicht will.