Steuern sind kein Raub!

Hallo Leute,
man hört ja häufig aus der Bitcoin-Community, dass Steuern Raub sind.
Ich glaube der „Normi“ bzw. alle Juristen runzeln da mit der Stirn und sagen zurecht, dass stimmt einfach nicht. Wenn schon müsste es Räuberische Erpressung heißen. Raub setzt voraus, dass vor dem „Klauen“ gehauen wird.
Die räuberische Erpressung setzt eine Drohung voraus, damit eine Person (z.B. der Steuerzahler) zur Herausgabe seines Vermögens genötigt wird.

Müsste man den Spruch nicht daher umstellen?

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Steuern nicht zu bezahlen führt doch automatisch zum Tatbestand der Steuerhinterziehung oder? Werden Konten der Person dann nicht eingefroren? Weil dann wäre dass ja nicht nur Erpressung sondern sie nehmen dir das Geld auch wirklich weg und warten nicht darauf dass du es selbst überweist. Oder wie läuft so was dann ab?

Der Jurist ja, aber der Normi? Der kennt doch sicher auch nicht die Definition von Raub bzw. was den rechtlichen Tatbestand des Raubes ausmacht. Genau so wie du… denn:

… stimmt nicht.

Für den Tatbestand des Raubs braucht es keine ausgeübte Gewalt.

Man könnte auch einfach die Kirche im Dorf lassen. Denn jeder weiß wie der Spruch gemeint ist.
Ist dann halt einfach eine Hyperbel und schon ist der Drops gelutscht.

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Guten Morgen,

Steuern sind für mich (teilweise) berechtigte Belastungen für: Straßenbau, Bildung in Schulen, Gesundheitssystem, etc. Da werden wir aber auch schon ganz gut mit belastet. Weiter geht´s mit der „noch“ 19% Märchensteuer auf nahezu alles, was man kaufen muss/kann. Lebensmittel, Güter…Beim Immokauf wird nochmal gut kassiert, obwohl eine Haus/Grundstück schon einmal mit Grundsteuern beim ersten Kauf/Erschließung belastet wird, wird jeder weitere Verkauf wieder beim Finanzamt geltend gemacht uns kassiert, bei 6,5% kommen da immer ganz nette Summen zusammen. Nehme ich für das ALLGEMEINWOHL mal so hin.

Aber den Leuten das Sparen für ihren hart erarbeiteten Lebensabend (Rente, die es so, wie man sie noch kennt, nicht mehr geben wird), einigermaßen Wohlstand im Rentenalter alles madig zu machen, da bin ich dann dabei. Irgendwann reicht´s auch mal !

Ergänzend: Steuern auf Kapitalerträge gibt es doch auch schon, war immer so.
Große Frimen kennen die Schlupflöcher immer, reagieren und am Ende zahlen wir alle die Zeche.

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Genau. Auch der Duden spricht von „Androhung oder Anwendung von Gewalt“.
Bei Dir vorbei kommen und wenn Du nicht öffnest die Türe eintreten, Dir Handschellen anlegen, und Dich ins Kittchen stecken ist schon einen Androhung körperlicher Gewalt.

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Die rechtliche Grundlage für die Zwangsvollstreckung und Strafen bei der Besteuerung ist ja im Kern die Angehörigkeit zu einem Staat und das die ganze Welt besetzt wurde durch nationalistische Kollektive, die Anspruch auf jeden Meter Land erheben.

Es ist bisschen wie mit den Religionen damals und heute. Man ist einmal Mitglied und kommt dann entweder ohne Gewalt nicht mehr raus und wenn doch ist man staatenlos und muss massive Nachteile der Lebensqualität und Rechte hinnehmen, weil eben Nationen die Welt erobert und ihre nationalistischen Strukturen errichtet haben.

Insofern leben wir in keiner feien Welt. Und die meisten Menschen betrachten die heutige Ordnung als Alternativlos. Ich habe auch nicht viel Hoffnung dass sich diese Grundordnung in naher Zukunft ändert. Möglicherweise wenn die Menschheit mit Leichtigkeit den Weltraum bereisen kann. Weil dann entsteht überhaupt der notwendige Raum. Raum und Land dass nicht von irgendeiner bestehenden Macht beansprucht wird oder die nicht kontrolliert werden kann. Dann entsteht Raum für viele neue und viel kleinere Kollektive die sich der Ordnung auf der Erde entziehen. Mit allen positiven und negativen Auswirkungen die das mit sich bringt.

Ich beziehe mich bei sowas immer lieber direkt aufs StGB, warum auch nicht, wenn wir es öffentlich zugänglich haben. Dummerweise dürfte „Handschellen anlegen und ins Kittchen stecken“ nicht so arg zu sehen sein, dass es als gegenwärtige Gefahr für Leib und Leben eingestuft werden kann: § 249 StGB - Einzelnorm

Aber das ist halt alles Korinthenkackerei. Deswegen wird der Spruch jetzt auch nicht in der Form verschwinden nur weil er juristisch nicht sauber formuliert ist…

Geh zum Psychologen dein Stockholm Syndrom behandeln oder fahr gleich in die Sozialisten Hölle…

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Für mich wäre das absolute maximum 1/10.
Siehe:

“die oft als große Belastung galt.“ … Mensch wie ist das denn heute, wenn 7-8/10 genommen werden, aber ja das ist keine große Belastung, sondern fair.

Verstehe nicht, wie die Leute das nicht checken können.

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vielen Dank für diesen emotional aufgeladenen und konstruktiven Beitrag :rofl:

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Explizit mache ich das nicht!

Preisfrage: Du hast unter zwei Parteien Streit. Eine der Parteien macht die Gesetze und setzt sie durch.
Nehme ich nun dessen Definition? Nein, natürlich nicht.

Tja wenn bloß die jeweils erhobenen Steuern der jeweiligen Sektoren auch dann wenigstens wieder in diese investiert werden würden…

Solange Steuern nicht Zweckgebunden sind, kann ich persönlich dieses ganze System nicht gut heißen. Mit den ganzen Mehrfachbesteuerungen will ich gar nicht erst anfangen…

Hast du natürlich vollkommen Recht mit. Nur wird eben nicht nach dem Duden gespielt sondern nach den Gesetzbüchern.

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Da sind wir beim Kern (für mich): Ich zahle gern Steuern, wenn der Staat seine Aufgaben damit finanziert, wie in der Staatstheorie vorgesehen. Wenn aber noch nicht mal die grundlegenden Aufgaben erfüllt werden - innere Sicherheit, Infrastruktur oder Bildung - wie es seit vielen Jahren die Realität ist, dann habe ich ein Problem mit „Steuern“.

Steuern sind insofern „Raub“ bzw. „Trickbetrug“, weil der Staat eben nicht mehr das Grundsätzliche leistet: Die innere Sicherheit wird nicht mehr geliefert, vor allem durch nicht-Schützen der Grenzen und Duldung illegaler Immigration. Die Infrastruktur verfällt, von Autobahn über Bahn bis hin zu Schwimmbädern oder kulturellen Aufgaben. Das Bildungssystem ist dysfunktional. Und dennoch genehmigt der Staat sich Rekordsteuern und verschwendet die Einnahmen bei völlig absurden, staatsfernen Ausgaben - durch Verschwendungen, Förderung absurder Prestigeprojekte oder Unterstützung fremder Kriege und Beseitigung deren Folgen.

Ich zahle gern Steuern, wenn ich damit sinnvolle Solidarität leisten kann oder eine Gegenleistung erhalte. Deshalb zahle ich zum Beispiel freiwillig und gern Kirchensteuer oder finanziere freie Alternativen (z.B. im Medienbereich).

Nach meiner Wahrnehmung jedoch ist das Steuersystem völlig aus den Fugen geraten.

Das einzige, was ich dem Staat zu Gute halten kann ist, dass er ja immer wieder vom Bürger mehrheitlich dazu ermächtigt wird, weiterzumachen, wie bisher. Die Menschen wählen immer wieder die gleichen Protagonisten, weil sie glauben, was man ihnen erzählt: Die Anderen sind Extremisten und der Untergang. Da der Wähler eindeutig die Demokratie nicht verstanden hat, hat er genau die Regierung, die er verdient.

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Das ist zwar richtig, aber eben auch ein Problem, wenn eine der Streitparteien die Regeln macht und sogar über deren Auslegung bestimmt. Das ist einfach eine problematische Situation, die es bei Verbesserungen eigentlich zu vermeiden gilt.

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Vergleiche noch mal beide posts und überlegt dann wer hier emotional ist…wobei in deinem psychischen Zustand (Stockholm Syndrom) wenig Raum für Reflexion ist…viel Erfolg auf deinem Weg.

Ich glaube jeder Bürger würde freiwillig für die Sicherheit und Bildung zahlen.

Ich zahle ja auch gerne mein Netflix Abo.

Aber bei der GEZ werde ich z.B. nicht gefragt. So sehe ich es auch bei Steuern. Nur weil mit Steuern auch teilweise gute Dinge gemacht werden, macht es sie nicht moralisch besser. Dinge die wir brauchen und wollen, werden auch immer ohne Zwang finanziert denke ich.

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Steuern generell definiere ich nicht als Raub sondern halte diese sogar für Notwendig wenn diese Mittel sinnvoll eingesetzt werden.

Was mir bitter aufstößt ist die soziale Umverteilung und der stumpfe Generationen Vertrag ohne die Inflation zu berücksichtigen.

Edit: In unserer Kommune finden demnächst Bürgermeister Wahlen statt. Die Herschaften machen sich heutzutage nicht mal mehr die Mühe für Wahlkampf von Haus zu Haus zu gehen wie es mal üblich war sondern ihr Wahlprogramm ganz einfach über den Postboten in den Briefkasten einzuwerfen. Es ist einfach nur noch lächerlich.

Ich verstehe, warum man das so sagt und das auch zu recht.

Trotzdem hasse ich diesen Satz so sehr. Anstatt ein Gespräch zu öffnen, erreicht man mit diesem Satz direkt in eine Schublade gesteckt zu werden und dass einem kein Wort mehr ernsthaft zugehört wird.

Weder Raub noch Erpressung noch sonst was treffen es ganz genau. Steuern sind Steuern und nichts anderes, jedes andere Wort vereinfacht etwas oder lässt einen Umstand weg, was ein Gegenargument zulässt.

Was stimmt mit dir eigentlich nicht?

Sollte man sich hier im Forum nicht freundlich austauschen können.

Es kann doch jeder seine Ansicht haben, mit der er sich wohl fühlt ohne angegriffen zu werden.

Ich finde Steuern auch teilweise berechtigt, nicht in der Form und in dem Umfang wie es aktuell läuft, aber einen kleinen Teil an “Gebühren” zu zahlen um in einer Stadt/Land wohnen zu dürfen und die Infrastruktur zu nutzen finde ich fair. Wie gesagt nicht in der Art, die wir aktuell haben.

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Mal angenommen, du müsstest Steuern mit 1-2 Wörtern beschreiben ohne das Wort Steuer zu verwenden?
Was wäre es vermutlich?
Zwangsabgabe?

Danach definiere Zwangsabgabe ohne dieses Wort zu verwenden.

Wenn ich dies mache, erhalte ich eine Erkenntnis:
Steuern sind Abgaben mit Gewalt Potenzial.
Wie ein Dieb, der dich ausrauben möchte.
Er zeigt dir eine Waffe, möchte aber gar keine Gewalt anwenden, er möchte nur “seinen Anteil“ haben. Im Notfall schreckt er aber nicht vor Gewalt zurück.
Edit: * Und der beste Dieb ist derjenige der gar nicht bemerkt wird (Inflation :slight_smile: )

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Genau das ist das Problem. Es ist unmöglich.

Ich habe selbst geschrieben, dass man “Steuern sind Raub” zurecht sagen, das ist eine vereinfachte Darstellung, die man meines Erachtens sagen kann.

Aber Steuern mit wenigen Wörtern vollkommen zutreffend zu beschreiben ist nicht möglich.

Allein dieser Satz so richtig er auch sein mag, bietet so viele Angriffspunkte, weil es bei dem Vergleich so viele Unterschiede gibt.