Steuern sind kein Raub!

Richtig, daher finde ich, dass Steuern auch aufgeschlüsselt werden sollten.

Z.B. die Grundbesitzabgabe finde ich richtig, da man ja nur “Mieter“ & nicht Eigentümer vom Grundstück ist.
Ich wäre gerne frei & autonom, allerdings, dass muss man vorher wissen, bevor man den “Mietvertrag“ kauft.

Deswegen könnte ich es verstehen, wenn man zurück auf die 1/10 Besteuerung zurückgehen würde.

Allerdings die 7-8/10 Steuern, die wir aktuell haben, kann ich nur als RAUB bezeichnen.
Wucher ist 100% über dem Normalpreis. Was ist dann das aktuelle System?

Hier triffst du allerdings einen interessanten Punkt. Ja du schreibst Gebühren in Anführungszeichen und vergleichst vermutlich nicht direkt eine Steuer mit einer Gebühr. Aber bei einer Gebühr hast du wenigstens den Anspruch auf eine Gegenleistung. Das hast du bei einer Steuer nicht. Es wäre ja schonmal schön wenn man z.B. wenigstens sagen könnte, dass die Kfz-Steuer für den Bau und erhalt von Straßen etc. eingesetzt wird. Dann könnte man das sogar als eine Art Konsumsteuer betrachten die schon einmal „okay’er“ ist als als viele andere Steuern. Aber genau das haben wir halt nicht… Es sind Abgaben, ohne Gegenleistung, ohne (wie erwähnt) Zweckbindung, ohne dass der Staat dir auch nur ansatzweise dafür etwas bieten muss.

:+1:

Sagen wir eher 5/10 bis 7/10. So wie es auch der Bund der Steuerzahler angibt.

Den Reichensteuersatz zu nehmen und dann die MwSt und weitere draufzuklatschen ist nicht ganz richtig, denn den Steuersatz haben nicht viele und MwSt zahlt man auch nicht auf sein gesamtes Gehalt, auf Miete, den Teil den man spart usw. nicht.

Außerdem haben die wirklich reichen, die von dem Steuersatz betroffen wären, so viele Möglichkeiten Steuern zu sparen, GmbHs, Ausland…

Nicht falsch verstehen, ich bin voll für deine Aussage, aber wenn man sagt, wir hätten eine Steuerlast von 80% wirkt das schnell unseriös und macht wieder angreifbar.

Mich stört, dass du sagst, dass nur die sehr Reichen, die GmbHs haben & Co. von hohen Abgaben betroffen sind.
Ich habe als Alleinverdiener mittel bis gut verdiener, bin voll getroffen.
Die Lohnsteuer ist bei mir z.B. ca. 40% niedriger als die Krankenversicherung.

Wenn ich Krankenkasse, Rente, Arbeitslosenversicherung, Lohnsteuer, CO2 Steuer, Spritsteuer, Mehrwertsteuer rechne, bin ich locker bei 8/10 Steuerlast & habe keine GmbH & habe ein Einkommen von deutlich unter 100k€.

Notfalls andere Frage:
Ab welchen Einkommen, würdest du jmd. als “reich“ bezeichnen?

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Ab etwa 100 Mio. Einkommen. Das sind die Millionäre aus meiner Kindheit.

Vielleicht schon ab einem Zehntel davon, das wären im meine Kindheit dann 100k im Jahr gewesen… heute 10 Mio. nach 99% Kaufkraftverlust in 50 Jahren.

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Ich denke die Frage vergisst, dass echte Reiche kein Einkommen haben, da Einkommen versteuert werden müsste. Echte Reiche haben/generieren einfach nur mehr Kapitalvermögen.

Die haben ihr Einkommen sicher in Vermögenswerten angelegt und somit eben nicht diesen Kaufkraftverlust erfahren.

Und ein Blick auf Immobilien zeigt ja, dass diese sowohl in Hinblick auf den Preis (Verkehrswert), als auch in Hinblick auf den Cash Flow, relativ inflationsausgleichend sind.

Du liegst richtig, dass das kein Einkommen im Sinne einer ESt. ist. Dennoch kann man Erträge aus unterschiedlichsten Assets zusammenrechnen, auch wenn das nicht immer einfach ist, da stimme ich zu.

Es geht nicht darum ob DIE diesen Kaufkraftverlust erlitten haben, sondern darum was man HEUTE einnehmen MÜSSTE um als Reich zu gelten. Und das sind mMn MINDESTENS 10 Mio per anno.

Nein genau andersrum habe ich es gesagt :sweat_smile:

Der höchste Steuersatz mit 45%, der sog. Reichensteuersatz (Grenzsteuersatz) gilt ab ca 250.000 Einkommen pro Jahr pro Person.

Das meinte ich.

Zu Reich gibt es keine Definition. Für jeden ist jemand anderes reich.

Aber wie ich sagte, die Personen, die 1 Mio im Jahr verdienen und mit ihrem gesamten Einkommen nahe an diese 45% kommen würden, die haben eine GmbH oder Auslandsgesellschaften und zahlen auf das Einkommen der GmbH vergleichbar fast keine Steuern.

Ich glaube wir müssten vorher definieren, von was wir reden :sweat_smile:

Steuern, Steuern vom Ertrag, Abgaben, alles das vom Gehalt abgezogen wird, alles zu dem man gezwungen wird…

Ich verstehe schon worauf Du hinaus willst.

Ich würde aber auch sagen, dass jemand der 10 Häuser besitzt und damit ein Einkommen von nur 240.000€ im Jahr abzgl. Instandhaltungskosten etc. hat - für mich jedenfalls - finanziell ziemlich reich ist. Oder jemand, der 30 Bitcoin hat und gar nichts einnimmt.

Natürlich stinkt der gegen das oberste halbe Prozent auch total ab, aber da würde ich dann eben eher von (finanziell) superreich sprechen.

Ich denke der Terminus „Reich“ wurde in den letzten 50 Jahren ebenfalls stark nach unten korrigiert. Mir ist nicht ganz klar, ob es da eine Verbindung zur Besteuerung unter Inflation gibt.

Als ich Kind war, gab es in meinem Ort 2 „Reiche“ beide Metzger, und beide später Besitzer von Supermarktketten, Schlachthöfen, Fuhrpark an Porsches, S-Klassen, Rolls Royce sowie Villen.

Die Einnahmen waren mehrere 100k DM pro Jahr (ca 1975). Sonst kam bei weitem niemand in diese Kategorie.

Für mich sind Steuern, all die Kosten, zu denen ich gezwungen werde.
Krankenkasse, Rentenversicherung, CO2 Steuer, & Co.

Warum sollte ich diese Kosten nicht als Steuer sehen & es künstlich schön rechnen?
Untermstrich habe ich genau dadurch doch weniger in der Tasche.
Mal angenommen ich würde heute ein China Auto kaufen … Mensch wie viele Steuern (Zölle, sind für mich auch Steuern) ich zahlen müsste. Mir ist es egal, ob mir die Steuer direkt oder indirekt ausgewiesen wird.

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Juristisch betrachtet, sind Steuern kein Raub und auch keine Räuberische Erpressung, weil solche Straftatsbestände eine rechtswidrige Aktion vorausetzen. Und das ist bei Steuern offensichtluch nicht gegeben.

Anarcho Kapitalisten geht es auch glaube ich nicht um den Juristischen Standpunkt sondern um einen Moralischen.
Aber dafür müssten sie eine Moralische Begründung auf Basis eines Ethisches Systems aufbauen. Ethische Systeme sind Philosophische Ideen wie z.B Utilitarismus, Regel Utilitarismus, Deontologie, Tugend Ethik, Teleologische Ethik, und so weiter.

Das ist nicht ganz richtig. Ein UNABHÄNGIGES Gericht, also eines, das von KEINER der beiden Streitparteien kontrolliert wird, könnte durchaus die Entscheidung treffen, dass eine Steuer ungerecht, unlauter, mutwillig verwirrend oder zu hoch wäre.

Das Problem entsteht da, wo diese Unabhängigkeit fehlt. Des weiteren könnte auch eine Entscheidung über eine Zweckbindung „Wunder“ wirken.

Das sind alles keine philosophischen Themen. Es ist juristisch nur schon so lange zur Gewohnheit geworden die Bürger nach Belieben zu melken, dass sich niemand mehr an ordentliche Verhältnisse erinnert.

Ich glaube das Gerichte nicht unabhängig sind wenn sie von der Regierung eingesetzt werden und das man einen Prozzess dafür braucht der seperat von Parlament und Regierung funktioniert.

Die Argumente mancher AnCaps sind schon (Pseudo) Philosophisch.

Ist hald Blödsinn.

Privateigentum ist Raub

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Aber dafür kannst du dir eine Kunstfigur vor dem Verwaltungsgebäude anseh…okay hast Recht. Steuern sind Raub!

Das ist wirklich das dümmste und unreflektierteste, das ich heute gelesen habe. Das ist sogar noch dümmer als die geistigen Ergüsse die dir sonst so entfleuchen. Aber überraschen tut mich das wiederum auch nicht…

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Mit mir ist alles in Ordnung. Das war kein Angriff, einfach nur eine feststellung…es ist wichtig dumme Propaganda direkt zu kommentieren, damit Leute die nicht schnell genug zu Ende denken können auch einen wertvollen Hinweis bekommen…

Ich habe auch noch bis vor kurzem an den straßenbauenden Staat geglaubt…je Tiefer man in den kaninchenbau fällt und die zusammenhänge versteht um so radikaler werden die Ansätze und Lösungen…aber das ist in Ordnung den besonderen Situationen erfordern besondere Maßnahmen…

und wieder auf Kravall gebürstet :smirking_face:

Wo kommt das Privateigentum denn her?