Steuer auf unrealisierte Gewinne | andere Betrachtung

Steuer auf unrealisierte Gewinne kann man auch mal wie folgt betrachten. Ziemlich mies.

Stell dir vor du hast 1 BTC. Mehr nicht. Dieser nimmt jedes Jahr an Wert zu. Dann bist du jedes Jahr gezwungen einen Teil des BTC dem Staat zu geben. Irgendwann hast du noch 0,5BTC, der auch in Fiat gemessen mehr wert wird. Also musst du auch davon weiterhin etwas abgeben.

Nominal in Fiat gemessen hast du zwar mehr €. Aber gemessen in dem, was wirklich begrenzt ist, bist du gezwungen jedes Jahr etwas abzugeben, sodass du weniger davon hast. Also wird durch solch eine Steuer dein Bitcoin genau so weg inflationiert, wie es mit Fiat ist.

Ich finde so etwas wirklich extrem „frech“. Es ist ja nicht so, dass Bitcoin mehr wert wird, sondern Fiat wird so zu sagen weniger Wert. Ein BTC ist immer 1 BTC! Und wenn wir eine Möglichkeit haben wo wir uns einfach vor der Entwertung des Fiat schützen, dann kommt so etwas.

Vielleicht kann @Blocktrainer ja diese Betrachtung auch mal streuen.

Dazu muss man sich das auch mal bei Gold vorstellen. Im Grunde sehe ich BTC da genau wie Gold. Würde man dort Steuern auf unrealisierte Gewinne zahlen, müsste man jedes Jahr ein Stück vom Gold abbrechen um das dem Staat zu geben.

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Die Beziehung zum Geburtsland ist wie eine Ehe, es muss nicht das ganze Leben halten.

Gehen die Interessen auseinander kann man gehen.

Mobilität ist ein wertvolle Gut. Reiche nutzen das schon lange.

Ich hab mal einen Vortrag von einem erfolgreichen Trader aus England gehört. Er ist von England nach Singapur ausgewandert, zahlt nur noch 1/4 der Steuern (und hat besseres Wetter).

Er sagte, hast du Geld, kämpfst du nicht gegen die Umstände an, du gehst, der nächste Flughafen ist nah.

Aber erstmal an Geld kommen.

Ist off-topic, wäre ich jung, 10 jahre auf einer Ölplattform arbeiten, 100k netto p.a., 30k ausgeben, 70k in BTC 10 Jahre lang und man wäre schon relativ frei.

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Dank KI, Echtzeitübersetzung von Sprache und Schrift, ist das mit der Sprache keine so große Hürde mehr. Und in einigen Jahren hat vermutlich so ziemlich jeder Zugriff auf diese Technologie in ausgereifter Form. Das bedeutet, man kann ziemlich spontan in ein Land gehen, dessen Sprache man nicht ansatzweise versteht. Die KI kann dann die Zeit überbrücken, während man die Sprache hoffentlich langsam lernt.

Ich glaube sogar, dass die Globalisierung der Kultur weiter zunehmen wird. Es wird sicher weiterhin kulturelle Unterschiede geben. Aber ich denke, die Zahl der Gemeinsamkeiten werden wachsen. Dadurch werden in Zukunft vermutlich die kulturellen Hürden auch niedriger und man wird viel mehr Länder zur Verfügung haben, die der eigenen Kultur recht nahe stehen.

Ansonsten denke ich, dass das mit einer Art vernichtenden Steuer auf Bitcoin höchstens nur eine Übergangsphase sein kann. Wenn Bitcoin die Wirtschaft, das Geldsystem und die Gesellschaft einigermaßen so ändert, wie Bitcoiner es sich erhoffen, dann kann man davon ausgehen, dass es keinen Staat geben wird, der dreiste Steuern erhebt. Das Phänomen der eskalierenden Steuern ist vermutlich auf das heutige Geldsystem zurückzuführen und die Tendenzen, die es in der Gesellschaft und Politik bestärkt.

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Und genau dieses Beispiel zeigt dass Steuern das Mittel der Politik darstellt, die Flucht aus der eigenen Währung zu unterbinden. Dieses Problem ist aber eine Spirale.

Die Leute flüchten aus der Währung, weil diese absichtlich entwertet wird. Aber je mehr Geld flüchtet desto schneller entwertet die Währung. Und dieser beschleunigten Entwertung wird versucht mit mehr Steuern entgegenzuwirken. Nur führt das zu noch mehr Flucht. Und immer so weiter.

Vermutlich ist den Politikern dieser gesamte beschriebene Prozess nicht einmal bewusst, einschließlich dem dass die Steuern eigentlich nur ein Mittel sind, um die Entwertung zu lindern, das aber stattdessen noch mehr beschleunigt.

Die Lösung ist eigentlich eindeutig die Geldentwertung abzuschaffen, keine Steuern. Die Ursache wird aber unklar, wenn das gesamte System aus Entitäten besteht, welche propagieren dass Geldentwertung nicht nur weniger schlimm sei, sondern sogar nötig sei.

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Ja da ist was dran. Bei moderater Inflation, sollte man trotzdem nach Abzug der Steuer noch einen Kaufkraftgewinn haben.

Aber Hyperinflation gepaart mit einer hohen Steuer für unrealisierte Gewinne in dieser Währung, das wäre praktisch eine direkte Enteignung.

Ich sehe so etwas zum Glück noch nicht kommen. Da davon vermutlich auch Gold, Immobilien, Aktien usw. betroffen wären, ist die Lobby hoffentlich groß genug, dass so etwas nie kommt oder nur in sehr geringen Umfang.

Wenn ich allein mein Leben leben würde, würde ich das evtl auch irgendwann machen.

Aber mal im Ernst, wie einfach ist das Auswander denn für jemanden, der hier gerade am abbezahlen seiner Wohnung ist, dessen Eltern ganz alleine Leben und auf regelmäßige Besuche angewiesen sind, dessen Kinder gerade gute Freunde in der Schule gefunden haben und im Tischtennisverein endlich ihre Depressionen überwunden haben, alle geliebten Freunde und Verwandten wohnen in der Nähe….

Für kein Geld der Welt und keine Steuerersparniss der Welt würde so jemand auswandern.

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Es gibt durchaus Menschen, die beispielsweise 1 Mio € in Bitcoin haben und nebenbei ganz normal Arbeiten gehen.

Angenommen diese Bitcoin bekommen pro Jahr ein Gewinnzuwachs von 25%, dann wären es 250.000€ Gewinn. Wenn dies nun mit 25% versteuert werden müsste, dann wären das 62.500€ an Steuern.

Also muss die Person dann quasi das ganze Netto-Gehalt des Jahres aufbringen um die Steuern zu zahlen. Andernfalls wird der Bitcoin Bestand von Jahr zu Jahr schrumpfen!!!

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Oh ja, stimmt. Wenn die Währung sehr stark inflationiert, das muss man ja auch beachten. Dann hast du in Euro große Gewinne und musst viel deiner Bestände abgeben.

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Steuern auf Substanz - und nicht auf den Gewinn - sind das Endgame der Enteignung. Sie killt jeden Bitcoiner auf Dauer.

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Die Klugen/Vorausschauenden sind längst weg:

https://www.focus.de/finanzen/news/fatale-kapitalflucht-deutsche-firmen-schaffen-immer-mehr-geld-ins-ausland_7aa62ec5-59dd-484a-a65f-022ab0aee9fb.html

Kurzform: Deutsche Unternehmen und Anleger haben gigantische 3,45 Billionen Euro ins Ausland geschafft. Mehr als das Siebenfache des Bundeshaushalts.

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Ach Mensch, das wollten ZPE & Doc doch alles noch enteignen. Vermaledeit!

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Oder nochmal eine andere Betrachtungsweise.

Was würde es dann in Zukunft “Kosten” wenn man einen Bitcoin “halten” möchte.

Angenommen 1 Bitcoin kostet 100.000€ und hat einen Wertzuwachs in Euro von 25% (25.000€). Diese 25.000€ würden mit 25% besteuert werden. Also wenn man diesen Bitcoin behalten möchte, muss man dann im ersten Jahr 6.250€ zahlen um diesen Bitcoin behalten zu dürfen. Diese 6.250€ muss man erstmal übrig haben. Falls man dies nicht übrig hat, muss man einen Teil des Bitcoin abgeben. Also pro Jahr etwa 6% seines Bitcoin abgeben. Also wenn so etwas tatsächlich durchgehen sollte, dann wird doch wirklich jeder normal denkende Mensch wirklich auswandern. Andernfalls muss die Küstenwache massiv aufgestockt werden, weil es einfach so heftig viele Bootsunfälle geben wird.

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Es kann noch mehr werden.

Zum Einen 25% plus Soli sind 26,4% .

Dann könnte es sein, dass es zum persönlichen Steuersatz versteuert werden muss. Die 25000 kommen dann auf dein normal versteuerts Gehalt drauf und dann bist du schnell bei 40%. Du kannst bei der Steuertabelle ablesen mit wieviel deine letzten 1000 oder 10000 versteuert werden.

Dazu hätten sie dann auch gerne Sozialabgaben für Krankenversicherung, Pflegevers und Rentenversicherung.

Kommen nochmal 20% drauf oder mehr.

Tolle Aussichten

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Mir soll’s egal sein. Ich besitze sowieso keine Bitcoin. Aber dennoch finde ich das einfach krass.

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Da hilft dann nur noch eine sozialistische Weltregierung nach leninistischer/stalinistischer Art. Und wie erreicht man das? Nur mit Krieg und Millionen Toten. Und so werden aus ökonomischen und ideologisch verblendeten Laien Massenmörder.

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Besser ein Gewinn mit Steuerabzug als gar keiner. Bin schon länger in der Börse und deswegen ist das jetzt kein Aufreger mehr für mich. Es ist ja bekannt, dass der Staat uns melkt wo er nur kann.

Deswegen bin ich auch ein Goldbug und Moneroanhänger. Den Bitcoin mag ich auch, sonst würde ich ja hier nichts schreiben.

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Wie soll das funktionieren ? Würde der Staat Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren ? Falls der Staat Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren würde, dann würde der Preis des BTC steigen .

Falls der Staat keine Bitcoin akzeptiert , dann müsste er dich zwingen deine BTC in Fiat zu tauschen . Der Staat müsste dich zwingen Bitcoin zu verkaufen .
Oder der Staat „überredet“ bzw. zwingt dich zur Herausgabe deiner Keys und nimmt sich selbst, was er braucht.
Wer nicht ins Ausland flüchten kann, der könnte seine Bitcoin anonymisieren , so das , der Besitz von Bitcoin nicht nachgewiesen werden kann.

Ich denke, das weiß ein politiker ganz genau. Er hat nur keinerlei Interesse daran, dass zu ändern. Er will ja wieder gewählt werden…

Ja das nennt sich Steuerbescheid. Bitte zahlen Sie 200.000€ Steuer auf den unrealisierten Gewinn. Hast du nicht? Dann verkauf deine Bitcoin. Machst du nicht? Dann pfänden wir was geht und stecken dich in Knast.

Ja ich auch nicht, Zwinker Zwonker.

Aber meinst du, wenn es so krass kommen sollte, dass sie dann so leicht locker lassen, wenn sie die Info haben, dass Du 2018 schon bei einer Kryptobörse registriert warst oder so….

Ist es da nicht wahrscheinlicher dass sie in so einem Szenario sagen:

“Laut unseren Statistiken hast du von Börsen ca 3 Bitcoin in deinem Leben gekauft, wenn du uns nicht beweisen kannst, was damit passiert ist, schätzen wir, dass du 5 Bitcoin hast und musst deren Gewinne voll besteuern. Kannst du nicht? Knast, hast deine Steuer nicht gezahlt.”

Wer sagt, dass dafür die Kapitalertragsteuer genutzt wird? Bitcoin zählt derzeit nicht zu den Einkünften aus Kapitalvermögen und würde zwischen 0% und 45% versteuert. Oder vielleicht ein extra hoher Steuersatz für diese unfairen reichen Bitcoiner mit 75%?

Um das Paranoialevel wieder zu senken: Ich glaube fest, dass der Großteil des Staatsapparates (Politiker, Beamte..) Leute sind, wie du und ich, die keinem etwas böses wollen. Klar sie haben anreiz den Staat zu schützen, was uns schadet, aber im Staat arbeiten sicher auch zunehmend Bitcoiner.

Keiner weiß, ob jemals auch nur über eine Steuer für unrealisierte Gewinne ernsthaft nachgedacht wird. Und selbst wenn sie kommt, dann vielleicht nur als eine Art Vermögenssteuer mit 1% der Gewinne. Nicht toll, aber weit weg von den Überlegungen hier. Solange es keinen konkreten Anlass zur Sorge gibt, ist es schwer darüber zu Diskutieren, da wir absolut keine Ahnung hätten, wie so eine Steuer umgesetzt werden würde.

Ja, klar , der Staat kann das so machen. Der Staat darf das auch machen .
Aber wenn ich im Knast sitze, dann hat der Staat nichts gewonnen . Im Gegenteil der Staat gibt mir dann Unterkunft und Essen , das kostet dem Staat Geld.

Wenn ich Bitcoin hätte, dann könnte ich die Zeit im Knast absitzen und nach der Zeit hätte ich immer noch Bitcoin . Und die Bitcoin hätten trotzdem „Gewinne“ gemacht.

Aber , ich habe gar kein Bitcoin.

Steuern sind Raub . Ein Räuber nimmt sich die Beute mit Gewalt . Das ist „Allgemeinwissen“ und „normal“.

Unnormal wird es , wenn der Räuber (Staat) sich immer offener, als Räuber zu erkennen gibt . Dann kann es passieren das Menschen den Staat ablehnen.

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