Steuer auf unrealisierte Gewinne kann man auch mal wie folgt betrachten. Ziemlich mies.
Stell dir vor du hast 1 BTC. Mehr nicht. Dieser nimmt jedes Jahr an Wert zu. Dann bist du jedes Jahr gezwungen einen Teil des BTC dem Staat zu geben. Irgendwann hast du noch 0,5BTC, der auch in Fiat gemessen mehr wert wird. Also musst du auch davon weiterhin etwas abgeben.
Nominal in Fiat gemessen hast du zwar mehr €. Aber gemessen in dem, was wirklich begrenzt ist, bist du gezwungen jedes Jahr etwas abzugeben, sodass du weniger davon hast. Also wird durch solch eine Steuer dein Bitcoin genau so weg inflationiert, wie es mit Fiat ist.
Ich finde so etwas wirklich extrem „frech“. Es ist ja nicht so, dass Bitcoin mehr wert wird, sondern Fiat wird so zu sagen weniger Wert. Ein BTC ist immer 1 BTC! Und wenn wir eine Möglichkeit haben wo wir uns einfach vor der Entwertung des Fiat schützen, dann kommt so etwas.
Vielleicht kann @Blocktrainer ja diese Betrachtung auch mal streuen.
Dazu muss man sich das auch mal bei Gold vorstellen. Im Grunde sehe ich BTC da genau wie Gold. Würde man dort Steuern auf unrealisierte Gewinne zahlen, müsste man jedes Jahr ein Stück vom Gold abbrechen um das dem Staat zu geben.