(sinnvoll) regelmäßig Geld Spenden

Kurz vorab, ich möchte keine Neiddiskussion lostreten. Wir leben alle unterschiedlich mit unterschiedlichen Einstellungen. Ich bin immer für konstruktive Kritik !

Guten Tag wünsche ich,

ich eröffne dieses Thema, da ich nichts passendes gefunden habe.

Hier geht´s ja immer um Wohlstand, Absicherung, evtl. reich werden..;)..

Mich interessiert, spendet Ihr !? Ich denke bei Katastrophen haben wir es bestimmt schon fast alle einmal oder ein paar Mal getan.

Mein Lehrer ist seit ein paar Jahren Bodo Schäfer, er rät zu 10% von dem was man hat im Monat spenden, wenn man es kann. Da ich persönlich schon immer gern gegeben/(hoffentlich sinnvoll)geschenkt habe und im Gegenzug keine Erwartungen habe, kann ich damit wohl was anfangen. Ich freue mich, wenn ich anderen eine Freude machen kann.

Ich weiß es zu schätzen/bin immer wieder dankbar, dass ich es soweit gut angetroffen habe und abgeben kann, ich habe mehr als ich benötige. In den aktuellen Zeiten nicht selbstverständlich. (Natürlich ohne Disziplin ginge es nicht, aber so bin ich gestrickt. Macht mir Spaß, wenn ich die Möglichkeit habe).

Vor ein paar Jahren war ich natürlich der Meinung, ja wenn ich da mal hinkomme sehen wir weiter.

Zum Ende des Jahres sieht es bei uns ganz gut aus.

Meine Frau kam neulich mit dem Thema. Jetzt bin ich persönich erstmal bei 5% im Monat.

Wir meinen so Krebsforschung und Hilfe in der Richtung (vorrangig für Kinder) aber natürlich auch Erwachsene wäre vielleicht was.

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spenden ja, aber nicht übertreiben und mit Bedacht.

Ich habe bisher bei SOS Kinderdorf gespendet, bis die Missbrauchsvorwürfe in Österreich bekannt wurden - die deutsche Organisation redet sich mit lauwarmen Statements raus .
Ansonsten Kriegsgräberfürsorge, halte ich noch immer für sinnvoll, erinnert auch an unsere wenig rühmliche Geschichte. Und hält auch heute noch sinnreiche Kontakte mit den damaligen Kontrahenten.

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..da fällt mir der Verein Kirche ein, da bin ich seit gut 10 Jahren auch raus.

Aber unter dem Namen/Organisation Kirche ist ja fast alles gedeckelt in dem sozialen Bereich…

(Wir haben uns schon grob informiert, was hier regional als seriös bekannt ist).

Ich spende monatlich Geld an eine Familie, die eine Strandbar in Phang Nga, Thailand, betreibt, damit deren Tochter eine bessere Schule besuchen kann. Wir sind alle zwei Jahre mal dort.
Besagte Strandbar akzeptiert (dank mir) sogar Lightning ;)

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Ich spende regelmäßig an Satoshi.
Der Clou: Als Dankeschön bekomme ich sogar Satoshis zurück. Beste Spendenquittung der Welt. :blush:

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Ich spende regelmäßig. Nach den Skandalen um UNICEF und Co habe ich mich dafür entschieden, bevorzugt dorthin zu spenden, wo ich sehen kann, was mit dem Geld geschieht. Deswegen geht meine Spende bevorzugt an den Sportverein, in dem wir sind. Deren Nachwuchsförderung und Arbeit in verschiedenen Sparten ist super.

Darüber hinaus spende ich unregelmäßig. Mal bekommt die Tafel Geld, mal Wikipedia usw. Gelten auch Kellner? Denn die bekommen auch immer ihre 10%.

Nur Bettler erhalten nichts von mir. Allerdings hadere ich oft mit mir, ob das so richtig ist. Nicht jeder kann etwas für seine Obdachlosigkeit. Wie handhabt ihr Bettler?

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Bettler bekommen in der Regel was von mir. Ich setze die ein bis zwei Euro immer in den Kontext zu ner Cola oder nem Kaffee den man sich beim Reisen mal eben kauft, das tut einem nicht weh.

Nur bei eindeutiger Zugehörigkeit zur Bettelmafia oder extrem unverschämten Leuten gebe ich nichts.

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Ich denke, hiermit macht ihr nichts verkehrt :)

Ich spende regelmäßig an DRF und Johanniter, hatte aber auch schonmal überlegt, ob ich das nicht mal zu anderen Organisationen wechsel. Muss aber auch dazu sagen, dass es sich da nicht um große Summen handelt,da ich momentan finanziell nicht optimal aufgestellt bin.

Für Weihnachten habe ich in meiner Familie durchgesetzt, dass wir uns nichts mehr gegenseitig schenken, sondern das Geld, was wir dafür verwenden würden, irgendwohin spenden. Weil meistens ist es in der Vergangenheit eh darauf hinausgelaufen, dass irgendetwas nur des Schenkens wegen gekauft wurde, was im schlimmsten Fall nicht mal gebraucht wurde.

Obdachlose bekommen schon hier und da ein bis zwei Euro von mir. Aber wie @Metz schon sagt, wenn sie zu dreist sind, übersehe ich sie. Am liebsten gebe ich etwas für Leute, die mich etwas entertainen, also Musik spielen oder so.. Value 4 value halt ;)

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Ja habe jetzt auch angefangen zu spenden.

Jetzt wo ich geerbt habe komme ich mir nicht mehr arm vor.

Vorher hatte ich leider ein Armutsbewustsein.

Hier in Thailand ergeben sich auch gute Möglichkeiten zu spenden.

Wenn dich einer offensiv anbettelt hat er vermutlich mehr Geld als du.

Also wenn dann an die armen die das eben nicht können.

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Spenden nur in direkter Umgebung. Sportverein, Kita, Hospiz.

Richtigen Organisationen gebe ich keinen Cent, weil deren eigene Bürokratie zu viel selbst für sich nutzt und ich will sehen und spüren dass wirklich in meiner unmittelbaren Umgebung etwas besser wird.

Thema Bettler. Ich kann Bettler nicht ausstehen, die bekommen keinen Cent von mir. In Deutschland sollte betteln verboten sein. Wozu haben wir ein soziales Auffangnetz? In anderen Ländern ist es etwas anderes, aber nicht in Deutschland.

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Und ich kann dich nicht ausstehen. Das kann ich übrigens so pauschal annehmen, da du Bettler auch als homogene Masse einstufst. Was erhoffst du dir denn wenn betteln verboten wird? Wenn jemand Musik auf der Straße macht und einen Hut hinlegt, dann sofort eingebuchtet wird? Wenn du mir sagst, dass das ja eine Dienstleistung ist, dann singt dir in Zukunft jeder eben zwei Zeilen und fragt dann nach dem Geld. Ist dir bewusst, dass es Menschen gibt, die es psychisch nicht schaffen zu einer Hilfsstelle zu gehen?

@BIT-CHANCE-2025 um auf deine Frage zu antworten: Die bisherigen Antworten bestätigen meine Vorgehensweise. Ich spende nichts (mehr) an Menschen. Früher hatte ich mir noch auf der Straße was von einem Kinderhilfswerk aufschwatzen lassen. Ich spende an drei unterschiedliche Stellen. 1. Den nächstgelegenen Lebenshof 2. dem Laufen gegen Leiden (Hammer Konzept wie ich finde. Es gibt u.a. den „Gute-Nacht-Lauf“. Jedes mal wenn man läuft spendet man einen Betrag seiner Wahl und nebenbei gut für die Gesundheit :slight_smile: ). Nummer drei ist der örtliche Stadttaubenverein. Ich finde das angemessen, wenn man wie ich in der Großstadt lebt. Hier sind Tauben ein großes Problem und da hier der Mensch die Ursache ist, beteilige ich mich so an der Lösung. Durch z.B. Taubenschläge und nicht Spikes überall.

Also alles Spenden für Tiere. Die können nicht betteln. Die Großen alá Peta meide ich aber auch längst.

Ich fasse mir an die eigene Nase, weil die Beträge höher ausfallen sollten. Ich spende seit ich mein eigenes Geld verdiene. Damals hatte ich den Anspruch nach jeder Gehaltserhöhung meine Beiträge zu erhöhen. In Wahrheit ist das 1x passiert. Seit dem ist meine Ausrede, dass alles teurer wird und ich das Geld nach und nach selbst bzw. für andere Zwecke brauche. Ausreden eben.

Super Sache :slight_smile: Wollte ich auch ewig anregen aber nie gemacht. Ich selbst habe ab und zu Patenschaften geschenkt.

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woran machst das fest?

bei Kirche ja, wenn eindeutig das vollständige Ankommen beim Zweck gesichert ist, an Kirche, Bistum und Pfarrei aus Erfahrung gesichert nicht.

Tafel muss man sich genau anschauen, meine Gattin da zu lange im sozialen Bereich mit Teilen dieser Gesellschaft beschäftigt.

Die Zugehörigkeit zur Bettelmafia ist recht einfach zu erkennen: Je nach dem wo du wohnst sitzen häufig Bettler in den Städten mit alle zufällig dem selben Schild und der selben Handschrift „Bitte für Essen“. Das kam mir irgendwann suspekt vor.

PS: Geld gebe ich sowieso nur auf Anfrage, wer einfach rumsitzt mit nem Becher vor sich bekommt nichts.

Ein schöneres und angenehmeres soziales Klima in Zonen bei höherer Menschendichte. Ein wesentlich besseres Stadtbild mit mehr Qualität.

Mich nerven diese „Musikanten“, welche meistens nur Lärm machen und versuchen sich gegenseitig zu übertönen. Es gibt sicher Ausnahmen, aber diese rechtfertigen den Krach der anderen 99,9% nicht. Und wenn diese aus Leidenschaft und Freude spielen wollen, dann sollen sie es tun, aber bitte ohne Hut oder Becher, verdammt noch mal. Wenn sie mit ihrer Musik Geld verdienen wollen, dann sollen sie in Clubs auftreten und Gage kassieren. Und wenn sie zu schlecht dazu sind, dann sollen sie auch nicht die Umwelt mit Lärm belästigen.

Wenn Menschen so hilfsbedürftig und psychisch krank sind, dann brauchen sie professionelle medizinische Hilfe in einem Krankenhaus oder einer Psychiatrie. Und folgend einen Vormund, welcher sich darum kümmert dass diese Person betreutes Wohnen erfährt oder ähnliches und nicht vor einem Einkaufsladen schläft und den Eingang voll scheißt - aber ich gaukel mir kein gutes Gefühl vor und spiele Pseudo-Lebensretter in dem ich solchen Leuten einen Euro hinwerfe. Nee, damit macht man nur die Innenstädte und Stadtteile kaputt, und lässt die Leute in ihrem Elend. Das ist doch kein Konzept.

Ich hatte mehrfach Bettlern angeboten bei mir Rasen zu mähen und die Hecke zu schneiden um Geld zu verdienen. Oder bei einem Kumpel von mir beim Gala-Bau zu helfen, weil er dringend jemanden zum anpacken braucht. Hehe… nicht ein einziger Bettler wollte das machen.

wirf einfach ein 10erl rein unter der Bedingung, dass er aufhört.
Ansonsten gibt es 2 Punkte.

  • Das Ordnungsamt kann anordnen, dass nur eine begrenzte Zeit an einem Ort musiziert wird.
  • München begrenzt das auf 30 Minuten/Standort, einen Erlaubnisschein gibt es nur nach Vorspielen beim Verantwortlichen.
  1. Punkt, betteln ist nach aktueller Rechtslage nur sehr schwer verbietbar.

Dazu kommt, dass nach christlichem und islamischen Vorgaben, betteln erlaubt ist und gespendet werden soll/muss.

Bettlerbanden verstecken sich hinter diesen Punkten

versuch das doch einfach bei Bürgergeldempfängern​:rofl::rofl::rofl:

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@gwain_mirian

vielen Dank für deine Ehrlichkeit, finde ich eine gute Einstellung.

Ich denke auch, in seiner Region informieren und da aktiv werden.

Ausserdem wäre es vielleicht auch was Tierheime zu unterstützen, machen wir bis jetzt hin und wieder mit Sachspenden, damit sie es bei einem Flohmarkt verkaufen können. Da wäre dann auch mal mehr möglich.

Bei Bettlern bin ich auch sehr gespalten, finde ich auch schwierig. Das Vertrauen ist einfach weg.

Ich Spende Sporadisch

  • Örtlich, wenn etwas anfällt
  • Mini Organisation, die Weisen aufnimmt, bei denen die Eltern gestorben sind (60 Kinder)
  • Tafel

Ich Versuche es immer klein zu halten da dann der Bürokratische Aufwand nicht 60% der Spende frisst und man sieht am besten, was damit wirklich passiert.

Ich mag es auch, wenn es Menschen in meinem Umfeld gut geht, dann geht es auch mir gut. Wenn alle Arm sind, ist meine Lebensqualität wohl auch nicht so deutlich Hoch oder schön sein.

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Ich werde da jetzt etwas ausholen, weil ich glaube, dass man das Thema nicht sinnvoll mit ein paar Sätzen beantworten kann.

Durch meine Reisen habe ich inzwischen sehr viel Armut gesehen. Gleichzeitig hat mir der dauerhafte Aufenthalt im Ausland aber auch gezeigt, dass Geld eben nicht alle Probleme löst. Das klingt in einem Finanzforum vielleicht erstmal etwas komisch, aber je länger ich darüber nachdenke, desto wichtiger wird dieser Punkt für mich.

Das wichtigste Gut ist für mich letztlich nicht Geld, sondern das Leben selbst und die Zeit, die wir dafür haben. Geld kann uns Möglichkeiten geben, kann Leid reduzieren, kann Nahrung, Medizin, Unterkunft oder Bildung ermöglichen. Aber Geld ist immer nur ein Werkzeug. Es kann nicht automatisch dafür sorgen, dass ein Mensch sein Leben sinnvoll gestaltet, glücklich wird oder selbstständig mit seinen Problemen umgehen kann.

Ich habe durch meine Zeit im Ausland außerdem angefangen, etwas anders über Abhängigkeit nachzudenken. Wenn jemand immer wieder Hilfe bekommt, kann diese Hilfe natürlich enorm wichtig sein und im richtigen Moment sogar Leben retten. Aber sie kann gleichzeitig auch eine gewisse Reibung aus dem Leben nehmen. Und genau diese Reibung ist manchmal das, was einen Menschen zwingt, selbst eine Lösung zu finden.

Das klingt zunächst vielleicht hart. Ich meine damit ausdrücklich nicht, dass man Menschen verhungern lassen sollte oder dass man einem Menschen in einer akuten Notlage nicht helfen sollte. Wenn jemand unmittelbar vor dem Verhungern steht, ist Nahrung natürlich wichtiger als jede philosophische Diskussion darüber, ob Hilfe langfristig sinnvoll ist.

Aber der Mensch besitzt einen unglaublich starken Überlebensinstinkt. Wenn wirklich die Situation eintritt, dass jemand Nahrung braucht, um nicht zu sterben, setzt etwas ein, das wir im normalen Alltag kaum noch erleben: Der Mensch beginnt, seine gesamte Umgebung nach einer Lösung abzusuchen. Er wird kreativ, geht Risiken ein, sucht Arbeit, tauscht, handelt, fragt andere Menschen, baut etwas an oder versucht auf irgendeine andere Weise an das zu kommen, was er zum Überleben braucht.

Genau diese Fähigkeit kann durch Hilfe natürlich auch teilweise verdrängt werden, wenn Hilfe dauerhaft und ohne weitere Bedingungen zur einfachsten Möglichkeit wird. Dann entsteht eine andere Frage: Helfe ich einem Menschen gerade dabei, wieder selbstständig zu werden oder mache ich sein bestehendes Leben lediglich etwas reibungsärmer?

Und da wird es für mich sehr schwierig, eine allgemeingültige Antwort zu geben.

Denn auch Spenden haben Konsequenzen. Wir geben Geld und haben anschließend häufig das Gefühl, etwas Gutes getan zu haben. Das ist menschlich. Aber wenn ich ganz ehrlich zu mir selbst bin, ist auch das nicht völlig uneigennützig. Ich spende auch, weil es sich für mich gut anfühlt, weil ich mein eigenes Gewissen beruhige oder weil ich das Gefühl haben möchte, etwas Sinnvolles getan zu haben.

Das klingt vielleicht erstmal egoistisch, aber ich sehe darin nichts grundsätzlich Schlechtes. Menschen handeln fast immer auch aus eigenen Motiven. Entscheidend ist für mich eher, dass man sich dessen bewusst ist und sich nicht selbst einredet, die eigene Handlung hätte keinerlei Nebenwirkungen oder Konsequenzen.

Genau deshalb sehe ich das Thema Spenden auch nicht in Schwarz und Weiß. Es gibt für mich keine einfache Formel wie:

„Geld geben = gut“

oder

„Kein Geld geben = schlecht.“

Es kommt darauf an, wem ich helfe, warum ich helfe, wie ich helfe und was dadurch anschließend passiert.

Das merke ich auch bei Bettlern auf meinen Reisen sehr stark. In Vietnam beispielsweise habe ich eine ganz andere Wahrnehmung davon entwickelt als beispielsweise auf den Philippinen. Wenn mir in Vietnam ein Mensch mit Behinderung auf der Straße eine Packung Kaugummi oder irgendeine andere Kleinigkeit anbietet und dafür etwas Geld möchte, gebe ich vergleichsweise gerne etwas.

Warum? Weil für mich dabei zumindest eine gewisse Form von Austausch stattfindet. Ich gebe nicht einfach nur Geld. Ich bekomme eine Ware. Vielleicht ist die Ware objektiv keine besonders gute wirtschaftliche Gegenleistung für den Betrag, den ich bezahle. Ntürlich spielt mein Mitgefühl dabei eine Rolle. Aber trotzdem findet ein kleiner freiwilliger Handel statt.

Und gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass diese Menschen nicht unbedingt versuchen, bei mir eine große Moralgeschichte auszulösen. Sie sagen nicht: „Du bist ein guter Mensch, wenn du mir Geld gibst.“ Sie versuchen eher, mir etwas anzubieten. Ich kann entscheiden, ob ich es haben möchte.

Das finde ich persönlich interessant, weil es für mich einen Unterschied macht zwischen „Ich gebe dir etwas, weil du arm bist“ und „Du hast etwas und ich entscheide mich, dir dafür etwas zu geben.“

Auf den Philippinen habe ich dagegen teilweise Situationen erlebt, in denen sehr viele Kinder einfach nur die Hand aufgehalten haben. Und da merke ich bei mir eine deutlich größere Zurückhaltung. Nicht weil ich diese Kinder weniger wertschätze oder weil ich ihre Situation nicht schlimm finde. Sondern weil ich mich frage, welches Verhalten ich mit meiner Handlung eigentlich verstärke.

Wenn ich einem Kind Geld gebe, weil es bettelt, habe ich vielleicht gerade geholfen. Vielleicht habe ich aber gleichzeitig auch einen kleinen Anreiz geschaffen, dass genau dieses Verhalten weitergeführt wird. Und wenn viele Menschen dasselbe tun, kann daraus irgendwann sogar ein ganzes System entstehen.

Das bedeutet nicht, dass ich deshalb nie etwas gebe. Natürlich kaufe ich mir mit manchen Handlungen auch ein Stück weit ein gutes Gefühl. :grinning_face_with_smiling_eyes: Das gehört für mich zur Ehrlichkeit dazu. Aber ich bekomme eben teilweise trotzdem etwas zurück, sei es eine Packung Kaugummi, eine kleine Ware, eine Dienstleistung oder einfach einen kurzen menschlichen Kontakt.

Deshalb finde ich den Gedanken „Value for Value“ eigentlich ziemlich interessant. Nicht weil jede Hilfe einen exakt messbaren Gegenwert haben muss, sondern weil zwischen zwei Menschen zumindest ein freiwilliger Austausch stattfinden kann.

Und vielleicht ist das auch der Grund, warum ich mit pauschalen Aussagen über Spenden inzwischen vorsichtiger bin. Geld kann helfen. Geld kann aber auch Abhängigkeiten schaffen. Geld kann Leben retten. Geld kann aber auch Strukturen stabilisieren, die langfristig gar nicht gut funktionieren.

Und manchmal ist die beste Hilfe vielleicht Geld. Manchmal ist es Essen. Manchmal Bildung. Manchmal eine Arbeitsmöglichkeit. Manchmal ein Werkzeug. Manchmal einfach ein Mensch, der jemandem eine Chance gibt.

Ich glaube deshalb nicht, dass man das Thema Spenden mathematisch auf einen bestimmten Prozentsatz des Einkommens reduzieren kann. 5 %, 10 % oder 0 % sagen für sich genommen noch gar nichts darüber aus, ob die Hilfe tatsächlich sinnvoll ist.

Für mich ist die viel interessantere Frage: Was bewirkt meine Hilfe beim anderen Menschen?

Macht sie sein Leben nur für den heutigen Tag leichter? Oder gibt sie ihm gleichzeitig die Möglichkeit, morgen etwas selbstständiger zu sein?

Und auch hier gibt es natürlich keine absolute Antwort. Manchmal ist die unmittelbare Hilfe genau das Richtige. Manchmal ist die langfristige Hilfe wichtiger. Und manchmal wissen wir schlicht nicht, welche Konsequenzen unsere Handlung haben wird.

Vielleicht ist genau das der Punkt, den ich durch meine Reisen gelernt habe: Wir können die Welt nicht vollständig kontrollieren. Wir können nur bewusst entscheiden, welche Konsequenzen unserer eigenen Handlungen wir bereit sind zu tragen.

Deshalb spende ich nicht nach einer festen moralischen Formel. Ich schaue mir die Situation an, entscheide aus meinem eigenen Empfinden heraus und akzeptiere, dass auch meine Hilfe Konsequenzen haben kann. Das ist für mich weder besonders gut noch besonders schlecht. Es ist einfach menschlich.

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