Naja, ich glaube als Erstes, dass es niemanden zusteht über die Zeitpräferenz eines Anderen zu urteilen und es Zweitens deshalb immer unterschiedliche Zeitpräferenzen geben wird und das Drittens, auch so gut ist. Schon allein im Sinne von Wettbewerb und Individualität. Der Eine lebt halt nach dem Motto „only the good die young“ - der nächste denkt mit 16 an den Rentensparplan - jeder wie er mag.
Das mit den Familien siehst Du glaube ich zu eng - natürlich gibt es Dynastien - aber das sind die wenigsten und nach ein paar Generationen verteilt sich das auch wieder. Ansonsten denke ich, das das Bismarck zugeschriebene Zitat „Die erste Generation schafft Vermögen, die zweite verwaltet Vermögen, die dritte studiert Kunstgeschichte, und die vierte verkommt vollends“" auch eine gewisse empirische Evidenz hat.
Das wiederum halte ich für ein Ammenmärchen - „dumm halten“ - letztlich ist unheimlich viel Bildung frei verfügbar, wir leben ja nicht in der Zeit vor dem Buchdruck, vielmehr investieren vernünftige Eltern in ihren Nachwuchs, würde das nicht auf „Top-Familien“ beschränken.
s.o. - wer bin ich, dass ich mir anmaßen würde, was dir richtige Zeitpräferenz ist und was nicht - das muss jeder für sich entscheiden und auch mit den entsprechenden Konsequenzen leben. Die Frage nach der Genetik und dem Umfeld, macht dann sicher noch mal ein ganz anderes Faß auf …