Durch das einfache Verbot hat man das Problem an der Wurzel rausgerissen. Die Gedanken, dass man Geld nur mit Geld vermehren kann sitzen fest wie ein Zahn
Die Dienstleistungen, die ich anbiete können letztlich auch versteckte Kosten für Ausbildung etc. beinhalten. Das ist ja nicht der springende Punkte.
Wir wirtschaften eben und Kapital sammelt sich in der Theorie dort wo Bedürfnisse befriedigt werden.
Wenn nun jemand einen Kredit aufnimmt, um ein Haus bauen zu können, so ist das aus meiner Sicht begrüßenswert.
Person A bekommt am Ende ihr eingesetztes Kapital plus Zins. Person B konnte dafür ihr Leben in einem eigenen Haus leben, was sie ohne Kredit nicht hätte tun können und hat nebenbei Eigenkapital aufgebaut.
(B hat übrigens den Zins zahlen können, weil sie C eine Ware verkauft hat. A hat übrigens den Zins genutzt, um damit eine Dienstleistungen bei C wahrzunehmen. Uuh, das klappt ja sogar in einem System mit limitiertem Geld. )
Wenn A nicht genug Geld verleihen kann, um B’s Traum des Hausbaus zu ermöglichen, dann muss B eine andere Person D finden. Gibt es auf der ganzen Welt keine Person D, die ausreichend Kapital verleihen kann, um solch ein Vorhaben zu finanzieren, so werden sich vermutlich entweder Personen zusammen tun, um Geld zu verleihen, oder es wird institutionalisiert. Also Institutionen, die Kapitalgeber und -nehmer zusammenbringen (aka Banken, aber eben ohne fractional reserve banking).
Das bedeutet aber, dass man nicht alles immer und sofort umsetzen kann, womit ich persönlich kein Problem hätte.
Ich stelle mir Mega Projekte schwierig vor. Kraftwerke oder noch größer Panama Kanal.
Aber wo ein Wille ist, ist ein Weg. Kreativität kennt keine Grenzen.
Ich denke wir kommen halt immer und immer wieder als Gesellschaft an den Punkt, wo alles zerstört wird, ausgelöst durch Geld und dadurch Machtakkumulation.
Die Reichen profitieren vom Zusammenbruch und kaufen billig die Assets ein. Mit Bitcoin wird es leider genauso passieren. Die ursprüngliche Idee wird pervertiert.
Wenn der Zins weiter bestehen bleibt, kommen wir als gesamte Menschheit niemals ins Gleichgewicht und bleiben immer im Loop.
Achtung philosophisch:
Wenn die Schlange sich selbst aufgefressen hat geht das Spiel von vorne los. Dann hat die Elite alle Bitcoins, da wir das Spiel nicht kapiert haben.
Ich hoffe niemand hier hält mich für geisteskrank aber so sehe ich die Welt
Unter einem Bitcoinstandard sinkt der Anreiz sein Geld zu verleihen enorm. Damit steigt der Preis des Geldes und es wird sehr schwer noch Kredite zu bekommen. Dafür vermehrt sich das Geld der Reichen nicht so einfach. Aber die Kaufkraft steigt natürlich dennoch (sofern die Wirtschaft wächst). Und schwupps… → Ich erinnere nochmal an meine Beiträge zum „dynamischen Gleichgewicht“ im Kontext des Zinses.
Ne, es sollte nur die Spirale der Eskalation von Rache und Gewalt unterbrechen, aber hey egal, muss jeder selber wissen was er woraus abliesst/ für sich rausnimmt.
Muss man auch gar nicht christlich unterwegs sein, gibt ja auch den Spruch der Klügere gibt nach, wobei diese Phrase im Angesicht eines möglichen Versterbens schwierig wäre
[quote=„anon71016483, post:22, topic:59987“]
dass ist 100% falsch… [/quote]
Schon mal ne schlechte Ausgangsbasis für eine fruchtbare Diskussion. Höffgen Style.
Grundsätzlich ja. In dem Fall ist es allerdings eine gute Idee gewesen. In einer Welt wo parallel allerdings ein Zinssystem existiert, konnte es sich nicht durchsetzen. Bitcoin funktioniert global und ohne Ideologie. Es wird sich mathematisch penibel durchsetzen und das seit Jahrtausenden existierende Zinssystem ablösen. Es wird nach dem Ende des Fiatgeldes unter Bitcoin keine Zinsen mehr geben. Yield auf Bitcoin ist nur noch eine Übergangsfunktion der Fiatwelt.
Stichwort Paper Bitcoins. Auf die gibt es Paper Bitcoin Zinsen. Die Masse akzeptiert das, fragt ja kein Schwein, ob MSTR wirklich Bitcoin besitzt. Wäre ein leichtes das nachzuweisen. Da reicht eine einzige Signatur.
Die Begründung die er da in dem Video bringt ist halt schon recht doof. Da musst du ja nicht weit überlegen das du siehst dass das nicht der Kern des Problems mit Zinsen ist.
Zinsen oder jede andere Rendite sind deshalb ein Problem weil sie IMMER aus der Arbeit anderer kommen und dazu führen, das der Kapitalgeber, der Kapitalist, immer wie reicher wird, ausser er verspekuliert sich halt komplett. Das heisst es führt zu exponentieller Kapitalakkumulation mit dem Ergebnis das immer weniger immer mehr besitzen und dann alle anderen beherrschen.
Dieses Vorgehen Kapital zu vermehren in dem der Kapitalist in Dinge investiert die Rendite erzeugen ist halt fundamental für den Kapitalismus, deshalb heisst der so.
Und das geht halt eine weile gut bis es die Konzentration dann so krass wird das sich die Leute nichts mehr leisten können, weil sie absolut nichts mehr besitzen und ihre gesamte Arbeitsleistung abgesaugt wird. Kann man heute wieder gut sehen, wir nähern uns sehr schnell dem Punkt wo das alles dann wieder kollabiert.
Ja und daran sieht man halt wie die Leute die effektive Problematik nicht verstanden haben oder halt absichtlich das selbe auf eine leicht andere Art implementieren.
Zins, Miete, Gewinnbeteiligung ist am Ende alles das selbe. Und das ist alles noch viel abstrahierter mit den heutigen Finanzmärkten wo das alles nochmals ein bisschen besser versteckt ist.