Sie wollen den Bitcoin zerstören!

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Huiii Roman, da ist ja jemand in tiefer Depression :joy:
Hast Du wirklich jemals geglaubt, dass Staaten einfach eine Parallelwährung ohne jegliche Intervention zulassen und sagen: Macht mal ruhig, wir mischen uns nicht ein? Natürlich nicht und vielleicht ist es auch ganz gut, wenn gewisse Regulierungen eingeführt werden. Sonst bewahrheitet sich über kurz oder lang der Vorwurf, BTC ist ein Vehikel für illegale Transaktionen ist.
BTC ist in meinen Augen Gold 2.0 und kein wirkliches Zahlungsmittel. Mit Gold kann ich auch nicht zu Edeka und Brot kaufen. Auch nicht, wenn ich mit einer Aktie von der Deutschen Bank dahin gehe. Wobei man bei der lieber gleich mehrere mitnehmen sollte.

Der Vorteil von BTC ist die Unzerstörbarkeit, die begrenzte Verfügbarkeit und die im Gegensatz zu Gold leichte Verwahrung in eigener Regie.
Meinetwegen sollen sie KYC bis zum Abwinken machen. Ich muss eh Steuern zahlen und jeder sollte sich - wenn auch zähneknirschend- an geltende Gesetze halten. Das ist beim Gold auch nicht anders und der freie anonyme Kauf und Verkauf wird demnächst auch weiter eingeschränkt.

Niemand hindert mich daran, BTC zu kaufen und niemand kann Sie mir wegnehmen. Das ist für mich wichtig und ausschlaggebend. Das werden viele Kritiker von heute erst zu würdigen wissen, wenn es tatsächlich einmal wirtschaftlich kracht.
Eine Revolution, wie von vielen prognostiziert, sehe ich in meinem Leben nicht mehr (bin Bj 58). Krypto hat gerade eine weltweite Markkapitalisierung von 0,09%. Gold 100x mehr. Der Rest ist Fiat. Es ist also eine sehr, sehr langer Weg, der sich eher über Dekaden erstreckt.

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Nein, keine Depression! Es kommt gleich ein Video zum Thema :slight_smile:

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Hallo Roman.

Auch wenn ich das Video grundsätzlich gelungen finde, glaube ich, dass Du mit dem Titel und der Kernaussage ein wenig über das Ziel hinausgeschossen bist.

Niemand hat vor, eine Mauer…äh…den Bitcoin zu zerstören.
Die I d e e (Freiheit, Unabhängigkeit etc.) von Bitcoin? Vielleicht. Aber Bitcoin selber nicht.

Wenn Staaten Bitcoin hätten zerstören wollen, hätten sie ihn spätestens nach dem letzten BullRun Ende 2017 verboten. Kein Mining, kein Handel, kein Besitz. Fertig.

Im Zweifelsfall hätte man die Geldwäsche- oder Anti-Terrorismus-Karte gezogen und kein Volksvertreter hätte sich gegen ein Verbot ausgesprochen.

Das alles haben sie aber nicht getan. Warum? Vermutlich, weil viele Staaten (und einflussreiche Bürger) selber Bitcoin besitzen. (Und wer jetzt glaubt, dass Staaten keine Bitcoins kaufen oder besitzen würden, der irrt sich gewaltig.)

Dass Leute wie Jamie Dimon Bitcoin verflucht haben, war reiner Selbstzweck. Was Du nämlich nicht erwähnt hast, war die Tatsache, dass der Bitcoin-Preis nach seiner Aussage über 20% gesunken ist und die größten Käufer nach diesem Drop Morgan Stanley und JP Morgan waren.

Warum? Weil sie gerne etwas besitzen wollen, was nach ihren eigenen Aussagen Betrug ist?
Nein, andere verschrecken, damit der Preis fällt, um selber günstig(er) einzukaufen.

Weshalb sonst standen CEOs großer Banken 2017/2018 fast wöchentlich vor der Kamera und haben erklärt, dass Bitcoin nur Betrug ist und sie sich nicht dafür interessieren? Wenn ich mich nicht für etwas interessieren, dann ignoriere ich es und rede nicht darüber.

Nein, stattdessen geben diese hochbezahlten Mitarbeiter minutenlange Interviews, in denen sie erklären, wie böse Kryptowährungen sind und dass ja nur Waffenschmuggler und Terroristen Bitcoin nutzen würden. (Darauf komme ich weiter unten noch zurück.)

Ein „Trick“ der Schönen und der Reichen ist es, dem kleinen Investor von etwas abzuraten, um selber mehr Profite einzufahren. Tech-Aktien, Immobilien…Krypto.

Wenn Du jetzt an eine Verschwörungstheorie denkst (Nein, Du kannst Deinen Alu-Hut wieder absetzen.), empfehle ich Dir das Interview zwischen Teeka Tiwari und Glenn Beck:

Mich würde es nicht wundern, wenn auch China aus diesem Grund Bitcoin in den letzten Monaten mehrmals verboten und dann doch wieder für legal erklärt hat.

Am Anfang hat der Markt noch reagiert. Fast regelmäßig wurde Bitcoin in China verboten und der Preis fiel.
Seit etwa Mitte 2018 zuckt der Markt aber nicht mehr bei dieser Meldung und seitdem kam von China auch kein Verbot mehr. Zufall? Wer weiß.

Was nun Warren Buffet betrifft. Also ganz ehrlich: Der Mann ist fast 90 Jahre alt. Er hat absolut keine Ahnung von Krypto. Er hat sein Geld zu einer Zeit gemacht…da gab’s nicht einmal Computer…vielleicht nicht einmal Strom.

Er investiert in Firmen mit realen Gütern. Es ist also kein Wunder, wenn er an Bitcoin kein Interesse hat. „Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht.“, sagt man.

Okay, aber zurück zu den Staaten.

Staaten wollen Kontrolle.

Bitcoin selber können sie nicht kontrollieren, aber sie können Gesetze erlassen, die ihnen die Transaktions-Wege aufzeigen.

Sie sind ja auch schon kräftig dabei, wie man an der Regulierung durch die FATF sehen kann. Demnach müssen alle Exchanges, Vermögensverwalter usw. die Daten ihrer Kunden sammeln/melden, die Transaktionen durchführen, die $1000 bzw. €1000 überschreiten.

Da ist die AMLD5 schon fast freizügig, denn hier geht’s mit der Meldung erst bei €10.000 los.

Wie dem auch sei. Ein KYC wird verpflichtend sein. Kein Wilder Westen im Finanzbereich.

Bitcoin zu zerstören ergibt keinen Sinn.

Schließlich will man doch auch nicht Investment Firmen wie Grayscale verärgern. Eine Firma, die nachweislich über 1% aller Bitcoin (mehr als 200.000 BTC) besitzt.
Oder die New York Stock Exchange, die jetzt mit Bakkt eine Anlaufstelle für sehr, sehr reiche Investoren anbietet.

Soviel übrigens zu den Waffenschmugglern und Terroristen. Hat Trump mit seinem Tweet (den er vermutlich nicht selber formuliert hat) die größte Börse der Welt in die Verbrecher-Ecke gestellt?
Ui, ich hoffe, er hat dort keine Aktien liegen.

Wir reden bei solchen Firmen auch nicht von einem Hype-Produkt. Firmen wie Grayscale investieren für Jahrzehnte. Dort wird niemand nach 1 Jahr sagen „Ja, war ganz nett. Der Hype ist vorbei. Jetzt suchen wir uns etwas anderes.“

Und nicht zu vergessen: Letztendlich stecken hinter solchen Firmen auch eine Menge Steuereinnahmen. Die Kuh schlachten, anstatt sie zu melken?

Nein, nein, Bitcoin bleibt und jeder wird es nutzen dürfen. Als Anlage und auch als Zahlungsmittel.
(Das LN wird’s regeln. hihi)

Aber wenn schon, dann doch bitte mit KYC, damit der Staat (Hallo, 1984!) weiß, wer im großen Kryptobecken mitschwimmt und bei wem man am Ende des Jahres genau(er) auf die Steuererklärung gucken sollte.

Ich erlaube mir, in diesem Zusammenhang das ILP (Interledger Protocol) von Ripple zu erwähnen. (Ja, ich kenne Deine Meinung zu Ripple und vor allem zu XRP.)

Ripple war sehr weitsichtig und liefert mit dem ILP genau das, was die Finanzwelt (und vor allem die Gesetzgeber) gerne haben wollen: Die Transaktion ist reguliert. Die Daten der beteiligten Parteien werden ausgetauscht/überprüft. Ohne KYC geht nix. Die Transaktion selbst ist kryptographisch gesichert. Die Transaktion wird dokumentiert, damit angeschlossene Parteien (Welche wohl?) alles schön überwachen können.

Alles standardisiert und natürlich kompatibel zur „neuen“ ISO 20022.

Ripple hat kein Zufallsprodukt geschaffen. Das ist alles geplant und mit Regierungen bzw. Regulierungsbehörden abgesprochen. Nicht ohne Grund geht Ripple bei diesen Institutionen ein und aus. Und dass ehemalige SEC-Mitarbeiter bei Ripple arbeiten, ist keine wohltätige Aktion.

Das wird kommen. Die fast 50 Jahre alte Technik von SWIFT ist dafür nicht gemacht und kann auch nicht angepasst werden. (Ich habe Programme ändern müssen, die „nur“ 10 Jahre alt waren. Einstampfen. Neu programmieren. Anders geht es nicht. Wie muss es da erst bei einem System sein, bei dem die Betreiber es für erwähnenswert halten, dass man nun kürzlich von FTP auf SFTP umgestiegen ist?)

Was sagte Thanos? "Ich bin unvermeidbar."
Genauso unvermeidbar sind auch die Regulierungen und der Wandel des Finanzsektors. (Dagegen würden -leider- auch nicht die von Dir vorgeschlagenen Petitionen helfen.)

Aber im Gegensatz zu Thanos funktioniert das nicht mit einem Fingerschnips, sondern braucht seine Zeit.

Deshalb setzen Banken auch noch kein XRP ein. Nicht, weil sie nicht wollen, wie Du in einem Deiner vergangenen Videos gesagt hast. Sie können Zeit und vor allem Geld sparen. Sie wären also verrückt, an SWIFT festzuhalten.

Aber die Regulierungen halten die Einführung des neuen Systems auf. Und die Schnittstellen müssen auch noch programmiert werden.

Okay, okay, ich schweife gerade ganz gewaltig vom Thema ab. Das sollte kein Pro-XRP-Beitrag werden. Sorry.

Wie dem auch sei. Was ich mit meinen vielen Worten eigentlich nur sagen wollte: Bitcoin wird nicht zerstört, sondern die Zahlungen mit Krypto reguliert. Dagegen werden wir nichts machen können.

Grüße,

GermanCryptoGuy

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