bin aktuell dabei in Südtirol selbstständiger Elektriker zu werden.
Werde in den ersten 1-2 Jahren hauptsächlich Elektrofirmen aushelfen, die in der Hotelbranche und in Wohnungsbau (Neubauten und Sanierungen) in Südtirol tätig sind.
Wir Südtiroler sind von deutschen Tourismus stark abhängig und laut mein Wissensstand siehts aktuell in Deutschland nicht so gut aus.
Wenn mir jemand einen Rat geben könnte, würde ich mich freuen :)
Ich bin ja leider am Ende meiner Laufbahn, die sich dem Vertrieb gewidmet hat. Verkaufen kotzt mich an und wenn ich nochmal anfangen könnte (…so träume ich…), dann würde ich nach der mittleren Reife die Schule verlassen, statt Jahre mit einer unsinnigen Überakademisierung zu verbringen. Ich würde eine Lehre als Elektriker und nachher meinen Meister machen. Im Handwerk finde ich, dass das sehr spannend und zukunftsfähig ist! Vielleicht würde ich mich auf Smarthome spezialisieren, aber auf jeden Fall am Ende des Tages wissen, was ich Sinnvolles zur Verbesserung der Welt getan habe. Anders, als der ganze Vertriebsscheiss in meinem Leben!
Desweiteren wäre mein Traum (gewesen), das in einer wunderschönen Umgebung zu tun (statt in dem überbevölkerten Dreckloch hier). Und da geht ja nicht viel über Südtirol!
Mit anderen Worten: Wenn etwas sinnvoll, reizvoll und zukunftsfähig ist, dann ist das die Tätigkeit als Elektriker in Südtirol! Egal, welche Krisen da zwischendurch kommen: Eine (überwiegend) digitale Zukunft geht nicht ohne Elektr(on)ik! Mein Grundgefühl für dein Vorhaben ist extrem positiv!
Allerdings könnte wegen der Demographie auch ein anderes Szenario Realität werden. Nämlich das, dass es gar keine so große Nachfrage mehr nach Handwerkern gibt und die Häuser usw. einfach verfallen.
Sowas kann man in vielen Städten im Ruhgebiet z.B. schon beobachten oder in Mitteldeutschland. Da wird halt einfach nichts mehr instandgesetzt und irgendwann werden die Buden abgerissen oder stehen halt noch rum und verwahrlosen.
Lass dich nicht verunsichern. Es wird stets genug Deutsche geben, die sich Südtirol gönnen. Dafür ist immer Kohle da. Genieß das Leben dort. Lern am besten noch Englisch und du kannst auf der ganzen Welt arbeiten.
ich sehe bezüglich Südtirol eher das Problem Overtourism statt eines Problem mit der dt. Wirtschaftslage. Es bleibt immer noch ein günstiges Land für die Schweizer.
Da ST mittelständig und kleines Handwerk orientiert ist, sehe ich da wenig Probleme.
Etwas weniger Tourismus würde der Urlaubs- Qualität durchsus gut tun.
War seit ca 1868 Sudtirol-Fan und -Urlauber - mehrmals pro Jahr, meide es aber seit ein paar Jahren (siehe 1. Satz).
Handwerk hat goldenen Boden, allerdings nur für den Staat. Handwerker sind die ultimativen Lohnsklaven des Staates, von jedem Euro den sie verdienen drücken sie gut 70% an Steuern/Sozipflicht ab.
Weiß nicht was ihr alle genommen habt, aber als Bitcoiner ist so ein Leben sicher die letzte Option, die ich wählen würde.
Soll es geben. Hab ich aber auch nur gehört und scheint eher selten zu sein.
Letzend hörte ich von dem Freund eines Bekannten das er in 7-8 Arbeitstagen die 3k für den Familienurlaub verdient hatte. Wenn man das jetzt exzessiv betreibt und sich bewusst damit strafbar macht, geht da schon was voran. Aber das Finanzamt ist da auch ganz heiß hinterher und die Strafen sind empfindlich. Ich würde das nicht empfehlen.
Sich über Demografie oder über die allgemeine wirtschaftliche Lage gedanken zu machen ist vielleicht für einen Konzern wie VW oder Siemens relevant aber wenn man sich als Elektriker als Einzelfirma selbständig machen will völlig egal.
Viel wichtiger sind Fragen wie:
Machst du deine Arbeit gleich gut oder besser als der Durchschnitt?
Hast du ein sicherers Auftreten?
Hast du schon einen bestehenden Kundenstamm?
Hast dich bereits oder wirst du dich noch über Sachen wie Firmengründung, Buchhaltung, Versicherungen und Steuern informieren?
Und der wohl wichtigste Punkt ist: Durchschnittlich dauert es für frisch gegründete Firmen 3-5 Jahre bis man davon leben kann. 50% geben vorher auf. Hast du genug Durchhaltevermögen und finanzielle Situation die das erlaubt?
Das ist schon mal ein guter Anfang. Du bist schon etwas vernetzt und hast Aufträge in Aussicht. Versuche während der Zeit weitere Kunden durch Networking und Werbung zu gewinnen.
Ich habe mich vor etwa einem halben Jahr selbständig gemacht - Viel Glück!
selbst wenn er die 5 bis 10 nicht erreicht (oder auch gar nicht will), ist er, so er ehrlich zu sich selbst ist, zufriedener.
Ja, er hat mehr Regulierungen und Kram am Hals als ein Angestellter, beim Arbeitnehmer erledigt das sein Chef - und der will das auch nicht für Lau machen.