Privatsphäre von BTC Adressen

Hallo zusammen,
eine Frage zur Privatsphäre vom BTC Adressen in Zusammenhang mit der Bitbox02. Ich schicke BTC von einer Börse an eine Adresse die von der BitBox generiert wurde. Dadurch ist die Adresse durch das KYC Verfahren bekannt und kann also einer Person zugeordnet werden, richtig?. Die BitBox kann ja beliebig viele Adressen generieren. Wenn ich nun KYC freie Coins an so eine neue Adresse schicke, kann dann eine Verbindung zwischen den beiden Adressen hergestellt werden? Oder anders gefragt, kann man verschiedene Adressen prüfen ob sie zum selben privaten Schlüssel gehören. Ich hoffe, dass ich mich verständlich ausgedrückt habe. Danke für Infos.

Hab das auch mal gefragt.

Die Verbindung besteht nicht. Trotzdem sind die weiteren erzeugten Adressen der Börse ebenfalls bekannt. Ich nutze auch immer neue Adressen.

Wenn man Adressen mehrfach verwendet, kann man unter bestimmten Bedingungen etwas an Transaktionsgebühren sparen.

Bin gespannt, ob meine Aussage so ungefähr stimmt.

Nein, kann man nicht. Bitcoin basiert nicht auf Accounts (bzw. Adressen), sondern hat ein UTXO Modell und funktioniert damit ähnlich wie Bargeld. Unabhängig davon ob du die gleiche Adresse oder eine neue verwendest werden neue UTXO erstellt die Platz benötigen wenn du sie ausgeben willst.

Es gibt in den rohen Transaktionen keine Adressen! Diese werden erst auf Nutzerebene konstruiert für einfachere Nutzererfahrung. Ein Output sperrt Bitcoin und kann nur unter den im Script festgelegten Bedingungen ausgegeben werden (z.B. gültige Signatur).

Nein, nicht mit einzelnen Adressen. Die Adresse selbst ist auch kein Schlüssel mit dem weiter abgeleitet werden könnte, sondern ein Hash.

Wenn du in der BitBox App aber mal oben rechts auf Kontoinformationen klickst siehst du einen erweiterten öffentlichen Schlüssel (xpub). Mit diesem Schlüssel können alle Adressen bzw. alle öffentlichen Schlüssel des Accounts abgeleitet werden.

Mehr dazu hier:

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Ich meine das die Adresse, die du bei der Börse verwendet hast nicht mit der anderen neu generierten Adresse verbunden werden kann. Sicher bin ich mir dabei aber auch nicht. Was auf jeden Fall so ist, wenn du später BTC aus dem Wallet versendest dann kann man das sehen falls BTC von beiden Adressen benutzt wurde.

Du musst dann aufpassen, dass deine Wallet Software die Inputs nicht mischt. D.h. du solltest dann idealerweise eine Wallet Software verwenden, in der du die utxos mit Labels versehen kannst. Beim Ausgeben musst du dann darauf achten, dass nicht beide als Inputs verwendet werden, sonst war die Mühe umsonst.

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Und welche Wallet-Software kann das ?
VG

Siehe den UTXO Beitrag, da gibt es einen ganzen Abschnitt zu dem Thema.

BitBox App, Ledger Live, Sparrow, BlueWallet beherrschen alle Coin Control. Just to name a few.

Aller guten Dinge sind drei. Deshalb gebe ich auch nochmal (nur ergänzend) meinen Senf dazu.

Der xpub und die Wallet Software bzw. Verknüpfungen von UTXOs wurden schon angesprochen.

Im Allgemeinen sollte man sich bewusst sein, dass die Adressen ganz einfach zur gleichen Wallet gehören.

Sollte dich also z. B. jemand auffordern deine Wallet offen zu legen, entweder durch Herausgabe der 24 Wörter, deines xpubs, oder durch Öffnen deiner Wallet Software, sieht er, dass die Adressen zur gleichen Wallet gehören.

Ich möchte gar nicht darüber diskutieren wie man in so eine Situation kommt, ob man so einer Aufforderung nachkommt, oder wer einen überhaupt auffordern könnte (Dieb, Behörden etc.). Aber es sollte einem klar sein.

Wenn ich persönlich non-KYC Coins hätte, würde ich sie nicht auf andere Adressen der gleichen Wallet transferieren.
Auch wenn man nur durch Kenntnis der Adressen rechnerisch keinerlei Verbindung herstellen kann.

Danke für die Infos, ich werde mich da mal durcharbeiten. Ganz einfach ist das Thema allerdings nicht.

Git das auch für Adressen die ich mit der BitBox in einem eigenen Account (Derivation Path) verwalte? Oder müsste ich aus Sicht der Privatsphäre mit einer 2. Bitbox eine eigene Walltet erstellen?

Wie gesagt, das wäre nur dann relevant, falls jemand direkten Einblick in deine gesamte Wallet bekäme!

In diesem Fall könnte man natürlich auch feststellen, ob auf den anderen Accounts Coins liegen.

Wenn man diesen Fall berücksichtigt, ist man natürlich schon einigermaßen paranoid. Aber ich würde eben gerade bei non-KYC Coins vorsichtig sein. :sweat_smile:

Wenn du es so wie von mir beschrieben machen wolltest, müsstest du einfach einen zweiten Satz von 24 Wörtern verwenden. Eine zusätzliche Bitbox brauchst du dafür nicht zwingend, da du ein Gerät auch immer wieder mit unterschiedlichen 24 Wörtern verwenden kannst.

Aber nur um das nochmal klarzumachen:

Solange niemand diesen Einblick in die Wallet erhält, bzw. du solch einen Fall nicht als mögliche Bedrohung unterstellst, brauchst du das alles aus Privacy Gründen nicht machen.

Dafür würde es natürlich ausreichen, unterschiedliche Adressen, oder eben gleich unterschiedliche Accounts zu verwenden. Im letzteren Fall werden die Wallet Software und die xpubs auch die Coins nicht in Verbindung bringen.

Wenigstens ein separater Account ist also ratsam.

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Echt toll die Antworten und Hilfe hier im Forum, DANKE

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