Preisbildung Relai

Leider kommt Relai auch mit weiteren Nachteilen daher. Ich fand es nicht ok, dass man nicht kommuniziert hatte, dass sie Bitcoin erst kaufen wenn das Geld eingegangen ist. Eine Überweisung in die Schweiz hatte mal 3 Tage gebraucht… dann haben sie den Bitcoin zum Kurs des Geldeingangs gekauft. Sie setzen darauf dass es den Kunden egal ist, weil sie ja die Mentalität vertreten dass man eh nicht auf den Preis schauen soll sondern regelmäßig Dollar Cost Average betreiben soll… was ja als vernünftig gilt… und zufällig uns Kunden zu Stammkunden macht.
Je nach dem welche Strategie man beim Hodln verfolgt könnte man auch mal überlegen ob es nicht besser ist, seine BTC in der EU zu kaufen. Auch bekommt man keine wirklichen Kauf-Nachweisdokumente bei Relai (für den Fall dass man den legalen Kauf beim wieder Einlösen in FIAT in ferner Zukunft mal gegenüber deutschen Behörden nachweisen möchte). Ich weiß, dass es für Creator wohl recht vorteilhaft sein soll mit Relai zusammen zu arbeiten, ich bin froh dass ich da weg bin. Hier im Forum hatte ich den Tipp zu Coinfinity bekommen (die sind in Österreich = EU, man bekommt normale Rechnung mit allen Kaufangaben) .Dort kann man sich Bitcoins einfach direkt auf die eigene Wallet kaufen, Dollar Cost Average ist auch möglich, die sind Bitcoiner wie Relai (keine Altcoins was ich seriöser finde), und wenn man per Überweisung zahlt, dann halten sie einem den Preis den man bei Drücken auf den Verkaufsbutton sieht. Der Support ist deutlich persönlicher (man kann sich den überschaubaren Laden sogar auf Google Maps anschauen). Ich kann es bislang empfehlen.

2 „Gefällt mir“

Haben sie doch. Selbst schuld, wer das nicht liest.
Und selbst wenn es den Beitrag früher nicht gab, ist es doch eigentlich logisch - da dir bei Erstellung des Kaufauftrags kein Preis angezeigt wird.

Coinfinity halte ich auch für einen guten Tipp, wenn man direkt auf die eigene Wallet kaufen möchte.

Ich fand genau das auch doof so doof das ich Relai nicht mehr nutze.

Was für Dokumente meinst du? Bei Bitpanda (Österreich) gibt es auch nur eine Transaktionstabelle wie bei Relai. Ich habe bisher ohne Nachfrage bei keiner Börse irgendwelche echten Nachweisdokumente gesehen.

Eine PDF Abrechnung auf deinen Namen.
Die gibts bei Coinfinity.
Revolut macht das auch.

1 „Gefällt mir“

Ok ich sehe gerade bei Bitpanda steht der Name, Geburtstadum und die Email Adresse mit dabei. Sieht für mich trotzdem etwas billig aus und nicht wie ein wirklich juristisch bindendes Dokument. Es ist sogar vermerkt das die Korrektheit der Angaben nicht garantiert wird.

1 „Gefällt mir“

Coinfinity scheinen nicht viele auf dem Schirm zu haben. Ich habe selbst mehr zufällig von deren Existenz erfahren.

2 „Gefällt mir“

Stell dir einfach mal vor, du möchtest in Zukunft deinen rechtmässigen Erwerb des gekauften Bitcoins bei einer Behörde nachweisen.
Bei Coinfinity bekommst du eine Rechnung.
Auf dieser Rechnung steht das Dtaum des Kaufs, der Kurs zu diesem Datum. Wieviel Euro du an wen dafür bezahlt hast, und auf welche BTC-Adresse du deinen Bitcoin ausgezahlt bekommen hast. Eine offizielle normale Rechnung nach den Regeln in der EU.
Bei Relai kannst du betteln wie du möchtest, du bekommst keinen Kaufbeleg.
Eine anonyme digitale CSV-Datei mit ein paar Ziffern drauf ist diesbezüglich völlig wertlos.
Meiner persönlichen Meinung nach ist der Versuch möglichst vorausschauend die Zukunft in welcher man mal auscashen möchte vorauszusehen, bzw. sich diesbezüglich möglichst flexibel aufzustellen in der Community stark unterschätzt.
Mein ganz persönlicher Tipp wäre auch, sich nicht von DCA-Automatismen dazu verleiten zu lassen alles auf eine einzige Adresse zu sparen. Sicher, wenn man mehrere Empfangsadressen pflegt können später bzw. werden später durch höhere Gebühren die Transaktionen mal teurer werden. Aber vergesst nicht, wenn ihr irgendwo in ferner Zukunft von einer Adresse irgend etwas umtauscht oder bezahlt, dann habt ihr an diesem Punkt das ganze Vermögen welches sich auf dieser Adresse befindet, der Öffentlichkeit preisgegeben. Ob einem das egal ist kann jeder für sich selber bewerten. Ist nur ein gut gemeinter Rat, ich beabsichtige nicht hier diesen Gedankengang zu verteidigen :wink: Frohe Ostern euch allen.

3 „Gefällt mir“

Aber ich kann mir nicht vorstellen, das Tausende oder Millionen von Menschen, die ihre Coins bisher über Anbieter wie Relai oder Bitpanda gekauft haben, diese nicht mehr verkaufen können und darauf hoffen sollen dass irgendwann genug Unternehmen Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren.

Falls doch, haben wir aber hier einen gewaltigen Elefanten im Raum, über den praktisch niemand spricht. :smiley:

Generell halte ich es aber auch für eine gute Idee flexible aufgestellt zu sein.

Dieses Thema finde ich überbewertet. Vor allem weil man nicht genau kalkulieren kann wie viel die Sats irgendwann Wert sein werden. Wenn 1 Sat der Kaufkraft von 1€ zum heutigen Zeitpunkt entspricht dann werden UTXO mit ein paar hunderttausend Sats bereits zeigen dass man viel Geld besitzt.

Und ich glaube nicht dass man in ferner Zukunft häufig mit mainlayer Transaktionen etwas bezahlen wird. Das wird viel zu teuer. Man wird second layer Lösungen nutzen und somit erfährt nicht jeder Verkäufer wie viel man besitzt. Und ich glaube es wird noch andere legale Möglichkeiten geben die Historie der Coins zu verschleiern. Ich kann mir vorstellen dass der Staat Mixing entweder eindeutig legalisiert oder legale Optionen anbietet.

1 „Gefällt mir“

Das wäre eine gewaltige Menge an quasi Lost Coins, da diese lange nicht den Weg an Börsen finden würden :exploding_head:

2 „Gefällt mir“

Also kaufen die Kunden bei Relai eigentlich keine Bitcoin, die sie in der Zukunft nutzen können, sondern schmeißen jeden Monat Geld weg. :sweat_smile:

Ich verstehe nicht, was auch nur geringfügig darauf hindeuten könnte dass in Zukunft Mixing vom Staat legalisiert werden könnte… eher im Gegenteil. In der Tat sehe ich sogar das Problem, dass gemixte Coins als „minderwertiger“ gelistet sein könnten und das durch Analysen alla Chainalysis und der Zusammenarbeit mit Behörden Bitcoins Fungibilität leiden könnte (zu einem nicht bedrohlichem Ausmass, aber unangenehm genug.) Wenn man also irgendwo, auch nur einmal seine Coins öffentlich tauscht, wird diese Adresse nicht mehr anonym sein. Bei Wechsel in Lightning wäre mal interessant ob dies immer völlig ohne KYC gehen wird… Mich würde bezüglich Wechsel BTC > Lighting, tatsächlich interessieren ob an dieser Stelle die Anonymität im Sinne der neuen EU Regelungen ausgehebelt werden kann. Technisch gesehen ist das ja zunächst sicher, aber kann ein „komprimitierter“ KYC-Kanal von irgendeinem „Custodial-Lightning-Anbieter“ womöglich andere Teilnehmer im Kanal „outen“?

Ich denke das ist nur eine Frage der Zeit. Und es wird wahrscheinlich nur in einem regulierten Rahmen legal sein. Was darauf hinauslaufen würde dass der Staat Einblick erhält. Das wird vermutlich auch nicht für uns einfache Bürger gemacht. Mit der wachsenden Verbreitung werden immer mehr Unternehmen und reiche Individuen Bitcoin nutzen. Und deren Sicherheitsbedürfnis wird der Staat bestimmt unter regulierten Bedingungen erfüllen. Vermutlichen kommen dann auch Sicherheitsaspekte und strategische Faktoren im internationalen Handel dazu. Wenn es etwa darum geht die genauen Vermögensverhältnisse der eigenen Unternehmen gegen die Konkurrenz aus China und Co. zu schützen.