Perfektes Studium für Bitcoiner

Servus Leute✌️Mein Neffe ist seit kurzem durch und durch Bitcoiner und würde am liebsten auch in die Richtung was studieren, welcher Studiengang würde sich dann am ehesten anbieten? Informatik klar, aber da gibt es ja noch zahlreiche Variationen😁
Eine Ausbildung oder ein Duales Studium würden auch in Frage kommen​:+1::+1:

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Hallo Essigschmecktsauer,

das ist eine sehr individuelle Frage und entsprechend fällt auch meine Antwort eher subjektiv aus. Mit allem was ich bisher erlebt und erfahren habe, würde ich heute folgende Entscheidungen dazu treffen:

gründliche Ausbildung im Investmentbanking bei einer großen Bank,
parallel Volkswirtschaftsstudium, dann Mathematik (-> Kryptographie) und abschließend etwas „Psychologie der Massen“.

Informatik ist sicher interessant, aber rund um die Kryptos zu sehr „scheuklappenlastig“, wenn man nicht umbedingt coden will.
Es ist m.E. wichtiger zu verstehen, wie das Finanzsystem en Detail funktioniert und wie tief die Auswirkungen von Kryptos in politische und volkswirtschaftliche Bereiche vordringen und wie die alteingesessenen Institute und Institutionen um Macht und Mittel werden kämpfen müssen.
Dann kommt es in Zukunft noch darauf an, die Schnittstellen Mensch/Krypto drastisch zu vereinfachen - das wird im Bereich Bionik geschehen und wäre sicher auch ein sehr interessantes Studium, wenn es so etwas überhaupt schon gibt!?
Ich bin gespannt, welchen Weg Dein Neffe gehen wird!

In jedem Fall gilt: „Augen auf bei der Berufswahl“ - heute dringender, denn je!

Alles Gute und Grüße
Deep Thought

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Ich würde mal bei der Cusanus Hochschule anklopfen.

Sie haben sich auf die Fahne geschrieben, die Lügen der klassischen Ökonomie zu entlarven und zuverlässige Modelle zu erforschen. Als ich mich damals mit denen beschäftigt hatte, habe ich Videos von BWL Absolventen gesehen, die im Anschluss an ihr Studium an die Cusanus Hochschule gingen, um etwas realitätsnahes zu studieren.

Bitcoin ist sehr facettenreich.

Wer zahlenaffin ist, ist in einem technischen bzw. wirtschaftlichen Studiengang gut aufgehoben. Wichtig ist zunächst, dass man mit dem Studium eine solide Grundlage schafft und sich noch nicht zu früh spezialisiert. Interessen ändern sich oft und schnell.
Wenn es doch etwas spezifisches sein soll, lohnt sich ein Blick ins Ausland, weil es dort häufig deutlich exotischere Studiengänge gibt als bei uns.
Jeder der sich für Gesellschaft interessiert, sollte sich Jura anschauen. Da sich unsere gesamte Welt nach Gesetzen richtet, lernt man durch das Studium des Rechts auch die Welt im Detail kennen… und insbesondere seinen Verstand zu schärfen und ein generelles Problembewusstsein zu schaffen.

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Also in meinem IT-Security Studium sind definitiv Schnittmengen zu Bitcoin vorhanden. Das geht aber schwer in Richtung Kryptographie, und das muss man wollen! Allerdings unterscheiden sich diese „speziellen“ Informatik-Studiengänge von Hochschule zu Hochschule. Viel davon ist auch einfach nur Marketing!

Die Frage ist halt auch ob sich dein Neffe für die technischen, kryptographischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen oder sozialen Eigenschaften von Bitcoin interessiert. Bei Bitcoinern trifft ja meist alles davon zu, und da kommt man im Selbststudium besser weiter :wink:

Mit einem Informatik Studium an der Uni kann man sich seine Module und Vorlesungen auch so zurechtlegen dass man effektiv „IT-Security“, „Medieninformatik“, „Wirtschaftsinformatik“ oder „Technische Informatik“ (usw.) studiert. Ich würde mich da also nicht so sehr auf ein „Bitcoin-Informatik“ Studium festlegen. Das merkt man dann mit der Zeit wie die Interessen verteilt sind.

Das wäre ja eine FIAT-Ausbildung. Vom VWL Studium mal ganz abgesehen.

Da kommt einem niemand mit österreichischer Schule entgegen :sweat_smile:

Auch da wird man nicht viel so viel Bitcoin bekommen. Asymmetrische Krypto kann man auch ganz ohne Mathe oder Infosec Studium verstehen, zumindest den für Bitcoin relevanten Teil.

Da hat man in der Informatik mehr Schnittmengen als in der rohen Mathematik.

Und ich glaube es ist viel wichtiger Bitcoin mit der Informatik-Brille zu sehen. Nur so kann man wirklich verstehen wie mächtig Bitcoin ist.

Aber das hängt dann wirklich komplett von den persönlichen Interessen ab.

Ganz genau, sehr gute Grafik.

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Da hast Du natürlich Recht, aber es ist auch wichtig zu verstehen, wie die Märkte funktionieren und sich dafür die eigenen Instrumente, Ideen und Pivot-Points zu erarbeiten. Die Kryptos sind ja selbst ein Teil davon. Dazu Machiavelli: „Die Menschen sind so einfältig und hängen so sehr vom Eindruck des Augenblickes ab, dass einer, der sie täuschen will, stets jemanden findet, der sich täuschen läßt!“ In diesem Kontext verstehe ich die Investmentbanking-Ausbildung und das VWL-Studium. Außerdem: immer gut, seinen „Feind“ (FIAT) zu kennen und zu verstehen…:wink:

Okay, das kannst Du sicher besser beurteilen! Ich habe dabei mehr so die Dechiffrierung der Enigma im Hinterkopf gehabt.

Interessant, wie unterschiedlich die Meinungen sind - und das finde ich gut so!

Grüße DeepThought

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Haben wir im 1. Semester auch gemacht! :grinning: (Oberflächlich)

Absolut!

Ich stehe noch relativ am Anfang vom Studium und glänze aktuell überwiegend mit Halbwissen, also Vorsicht! :wink:

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:+1: :grinning:

Viel Erfolg!

Kann ich so unterstreichen. Die technisch-mathematische Grundlage (wenn auch nur oberflächlich) ist essentiell, um Bitcoin wirklich zu verstehen.

Allerdings sind die entscheidenden Fragen:

  1. Kann man sich eher das Technisch-mathematische oder das Geld-/Politikwissenschaftliche auch im Selbststudium beibringen, falls man das jeweils andere studiert? Für beide Seiten gibt es Beispiel hier im Forum.

  2. Und noch viel wichtiger: Wo liegen die persönlichen Interesssen?

Gerade wegen Punkt 2 wäre es Unsinn, nur wegen Bitcoin Politikwissenschaft, Wirtschaftswissenschaft oder VWL zu studieren, wenn das eigentliche persönliche Interesse im technischen oder naturwissenschaftlichen Bereich liegt. Genauso gilt das natürlich andersherum.

Dazu kommt, dass du in wirtschaftlichen Studiengängen üblicherweise Mathematik oder Informatik als Nebenfach wählen kannst. Genauso kannst du in Mathematik oder Informatik normalerweise VWL als Nebenfach wählen.

Falls das Interesse im naturwissenschaftlichen oder technischen Bereich liegt, würde ich alleine mit dem Fokus auf Bitcoin auch eher zur Informatik raten. Unter Informatik stellen sich die meisten Leute, die nichts damit zu tun haben, meist Programmierung vor.
Das liegt aber weit daneben. Informatik hat ähnlich wie die Physik einen sehr starken Bezug zur Mathematik. Die theoretische Informatik kann man ohne Probleme als Teilgebiet der Mathematik bezeichnen.

Man bekommt mit einem Informatik Studium, je nach Wahlfächerauswahl auf jeden Fall genug praktisches Wissen zur Kryptographie mit. Gleichzeitig versteht man aber auch den Bitcoin Code, Kommunikationsprotokolle, Rechner- und Netzwerk-Architektur, verteilte Netze usw. . Also bzgl. Bitcoin wesentlich mehr als beim Mathematik Studium.

Zur Mathematik würde ich dann raten, wenn dort eher das persönliche Interesse liegt. Oder wenn man einen besonderen Fokus auf die Kryptographie legen möchte, bzw. auch verstehen möchte warum es funktioniert, nicht nur wie. Allerdings macht die Kryptographie trotz der Bezeichnung Krypto-Währung in der Praxis nur einen sehr kleinen Teilaspekt von Bitcoin aus.

Zu guter Letzt ist Informatik nach meiner Ansicht aktuell das Studium mit den besten Zukunftsaussichten.

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Und unter einem Studiengang „IT-Security“ stellen sich die meisten Leute das hier vor:

Bekommen aber das hier:

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Wobei dein Beispiel ja schon wieder Kryptographie ist (AES?). :slightly_smiling_face:

Unter IT Security stelle ich mir den Pentester vor seinem Kalilinux vor, der sich tagsüber um Schutz und Härtung von irgendwelchen Servern kümmert, und sich nachts aus Spaß in das Pentagon hackt.

Also tatsächlich irgendwie den Typen auf deinem Photo. :grin:

Aber Spaß bei Seite. IT Security hängt natürlich wie auch die anderen Studiengänge sehr davon ab, wo man nachher arbeitet.

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Grossartiges Buch! Gustave le Bon hat mir schon sehr früh geholfen um das Verhaltensweisen zu verstehen. :slight_smile:

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Genau, wobei wir im 5. Semester auch viel offensiv machen werden, also in Richtung Pentesting mit Kali - ob dass dann wie im Bild aussieht kann ich nicht versprechen… :wink:

Aber das Pentagon ist mir zu lahm, die wahre Königsdisziplin ist das Wiederherstellen einer BitGo Multisig…

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Ohne Hoodie und Guy Fawkes Maske lassen sie dich wahrscheinlich gar nicht rein…

Jetzt wird’s aber unrealistisch. :joy:

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… da hat wohl jemand im Nuri-Support-Thread mitgelesen??? :rofl:

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Mitgelesen ist gut… :sweat_smile:

@sutterseba und ich haben inzwischen beide schon mehrere Stunden, erst alleine, dann noch mit ein paar gemeinsamen Überlegungen zum BitGo Code erfolglos versucht, eine Wallet wiederherzustellen.
Selbst ein BitGo SW Entwickler hatte sich bei @sutterseba zurückgemeldet. Der BitGo Support allerdings bei mir nicht. Bringt alles nichts.
Es sieht auch so aus, als könnten evtl. doch nicht alle relevanten Code-Teile open-source sein. Aber vielleicht stellen wir uns auch zu dumm an.

Aber jetzt höre ich mal auf, diesen Thread mit OT vollzuspammen. :slightly_smiling_face:

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… oder die Hölle friert zu… :wink:

Aber ich höre jetzt auch auf. :parasol_on_ground:

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Wie schon weiter oben geschrieben, sehe ich die Informatik nicht als unbedingtes Erfordernis an um mit Kryptos umzugehen. Heute, 2021, in einer Zeit, in der das Aufsetzen einer Node und die Nutzung des LN noch nicht den nötigen Schliff hat um große Bevölkerungsgruppen damit locker umgehen zu lassen, mag das noch gelten. Wenn aber z.B. die gesamte Second-Layer-Bezahltechnik zukünftig flüssig läuft, analog einem Bezahlen mit EC-Karte, und somit wesentlich mehr User, die nicht einmal annähernd Technik-/Informatik-affin sind, damit wie selbstverständlich umgehen, wird das Technische weiter in den Hintergrund treten. Wenn sich Sicherheit und easy Handling bewiesen haben, dann ist es nicht notwendig die gesamte Tiefe zu verstehen - das können auch, bezogen auf die heutigen (FIAT)-Systeme, nur Wenige. Aber selbst die heute > 70, 80-Jährigen nutzen die EC-/Kreditkarte wie selbstverständlich, ohne auch nur zu ahnen, welche enormen IT-Systeme und deren Entwickler dahinter stehen - das interessiert auch kaum jemand! Das ist nicht abwertend gegen eine ganze Industrie/Berufsgruppe gemeint, nicht missverstehen!
Allerdings wird zur Einschätzung der aktuellen, sowie zukünftigen Lage und Tendenzen breites Grundlagenwissen aus dem alten, wie auch dem neuen System erforderlich sein. Deshalb würde ich mir zunächst ein solides VWL-Basiswissen aneignen, da das nicht nur die neuen Möglichkeiten, sondern auch die Probleme und Gefahren, die noch vor einer Implementierung der Kryptos (neben FIAT-Dollar) liegen, beschreibt. Und um mit Bitcoin zu arbeiten vulgo zu handeln, gelten überwiegend die gleichen Marktgesetze wie am Aktien-, Future- oder Rohstoffmarkt. Diese zu kennen, zu lernen und letztlich damit zu arbeiten wäre mein erstes Standbein, da das Geldsystem noch sehr lange bestehen wird - daher eine gründliche Ausbildung im Investmentbanking.

Ich selbst bediene beruflich seit über 30 Jahren durchaus anspruchsvolle Maschinen, die über die Jahre an Komplexität, Ausfallsicherheit und Prozessgeschwindigkeit enorm dazu gewonnen haben. Durch vielfache Trainingseinheiten und Tests werde ich seit genau so langer Zeit mit den normalen und abnormalen Verfahrensmöglichkeiten dieser Apparate auf dem Laufenden gehalten. Ohne Übertreibung würde ich von mir behaupten, dass ich das ganz gut im Griff habe. Ausgeprägte Systemkenntnisse sind dabei unerlässlich, dennoch habe ich mich noch nie darum gekümmert, wie der jeweilige Ingenieur die einzelnen Systeme angelegt hat und wie die Software genau funktioniert - das ist auch gar nicht gewollt! Wenn, dann soll ich den Normalbetrieb überwachen oder bei abnormalem Betrieb die notwendigen Schritte einleiten um die Maschine in einen sicheren Zustand zurückzubringen - mal grob vereinfacht ausgedrückt!

Hier sehe ich gewisse Parallelen zu der o.g. Fragestellung. Will ich Ingenieur werden und eine Maschine von A bis Z konstruieren und ggfs. reparieren? Will ich die Maschine verkaufen? Will ich die Maschine bedienen? Maschine könnte natürlich auch durch z.B. „Kryptowährung“ ersetzt werden…

Dabei ist unbestritten, dass die Informatik einen zentralen Punkt in allen Dingen des täglichen Lebens eingenommen hat. So gesehen kann es nicht falsch sein, sich dorthin beruflich zu orientieren.

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Auf der University of Nicosia kann man einen Masterabschluss in Blockchain and Digital Currency machen:

Eigentlich würde ich immer zu einem technisch/naturwissenschaftlichen Studium raten.

Ob es jetzt Physik, Informatik, Elektrotechnik oder oder ist, eigentlich lernst du ja nur dir selbstständig Wissen anzueignen.

Wenn du den ganzen Tag Hemden trägst, ist der Hoodie abends gesetzt :smiley:

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