Handel durch Konsens erzeigt gemeinsame Interessensgemeinschaften.
Ja, aber du siehst ja gerade wie fragil das ist. Es gibt Experten usw. die würden sagen, dass wir eine Zäsur erleben und der Globalismus erstmal an sein Ende gekommen ist.
Also für Russland ist gerade z.B. die Identität wichtiger als Handelsbeziehungen.
Ich glaube deren Handelsbeziehungen mit China sind nicht so schlecht.
Die sind halt abhängig.
Ich kann mich meistens nicht mehr an Titel historischer Bücher erinnern, die ich vor mehr als etwa 5 und 10 Jahren gelesen habe, verkürze das daher jetzt und zitiere ausnahmsweise Wikipedia (obwohl das mittlerweile in vielen Bereichen nur noch eine üble Dreckschleuder ist). Jedenfalls wird dort immerhin auch ein ähnliches Fazit gezogen, nämlich daß die deutsche Wirtschaft nach dem Börsenkrach keineswegs “am Boden lag” (und um diese Aussage ging es ja):
“Aus heutiger Sicht gilt die „Gründerkrise“ als eine Stagnation und nicht als eine Depression, weil damals die – in den Jahren zuvor überhöhten – Wachstumsraten ausgeglichen wurden. Auch die gesamte Zeit von ca. 1873–1890 war nicht, wie von vielen Zeitgenossen wahrgenommen, eine große Depression, sondern vielmehr eine Zeit des schwankenden Wirtschaftswachstums.”
Die Wirtschaft lag nicht am Boden.
Ja, ist ja gut. Die Wirtschaft lag nicht am Boden.
Trotzdem war es eine Krise mit vergleichsweise wenig Wachstum und hoher Arbeitslosigkeit.
Das mag sein oder nicht sein, aber es ging bei meinem Einwand um die Aussage, daß die deutsche Wirtschaft nach dem Gründerkrach “am Boden lag”. Und das tat sie eben nicht.
dein letzter Absatz ist wieder mal saudummer Populismus.
Könnte mehr schreiben, würde dann aber mehr als ein Einzeiler und damit für dich schwerverdaulich werden, Herr Doktor.
Ich denke, deine Eltern waren erziehungs- und gesellschaftstechnisch Totalversager.
Das ist übrigens kennzeichnend für dieses System, dass die Menschen, die das System kritisieren, persönlich angegangen werden.
Das ist so eine Art Stockholm Syndrom.
Ich kritisiere ein System. Keinen Menschen.
Du (und andere) ihr identifiziert euch so stark mit diesem System, dass ihr meine Kritik persönlich nehmt und das als Rechtfertigung für persönliche Angriffe und Beleidigungen nehmt.
Das ist in diesem Forum wirklich schön zu beobachten.
Das ist aber ein deutlicher Unterscheid und schwächt Ihre Schlussfolgerung
“Die Folge dass man nach dem Gründerkrach nicht eingreifen konnte war jahrzehntelange hohe Arbeitslosigkeit und eine am Boden liegende Wirtschaft.”
erheblich ab. Man konnte - im ganzen betrachtet - durchaus damit leben und und es war eben keine Katastrophe, bei der man am Boden lag. Und das ist nun mal ein entscheidender Unterschied bei der Abwägung, ob man dirigistisch in eine freie Marktwirtschaft eingreifen soll.
Das ist nun wirklich Semantik. Guck dir doch die BIP Entwicklung an. Wir reden da in den gut 20 Jahren von einem Wachstum was in der Regel marginal bis kaum vorhanden war.
Erst später in den 90er ging es dann wieder spürbar nach oben.
Was für Semantik? Das ist wichtig bei der Abwägung. Die damaligen Staatsmänner haben also sehr richtigerweise nicht überreagiert, wenigstens nicht allzusehr.
Ansonsten stimmt das historisch einfach nicht, was Sie schreiben. Das deutsche Kaiserreich hatte in allen Jahrzehnten seines Bestehens einen unerhörten wirtschaftlichen Aufstieg, das zeigen alle Daten (auch die von 1870-90) über Infrastruktur, Güterproduktion, Handel, Erfindungen, Patente usw. - Der Gründerkrach wirkte da eher nur als kleiner Dämpfer, mit dem man aber leben konnte.
Aber du hast doch selbst das BIP hier reingestellt.
Und jetzt soll das plötzlich nicht stimmen bzw. keine Aussagekraft haben?
Also meine Angaben zeigten ein steigendes BIP. Erst Anfragen Anderer an andere KIs zeigten auch wieder etwas anderes. Also lassen wir diese seltsam komplett widersprüchlichen Ergebnisse besser beiseite. Stattdessen nochmal WP:
| Einwohner, Produktion, Handelswert | 1872 | 1878 | Änderung |
|---|---|---|---|
| Einwohnerzahl | 41.228.000 | 44.211.000 | +7,2 % |
| Kohle- und Erzförderung [t] | 49.904 | 58.288 | +16,8 % |
| Handelswert der Bergwerksproduktion [Mark] | 415.668.000 | 324.267.000 | −21,9 % |
| Hüttenproduktion [t] | 2.178 | 2.458 | +12,8 % |
| Handelswert der Hüttenproduktion [Mark] | 314.814.000 | 224.879.000 | −28,8 % |
| Zehnjahresvergleiche | 1871 | 1880 | 1890 | 1900 | 1910 |
|---|---|---|---|---|---|
| Wohnungen[16] | 8.732 | 9.652 | 10.618 | 12.126 | 14.347 |
| Whg. pro 1000 Einw. | 213 | 214 | 215,6 | 218,7 | 322,2 |
| Eisenbahnnetz [km][17] | 21.482 | 33.838 | 41.818 | 49.878 | 59.013 |
| Netzzuwachs [km / 10 Jahre] | 11.356 | 7.980 | 8.060 | 9.135 |
Bahnstecken (km): 21.482 (1970) - 31.504 (1978)
Das zeigt eine sehr aufstrebende Wirtschaft über alle Jahrzehnte. Und mag sie auch von 1890 bis 1910 noch mal einen Booster gehabt haben, so kann man zu den Jahren 1871-1890 trotzdem nur sagen: So sehen wohl keinesfalls Magerjahre aus.
Ja, aber auch nur marginale Anstiege. So wie die anderen auch.
Ok. Ich halte jetzt einfach abschließend fest, dass die meisten Quellen von einer Krise mit relativ hoher Arbeitslosigkeit spreche.
Du sprichst da nicht von. Ok.
Das deckt sich übrigens mit dem was ich von der KI verlinkt habe. Die sagte auch nicht, dass alles total schlecht war, sondern bestimmte Branchen, bestimmte Regionen usw.
[quote=„Doktor, post:376, topic:72988“]istvdie Summe der
Du (und andere) ihr identifiziert euch so stark mit diesem System, dass ihr meine Kritik persönlich nehmt und das als Rechtfertigung für persönliche Angriffe und Beleidigungen nehmt.
[/quote]
dieses Sytem ist kein abstraktes Gebilde, es die Summe der Individuen, die sich in diesem System bewegen, es gestalten, ausgestalten. Also auch DU.
Ich variere mal die Aussage von oben bezgl der Eltern, nehme das mit den Totalversagern zurück und schreiben, „haben total versagt“.
Die erste Aussage im bezogenen Post, würde auch hervorragend zur AfD passen.
Aber eiere ruhig orientierungslos weiter in deinem seltsamen Universum.
Es ist mir vollkommen egal was du hier schreibst.
Ja doch, es war eine gewisse Krise. Mehr aber auch nicht. Ertragbare Schwankung innerhalb eines insgesamt aufstrebenden Reichs mit aufstrebender Wirtschaft. Derartige Schwankungen sind normal, weil so auch das Leben ist. Sie abstellen und alles linear machen zu wollen, tötet hingegen jede lebendige Wirtschaft.
Die Produktion stieg aber weiter an und das zeigt uns eben keine rückläufige Industrie, die am Boden lag. Im Gegenteil hatte sie die Kraft, auf gesunkene Weltmarktpreise mit gesteigerter Produktion zu reagieren (anstatt etwa zusammenzubrechen).
Da muss ich dir zustimmen
so ganz scheinbar doch nicht ![]()
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