Paradigmenwechsel: Das Post-Bitcoin-Zeitalter!?!

Wie hoch war denn die Arbeitslosigkeit in den Folgejahren nach 1873? Und wie hoch ist sie Heute?

Bin da jetzt auch kein Experte und habe ich mich da nicht richtig eingelesen in das Thema, die KI sagte, dass man das nur schätzen kann, weil aus der Zeit auch nicht alles vernünftigt dokumentiert wurde. Das BIP z.B. basiert auch „nur“ auf Schätzungen usw. Aber auch, weil das halt erst später eingeführt wurde.

Der Spiegel Artikel schreibt z.B. von 20% Arbeitslosigkeit.

Das passt aber auch zu der BIP Entwicklung. Im entsprechenden Zeitraum, also von 7x bis 9x, von dem ja dann auch von der deflationären Phase spricht bzw. von der großen Depression oder Rezession, da steigt das BIP zwar, aber in Relation nur marginal.

Ab den 9xer dann wieder stärker.


Mein Punkt war ja auch nur aufzuzeigen, dass Goldstandard nichts an der Gier, nichts an der Spekulationsbereitschaft usw. ändert sondern das systeminherent im Kapitalismus ist. Denn die Wirtschaftskrise mit der Inflation von 1929 wird ja immer ins Feld geführt usw. Der Gründerkrach wird ignoriert. Und auch im Zusammenhang mit 1929 gab es übrigens eine starke deflationäre Phase.

Das schreibt Gemini:

Vergleich mit modernen Zeiten

Im Vergleich zu modernen Krisen oder der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre war die Arbeitslosigkeit nach dem Gründerkrach statistisch gesehen niedriger, wurde aber subjektiv oft als verheerender wahrgenommen.

Zeitraum
Arbeitslosenquote (ca.) Kontext
Gründerboom (vor 1873) < 3 % Extremer Aufschwung
Nach Gründerkrach (1873–1890er) meist < 6 % „Lange Depression“, fehlende Absicherung
Weltwirtschaftskrise (1932) 29,9 % Historischer Höchststand (über 6 Mio. Arbeitslose)
Nachwendezeit (2005) ~ 11,7 % Moderner Höchststand (über 5 Mio. Arbeitslose)
Heute (Januar 2026) 6,6 % Aktuelles Niveau (ca. 3,08 Mio. Arbeitslose)

Warum die Krise 1873 trotzdem als so schwer empfunden wurde:
Obwohl die Quote mit unter 6 % ähnlich hoch war wie die aktuelle Quote (6,6 % im Januar 2026), gab es damals keinerlei staatliche Auffangnetze. Arbeitslosigkeit bedeutete 1873 oft unmittelbare existenzielle Not, da die erste Arbeitslosenversicherung erst 1927 eingeführt wurde. Zudem war ein Teil der niedrigen Quote darauf zurückzuführen, dass viele arbeitslose Männer im Militär (ca. 200.000 von 500.000 Soldaten kamen aus der Arbeiterschicht) gebunden waren.

Seltsam…

Das schreibt Chatgpt:

wie hoch war die arbeitslosigkeit in deutschland nach dem gründerkrach

Historische Quellen geben für die Zeit unmittelbar nach dem Krach an, dass die **Arbeitslosigkeit stark anstieg und – in manchen Berichten – auf etwa 20 % der erwerbsfähigen Bevölkerung kletterte.

:backhand_index_pointing_right: Dabei ist wichtig zu wissen:

  • Es gibt keine offiziellen, einheitlichen Arbeitslosenquoten wie heute für das Jahr 1873/1874, weil systematische Arbeitsmarktstatistiken in Deutschland erst viel später eingeführt wurden.
  • Die Zahl ~20 % stammt aus zeitgenössischen wie historischen Schätzungen und Beschreibungen der sozialen Not nach mehreren Bank- und Unternehmenspleiten sowie massenhaften Entlassungen in Industrie, Bau und Handwerk.

Sind halt nur Schätzungen:

welche historischen quellen sind das?

Gesichert ist:

  • Die Krise dauerte mehrere Jahre (bis ca. 1879).
  • Besonders betroffen waren Bau, Eisenbahn, Schwerindustrie.
  • Es kam zu deutlich erhöhter Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung.
  • Die soziale Not war erheblich, aber regional sehr unterschiedlich.

Eine präzise Prozentzahl für das gesamte Reich lässt sich jedoch nicht seriös angeben.


Das ist nicht ganz falsch aber auch nicht 100% richtig!
Geh mal in ein Altenheim. Dort Leben Menschen die werden 24 Std. betüddelt. (4 Mahlzeiten plus Zwischenmahlzeit, Zimmer- und Wäschereinigung, Unterhaltungsprogramm, wöchentlicher Hausarztbesuch, Pflege,….)

Heute werden davon mind. 80% massiv vom Sozialstaat unterstützt.
Ich würde behaupten, dass sich davon der Großteil nicht über diesen drohenden Zustand informiert geschweigedenn dafür vorgesorgt hat (macht übrigens heute auch kaum jemand) und ein großer Teil (hauptsächlich Frauen) lange, lange Zeit nicht oder nur Teilzeit gearbeitet hat.

Und, da beschwert sich kein Einziger über den Sozialstaat!!!
:man_shrugging:

So und jetzt kommt der Lieblingsspruch der Bitcoiner: “Jeder bekommt das, was er verdient”!

Nachtrag (aufgrund Einwand von @Katja69): Es sind deutlich weniger als 80% :see_no_evil_monkey:

Ich weiss ja nicht wie es in Deutschland ist, aber in Luxemburg müssen viel Alten Ihre Häuser verkaufen, nur um sich das Altenheim leisten zu können, was gerne mal 5000€ im Monat kostet.

Und gut Umsorgt wird man dort wie man hört auch nicht immer. Pfleger die sich in Anwesenheit der Hilfsbedürftigen Alten darüber beschweren dass sie Ihre Windel sauber machen müssen usw…

Ein Leben Lang gearbeitet und für sowas muss man den Lohn seines Lebens dann verkaufen, den man Eigentlich an seine Kinder weitergeben wollte. Und das bei dem am weitesten Ausgebauten Sozialstaat in ganz Europa.

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In 2024 wurden 432000 Leute in Pflegeheimen unterstützt. Nur Etwa 1/3 davon also 155 000 Menschen wurden tatsächlich vom Sozialamt bezahlt, das sind 0,17% der Deutschen.

Der Rest (277 000 - 0,3% der Deutschen) setzte eigene Absicherung ein, die nicht ausreichte.

Für alle anderen gilt: Sie zahlen das aus Rente, Vermögen, oder ihre Kinder tragen bei.

Du redest hier also über weniger als 0.5% der Bevölkerung.


Die Kosten für einen Pflegeheimplatz in Deutschland werden primär durch eine Kombination aus Leistungen der gesetzlichen

Pflegeversicherung (gestaffelt nach Pflegegrad 2-5) und einem hohen Eigenanteil des Pflegebedürftigen (Rente, Ersparnisse, Vermögen) finanziert. Seit 2022 zahlt die Pflegekasse zudem einen gestaffelten Zuschuss zum Eigenanteil, der mit der Dauer des Aufenthalts steigt.

Wer bezahlt was?

  • Pflegekasse: Übernimmt monatliche Pauschalbeträge für die pflegebedingten Aufwendungen (je nach Pflegegrad zwischen ca. 800 € und über 2.000 €).
  • Eigenanteil (Pflegebedürftige/r): Die Person trägt die Kosten für Unterkunft, Verpflegung, Investitionskosten und den verbleibenden Teil der Pflegekosten.
  • Gestaffelter Zuschuss (seit 2022): Die Pflegekasse entlastet Bewohner beim Eigenanteil für die Pflegekosten:
    • < 12 Monate: 15%
    • 12–24 Monate: 30%
    • 24–36 Monate: 50%
    • 36 Monate: 75%

  • Sozialamt / Hilfe zur Pflege: Reichen Rente und Vermögen (inkl. Immobilien) nicht aus, übernimmt das Sozialamt die Restkosten.
  • Unterhaltspflichtige Angehörige: Kinder müssen sich nur am „Elternunterhalt“ beteiligen, wenn ihr Bruttojahreseinkommen 100.000 Euro übersteigt.

Die durchschnittlichen Gesamtkosten für einen Heimplatz liegen (Stand Anfang 2026) bei über 5.000 € monatlich.

  • Kosten für Pflegeheim/Altersheim » Wer zahlt was? - Pflege.de

Wer übernimmt die Pflegeheim-Kosten? Den Anteil für die Pflege übernimmt je nach Pflegegrad die Pflegekasse. Unterkunft, Verpflegu…

  • Pflegeheim: Wie viel kostet es im Monat? - NDR.de

03.02.2026 — Pflegekasse gibt Zuschuss zu Eigenanteil je nach Aufenthaltsdauer. Für Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten im Heim müss…

  • Stationäre Pflege im Alten- oder Pflegeheim - Betanet.de
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Ist hier genauso. Aber natürlich gibt es auch Tricks das zu umgehen. Z.B. indem man das Vermögen vorher verschenkt. Allerdings sind die Kinder ab einem bestimmten Vermögen dann verpflichtet aufzukommen.

Aber ja, das System ist eben so gestrickt, dass du arbeiten gehen sollst. Also man wird an der kurzen Leine gehalten und in ständiger Existenzangst, damit man im Hamsterrad die Extrarunde läuft, nur um dann zu festzustellen, dass es am Ende trotzdem nicht reicht. Jedenfalls für viele ist das so.

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Ok 80% war übertrieben :grimacing:

Hab ChatGpt mal gefragt:

Etwa 19 % der insgesamt 4,9 Millionen Pflegebedürftigen in Deutschland erhielten im Jahr 2024 Unterstützung vom Sozialamt in Form der Hilfe zur Pflege in Einrichtungen.

In den letzten Jahren gab es einen kontinuierlichen Anstieg der Pflegebedürftigen , die Unterstützung vom Sozialamt erhalten. Zum Beispiel stieg die Zahl der Personen, die Hilfe zur Pflege erhalten, im Jahr 2024 um 5,6 % im Vergleich zum Vorjahr.

Danke für Deine Aufklärungsarbeit :+1:

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Ich meine, dass das System ein Ponzi ist, ist leider klar. Nun müssen wir uns überlegen, wie man das auf vernünftige Füsse stellen kann.

Problem dabei die Beharrungstendenz von Leuten, die das Jahrzehnte bedienen mussten… die werden erst mal „betrogen“… es sei denn, jemand kauft Bitcoin für sie :grin:
:slight_smile:

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Sehe ich teilweise auch so. Aaaaber,
ich sehe auch in meinem Umfeld viele Leute die viel Geld für viel unnötigen Kunsum (z.B. Rauchen, Saufen, Wegwerfklamotten, Süssigkeiten, Partys, etc.) übrig haben aber für ne Versicherung (gibt auch ne Pflegeversicherung) reicht es dann nicht mehr :man_shrugging:

Ich war immer eher Geringverdiener. Mein Haus und Erspartes geht dann halt für‘s Altenheim drauf. So ist es halt!

Existenzangst braucht hier eigenlich keiner zu haben. Unterstützung gibt‘s genügend.

Und es gibt sogar ne Berufsunfähigkeitsvericherung (Konnte ich mir bisher auch immmer leisten)!

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Stillstand ist kein natürlicher Zustand. Das System organisiert Arbeit, aber Arbeit an sich ist Teil der Existenz.

Jeder Organismus „arbeitet“, weil Leben Bewegung ist. Was wir heute „Arbeit“ nennen, ist nur die monetarisierte Form davon.

Selbst wenn es kein Geld gäbe, müsste man Nahrung organisieren, Wohnraum erhalten, Gemeinschaft pflegen, Probleme lösen und
Verantwortung tragen.

Arbeit ist nicht das Problem. (Zwang und fehlende Wahlmöglichkeiten)* sind das Problem. Energie einsetzen zu müssen,
ist kein Fehler des Systems. Es ist ein Grundgesetz des Lebens.

*Bitcoin ändert das :wink:

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Bei mir ist Bitcoin eines von vielen Rädchen zur finanziellen Unabhängigkeit. Es als Allerheilmittel zu bezeichnen :smirking_face: Da sind wir dann wieder bei Religion! :man_shrugging:

Bitcoin würde das nicht ändern, weil sich der Zwang aus dem Privatbesitz ergibt und nicht aus der Art des Geldes mit dem man tauscht.

Bitcoin wär ein tolles Geld im Sozialismus.

Im Kapitalismus würde es Ungleichheit und Elend nur vergrössern, denn Fiat federt vieles davon ab.

Fiat ist keine Einbahnstrasse.

Ja, Menschen haben in der Regel nur einen begrenzten Zeithorizont.

Das ist aber auch etwas was einem so anerzogen wird. Geniesse den Tag, lebe im Hier und Jetzt…

Also das war nicht immer so, sondern ist letztlich auch ein Resultat des Materialismus Grosse Bauten wie Pyramiden oder Kathedralen zeugen ja davon, dass Menschen grundsätzlich fähig sind sogar in Generationen zu denken.

Dafür braucht es aber eine Portion Idealismus. Wer nur den Materialismus kennt, der lebt im Hier und Jetzt.

Eliten denken in der Regel übrigens auch in Generationen. Sie selbst sind Idealisten, predigen aber für die Massen den dumpfen Materialismus, weil es dem eigenen Machterhalt dient.

Ich schreibe nicht aus einer makroökonomischen Theorie heraus. Ich schreibe aus meiner Lebensrealität.

Ich spüre sehr konkret steigende Preise, steigende Unsicherheit, sinkende Planbarkeit, versteckte Umverteilung und politische Eingriffe in Eigentum. Ich musste positionsmäßig mein Heimatland Deutschland verlassen.

Das betrifft nicht „Märkte“. Das betrifft mich und meine Lebenszeit.

Lebenszeit ist das knappste Gut.

Wenn dieses Geld planbar und stabil ist, bleibt meine Lebenszeit gespeichert. Wenn es verwässert wird, verliert meine gespeicherte Lebenszeit an Substanz und genau da liegt für mich der Kern. Ich argumentiere nicht moralisch. Ich argumentiere strukturell und persönlich.
Vielleicht federt Fiat statistisch Krisen ab, aber es verteilt Kosten über Zeit und Gesellschaft.

Ich möchte meine Lebenszeit nicht in einem Maßstab speichern, dessen Regeln flexibel angepasst werden können. Deshalb positioniere ich mich so gut wie möglich in Bitcoin. Nicht aus Religion. Nicht aus Trotz.
Nicht aus ideologischer Ablehnung, sondern weil ich für mich entschieden habe. Wenn andere mit Fiat gut leben können, wunderbar.
Ich wähle für mich einen anderen Maßstab.

Bitcoin existiert erst 17 Jahre. Das ist jung, historisch betrachtet ein Wimpernschlag. Aber in diesen 17 Jahren hat er mich bereits real positioniert. Nicht auf dem Papier. Nicht in einer Excel-Tabelle, sondern in meiner Lebensrealität. Ich kann heute so leben, wie ich lebe, weil ich diesen Maßstab gewählt habe. Das ist für mich kein Narrativ. Das ist Erfahrung.

Ob er sich global durchsetzt, wird die Zeit zeigen. Ob andere ihn brauchen, ist nicht meine Entscheidung.

Ich weiß nur für meine Lebenszeit, für meine Planung und für meine innere Ruhe funktioniert er. Das reicht mir.

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Und ich will eben immer wissen wie sich etwas gesellschaftlich auswirkt. Denn wie sich etwas gesellschaftlich auswirkt, so wirkt es auch auf mich, denn ich bin Teil der Gesellschaft. ;)

Einzelerfahrungen usw. interessieren mich in der Regel deshalb nicht so.

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Ich beginne beim Sein, nicht bei der Beschreibung. Nicht, weil ich die Gesellschaft ignoriere, sondern weil ich weiß, dass ich nur über mein eigenes Handeln echte Kontrolle habe.

Wenn ich mich stabil positioniere, klar handle und Verantwortung übernehme, dann ist das kein Rückzug ins Private, sondern es ist mein Beitrag im Rahmen dessen, was ich tatsächlich beeinflussen kann.

Du versuchst, das Leben primär von außen zu beschreiben, über Strukturen, Systeme, gesellschaftliche Effekte und Makro-Zusammenhänge. Ich schaue zuerst nach innen, weil dort meine Handlungsfähigkeit beginnt.

Beides ist natürlich legitim :blush:

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Und die Gesellschaft setzt sich aus vielen Einzelteilen zusammen. Somit wird es schwierig stabilität für eine ganze Gesellschaft aufzubauen, wenn das nicht einmal im kleinen funktioniert.

Deswegen brauchen Staaten z.B. sowas wie sog. Gründungsmythen. Also Mythos im Sinne von Erzählung. Also man braucht irgendwas was identitätsstiftend ist. Was der Kapitalismus mit seinem Individualismus nun macht, ist, dass er das alles zersetzt und wenn du am Ende eben nur noch Individuen hast die sozusagen alle ihre eigenen Geschichten erzählen und keine gemeinsame Identität mehr haben, dann zerfallen Gesellschaften und auch Staaten.

Deswegen kam z.B. der Nationalismus auf. Um gegen den Adel aufzustehen und die Unterdrückung zu beenden brauchte es eine gemeinsame Erzählung. Mit lauter Individuen wäre das ja nicht möglich gewesen.

Also wer radikalen Individualismus predigt, der predigt letztlich die Basis für Unterdrückung.